Früher war das ja alles kein Problem, aber mittlerweile muss man aufpassen. Man muss sich schonen. Und Sackkarren helfen beim Schonen, beim Rückenschonen. Man kann Zementsäcke damit rum fahren, oder Grills, ganze Hackstöcke sogar! Kinder sowieso. Flexible Dislokationen bis maximal 200 kg für 44 Euro direkt zum Mitnehmen. Sackkarren, das nächste große Ding!
Zum Thema Fleischzubereitung aus Männersicht

Gestern waren ein bekannter Feinschmecker und ich in Sachen Fleischverkostung unterwegs. Im speziellen ging es um das Themengebiet „Slow Smoked BBQ“ also langsam gegrilltes Fleisch. Aus Endkundensicht ist es eigentlich egal wie lange ein Stück Fleisch auf dem Grill verbracht hat und ob es etwas näher an der Glut gelegen ist oder eher nur im Rauch, Hauptsache es schmeckt. Hat es gestern aber nur bedingt, sehr schade.
In so einem Fall kommt sofort der ambitionierte Heimwerker durch und denkt ans Selber-besser-machen. Dann der ambitionierte Griller und denkt ist doch ganz einfach: „Weber Genesis II“, „Weber Genesis II“, „Weber Genesis II“! Aber gleichzeitig schüttelt das ambitioniert verantwortungsvolle Familienoberhaupt innerlich den Kopf und denkt du spinnst! Zusammengefasst kann man sagen dass multiple Persönlichkeiten die langfristige Sicherstellung eines guten Stück saftigen Fleischs schon ungemein erschweren!
Dann trink doch amol a Bier!
Jeden Abend gibt es in der Werbung irgendeine gut aussehende Frau, die von Verstopfung geplagt wird. Und eine jede davon freut sich über die wohltuende Wirkung von ein paar beschissenen homeopädischen, rein pflanzlichen und kalorienarmen Tropfen. Und jedesmal denke ich mir Himmel Herrgott Sakrafix dann trink halt amol a Bier du dumme Sau!
Kommando Zaunpfostenverlängerung
Die Chefin hat sich einen Sichtschutz gewünscht und ihr Wunsch ist uns allen Befehl. Grundsätzlich ist das keine große Sache, Betonpfosten einbetonieren und den Zwischenraum irgendwie mit Holz zumachen. Genau. Herausforderungen entstehen durch folgende Gegebenheiten: Am Tag zuvor den 5-Seidla-Steig gewandert, die Betonpfosten, die eigentlich Betonstürze sind, gibt es standardmäßig nur in 2 m und Lärchenholz ist in allen Baumärkten in der Umgebung Mangelware. Soweit so herausfordernd.
Also 5-Seidla-Steig-Nachwehen lassen sich recht gut mit Ibuprofen bekämpfen, ein zu kurzer Zaunpfosten ist da schon eine andere Hausnummer! Grundsätzliches Vorgehen bei etwas was zu kurz ist, ist verlängern. Gesagt getan. Der Zaunpfosten wurde gesetzt, dann wurde von oben eine lange Schraube als Armierung rein geschraubt, die die Erweiterung am Pfosten hält. Als nächstes wurde der Pfosten oben rum mit Styropor und Basteldraht „verschalt“ und diese Light-Verschalung dann Stück für Stück mit Schnellbeton ausgegossen, Experimentalhandwerkskunst.
Der Schnellbeton hat seinen Namen alle Ehre gemacht und wo wuchs der Pfosten innerhalb von einer halben Stunde um 30 cm. Perfekt.
FHEM Modul ENIGMA2
Es gibt ein FHEM Modul namens ENIGMA2, mit dem kann man einen VU+ Receiver anbinden. Steinstark! Was kann man damit machen? Z.B in FHEM überprüfen ob der Receiver läuft oder grad an geschalten wird, um dann wieder ein Licht zu schalten, Ambiente herstellen halt. Man kann aber auch Nachrichten senden, die dann im Fernsehbild angezeigt werden, z.B. „Noch 5 Min Kids“ oder so. Subba Sach.
Kommunion ist auch nicht mehr das was es mal war
Wie ich klein war gab es bei uns einen Pfarrer und der Pfarrer war das geistliche Gegenstück zum Bürgermeister. Höchstwahrscheinlich hatte er sogar noch mehr Macht als Bürgermeister, weil er ja in göttlichen Auftrag unterwegs war. Dementsprechend war so eine Kommunion auch eine Angelegenheit allerhöchster Wichtigkeit – für die Kirche, das Dorf, die Schule und vor allem die Kommunionkinder. Da herrschte Zucht und Ordnung und man sah dass es gut war.
Davon kann man 2017 in einer Stadt nur träumen. Ja, die Kinder werden auch hier auf die Kommunion vorbereitet und auch die Kirche wurde geschmückt und auch der Pfarrer hat sich mühe gegeben, aber spätestens am vergangenen Sonntag habe sogar ich verstanden dass der Tanker katholische Kirche auf Eisbergkurs ist.
Zum Reformationsjubiläum 2017 kann man da eigentlich nur hoffen dass es demnächst eine Reformation 2.0 gibt. In einer Kirche in der man Ordner braucht, die aufpassen dass die Zuschauer sich so verhalten wie der Pfarrer es sich wünscht, wird ganz schnell klar dass es da an weit mehr fehlt als einfach nur an etwas Frömmigkeit. Da traf aufeinander was schon lange nicht mehr zusammenpasst und wurde mit viel Aufwand künstlich zusammengehalten. Katholische Kirche ist auch nicht mehr das was sie mal war.
Die Ausgangssperre
Die Chefin hat für dieses Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. Da gibt es nichts zu Rütteln: Das Kind 1 hat am Sonntag Kommunion und da werden alle Ressourcen benötigt. Da geht es nicht einfach mal schnell am Freitag aufs Walberla oder am Samstag auf die Blaue Nacht. Ausgangssperre ist Ausgangssperre!
Aber es ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint, es wurde sich weiterentwickelt. Da ist nämlich nicht mehr primär die Angst dass das Weggehen zu arg ausartet – nein, jetzt steht der spontane Bedarf an einen universell einsetzbaren, handwerklich nicht gerade unbegabten Problemlöser, im Vordergrund. Und so betrachtet ist es ja schon fast wieder eine Ehre dieses Wochenende auf die spontanen Ideen einer Chefin im Ausnahmezustand zu reagieren und keine Ausgangssperre im herkömmlichen Sinn. Das Glas ist halb voll.
May the Fourth be with you
Ich lach ja schon seit gestern Mittag, „May the Fourth be with you“ – 4. Mai, Star Wars Day. Das muss ein guter Rausch gewesen sein. „May the Fourth be with you“, köstlich!
Das Nürnberger Nanoklimazonenmodell
Nürnberg an sich ist ja schon so etwas wie ein eigener Mikrokosmos, globalfränkisch betrachtet. Und innerhalb dieses Mikrokosmos gibt es tatsächlich unterschiedliche Klimazonen, die nur in Fachkreisen bekannten Nürnberger Nanoklimazonen.
Wegen dieser Nürnberger Nanoklimazonen kam es dann heute früh zu folgenden Phänomen: Im Westen war es schön (was „schön“ aus meteorologischer Sicht bedeutet, darüber können sich die Gelehrten gern streiten, für den Radfahrer bedeutet es abstrahiert „kein Regen“). An diese Nürnberger Schön-Nanoklimazone hat sich auf Höhe von Steinbühl dann eine Nürnberger Nichtschön-Nanoklimazone geschoben – eine ganz fiese – und diese hat sich erstreckt bis zum Ende vom Gleis 4 am Bahnhof, ungefähr auf Höhe vom 2. Wagon. Da war abrupt Schluss und dahinter gab es dann wieder eine Nürnberger Schön-Nanoklimazone. Solche Konstellationen sorgen jedenfalls dafür dass man als Radfahrer innerhalb 687,5 m bis auf die Knochen nass werden kann. Eigentlich unvorstellbar, aber Realität, meteorologische Willkür.
Heimautomatisierung, heute wired
Es geht weiter mit der Heimautomatisierung, aber jetzt mit Kabel. Das coole an Homematic ist ja eigentlich dass es sich größtenteils um Funksender mit Batterien handelt, die man überall recht einfach nachrüsten kann. Im Haus ist das ok, Batterien draußen gehen aber eigentlich nur im Sommer. Im Winter taugt das nichts. Also braucht es für die Überwachung der Tore draußen eine andere Lösung, da bietet sich Homematic Wired an. Homematic Wired kann man in teuer an FHEM anbinden oder leicht geekig. Da die geekige Lösung auch noch viel günstiger ist, war eigentlich recht schnell entschieden wie vorgegangen wird. So, und genau heute, 5 Tage nachdem die Idee geboren wurde, läuft die Sache auch schon unter Laborbedingungen im Fernsehzimmer. Hurra!
Am Wochenende wird der Laboraufbau dann in den Schuppen umgezogen, die Tore verdrahtet und die Lichter noch hinterher. Gepimpt wird das ganze dann noch mit FHEM Twilight, das Modul liefert über Koordinaten spezifizierte Position diverse Dämmerungszustände. Damit lassen sich dann solche Regeln definieren wie „Ist das Tor offen UND Ist es dunkel DANN Schalte das Licht“. Ginge natürlich auch über einen Dämmerungschalter, geht aber halt auch komplizierter und ist die Basis für einen wahnsinnigen WAF.