Wir haben Kurzurlaub in Beilngries gemacht. Beilngries aka das Mallorca des Altmühltals ist noch ein Geheimtipp, deshalb werden es die wenigsten kennen. In Beilngries gibt es einen Campingplatz, auf dem man in einem Fass schlafen kann, das ist ganz cool, ein Freibad, ein Brauereimuseum, die Altmühl, keine Philosophen und ein paar gute Wirtshäuser – also alles was man braucht. Auf dem Heimweg ging es dann noch in den Dinopark nach Denkendorf. Mit dem Dinopark ist das so eine Sache, Kids, die sich für Dinos interessieren finden ihn bestimmt gut, unsere nicht. Die Mikrokurzurlaubabschussbesprechung fand in der Waldschänke Brückkanal in Feucht statt, eine Top-Location! Insgesamt ein cooler Trip. Beilngries, das nächste große Ding.
Ein Plan ist ein Plan und daran wird sich gehalten.
Eine Woche Urlaub ist eigentlich viel zu kurz, deshalb muss man planen. Der Plan für gestern sah vor den ersten Teil der neuen Trockenmauer fertig zu machen. Wer sich mit dem Thema Trockenmauer im allgemeinen wenigstens nur ein bisschen auskennt, der weiß, dass man eine Trockenmauer nicht einfach so in den luftleeren Raum bauen kann, sondern ein Stück Gefälle oder eine Aufschüttung braucht. Aus Ermangelung an Hügel war bei uns die Aufschüttung das Mittel der Wahl. Aber auch eine Aufschüttung kann man nicht einfach so machen, auch da braucht Vorbereitung – in unserem Fall war das eine Reihe mit Pflanzringe aus Beton auf der Grenze zum Nachbarn. Weil so ein Pflanzring 45 kg wiegt war das schon allein eine Hausnummer.

Zurück zur Trockenmauer. Der Plan gestern war ganz einfach entlang der Pflanzringe Humus aufschütten. Den ersten Hänger Humus hat der Hack Senior schon letzte Woche geliefert, der musste bei leichten Nieselregen nur in den Garten gefahren werden. Der zweite Hänger musste in Burgfarrnbach bei leichten Regen geholt werden. Wichtig, in Burgfarrnbach haben die keinen Bagger, der dir eine Schaufel in den Hänger schüttet, sondern man schaufelt selbst. Bei leichtem Starkregen wurde diese Ladung dann auch in den Garten verfrachtet.
Weil das Wetter jede Form von Schweiß verhindert hat, wurden dann auch noch gleich die ersten Meter Steine gesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: der anfangs nur durchnässte Rasen schaut jetzt aus wie eine Schlammgrube hinter der sich jetzt ein Stück Mauer erhebt. Der Chefin passt das nicht so recht, aber sie ist doch erstaunlich ruhig.
Am 3. Tag ist das dann schon hart
Man sagt ja dass junge Frauen alte Männer jung halten, das kann ich bestätigen. Das junge Ding, das ich seit ein paar Jahren am Start habe, hat sich überlegt dass wir auf Rock im Park müssen. Also waren wir auf Rock im Park. 3 Tage lang laute Musik, viele Menschen, ein breites wettertechnisches Spektrum und schlechtes Bier. Alles was ein Jungbrunnen halt so braucht.
Auf dem Bild links sieht man übrigens ein Festival-Fabelwesen, die Kloschlange. Auf den ersten Blick hat sie Ähnlichkeit mit Schlangen vor Museen in England oder Supermärkten in der DDR, aber sie unterscheidet sich doch im Detail, sie stinkt nämlich bestialisch.
Was bleibt: die Hosen sind live legendär gut, Rammstein ein Phänomen das ich nicht verstehe, ein Jack-Daniel’s Turnbeutel (der sich unter Angabe einer falschen Identität erschwindelt wurde) und ein Pulli, weil es dann gestern Abend doch recht frisch war. Klar ist, nach so einem Spektakel braucht es jetzt erst mal ein paar Tage Ruhe, Verjüngung hin oder her.
[Update] Oh Mann, doch glatt die Prophets of Rage mit einem Best of von Rage Against the Machine, Public Enemy und Cypress Hill vergessen, mein persönlicher Festival-Favorit!
Die Holzhammermethode für mehr Nachhaltigkeit
Das Coole an einem Raspberry 3 ist ja dass da WLAN und Bluetooth integriert sind, man also keine zusätzlichen USB-Dinger braucht. Von der Theorie her konfiguriert man das Teil einmal, also WLAN Passwort und Bluetooth Pairing (das geht mit der neuen graphische Oberfläche übrigens ganz einfach) und schon kann man den Raspberry irgendwo hin verstecken und hat 4 freie USB Plätze, GPIOs usw. frei im Netzwerk verfügbar.
Aber eben halt nur in der Theorie. In der Praxis schaut es nämlich so aus dass dieses vermaldeite WLAN so zuverlässig nicht funktioniert wie die SPD keine Landtagswahlen gewinnt. Für eine Heimautomatisierung ist das kein tragbarer Zustand, deshalb wurde da ein LAN Kabel verwendet. Beim derzeitigen Projekt geht das nicht, deshalb wurde die Holzhammermethode verwendet: Überprüfe ob die Netzwerkverbindung da ist, falls nein starte neu. Wie das genau geht ist hier beschrieben. Und damit sollte das Problem nachhaltig gelöst sein:
ping -c4 192.168.1.1 > /dev/null if [ $? != 0 ] then sudo /sbin/shutdown -r now fi
Eingepackt in einen Cron-Job, sind wir jetzt wieder ganz weit vorne. Ich mag solche Lösungen.
Kunst to go #2

Heute müssen wir unsere „Frau mit Handtasche und Ziege“ zurückbringen. Ein wirklich schönes Bild war das. Die Chefin würde es am liebsten behalten, aber das ist ja nicht der Sinn von der Artothek.
Der Clou an dem Bild ist, dass man auf den ersten Blick denkt, dass es gemalt ist, aber wenn man genauer hin schaut, dann sieht man dass es tatsächlich ein Foto ist. Mal schauen was es heute gibt.
Aua wieder weg

Ein Bild spricht ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Das Aua ist pünktlichst zum Urlaub wieder weg. Die Chefin hat es sich nicht nehmen lassen die Wunde fast jeden Abend mit Olivenöl zu massieren, stundenlang. Gestern ist dabei letzte Stück vom Grind abgegangen und ab heute kann die Hand wieder in die Hose gesteckt werden. Lebensqualität pur.
Zum Thema Fleischzubereitung aus Männersicht II
Vorgestern waren zwei bekannte Feinschmecker und ich in Sachen Fleischveredelung unterwegs. Im Speziellen ging es um das Themengebiet „Amerikanisches BBQ“. Die Amis grillen in der Regel ja größere Brocken als wir, da könnten wir uns ja vielleicht was abschauen, haben wir uns gedacht. Aber genau genommen gab es gar nicht mal so viel zum Abschauen, eher zum Staunen, übergroße Batzen Fleisch und übergroße Grills nämlich. Unverhältnismäßig große, für fränkische Verhältnisse jedenfalls.
Lässt man die großen Dinger mal außer Acht und bewertet nur das Kosten-Nutzen-Verhältnis und dann noch die Tatsache dass gar nicht mal so viel Neues dabei rum gekommen ist, dann kann man dem Seminar keine 5 Sterne geben. Klar kann bei gut 20 Leuten nicht jeder sein Steak grillen, aber irgendwie hätte ich mir mehr erwartet. Aber das Fleisch war gut, sau gut sogar! Und so ein überdimensionierter Gasgrill ist ja so unattraktiv auch nicht. Was bleibt? Ein voller Wanst und die Gewissheit dass man im Fall der Fälle dort in Burgfarrnbach (wie Stein, bei Fürth) auch kurzfristig an Profiequipment kommt.
Dass sich der Verfasser dieser Zeilen im Rahmen seiner Midlife Crisis irgendwann mal ein dickes Auto oder Motorad kauft, ist eher unwahrscheinlich. So ein grillgewordener Penisersatz hätte da durchaus Potential.
Ein mitdenkender Läufer ist kein durstiger Läufer
Am Vatertag hat einer der Mitwanderer erzählt dass er einen Halbmarathon gelaufen ist – und das sogar in einer ganz passablen Zeit. Läuft der mit 44 einfach mal so einen Halbmarathon, Donnerwetter! Haus gebaut, Sohn gezeugt, Baum gepflanzt Halbmarathon gelaufen. Halbmarathon.
Nüchtern betrachtet profitiert das Wort „Halbmarathon“ schon arg vom „Marathon“, dabei ist der Halbmarathon nix anderes als ein 20 km Lauf. Und einen 20 km Lauf bekommt man wenn man eine 10 km Runde zweimal läuft. Und weil wir gerade dabei sind: ein 10 km Lauf ist ein Virtelmarathon, den nennt bloß keiner so. 20 km Lauf, das ist doch gleich weniger abstrakt.
Was soll ich sagen, das kann man schon mal machen, aber vielleicht nicht gerade verkatert am Tag nach dem Vatertag und auch nicht einfach so ungeplant. Weil wer da auch nur ein bisschen mitdenkt, der wird sich irgendwo was zum Trinken deponieren. Ein Spontan-20-km-Läufer hat die letzten 5 km einfach nur Durst. Zusammengefasst: „Halbmarathon“ – Haken dran, hätte aber mit Einsatz von etwas Hirn angenehmer ausfallen können.
Musik für einen schönen Tag
Weil heute so ein schöner Tag ist: Musik für einen schönen Tag. Nichts besonders, trotzdem gut.
Offen zur Schau gestellt

Heute bin ich mit der coolste im Büro, weil jetzt können nämlich alle das Aua bestaunen. Oh, das schaut ja richtig böse aus! Ja. Mit Verband war auch ganz cool, zumindest am Anfang als man noch etwas Blut gesehen hat. Es geht aber praktisch nichts über eine offen zur Schau gestellt Wunde, da bist du der Held am Kaffeeautomaten. Die Hand ist mittlerweile wieder gut einsetzbar, nur in die Hosentasche stecken geht noch nicht so gut – und das schränkt bei der täglichen Arbeit schon ganz schön ein.