Es gibt Menschen, die können sich aus Gründen nicht mehr an den Auftritt von The Bones beim Save the Core Festival erinnern. Klar, dass man da dann zum Nachsitzen nach Schweinfurt in den Stattbahnhof muss: The Bones aus Karlskrona, Schweden – seit 1996 eine feste Größe auf Europas Punk-Bühnen – bringen Murphy’s Law, The Drowns & The Teflon Dons mit. Ein Abend, vier Bands, kein Erbarmen.Richtig!
Der Stadtbahnhof in Schweinfurt ist so eine geile Location, Wow! Geiler Abend und jeden Kilometer der Anfahrt wert.
Das ist eine Geschichte über eine Verwechslung und die Geschichte geht so: Irgendwann vor ein paar Wochen habe ich einen Beitrag über Die Skeptiker gelesen und ihrer 40-jährigen-Band-Jubiläums-Tour, mit der sie auch im Z-Bau halt machen. Zu meinem Ehrentag, letzte Woche, habe ich ein Ticket für Die Verlierer gekriegt, auch im Z-Bau. Für mich war das das gleiche.
Am Wochenende habe ich mir vorgenommen Die Verlierer auf dem Weg nach W anzuhören. Auf Höhe von ER hatte ich schon keinen Bock mehr, bis FO habe ich durchgehalten. Der Herr El Gordo hatte aber versprochen, dass die live voll er Hammer sind!
Schon am Eingang habe mich über das jung Publikum gewundert und auch der Merch-Stand war eher greisenuntypisch. Plötzlich stehen da Typen auf der Bühne, die definitiv noch kein 40 waren. Wo ist der Fehler? Haben bei denen die Söhne übernommen? Und Musik passt auch irgendwie nicht. Aufgelöst wurde die Angelegenheit dann am Ausgang, weil dort ein Plakat von Die Skeptiker hing, die spielen am 7.11. Das sind zwei unterschiedliche Bands! Donnerwetter! Und ja, der Herr El Gordo hatte recht, live waren die echt geil, die Verlierer.
Die Nachbarn haben bei uns ein Kulturdefizit festgestellt und uns deshalb nach Erlangen ins Fifty Fifty zu Claudia Bill eingeladen. Das war eine schiefe Nummer, Donnerwetter! Es hat schon mit der Anreise angefangen, weil wir mit Bus und Straßenbahn nach Erlangen gefahren sind.
Die Busfahrt war eigentlich ganz praktisch, weil der Bus quasi bei uns vor der Haustür losfährt und in Erlangen vor dem Fifty Fifty endet. Dazwischen muss man nur noch ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn fahren. Das hat der Herr Physiker sehr gut geplant. Noch guter war, dass ich weiß, dass man bei so einem Vorhaben Wegbier braucht. Wir ergänzen uns schon gut.
Das Fifty Fifty ist ein ziemlich kleines Theater direkt an der Stadtmauer bzw. in die Stadtmauer integriert. Man sitzt an kleinen Tischen, das ist recht chaotisch wenn der Laden so voll ist, wie es am Freitag war, gehört aber wohl zum Programm.
Claudia Bill stand mit ihrem Programm „Bill trifft UnBill“ auf der Bühne, „ein Programm, das Pessimisten und Miesepeter provoziert, weil es den Blick auf die lustige Seite der Ärgernisse legt: Altern, Besserwisser, Franken, Dating, Übergewicht“. Das hat gepasst wie Arsch auf Eimer, wir haben sehr viel gelacht! Das Kulturdefizit ist damit erfolgreich geschlossen!
Es ist immer das Gleiche: Auf einen guten Abend folgt ein beschissener Arbeitstag. Dabei hätte alles so super sein können, Donnerstag Abend spielen die The Devil’s Dandy Dogs im Café Express in der Südstadt, man trinkt ein paar Bier, hört der Musik zu und oben drauf gibt es noch a bissla blöds Gschmarr. Den Freitag rettet man über die Zeit.
Zumindest der erste Teil hat prima geklappt und wir hatten wirklich einen super Abend. Aber am Freitag früh ging es gleich richtig los und ich hatte bis Mittag nicht mal Zeit um die Schlafklamotten auszuziehen. Wow. Aber das Konzert war halt schon geil.
Das Brückenfestival ist schon eine beeindruckende Veranstaltung – und vor allem ist es keine 2 km von uns daheim entfernt. Es ist für alle möglichen Musikrichtungen offen, deshalb ist auch immer was dabei, was mir gefällt. Dadurch, dass wir unseren Urlaub dieses Jahr recht spät geplant haben, konnten wir mal wieder hin. Sehr gut.
Wenn man den Veranstaltern etwas in den Medien folgt, dann weiß man dass das alles ehrenamtlich aufgezogen wird und dass die Finanzierung eher schwierig ist. Deshalb hab ich mich dazu hinreisen lassen Fördermitglied zu werden. Ab jetzt ist es quasi „mein Festival“ zumindest vom Ansatz her. BrüBrüBrü, Alter!
Dieses Jahr haben wir es gleich zweimal auf das Bardentreffen geschafft! An dem Wochenende ist ja für gewöhnlich immer recht viel los und auch dieses Mal mussten wir Annafest und Bardentreffen unter einem Hut zu bringen. Geschafft. Hurra!
Das Bild oben zeigt die Band Acht Eimer Hühnerherzen auf der Bühne auf der Insel Schütt. Die Band ist nicht mein Ding und ich wäre wahrscheinlich niemals auf ein Konzert von denen gegangen, aber genau das macht den Reiz der Veranstaltung aus. Und die Stadt legt sich da ziemlich ins Zeug, drei richtig große Bühnen (auf der Insel Schütt, am Hauptmarkt und am Sebalder Platz) aufbauen und über 3 Tage zu betreiben ist eine ziemliche Anstrengung. Echt top!
Meine Favoriten spielen aber meist auf der Bühne der MUZ auf dem Lorenzer Platz, die ist zwar etwas kleiner, aber dafür eher mein Musikgeschmack. Dieses Jahr waren da die The Great Bertholinis und The Lovebites am Sonntag am Start, eine klare Alternative zum Tatort.
Großes Finale – letzter Tag vom letzten Krach am Bach Festival! Wetter – Bands – Rahmenprogramm, da hat nochmal alles gepasst. Ein spektakulärer Abschluss. Schade, dass es heuer zum letzten Mal stattfand! The Expolited waren ok, meine Favoriten waren allerdings aus Antares aus Italien und die Lower Class Brats aus Texas. Am Ende sind die Bands fast zweitrangig, denn das Ambiente in Prölsdorf schlägt einfach alles!
Exquisite Samstagnachmittagsveranstaltung: Save the Core hinterm Club Station. Dieses Jahr mit The Bones und Biohazard, da hab ich mich arg gefreut! Es war heiß, es war staubig und es war hart. Dieses Jahr fast ohne blauen Flecken und sonstigen Blessuren, dafür ne Staublunge. Man war das staubig. Rock ’n‘ Roll ist hartes Business, Hardcore ist hardcore.
Preisfrage: Was ist besser als 38,5 Grad zuhause? Richtig, 45 Grad mit ohne Sauerstoff in Fürth! Und dabei hätte alles so kühl sein können, denn in der Ottostraße 27 in Fürth ist ja der Kunstkeller o27, dass es im Haus oben noch einen Musikclub namens „KOPFUNDKRAGEN“ gibt, war mir nicht bekannt. Genauso wenig wie die beiden Bands, die da am Samstag gespielt haben. Vorband-Special-Guest-Alleinunterhalung: GUY MOLTON, Main-Act: SLOE GIN. Musikgenre ebenfalls bis dato unbekannt: American Highway Music.
Wir nehmen mit: man kann durchaus schneller schwitzen als trinken und American Highway Music ist eine inspirierende Sache. Ein super Konzert unter erschwerten Bedingungen und danach noch eine super Hofunterhaltung. Und den Club sollte man auf dem Radar haben.
Das erste Highlight auf unserer Fahrt nach Regensburg, war natürlich die Fahrt nach Regensburg. Danach kam aber gleich das Konzert von Erection in der Alten Mälzerei in Regensburg. Die Band kommt aus Regensburg und hatte keine so lange Anreise wie wir. Nach Recherche unseres inoffiziellen Reiseleiters ist da manchmal auch der Schlagzeuger von den Toten Hosen mit dabei. Deshalb ging seine Vermutung in die Richtung, dass die Toten Hosen auch bei der Release Party in Regensburg dabei sind, aber denen war die Anreise wohl zu weit.
Mir persönlich haben die Toten Hosen aber gar nicht gefehlt, weil die Band alleine auch schon sau gut war. Worauf ich aber zu sprechen kommen muss, war die Bierauswahl in der Alten Mälzerei, die ist nämlich nicht so toll, das Spezi war jedenfalls besser! Vor allem vor dem Hintergrund, dass Regensburg Brauereien-technisch echt top ist! Zusammengefasst: Band top, Regensburg top, Alte Mälzerei top, Bierauswahl in der Alten Mälzerei so lala.