Wintergedanken

Die Chefin hat ein Haar in der E-Auto Suppe gefunden: Es gibt keinen Verbrennungsmotor und deshalb wird die Motorhaube nicht warm und so schmilzt der Schnee darauf nicht. Skandal! Da hat sie natürlich recht. Richtig schlimm ist das nicht. Dachte ich jedenfalls, aber es gibt einen Corner Case den ich erzählen muss und zwar ist es so, wenn der Schnee auf der Motorhaube schmilzt und es danach wieder friert, dann kriegt man die Motorhaube nicht mehr auf. Das ist blöd wenn man die Scheibenwischwasser nachfüllen muss. Noch blöder ist, dass die Motorhaube dann irgendwann aufspringt sobald es wärmer wird. Ist das Auto dann abgeschlossen, geht die Alarmanlage los. Da ist dann ganz schön was los in der Nachbarschaft.

Über Nacht ist der Schnee bei 5 Grad gut weg geschmolzen, wenn jetzt noch mein Rotz weg ist, kann ich ab nächste Woche wieder laufen gehen. Der Rotz kommt gerade in so vielen Farben aus meiner Nase, das ist der Hammer – eine Art Regenbogen des Verderbens – und in der Früh sind es dann auch ganz schöne Brocken. Ich bin dann immer ganz stolz dass mein Körper solche abstoßenden Strukturen generieren kann. Aber insgesamt bin ich durch mit dem Winter.

Heinz Strunk – Ein Sommer in Niendorf

Genau mein Typ, dumm, ordinär, antiintellektuell, unnahbar und rattenscharf. Solche Sätze erwartet man Heinz Strunk und er liefert sie in „Ein Sommer in Niendorf“. In einer Rezession wird das Buch mit dem Zauberberg von Thomas Mann verglichen – und besser bewertet. Sowas traut man Strunk dann eher doch nicht zu. Ist auch egal, das Buch kann ich jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Es geht um den Herrn Roth, der die Zeit zwischen einem Jobwechsel nutzen will um ein Buch über die Geschichte seiner Familie zu schreiben. Dafür mietet er sich für 3 Monate in einer Unterkunft in Niendorf ein und gerät dort in Kontakt mit Menschen und Orten, die so gar nicht zu seinem bürgerlichen Leben passen.

Neun Grad, plus!

Das Kind 2 hat in den letzten Tagen den Minusgraden zum Trotz Schneemänner gebaut. Stramme Kerle sind das, aber 9 Grad halten die nicht aus. Blöd für sie, dafür aber Frühlingsgefühle für mich. Der Tag der Unwetterwarnung, war der schönste seit langen!

Von wegen Trennungsangst

Heute ist ein großer Tag, denn ich trenne mich von ein paar Büchern, die ich schon seit dem Studium besitze. Die Chefin unterstellt mir ja gerne eine gewisse Trennungsangst, von wegen! Die unteren zwei Bücher habe ich mal bei einer Computer-Börse gekauft, irgendwann 2000 oder 2001 müsste das gewesen sein, sie sind der Beweis, dass mich das Thema Messen-Steuern-Regeln quasi schon beschäftigten, seit ich so richtig mit Computer zu tun habe.

Die anderen beiden Bücher habe ich ungefähr 2003 gekauft, als ich noch selbstständig war. Das Internet war damals noch keine gute Informationsquelle und wenn man einigermaßen etwas nicht alltägliches zu tun hatte, dann musste man teure Literatur zurückgreifen. Die O’REILLY Bücher waren der totale Standard, musste man haben, gab es für ungefähr jedes Thema was. Mit dem „Netzwerkprogrammierung in Perl“ habe ich ein Programm geschrieben, das man heute wohl „Web-Service“ nennen würde, damals ging das noch ohne Frameworks. Man hat einfach einfach ein Programm geschrieben, das auf einem Port lauscht und Befehle entgegen nimmt und sie bearbeitet. Gute alte Zeit. Ade ihr Schreibtischbegleiter.

Krood im Liveclub Bamberg

Spitzen Konzertauftakt 2026: Krood im Liveclub in Bamberg. Montags ist im Live-Club Montagsschwof, freier Eintritt bis 21:30 Uhr und danach Getränke zum halben Preis. Das zieht die Studenten an. In der Zeit zwischen 20:30 und 22:00 Uhr gibt es Livemusik. Dieses Mal eben Krood – Krood hatten wir schon bei der Turbo A.C.’s Secret Show in Bamberg gesehen und jetzt ein ganzes Konzert mit ihnen, top! Sau guter Stoner Rock zum Jahresbeginn.

Noch topper ist dass der Live-Club ja nur ein paar Meter vom Schlenkerla entfernt ist, deshalb haben wir da einen kurzen Abstecher hin gemacht. Ein Warmup quasi. Das Schlenkerla mag ich gern, es hat einen gewissen Sonderstatus, es ist zwar sehr touristisch, aber das alte Haus mit seinem Rauchbier zieht halt auch nach wie vor ziemlich viele Einheimische an, die auf aans (ein Bier) vorbei schauen. Das muss man erst mal schaffen.

Beim Montagsschwof ist mir aufgefallen, dass sich viele von dem ultra jungen Publikum erst eine Flasche mit einem antialkoholischen Getränk bestellt, Apfelschorle, Club Mate oder so, und dann wenn die ersten paar Schlucke getrunken sind, sich den Rest mit Vodka auffüllen lässt. Das ist gar nicht mal dumm, zum einen kann man mit der Flasche in der Hand noch ganz gut tanzen und zum anderen vermeiden die Mädels dass man ihnen K.O-Tropfen ins Glas geben kann. Zumindest ist das meine Interpretation. Kann auch sein dass es ein neuer Trent ist, den ich nicht kenne.

Openprinter – coole Idee

Die Idee von Openprinter ist so cool, am liebsten würde ich gleich einen bestellen. Am besten gefällt mir, dass man das Teil irgendwo an die Wand hängen kann und dann landen die Ausdrucke in einem Korb, das hat Charme! Aber es ist halt so dass wir gerade keinen Drucker brauchen.

„Drucker“ war bei uns jahrelang ein heißes Thema, wir hatten entweder alte oder billige Drucker, die i.d.R. dann nicht funktionierten wenn man sie gebraucht hat, weil ich Sparfuchs nie Originalzubehör gekauft habe. Seit wir vor ein paar Jahren den HP OfficeJet gekauft haben, ist damit Schluss! Das ist schon ein sau bequem. Der Drucker steht oben in dem Zimmer, das wir Büro nennen, das aber keines ist, und funktioniert. Abo, geschlossenen System, bla bla, mir alles egal. Der Drucker ist da und funktioniert. Gute Entscheidung.

#GartenhausEins Extensions #6

Seit gestern um 15:25:16 Uhr läuft die Stromversorgung vom #GartenhausEins komplett über die neue Installation.  Ich habe 3,5 cm tiefe Hohlraumdosen für die Steckdosen verwenden müssen, da ist das Verdrahten etwas schwieriger, weil in den Dosen weniger Platz ist, aber am Ende hat das alles ganz gut funktioniert! Es gibt tatsächlich nur eine tiefe Dose und das ist die vom Lichtschalter, weil ich da den Platz für einen Shelly brauche, damit ich das Licht steuern kann. Jetzt, wo keine Kabel mehr im Weg sind, kann ich mit dem Spachteln anfangen. Das zieht sich alles schon viel zu lange.

2025 – der ganze Rest

Normalerweise bin ich ja immer recht entspannt, aber die Arbeit hat mich dieses Jahr schon einiges an Lauf- und Rad-Kilometer beschäftigt. Das war ein Auf und Ab der Gefühle: Weihnachten durcharbeiten, die Freude über die erste Lieferung, dann ein Abfindungsangebot aus heiteren Himmel, gehen, bleiben, falls ja wohin, oder doch nicht, und die ganzen Seiteneffekte einer jeden Alternative. Das wünsche ich echt keinem! Aber ich denke wir sind jetzt durch damit und es fühlt sich wieder gut an.

Kleine Auszeiten waren die vielen Konzerte, das geht langsam wieder in die Richtung wie vor Corona. Wir hatten echt ein paar ganz schöne dabei, kein einziges hat mich enttäuscht, das war echt top.

Mein emotionalster Moment dieses Jahr war sicher der Zieleinlauf vom Marathon. Schon ab Kilometer 30 war klar dass ich es schaffe, bei Kilometer 38 hatte ich fast sowas wie ein Hoch, weil ich noch nie weiter gelaufen war. Und dann stehen da die vielen Leute, die deinen Namen schreien, dich abklatschen und dann ist es vorbei und ich konnte gar nix mehr. Nicht mehr reden, nicht gehen, nicht mal heulen vor Glück. Bestimmt 20 Minuten lang. Das war eine krasse Erfahrung.

Ansonsten bin ich ziemlich erstaunt darüber, wie sich die USA vom „Land of the free“ in eine Diktatur verwandeln. Wer sich fragt wie das Mitte der 30er bei uns in Deutschland passieren konnte, kann jetzt live in den USA verfolgen. Meinungsfreiheit einschränken, Macht zentralisieren und das Volk radikalisieren. Bäm. Noch schlimmer finde ich, dass die Nazis auch in Deutschland wieder so populär sind – und das sogar bei Menschen, denen ich Intelligenz unterstelle. Da muss 2026 echt besser werden!

2025 – der Heimwerker

Baustellen gab es ganz unterschiedliche dieses Jahr. Wir haben ja gleich in der KW2 mit dem neuen Bad begonnen, die Handwerker sind gekommen, haben jeden Tag gearbeitet, sich untereinander abgestimmt, das waren Profis, und ich war quasi nur der Baustellen-Host, der die Umgebung bereitstellt, habe mich um den Kaffee gekümmert und musste sonst nur Kleinigkeiten machen. Das war eine interessante Erfahrung, aber eine sehr teure interessante Erfahrung. Mit dem Ergebnis sind wir jetzt, gut einem Jahr im Gebrauch, immer noch glücklich. Da wurde sau gut, was lange währte.

Meine Lieblingsbaustelle ist aber das Gartenhaus, da ist dieses Jahr eine alte Leidenschaft wieder neu entfacht und ich bin die Idee, mein Büro in das #GartenhausEins zu bauen, endlich angegangen. Das ist eine Baustelle ganz nach meinen Geschmack. Da war alles dabei, von den Basics wie eine bessere Stromversorgung verlegen, ein neues Fenster einbauen bis hin zum Austausch des Fußbodens – und jetzt bin ich schon am Innenausbau. Top! Das wird langsam, aber stetig. 2025 ging also ganz schön was.

2025 – der Sportler

Meine Laufstatistik für 2025 kann sich heute schon sehen lassen, mit etwas Glück und über -5 Grad, werde ich dann zu Silvester bei 112 Läufen und etwas mehr als 935 km landen. Das ist nicht schlecht (das Kind 1 hat zwar mehr Läufe und Kilometer, fährt aber kein Rad, nur so am Rande erwähnt). Eigentlich müsste ich ja ein dünner Hering sein, spindeldürr sogar. Das ist aber nicht der Fall, weil ich mir eine bahnbrechende Bierkompensationsmethode ausgedacht habe, die sehr viel mit Elektrolyten und der Angst vor schlechten Zeiten zu tun hat. Elektrolyte sind wichtig – Elotrans hilft zwar auch, schmeckt aber bei weiten nicht so gut wie ein kühles Bier.

Ansonsten bin ich auch noch viel Rad gefahren, 99 Einheiten und 1.579,7 km sagt Strava. Das ist nicht wenig. Nach dem Marathon hatte ich ja erst mal einige Zeit keinen Bock mehr aufs Laufen und bin nur noch Rad gefahren. Diese Tour war Zufall aber danach war klar dass ich ein besseres Rad brauche. Und im Nachhinein muss ich sagen dass das Gravel-Bike die Top-Anschaffung 2025 war. 2025 war also wenigstens ein gutes Sportjahr.