Unterm Mikroskop betrachtet

Heute gibt es einen Vorher-Nachher-Vergleich! Ich hatte mit dem Handy in letzter Zeit das Problem, dass es nicht mehr richtig laden wollte, konnte aber mit Brille und Lupen nichts finden. Dann habe ich mich daran erinnert, dass das Kind2 vorletztes Jahr ein USB-Mikroskop zum Geburtstag bekommen hat. Ich hab es schon mal verwendet um die Trichome meiner Pflanzen zu kontrollieren und bin von dem Gerät wahrscheinlich mehr begeistert als das Kind selbst.

Auch dieses Mal hat es gute Dienste geleistet, denn unterm Mikroskop sieht man den Übeltäter ganz genau: Da ist Dreck in der rechten Ecke von der Ladebuchse, der verhindert dass man das Ladekabel richtig stecken kann! Also habe ich das Handy ausgeschaltet und habe Buchse mit einer Nadel bearbeitet. Jetzt ist der Dreck draußen aus der Buchse und das Laden funktioniert wieder tadellos!

Schneewalze Leonie am Montag

Nach der Eiswanderung eine Schneewalze – stabile Entwicklung. Gestern Abend leichter Schneefall, nachts dann schon 10 cm Schnee und in der Früh satte 20. Wow, das ist viel. Ganz schön viel. Winter Wonderland in Nürnberg! Die Romanik hält nicht lange und weicht einen ordentlichen Chaos. Dann gibt es viel zu tun, der Schnee vom Gehsteig muss auf die Straße, der vom Auto erst mal runter und der aus dem Hof rings um den Baum. Die Treppe muss frei geräumt werden, die Mülltonnen sowieso. Büsche und Hecken nicht vergessen – Frau Holle ohne Äpfel. Der Nachbar muss arbeiten, also die gleiche Nummer nochmal und die, ein paar Häuser weiter, sind recht alt und brauchen auch Hilfe. Schneewalzen sind Schweißtreiber.

Wer kann soll zuhause bleiben heißt es im Radio, gute Idee. Wir müssen abends aber weg und die Chefin schlägt die Öffis vor. Nicht die beste Idee, deshalb verbuchen wir diese Unternehmung als Quality Time. Schneewalzen machen die Nacht hell, wie man auf dem Bild sieht, ist das dann eigentlich Lichtverschmutzung? Man weiß es nicht, müsste man sich vielleicht mal mit beschäftigen. Schneewalzen bringen Abwechslung. Danke.

Ein eisiger Sonntag

Am Sonntag fährt der Städter raus aufs Land! Wir haben eine Runde in Tiefenstürmig gedreht, diese hier um genau zu sein: Tuffterrassen bei Tiefenstürmig – Felsenstraße bei Tiefenstürmig Runde von Tiefenstürmig. Die Sinterterrassen sollten bei Minusgraden ganz gut ausschauen, vereiste Bachläufe, Eisskulpturen, eine Augenweide halt. Tatsächlich hätte es dafür wahrscheinlich mehr Wasserfall gebraucht. Egal, war trotzdem schön. Womit allerdings keiner gerechnet hatte war, dass da noch Schnee liegen könnte und noch weniger wie vereist die Wege sind!

Das Highlight waren aber weder Sinterterrassen noch Felsen, sondern die vereiste Skipiste bei Kalteneggolsfeld. Die Kids haben einen Poporutscher gefunden und mit dem ging es ab. Die Piste war komplett vereist und der Schnee außen herum hatte eine krasse Konsistenz, sogar ich konnte darauf laufen ohne einzusinken! Weiter ging es zur Felsenstraße am Ende der Route, die muss ich mir merken, die ist wie gemacht um mit dem Rad im Höhenmeter zu schruppen. Wenn es wirklich so viel schneit, wie vorausgesagt, dann geht auf der Skipiste bestimmt ziemlich ab! Und das quasi vor der Haustür. Super Ausflug.

Ein kalter Samstag

Samstag früh -5 Grad, da willst net raus. Es gibt auch nichts zu tun und das Gartenhaus kann warten. Viel zu kalt. Die Zeitung habe ich schon vor dem Frühstück durch, also zum Bäcker und zum Metzger, danach aber schnell wieder rein.

Aber irgendwas muss man doch arbeiten. Mir fällt nix ein, also frage ich eine Massage an, soll die Thaifrau an mir arbeiten. Wortwitz. Nach dem Frühstück bleibe ich auf der Eckbank liegen und recherchiere diverse Themen und schaue Schlagzeugsolos auf Insta.

Die Chefin hadert mit meiner Situation und putzt erst um mich herum, aber als sie den Staubsauber direkt neben mir platziert, hat sie mich. Die Ofenrohre vom Kachelofen müssen sauber gemacht werden, sagt sie. Dringend! Also gut.

Die Rohre reinigt man mit einer Ofenbürste und einem Aschesauger, die Angelegenheit ist recht dreckintensiv. Danach muss man duschen, passt wegen der Massage ganz gut. Wichtigste Lektion für das Kind2: nachdem die Rohre sauber sind, muss man den Zug beim Schüren loben (mindestens einen Tag lang):

  • Mensch, des zicht etz fei ganz schö! Passt für den Anfang
  • Halt mich, sonst zichts mich naus! Steigerung
  • Boa ich komm mir vor wie am Bahnsteig! So lala
  • Wenn ich drauf schür, dann muss ich an Hecht denken. Versteht kein Teenager

Die Thaifrau lobt mich. Idde viel besser! Von ihrer Oh! – Oh je! – Au weia! – Skala mit der sie einen Zustand bewertet, braucht sie nur einmal ein Oh! für das rechte Bein. Das ist schon fast ein Lob. Endlich ist es dunkel. Zeit zum Kochen, danach können wir die Küche sauber machen. Der Ofen zieht wie Hechtsuppe. Morgen wird es bestimmt besser, es soll wärmer werden.

Eigentlich ein wirtschaftlicher Totalschaden

Vor gut 5 Jahren im zweiten Corona-Lockdown ist unser Cerankochfeld kaputt gegangen. Damals war das Teil schon älter als 10 Jahre und ich habe mich dazu entschieden das Kochfeld komplett auszutauschen. Das neue Kochfeld brauchte nur 2 Phasen, das ist super, weil die dritte Phase mittlerweile die Klimaanlage im Dach versorgt. Ein netter Nebeneffekt.

So, kurz vor Weihnachten ist mir ein Glas auf die Kante vom neuen Kochfeld gefallen und es ist ein Stück raus gebrochen. Ein Fall für die Glasversicherung, Schaden melden, reparieren lassen, fertig. Das haben wir auch so gemacht. Gestern war ein Monteur von Bosch da, hat das komplette Kochfeld aus der Arbeitsplatte geholt, dann die Schrauben an der Seite gelöst und die Glasplatte abgenommen und durch eine neue ersetzt.

Der Vorgang hat keine 20 Minuten gedauert. Top! Ich war begeistert. Meine Begeisterung hat aber einen gescheiten Dämpfer erhalten als ich den Preis gesehen habe. Der Austausch von der Glasplatte ist nämlich genau 4 € günstiger als ein komplett neues Kochfeld bei Amazon kostet. Gut dass wir die Glasversicherung haben, aber insgesamt finde ich das schon frech.

Ski-Wochenende 2026

Wir hatten ein sehr gutes Wochenende, sehr gut aber anstrengend! Freitag früh ging es um 4:30 Uhr Richtung Südtirol ins Skigebiet Ratschings-Jaufen und abends nach Sterzing. Die Chefin bestätigt mir eine große Anpassungsfähigkeit, denn so bald ich in einen Bus mit Leuten aus Weilersbach einsteige, bin ich sofort wieder einer – ihren erzieherischen Errungenschaften der letzten Jahre zum trotz!

Von den 50 Leuten im Bus waren gut 30 Leute Skifahrer, der Rest war bei uns in der Wandergruppe. Maßgeblich sind natürlich die Skifahrer, sie haben viel Ausrüstung dabei, brauchen teure Skipässe und so weiter. Die Wandergruppe hat es da einfacher, wir mussten nur entscheiden ob wir mit auf den Berg und oben wandern oder woanders hin wollten.

Am ersten Tag sind wir direkt von Ratschings aus im Tal weiter gewandert, das war echt schön und vor allem hatten wir sehr gutes Wetter. Das Bild oben ist am zweiten Tag entstanden, da sind wir von Sterzing aus mit der Seilbahn auf den Rosskopf gefahren, den Kalender habe ich im Sterzingerhaus gesehen. Das Wetter war leider nicht so gut, es war bedeckt und windig, aber in der Hütte war es dafür um so besser. Die paar Stunden am Sonntag haben wir in Sterzing verbracht und danach wurden die Skifahrer wieder in Ratschings eingesammelt. Die Busfahrt selbst ist schon geil, könnte man wahrscheinlich als separates Event anbieten.

Wintergedanken

Die Chefin hat ein Haar in der E-Auto Suppe gefunden: Es gibt keinen Verbrennungsmotor und deshalb wird die Motorhaube nicht warm und so schmilzt der Schnee darauf nicht. Skandal! Da hat sie natürlich recht. Richtig schlimm ist das nicht. Dachte ich jedenfalls, aber es gibt einen Corner Case den ich erzählen muss und zwar ist es so, wenn der Schnee auf der Motorhaube schmilzt und es danach wieder friert, dann kriegt man die Motorhaube nicht mehr auf. Das ist blöd wenn man die Scheibenwischwasser nachfüllen muss. Noch blöder ist, dass die Motorhaube dann irgendwann aufspringt sobald es wärmer wird. Ist das Auto dann abgeschlossen, geht die Alarmanlage los. Da ist dann ganz schön was los in der Nachbarschaft.

Über Nacht ist der Schnee bei 5 Grad gut weg geschmolzen, wenn jetzt noch mein Rotz weg ist, kann ich ab nächste Woche wieder laufen gehen. Der Rotz kommt gerade in so vielen Farben aus meiner Nase, das ist der Hammer – eine Art Regenbogen des Verderbens – und in der Früh sind es dann auch ganz schöne Brocken. Ich bin dann immer ganz stolz dass mein Körper solche abstoßenden Strukturen generieren kann. Aber insgesamt bin ich durch mit dem Winter.

Heinz Strunk – Ein Sommer in Niendorf

Genau mein Typ, dumm, ordinär, antiintellektuell, unnahbar und rattenscharf. Solche Sätze erwartet man Heinz Strunk und er liefert sie in „Ein Sommer in Niendorf“. In einer Rezession wird das Buch mit dem Zauberberg von Thomas Mann verglichen – und besser bewertet. Sowas traut man Strunk dann eher doch nicht zu. Ist auch egal, das Buch kann ich jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Es geht um den Herrn Roth, der die Zeit zwischen einem Jobwechsel nutzen will um ein Buch über die Geschichte seiner Familie zu schreiben. Dafür mietet er sich für 3 Monate in einer Unterkunft in Niendorf ein und gerät dort in Kontakt mit Menschen und Orten, die so gar nicht zu seinem bürgerlichen Leben passen.

Neun Grad, plus!

Das Kind 2 hat in den letzten Tagen den Minusgraden zum Trotz Schneemänner gebaut. Stramme Kerle sind das, aber 9 Grad halten die nicht aus. Blöd für sie, dafür aber Frühlingsgefühle für mich. Der Tag der Unwetterwarnung, war der schönste seit langen!

Von wegen Trennungsangst

Heute ist ein großer Tag, denn ich trenne mich von ein paar Büchern, die ich schon seit dem Studium besitze. Die Chefin unterstellt mir ja gerne eine gewisse Trennungsangst, von wegen! Die unteren zwei Bücher habe ich mal bei einer Computer-Börse gekauft, irgendwann 2000 oder 2001 müsste das gewesen sein, sie sind der Beweis, dass mich das Thema Messen-Steuern-Regeln quasi schon beschäftigten, seit ich so richtig mit Computer zu tun habe.

Die anderen beiden Bücher habe ich ungefähr 2003 gekauft, als ich noch selbstständig war. Das Internet war damals noch keine gute Informationsquelle und wenn man einigermaßen etwas nicht alltägliches zu tun hatte, dann musste man teure Literatur zurückgreifen. Die O’REILLY Bücher waren der totale Standard, musste man haben, gab es für ungefähr jedes Thema was. Mit dem „Netzwerkprogrammierung in Perl“ habe ich ein Programm geschrieben, das man heute wohl „Web-Service“ nennen würde, damals ging das noch ohne Frameworks. Man hat einfach einfach ein Programm geschrieben, das auf einem Port lauscht und Befehle entgegen nimmt und sie bearbeitet. Gute alte Zeit. Ade ihr Schreibtischbegleiter.