Im #GartenhausEins sind die Malerarbeiten jetzt abgeschlossen, Farbeimer und Pinsel sind weg, genauso wie das ganze Zeug zum Schleifen und ich habe staubgesaugt. Der Raum schaut jetzt ganz anders aus. Der Kabelkanal für die Klimaanlagenleitungen ist montiert und das Loch nach außen ist fertig durchgebrochen. Außen habe ich ein paar Latten von der Verkleidung abgenommen um die Halterung für das Außenteil der Klimaanlage montieren zu können. Der Status ist jetzt „Klimaanlagenmontage-ready“. Das Montagevideo habe ich mittlerweile schon bestimmt 20 Mal gesehen und ich bin die einzelnen Schritte auch mindestens genau so oft nachts im Bett im Kopf durch gegangen. Ich bin erstaunlich aufgeregt.
Unser Städtetrip in diesem Jahr ging nach Dresden. Wir hatten ein Hotel direkt am Bahnhof, das war sehr praktisch, haben am ersten Tag die Altstadt erkundet und am zweiten dann die Neustadt. Das war eine tolle Aufteilung. Dresden hat recht viel zu bieten und wir haben uns auch recht viel angeschaut, wir hatten quasi Sightseeing-Stress. Die Chefin ist eine gute Reiseplanerin, ich bin ein guter Chauffeur und die Kinder sind brave Kinder, so kann man Städtetrips machen.
Vor dem Frühstück hatte ich Zeit um mit dem Klapprad eine kleine Tour zu machen, mit dem Rad kann man seinen Radius nochmal schön erweitern und Dresden ist sehr fahrradfreundlich! Außerdem muss ich erwähnen, dass es in Dresden sehr gutes Bier gibt und diese Sachsen sehr gute Hausmannskost haben. Mein Highlight war der Besuch der Kuppel der Frauenkirche, eine super Aussicht hat man von dort oben und man sieht die beeindruckende Architektur. Also dieses Dresden kann man nur wärmstens empfehlen.
Die Brückenabbruchkantenfotografie ist ein Teilbereich der Architekturfotografie und für Brückenabbruchkantenfotografen ist Dresden seit einiger Zeit mehr oder weniger der Hotspot in Deutschland, denn hier gibt es gleich zwei Brückenabbruchkanten – und beide liegen parktischerweise direkt an der Elbe. Ich habe mir die eine Brückenabbruchkante, die die auf der Uferseite der Frauenkirche liegt, in der Früh angeschaut und die auf der anderen Seite, bei optimalen Voraussetzungen und wolkenlosen Himmel, am Nachmittag.
Der ein oder andere Leser wird jetzt sagen, dass die Brückenabbruchkantenfotografie eine recht makabere Angelegenheit ist, aber wenn man sich mal länger damit beschäftig, dann ist die Fotografie von Ruinen oder zerstörten Gebäuden viel makaberer, denn sie ergötzt sich am Zerfall. Die Brückenabbruchkantenfotografie hingegen konzentriert sich mehr auf die unscheinbaren Teile einst überspannender Bauwerke. So gesehen spielt die Brückenabbruchkantenfotografie geradezu eine Rolle als fotografisch verbindendes Element. Wäre ich etwas musikalischer würde ich der Brückenabbruchkantenfotografie ein Lied schreiben, das bin ich aber nicht und also bleibt es bei diesem Eintrag.
[UPDATE] Ich denke der Mentor ist das fehlende Puzzelstück, ein Brückenabbruchkantenfotografiekrimi würde ihn wohl in die SPIEGEL–Bestseller katapultieren. Ein mittelloser Brückenabbruchkantenfotografiefotograf zur Jahrhundertwende trifft auf Iahel Nimoy und plötzlich stürzt unter mysteriösen Umständen eine Brücke ein und der einsame Goldfisch verschluckt sich vor Schreck.
Ab jetzt kommt Farbe ins Spiel, der erste Anstich ist dran und der Raum schaut gleich ganz anders aus. Ich hatte nicht damit gerechnet dass man die Decke aus OSB-Platten auch mit Dispersionsfarbe streichen kann und war sehr überrascht das sehr wohl geht. Da muss ich mich jetzt nur noch entscheiden, ob ich die paar durchschimmernden Holzfragmente als Feature betrachte oder nochmal überstreichen will. Weil das Durchschimmern aber sicher eine chemische Reaktion ist, wird das wohl so bleiben wie es ist.
Der erste Anstrich auf den Wänden hat noch mal ein paar Ungenauigkeiten beim Spachteln in Szene gesetzt, die wurden jetzt noch ausgebessert, jetzt ist alles so sauber, dass es mir taugt. Da ich jeden Tag 10 Stunden in den Raum verbringen will, muss das schon passen. Das Wort „Farbkonzept“ will nicht so recht zum Thema Gartenhaus passen, zumindest nicht in der Welt der Chefin, die schüttelt mit dem Kopf, aber wie gesagt, ich das muss schon gut werden.
Nächster Halt: ein finaler Anstrich, dann montieren wir die Klimaanlage und kümmern uns um die Netzwerkanbindung. Parallel bin ich auch schon auf der Suche nach einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einem kleinen Sofa. Hätte ich nicht schon den Eichenfußboden gekauft, würde ich jetzt kurzerhand Bautenschutzmatten rein legen. #GartenhausEins
Die Rothenburger Straße ist lang, sie startet irgendwo am Plärrer und verläuft dann mit Unterbrechungen über Oberasbach und Zirndorf bis nach Ammerndorf, wenn man stoisch weiterfährt dann kommt man durch ein paar Dörfer, in denen die Straße wieder Rothenburger Straße heißt. Später folgt man der Biebert und landet irgendwann in der totalen Pampa. Viele Anstiege, kurze Abfahrten und an Ostern nur geschlossenen Wirthäuser.
Der Westwind ist ein Gegenwind, wenn man den gegen Westen fährt. Und dem Radler an dieser Stelle eine Rede wert. Gegenwind, kurze Schauer und Anstiege. So eine Tour nach Rothenburg ist nix für schwache Nerven oder Sonntagsradler. Vor meinem geistigen Auge lag die Landwehr Brauerei wie ein Bollwerk vor Rothenburg, unmöglich daran vor bei zu kommen. Allerdings nicht wenn man von Westen her kommt. Also auf zum letzten Anstieg. 71,25 km zeigt das Navi, ohne Verpflegung war das eine zähe Nummer, dafür entschädigt dann das Ziel.
Das Bild zeigt den derzeitigen Zustand vom #GartenhausEins, der Status ist „Trockenbau fertig“. Der Unterschied zwischen mir und einem Trockenbauer ist ja, dass ich kein Trockenbauer bin. Deshalb schaut das Gespachtelte auch so aus wie es ausschaut. Bei den Trockenbauern, die das Bad gemacht haben, wurde fast gar nicht geschliffen, O-Ton: „die Kanten müssen wir etwas brechen“. Ich dagegen habe geschliffen wie blöd, weil ich auch gespachtelt habe wie blöd und das musste ich, weil der Trockenbau eine iterative Erfahrung war.
Gut, die nächsten Schritte sind klar: Sauber machen, grundieren, abkleben, Decke und Wände streichen. Das will ich über Ostern machen. Die letzten Tage waren ziemlich tough: früh vor der Arbeit schleifen und in den Pausen und nach der Arbeit spachteln und sich für jeden Arbeitsschritt umziehen. Ich bin echt froh dass das jetzt vorbei ist. Das Ziel ist klar: ab Mai wird vom Gartenhaus aus gearbeitet.
Der Club Stereo ist in der Regel ein Garant für gute Konzerte. Aber an einem Montag? Ja, auch am Montag! Melonball als Lokalmatadore hatten eingeladen und mit den Anti Queens eine spitzen Vorband im Programm. Für einen Montag eine super Kombination. Für einen Montag einer kurzen Osterwoche noch besser!
Es gibt derzeit ja viel in über Spotify in den Medien zu lesen, schlechte Bezahlung der Künstler und dann noch die KI-generierte Musik. Alles schlecht. Darum geht es mir aber gar nicht. Gut, sollte vielleicht, aber eben gerade im Moment nicht. Mir geht es um ein trivialeres Thema, mir geht es um die Verbindung von meinem Hama DIT1000MBT Receiver zum Spotify Mutterschiff. Die funktioniert seit etwas mehr als einem Jahr gar nicht mehr so gut.
Der Informatiker in mir hat lange Zeit auf eine Weiterentwicklung der Spotify Connect Schnittstelle getippt und fehlenden Updates in den letzten Jahren, aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass es sich um ein Problem ein paar Layer weiter unten im OSI Schichtenmodell handelt. Konkret habe ich den Layer 2 im Visier, also die WLAN Verbindung, um das Kind beim Namen zu nennen.
Die Lösung für die Abende, an denen ich mich emotional von der Musik berühren lassen möchte, wäre, dass ich statt dem Hama-Gerät einfach den Laptop an die Stereo-Anlage anschließe. Die ist mir aber zu einfach. Diese Woche war ich kurz davor den ganzen Krempel raus zu schmeißen und eine moderne Streaming-Lösung incl. neuer Boxen zu bestellen. Eine audiophile emotionale Stresssituation war das. Mittlerweile denke ich wieder klarer und sondiere die Optionen. Aber ich weiß, dass ich keine Minute mehr mit dem Hama-Dings-Bums ärgern lasse.
Zum ersten Mal habe ich von Tommie Goerz 2011 gehört, als wir mit den SozPäds in Prag waren, der Gaui hatte den ersten Teil der Behütuns-Krimis, „Schafkopf“, dabei. Im Laufe der Jahre habe ungefähr alles gelesen was er raus gebracht hat. Mittlerweile weiß ich auch, dass Tommie Goerz eigentlich Marius Kliesch heißt, in Erlangen wohnt, gerne geräucherten Backstaakees (Limburger) isst und super Lesungen macht. Und seit Samstag, dass er gestorben ist. Die Nürnberger Nachrichten haben ihn mit zwei Artikeln bedacht, weiter hinten gab es auch noch Todesanzeigen. Das hat was endgültiges.
Im Tal war ein krasses Buch, das hat mich sehr bewegt. Letztes Jahr haben wir ihn dann noch bei einer Lesung in Fürth gesehen und da hing das Ende quasi schon in der Luft. Er hat ganz leise erzählt, wie eine Totenwache abgehalten wird, und ich hoffe sehr, dass er selbst auch eine solche hatte.
Als ich 2019 im Fablab einen Inkscape Kurs gemacht habe, hab ich zum ersten Mal einen Lasercutter gesehen. Das war geil. Seitdem will ich auch so ein Teil haben, aber es hat nie gepasst: kein Platz, keine Zeit, zu teuer, andere Projekte. Kurz vor Weihnachten haben wir den alten 3D-Drucker im Fablab abgegeben und ich habe mit dem Mann, der den Drucker entgegen genommen hat, etwas gequatscht und irgendwie sind wir auf das Thema Lasercutter gekommen und er hat mir angeboten, dass ich gerne mal vorbei kommen und mir aus alten Teilen einen Lasercutter zusammenbauen könne.
Am Freitag war es soweit: Aus ein paar Kisten musste ich mir die Teile zusammen suchen, das hat alles ganz gut geklappt, es gab super Support und nach gut zwei Stunden war alles aufgebaut, die Inbetriebnahme haben wir für kommende Woche geplant. Daheim habe ich es aber nicht ausgehalten und habe schon etwas experimentiert. Das war kein Selbstläufer, aber irgendwann ist der Laser angesprungen und hat ein Loch in ein Stück Holz gebrannt. Wir haben sicherheitshalber die Rauchmelder abgenommen und dann ging es weiter.
Nach gut einer Stunde hat es dann irgendwann funktioniert! Reproduzierbar. Ich kann jetzt mit Inkscape Grafiken erzeugen, diese mit LaserGRBL öffnen und sie auf ein Schneidbrett brennen. Zugegebenermaßen kenne ich mich mit den ganzen Parametern noch überhaubt nicht aus und das was gerade geht, ist auch noch nicht das Ziel-Setup, aber immerhin habe ich meinen Namen auf Schneidbrett gebrannt. Ein schönes Zwischenergebnis!