Pünktlich zur bevorstehenden Hitzewelle muss eine Erfrischungsmöglichkeit im Garten geschaffen werden! Prio1-Thema. Das Planschbecken geht heuer in seine siebte Saison geht aus den Aufzeichnungen her vor. Mittlerweile ist es zwar schon recht runter gerammelt, aber mit ein paar Ausbesserungsaufklebern hält es auch heuer wieder dicht. So gesehen war es eine ganz gute Investition. Parallel gibt es seit kurzem eine Kältekammer im Büro im Gartenhaus. Auch dieses Angebot wurde in den letzten Tagen schon sehr gut angenommen. Die Hitze kann also kommen!
Im Fernsehen gibt es im Dritten eine Sendung wo eine Frau irgendwo hin reist und dann von Geheimtipps berichtet. Kleine Lokale, wo die Oma noch selbst kocht oder einen versteckten Winkel, den man nur auf einen Esel reitend entdecken kann. Ich mag die Sendung. So und jetzt kommt eine kleine Transferleistung: Wir sind nicht im Fernsehen und ich bin nicht die Frau, habe aber einen Drahtesel. Mit dem Drahtesel fahre ich nach Fürth, da gibt es an der Rednitz einen Abschnitt, auf Höhe Badstraße, da kann man ins Wasser hupfen und manchmal, wenn man Glück hat, kann man da den Fürther Stadthai sehen, zumindest wenn man den Schildern glauben darf. Sehr schön ist es da. Allerdings habe ich keinen Stadthai gesehen, Pech gehabt, müssen wir bei Gelegenheit mal wieder hin.
Heute konnte ich die Vorteile vom Büro im #GartenhausEins voll ausspielen! In der Früh war es ja schon sau heiß und deshalb habe ich die Klimaanlage mehr oder weniger den ganzen Tag laufen lassen. Freitags höre ich zum Einstieg ins Wochenende immer noch ein oder zwei Lieder schön laut und dazu hab ich mich auf die Couch gelegt und meine beiden neusten Errungenschaften, zwei gebrauchte IKEA Symfonisk Boxen, angeschmissen. Top!
Der Raum ist, vom Sofa aus betrachtet, noch recht kahl, das muss noch besser werden, aber insgesamt bin ich mit dem neuen Büro schon sehr zufrieden! Im Bild sieht man auch noch die Lampe im Fenster, die schalte ich immer an wenn ich hinten bin, damit die Chefin sieht dass ich da bin. Was mir noch fehlt ist ein Display auf dem ich eine Mitteilung bekomme wenn jemand klingelt und am besten noch ein Bild von der Haustüre dazu. Da habe ich aber noch nichts brauchbares gefunden. Was sonst noch fehlt ist, dass ich ein langweiliges Meeting auf dem Sofa mache, aber mach ich mir keine Sorgen, das kommt sicher bald.
Vor ein paar Wochen habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten, der mit Anfang 50 plötzlich mit Schallplattenhören angefangen hat. So ein Quatsch hab ich gesagt, wo doch Spotify so eine Riesenauswahl hat und mittlerweile sogar mit Liedtexten, ohne Seitenwechseln und sogar mit Weiterzappen und Songradio, wer hört denn da noch Platte? Genau das ist es ja, man hört eine Platte vom Anfang bis zum Ende sonst nix, hat er gesagt. Da kommt man voll runter, nur du und die Musik. OK.
Gestern war der perfekte Moment: Ich war die Woche über unterwegs, hatte viel Stress, dann kurz vor Feierabend noch eine gute Nachricht. Bloß schnell ins Wochenend. Vorne im Haus verabschieden sich dann alle der Reihe nach und plötzlich bin ich allein. Es hat ein paar Minuten gedauert, bis ich die Situation begriffen hatte, dann ging es ab in den Keller und ich habe das CD-Regal gescannt. Sicher ist sicher, keine Experimente: Devin Townsend, Infinity.
Ein guter CD-Player mit kaputter Fernbedienung spielt locker in der Plattenspielerliga, CD rein, Play und ab aufs Sofa. Der erste Durchlauf ist noch etwas schwierig mit nix in der Hand. Der CD-Player zeigt nur die Titelnummer, das ist fast Plattenspielerniveau, Fabelhaftes Album, lange nicht mehr gehört. Zweiter Durchlauf, etwas lauter. Die erste Anspannung ist weg, ich snacke nebenher. Nächste Runde, nochmal lauter und Bassreflexboxen müssen 30 cm von der Wand weg. Wichtig. Mit Idealsetup in Runde 4. Wahnsinn dieses Album. Wahnsinn, echt. Noch eine Runde zum Runterkommen.
Ich brauche keinen Schallplattenspieler, das weiß ich jetzt. Öfters mal einen Abend sturmfrei, reicht – und vielleicht sollte ich meine CD Sammlung um ein paar Pink Floyd Alben ergänzen. Ein toller Abend.
Junge, Junge war das ein krasses Wochenende! 4 Tage Blechlawine, 4 Tage Blasmusik, 4 Tage wenig Schlaf, 4 Tage Vollgas. Da fühlt sich so ein Montag gleich nochmal ein Stück anstrengender an. Aber das war es wert. Egal welche Stilrichtung: von Inntaler-, über Oberkrainer- und Egerländer- bis hin zur Popmusik – ein wahrlicher Ohrenschmaus ist garantiert. Die Beschreibung trifft es schon ganz gut.
Ein spitzen Gesamtpaket: Reisegruppe – top, Reiseplanung – top, Unterkunft – top, Konzerte – top! Jetzt heißt es die Woche erst mal wieder kürzer treten. Der Blasmusik-Akku ist voll, der Rest-Akku braucht jetzt eine Sonderbehandlung. Ansonsten kann man Blechlawine nicht so richtig mit dem Woodstock der Blasmusik vergleichen, Woodstock ist aufgezogen wie ein Rock-Festival, die Blechlawine mehr wie eine Zeltkerwa++, also richtig viele Plus, aber alles eine Nummer kleiner. Einen Funfact muss ich noch erwähnen: gut ein Drittel der Leute waren Holländer, Blasmusik-Holländer, alpine Holländer.
Als wir letzte Woche von Udine her kommend Richtung Venedig gefahren sind, sind mir kleine Wälder aufgefallen, bei denen alle Bäume in Reih und Glied stehen. Da auf der Route auch viele verlassene Gehöfte zu sehen sind, war mein erster Gedanke dass die Bäume angebaut werden müssen, damit der nicht mehr für den Ackerbau verwendete Boden nicht erodiert. Später am Campingplatz habe ich etwas recherchiert und es ist so, dass diese Gegend zusammen mit der Lombardei ein sehr großes Pappelanbaugebiet ist. Die Pappeln sind schnell wachsend und werden nach 10 bis 15 Jahren geerntet. Das Holz wird dann für die Sperrholz- und Papierindustrie verwendet. „Pappelanbaugebiet“ – again what lerned.
Heute gibt es hier so etwas wie einen Lifehack und zwar geht es um die Wege nach Italien. Im Endeffekt gibt es zwei Hauptrouten, den Brenner (gerade viel diskutiert wegen der Sperrung) oder die Route über Udine. Oberflächlich betrachtet gibt es da nicht viele Unterschiede, eine Autobahn zwischen den Bergen Richtung Süden. ABER aufgepasst, die Leitplanken am Brenner sind braun, weil aus Cortenstahl, die Richtung Udine sind silbern weil verchromt. Falls man also als Beifahrer ein paar Hundert Kilometer verschläft, dann man sich so grob orientieren.