Ein Nachruf

Zum ersten Mal habe ich von Tommie Goerz 2011 gehört, als wir mit den SozPäds in Prag waren, der Gaui hatte den ersten Teil der Behütuns-Krimis, „Schafkopf“, dabei. Im Laufe der Jahre habe ungefähr alles gelesen was er raus gebracht hat. Mittlerweile weiß ich auch, dass Tommie Goerz eigentlich Marius Kliesch heißt, in Erlangen wohnt, gerne geräucherten Backstaakees (Limburger) isst und super Lesungen macht. Und seit Samstag, dass er gestorben ist. Die Nürnberger Nachrichten haben ihn mit zwei Artikeln bedacht, weiter hinten gab es auch noch Todesanzeigen. Das hat was endgültiges.

Im Tal war ein krasses Buch, das hat mich sehr bewegt. Letztes Jahr haben wir ihn dann noch bei einer Lesung in Fürth gesehen und da hing das Ende quasi schon in der Luft. Er hat ganz leise erzählt, wie eine Totenwache abgehalten wird, und ich hoffe sehr, dass er selbst auch eine solche hatte.

Hier noch ein letztes Interview.

Es qualmt und stinkt und funktioniert

Als ich 2019 im Fablab einen Inkscape Kurs gemacht habe, hab ich zum ersten Mal einen Lasercutter gesehen. Das war geil. Seitdem will ich auch so ein Teil haben, aber es hat nie gepasst: kein Platz, keine Zeit, zu teuer, andere Projekte. Kurz vor Weihnachten haben wir den alten 3D-Drucker im Fablab abgegeben und ich habe mit dem Mann, der den Drucker entgegen genommen hat, etwas gequatscht und irgendwie sind wir auf das Thema Lasercutter gekommen und er hat mir angeboten, dass ich gerne mal vorbei kommen und mir aus alten Teilen einen Lasercutter zusammenbauen könne.

Am Freitag war es soweit: Aus ein paar Kisten musste ich mir die Teile zusammen suchen, das hat alles ganz gut geklappt, es gab super Support und nach gut zwei Stunden war alles aufgebaut, die Inbetriebnahme haben wir für kommende Woche geplant. Daheim habe ich es aber nicht ausgehalten und habe schon etwas experimentiert. Das war kein Selbstläufer, aber irgendwann ist der Laser angesprungen und hat ein Loch in ein Stück Holz gebrannt. Wir haben sicherheitshalber die Rauchmelder abgenommen und dann ging es weiter.

Nach gut einer Stunde hat es dann irgendwann funktioniert! Reproduzierbar. Ich kann jetzt mit Inkscape Grafiken erzeugen, diese mit  LaserGRBL öffnen und sie auf ein Schneidbrett brennen. Zugegebenermaßen kenne ich mich mit den ganzen Parametern noch überhaubt nicht aus und das was gerade geht, ist auch noch nicht das Ziel-Setup, aber immerhin habe ich meinen Namen auf Schneidbrett gebrannt. Ein schönes Zwischenergebnis!

Visit Your Cloud

Als Mitglied vom Bürgerverein bekommt man manchmal die Möglichkeit Firmen oder Einrichtungen in der Hood zu besichtigen, vor ein paar Jahren waren wir schon mal in der Kia-Arena, letztes Jahr gab es eine Führung durch den Großmarkt und heute stand das Rechenzentrum von Hetzner, in der Siegmundstraße, auf dem Programm. Das Kind 2 hat ja keine Ahnung was sein Vater früher im Internet getrieben hat und ich war, seit ich kein Gewerbe mehr habe, auch in keinen Rechenzentrum mehr, also habe ich mir den Knaben geschnappt und ihn mitgenommen.

Eigentlich sind Rechenzentren total langweilig: Schränke mit Computern mit ohne Monitor, die vor sich hin brummen und blinken. Auf den ersten Blick zumindest. Mit etwas Hintergrundwissen sieht man aber sofort den Unterschied zwischen Schränken mit Colocation-Rechnern, manche sind ordentlich verkabelt und manche eher vogelwild, und Hetzner eigenen Angeboten, bei denen alles sauber in Reih und Glied steht. Dem Kind ist die Kinnlade runter gefallen, als wir durch den Werkstattbereich, mit all den Ersatzservern und Ersatzteilen, gegangen sind: „Papa, hier liegen tausende von Euros herum!“ war der begeisterte Kommentar. Am Ende waren wir beide schwer beeindruckt – so viel Technik und das keine 2 km von daheim entfernt!

Nextcloud 32.0.6

Letzte Woche hat Hetzner angekündigt, dass es ein Update von der Nextcloud geben soll, heute wurde es durchgeführt und jetzt ist die Version 25 Autumn installiert. Dem Namen nach ist dieses Release gerade mal ein halbes Jahr alt, Hetzner hat die ersten Versionen abgewartet und die 32.0.6 genommen, die gibt es seit Februar, ist quasi top aktuell. Geil! Auf meinem eigenen Setup hätte ich wahrscheinlich nicht so lange warten können und mir gleich die 32.0.0, mit allen Problemen einer X.0.0 Version, gezogen.

Die neue Antriebseinheit pünktlich zum Saisonstrat

Gut ein 10 Monate nach meinem Wechsel in den TURBO-Modus kann ich sagen, dass die Idee zwar gut für die Seele, aber schlecht für Kette, Kassette und Kettenblatt war. Im Bild oben sieht man nämlich genau diese jetzt in getauscht und neu. Samt neuer Bremsen hat mir der Spaß knapp 300 € gekostet.

OK, wahrscheinlich war es auch einfach nur Verschleiß, wir haben die Räder jetzt ziemlich genau 5 Jahre und die Chefin hatte bei ihrem Rad genau die gleichen Probleme beim Schalten und Anfahren wie ich. Also das Ganze mal Zwei. Mittlerweile kann ich verstehen warum sich manche ein E-Bike leasen. Wegen dem positiv denken: Wir haben innerhalb einer Woche einen Termin bekommen – im Sommer hätten wir 2 Monate gewartet.

Das Wochenende der Discokugel

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Discokugel. Am Freitag spielten Chicolores im Live-Club in Bamberg, im Großen und Ganzen kann man den Beitrag vom letzten Jahr kopieren, allerdings waren wir nicht im Fässla sondern in der Gaststätte Tambosi und haben dort Fässla Pils getrunken und super gegessen.

Samstag stand der erste 60. Geburtstag im Freundeskreis auf den Programm, gefeiert wurde im Grünen Baum in Fürth. Die Feier kann man gut als „außergewöhnlich“ beschreiben und stand unter den Motto Casino Royal. Im Ballsaal vom Grünen Baum wurden Spieltische für Black Jack, Poker, Roulette und Schafkopf aufgebaut. Die Gäste erschienen entsprechend gekleidet, es gab Show-Einlagen, dafür keine festliche Tafel und kein schweres Essen. Und über allem eine große Discokugel. Top!

Nach der Wahl ist es ruhiger

Die letzten Wochen waren schon sehr beeindruckend, zumindest aus WhatsApp-Status-Sicht von Kontakten in meinem Telefonbuch. Ich hätte niemals gedacht dass sich so viele Menschen für die Regionalpolitik interessieren und – vor allem – sich zur Wahl in irgendwelchen Listen aufstellen lassen. Locker 20 Kontakte waren das. Seit Anfang des Jahres wurde geworben und letzte Woche gab es so eine Art Endspurt. Montag hat es dann schon merklich nachgelassen, 6 wurden tatsächlich gewählt und haben noch Dankesgrüße verteilt. Jetzt ist es wieder ruhig. Muss man sich erst wieder dran gewöhnen.

Dieser Gutschein berechtigt zum freien Eintritt in ein Museum

Letztes Jahr gab es eine Umfrage „Leben in Nürnberg 2025“ an der ich teilgenommen habe. Der Grund war recht einfach, es gab als Belohnung einen Gutschein zum freien Eintritt in ein Museum der Stadt Nürnberg. Vor meinem geistigen Auge war die Sache schon klar: an einem Sonntag Nachmittag ein Besuch im Neuen Museum und danach künstlerisch beseelt ein kleiner Abstecher zum Balkon – und vielleicht noch Drei im Weckla im Bratwurstglöcklein. Das war der Plan.

Jetzt gut ein halbes Jahr später kam der Gutschein und ich muss sehen, dass es sich nur um eine Auswahl von Museen handelt. Das sind alles ganz gute Museen, keine Frage, aber eben kein Neues Museum. Sehr schade. Jetzt werde ich wohl mal ins Memorium Nürnberger Prozesse gehen. Da wird die Chefin bestimmt mitgehen, jetzt brauche ich dafür ein gutes Rahmenprogramm, aber das lässt sich in Gostenhof sicher einrichten.

Die Vorboten des Güterzugtunnel

Vor ein oder zwei Jahren waren wir mal auf einer Veranstaltung, bei der die Bahn über den Güterzugtunnel informiert hat, das war ganz interessant, weil die Bahn tatsächlich einen Plan dabei hatte, wo man den kompletten Steckenverlauf (so ca. 8 km) einsehen konnte. War in langer Plan. Vor ein paar Jahren gab es auch schon mal was dazu in der Zeitung, aber seit der Wagenplatz Kristallpalast letztes Jahr geräumt wurde, wird das Vorhaben bei uns in der Hood greifbar. Mittlerweile werden auch Schrebergärten entlang der Gleise abgerissen, ich denke das sind die „Querfeldarbeiten“, die auf der Projektseite erwähnt werden. In Kriegszeiten hat so ein Abblick natürlich einen makaberen Beigeschmack, aber seisdrum, der Tunnel ist eine gute Sache.

Task of the day: die Stuhlprobe

Anfang des Jahres habe Post von den Krankenkasse bekommen, darin war eine Übersicht mit Vorsorgeuntersuchungen, die man mit 50 machen soll. Also habe ich beim Arzt einen Termin vereinbart und diese Woche war es so weit. Als erstes wurde ein EKG gemacht, dann Blut abgenommen und zum Abschluss stand noch eine Urinprobe auf dem Programm und als Hausaufgabe gab es ein Stuhlprobe. Ich habe mich ordentlich auf die Stuhlprobe vorbereitet, am Vortag zweimal scharf gegessen, einen Blocker in den Kalender gesetzt, damit ich die Stuhlprobe am Stichtag auch gleich abgeben.

Im Paket war so ein Teil dabei, das man auf die Klobrille kleben kann, da kann man dann drauf kacken und die Probe nehmen, das war mir aber zu umständlich und ich hatte auch etwas Bedenken, dass der Papierklumpen dann das Abflussrohr verstopfen könnte, deshalb habe ich mit mehreren Lagen Klopapier gearbeitet. Der Plan ist aufgegangen, ein guter Kaffee als Trigger und keine 20 Minuten später war die Probe schon beim Arzt. Stuhlprobe kann ich!