Es hat einen Namen und heißt „Anschlagschiene“

Wir haben einen Locher, Typ „Leitz 5008“. Dieser Locher hat so ein Plastikteil, das man raus ziehen kann um das Blatt mittig zu lochen. Und genau dieses Rausziehteil ist kaputt. Wir haben es schon mehrere Male mit Sekundenkleber geklebt, aber das hat nie lange gehalten. Der Locher selbst ist noch top in Ordnung, nur das billige Plastikteil ist kaputt. Dieses Glump.

Heute früh musste ich was lochen und hab mich wieder geärgert ohne Ende und hatte so eine Art Geistesblitz. Und zwar bin ich auf die Idee gekommen „Leitz 5008“ bei Google einzugeben und habe sofort den richtigen Treffer gehabt. Der Hammer, eine Lösung für 73 Cent – Wow! Das ist einfach, aber da ist ja der Versandt teurer als das Teil selbst. Hmm.

Der nächste Geistesblitz „leitz 5008 anschlagschiene 3d druck“ führt nach Aurich in den Makerspace, da haben die genau das gemacht was ich brauche – Zielgerade, es existiert eine Lösung! Danach war es einfach, denn wo veröffentlicht man solche Modelle? Richtig, bei Thingiverse! Heute Abend wird der Drucker angeschmissen und der Locher nachhaltig repariert.

[Update]

Im Bild sieht man Original und Nachbau, das Ergebnis passt perfekt. Es war keinerlei Nacharbeit nötig! Ich hatte mir noch Gedanken gemacht wie man es am besten druckt, weil an der Unterseite eine Nut ist, oben die Beschriftung und rechts die Begrenzung. Im Endeffekt habe ich mich dafür entschieden es hochkant zu drucken, das ist bei einer Grundfläche von gut 2 cm² und einer Höhe von 14 cm nicht ideal, vermeidet aber dass man Stützstrukturen braucht.

Kunst im Fach

In der U-Bahnpassage beim Karstadt gibt es einen spitzen Zeitvertreib wenn man mit Kids unterwegs ist und zwar „Kunst im Fach“. Da wurden ein paar Schließfächer umfunktioniert und Installationen rein gemacht. Man schmeißt einen Euro rein, öffnet das Fach und lässt die Kunst auf sich einwirken. Danach verschließt man das Fach wieder und entscheidet ob der Euro gespendet oder wieder ausbezahlt werden soll. Eine halbe Stunde kriegt man so gut rum.

Wiedereinstieg

Für mich ist heute schon Februar. Heute stand nämlich nach der Fasterei der erste Kaffee 2022 auf dem Programm, ich habe mir Zeit genommen, die Kids haben noch geschlafen, dabei Zeitung gelesen. Perfekt. Die Chefin hat noch brav den letzten Lavazza Kaffee weg getrunken bevor sie zur Reha ist und so konnte ich heute mit frischen Bohnen wieder einsteigen.

Die Bohnen wurden schon letzte Woche gekauft, bei Rewe gibt es ein Regal mit lokalen Spezialitäten und da hab ich Kaffee von Espressone aus Cadolzburg entdeckt. Mahlgrad und Menge mussten gar nicht angepasst werden, die Extraktion hat genau 25 Sekunden gedauert und das Ergebnis ist für meine Verhältnisse perfekt: Die Crema ist fest, der Kaffee intensiv – am oberen Ende von dem wie ich ihn mag – und die Verbindung mit dem Milchschaum super. Gerade bin ich etwas zappelig, einer hätte wohl gereicht.

Oberfrankendurchfahrt

Gestern sind wir von Nürnberg her kommend durch Oberfranken nach Thüringen gefahren. Also von Südoberfranken über Westoberfranken durch Nordoberfranken. Es ist schon der Hammer wie sich die Gegenden unterscheiden, im Süden alles dicht bebaut, vorbei an den romantischen Orten des Oberfrankenlieds, ab in den Frankenwald. Schade dass das Wetter so schlecht war und wir so einen engen Zeitplan hatten, eigentlich hätten wir irgendwo Rast machen sollen. Tatsächlich war ich zum ersten mal in Kronach und den obersten Zipfel von Oberfranken, da müssen wir im Sommer echt mal für ein Wochenende hin zum Wandern.

Die Backup-Strategie Teil 19 – Raus aus dem Haus#3

Heute wurde das Vorhaben mit einem mir bekannten IT-Sachverständigen diskutiert und der Plan steht: Es wird der recht günstige Backup-Platz bei Contabo angemietet und der Server daheim dezent aufgewertet. Quer finanziert wird das über ein gekündigtes Heise+ Abo. Insgesamt bleibt damit Geld übrig und damit lässt sich wiederum die neue HW anschaffen.

Wenn man das Vorhaben längerfristig betrachtet – so auf 100 Monate ungefähr – dann springen da ein neuer Prozessor, ein neues Mainboard und eine 2 TB SSD raus. Spitzen Plan. Die Chefin ist ja jetzt für ein paar Wochen auf Reha, da passt das genau rein. Ich verspreche mir einen extremen Geschwindigkeitsschub und ein paar geekige Abende.

Die Backup-Strategie Teil 19 – Raus aus dem Haus#2

Was mich schon seit letztem Sommer umtreibt ist ein Backup von meiner hoadl.cloud in die echte Cloud. Mittlerweile gibt es eine Nextcloud App namens Backup, da kommt zusammen was zusammen gehört. Jetzt heißt es Backup-Speicher klar machen. Ursprünglich hatte ich gedacht dass es recht charmant wäre die Gelegenheit zu nutzen und die hoadl.cloud in die Cloud zu bringen und daheim zu sichern, aber da bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher ob das so clever ist.

Wenn man eine Nextcloud anwenderfreundlich betreiben will, dann muss sie schnell sein. Das würde bedeuteten dass man ein schnelles Hosting braucht und viel Speicher. Das ist teuer. Entweder schnelles Hosting oder viel Speicher ist viel günstiger. Mittlerweile haben wir gut 250 GB an Bilder, MP3 und Dokumenten. Wenn man da noch ein paar Snapshots haben will, dann wird man bei gut 500 GB Backup-Speicherbedarf landen.

Jetzt hab ich etwas recherchiert und bin bei der Firma Contabo aus München gelandet, die bieten ein Paket namens Storage-VPS an, das sich ganz gut anhört. Was mich davon abhält zu bestellen, ist dass ich nicht bewerten kann wie schnell sich das System im Vergleich zu meinem Server daheim verhält. Da weiß ich gerade gar net wie man die Systeme vergleichen kann. Da muss ich jetzt dran bleiben.

Versandart „Evening-Express“

Heute habe ich um 11:04 Uhr etwas bei Amazon bestellt und zwar mit Same-Day Lieferoption, Versandart „Evening-Express“. Ich bin gespannt. Die Lieferung geht so schnell, da muss man schauen wie man das Sich-darauf-freuen unterkriegt.

[Update] Geliefert um 18:26 Uhr – Donnerwetter!

Wenn was hängen bleibt

Wir waren spazieren und für den Spaziergang sind wir sogar in einen relativ noblen Vorort im Osten gefahren, man will den Kindern ja was bieten und sich auch mal ein persönliches Bild davon machen wie die bessere Gesellschaft so wohnt. Ein schöner Spaziergang war das! Auf dem Heimweg bemerkt das Kind 2 einen fürchterlichen Gestank Wer von euch war das? Keiner war das. Die Chefin hat den Braten gleich gerochen und gefragt ob vielleicht jemand in Hundescheiße getreten ist. Oh nein, der ganze Schuh ist voll! hat das Kind 2 gleich geschrien.

Zuhause angekommen konnten wir das ganze Ausmaß sehen, das Kind 2 muss in einen Hundescheißeberg von einem Gen mutierten, pferdegroßen Hund getreten sein. Mehr oder weniger die komplette Sohle – Größe 36 – war voll, mit der wurde dann auch die Fußmatte eingesaut und der Einstieg vom Auto. So ein Haufen Scheiße nur weil man mal über seinen Tellerrand schauen will. Nächstes Wochenende gehen wir wieder bei uns spazieren, da hat niemand Platz für Pferdehunde!

Blue Monday

Im Radio haben sie gestern gesagt dass der 3. Montag im Jahr (der Blue Monday) der traurigste Tag des Jahres ist: Es ist ein Montag, das Wetter ist i.d.R. scheiße, die ersten Vorsätze fürs neue Jahr gehen dahin und es ist kein Geld da, weil im Januar immer recht viel zu zahlen ist und er Lohn noch eine Woche auf sich warten lässt.

Jetzt wo ich es weis kann ich sagen dass es tatsächlich ein beschissener Tag war! Allerdings haben bei mir Montagsschlafdefizit und Wetter schon ausgereicht – und vielleicht noch etwas Arbeit. Aufs Konto musste ich erst gar nicht schauen und Vorsätze habe ich schon lange keine mehr. So gesehen habe ich meinen ersten bewusst wahrgenommenen Blue Monday gleich optimiert. Haha!

3D-Druck-Wohlfühlumgebung in spe

Dieses Wochenende hab ich den 3D-Drucker wieder in Betrieb genommen, das hat gut funktioniert! Und weil es so gut lief, hab ich auch noch gleich noch das Firmware-Update eingespielt. Wie das geht sieht man hier. Die neue Firmware hat ein ziemlich cooles Feature namens Manual Mesh Leveling, damit kann man während des Drucks Unebenheiten im Druckbett ausgleichen.

Beim Starten des Levelings ist das Display eingefroren, reproduzierbar, und es half nur noch ein Neustart vom Drucker. Schuld daran waren chinesische Schriftzeichen in einem Verzeichnisnamen auf der SD-Karte, es hat gut eine Stunde gedauert bis ich den Tipp hier gefunden habe. Jetzt kann man das Programm starten, aber dafür war dann keine Zeit mehr.

Bei dem ganzen Gedöns ist mir aufgefallen wie schäbig die Arbeitsumgebung im Keller ist: Der Regalboden ist durchgebogen, der ganze Krimskrams liegt einfach so rum und es ist kein Platz für das Laptop. Ich habe mir überlegt dass der Monitor und eine Tastatur am Raspberry viel besser wären und habe die gleich geholt. Aber den Regalboden muss man auswechseln, vor meinem geistigen Auge ist da schon eine integrierte Schubladenlösung aus Multiplex, das wird ein spitzen Projekt.