1 Jahr ohne Brille

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Vor einem Jahr war die Augen-OP. Kurzes Fazit: Super! Längeres Fazit: Absolut voll super! Langes Fazit: Würde ich sofort wieder machen. Es hat zwar noch etwas gedauert, bis das Brille-abnehmen-wollen-beim-Waschen weg war. Und auch nach dem Aufwachen wurde noch ein ganzes Stück reflexartig nach der Brille gesucht. Das ist aber mittlerweile vorbei und die alten Brillen sind verräumt. Dafür gibt es 2 Sonnenbrillen. Eine Sonnenbrille ist ein Luxus, den ich früher nie hatte weil mir die mit Stärke zu teuer waren. Und auch das Radfahren bei Regen ist um Welten erträglicher weil nix mehr anläuft und Tropfen die Sicht erschweren, jetzt wird man einfach nur noch naß. Machmal liege ich früh im Bett und schau mich um, freue mich dass der Ausbau unterm Dach so schön geworden ist, sehe die Bilder im Flur, den Himmel, die Wolken und sogar das Haus vom Nachbarn. Das Leben ohne Brille ist gut.

Da Boa, boah!

Boa live
Der konsequenteste Indiepionier unseres Landes mit dem Voodooclub im Hirsch. Ich muss etwas ausholen. Früher war das Leben einfach: Entweder du hast als Kerl Blasmusik gespielt, weil du am Land groß geworden bist, oder warst Metaller, oder beides, ohne Crossover. Dazwischen gab es eigentlich nur Popper-Scheiß. Dann kam der Voodoocult mit dem Herrn Boa und allem an Board was das Metaller Herz begehrt: Dave Lombardo, Chuck Schuldiner, Waldemar Sorychta und Mille Petrozza. Ein Trash-Metal-Gerät mit einem Popper als Sänger!
Nachdem der Phillip Boa dann wieder mit dem Voodooclub weitergemacht hat, musste der dann auch mal behört werden. Und so schlecht war dieses Popper-Zeugs gar nicht, also fast schon gut. Naja und seitdem wird halt Boa gehört. Fertig.
Zum Konzert: Super! Vorher noch schnell am Diana-Platz beim Kebap Sarayi einen spitzen Dönerteller gegessen, der Hirsch war voll und der Voodooclub samt Boa haben geliefert. Und zwar sowas von. Dann noch zum Runterkommen in die Monobar, ein perfekter Abend.

Neuer Lesestoff

Heute war Büchertausch in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Eine Halle voller Schachteln voller Bücher. Auf den Schachteln steht das Genere, dort sortiert man seine mitgebrachten Bücher rein und holt sich raus was man selbst gebrauchen kann. Man kann da nicht einfach einmal durchlaufen und fertig, denn es kommen ständig neue Leute mit neuen Büchern. Interessante Veranstaltung.

Viel Holz in der Hütt’n

Ein großartiger Frühlingstag war das, wie gemacht um draußen was zu machen. Und das haben wir ausgenutzt. Gut einen Ster Hoz haben wir jetzt mehr in unserem Schuppen. Alles was da seit Jahren aufgehoben und zwischengelagert wurde, wurde heute klein gemacht. Alter Boden, alte Latten, alte Platten, alter Dreck, neues Brennholz, viel Platz. Alle haben mit angepackt, danach wurde gegrillt. Das macht stolz. Das macht müde.

Das audiophile Abstellgleis

Linn classik musicSo ein Spotify-Probe-Account ist schon der Hammer. Musik ohne Ende. Musik auf dem Handy, Musik auf dem Tablet und Musik auf dem Laptop. App starten und schon tütelt es los. Alte Klassiker, neues Zeug und sogar die EAV, alles da, alles total super und maximal bequem.
Nur die teure Stereoanlage steht im Eck und bleibt stumm, obwohl sie dafür gemacht ist den ganzen Krempel auf höchsten Niveau darzubieten. Aber die mag halt nur CDs, sonst nix. Da ist sie konsequent. Und wenn man da welche reinsteckt und aufdreht dann hört man recht schnell warum sie so teuer war. Spotify mit der ganzen Schüttgutmusik und meine Linn Classik Music passen irgendwie nicht zusammen. Das ist schade. Das gibt kein Happy End, da muss man kein Hellseher sein.
[Update] Ruhig bleiben Brauner! Da sind analoge Eingänge der Spitzenklasse und es braucht eigentlich nur einen brauchbaren Streaming-Client. Da ist Licht auf der Wochenendzielgeraden.

Chili 2017

Heute haben das Kind 2 und sein scharfer schärfebedürftiger Vater Chilisamen gesät. Gestern wurde Anzuchterde besorgt, heute Vollzug. Der Samen stammt von ein paar Chilis, die ein Kollege letztes Jahr angeschleppt hat und zwar welche vom Typ Elefant und dann noch Jalapeños.
Das Kind hat tadellos mitgearbeitet, zumindest bis zu dem Zeitpunkt wo es die Finger in den Mund gesteckt und sich danach die Tränen aus dem Gesicht gewischt hat. Aussaat unter verschärften Bedingungen praktisch.

Total einzigartig!

Wenn man sich viel Mühe gibt und ein schönes Möbel baut, dann muss alles passen. Alles schön gerade, sauber geschliffen, glatt, ein hölzerner Handschmeichler. Die Chefin ist angetan, alles so wie sie es geordert hat, ein Tisch für ihren Nähmaschinenpark um die Erbnähmaschine rum. Eigentlich ein kompletter Quatsch, dadurch aber einzigartig. Und wenn man dann alles fertig hat und das Teil aufbaut, kommt plötzlich eine krumme Wand daher. Da wünscht man dem Verputzer Durchfall mit zu kurzen Armen. Jetzt ist das Unikat noch unikatiger. Das Projekt ist schon lange kein Nähzimmer mehr.

Die fischhassenden Sachbearbeiter

Heute ist ja faschingstechnisch der Auftakt zum Ausnahmezustand. Das ist mir egal. Das bemerkenswerte an diesem Tag ist, dass es da auf Arbeit Fischbrötchen zum Frühstück gibt. Lecker Fischbrötchen, der Fisch schön saftig, das Brötchen leicht aufgeweicht (aber nur ganz leicht) und dann noch schön Zwiebeln drauf. Ein kulinarischer Höchstgenuss.
Soviel zum Produkt, nun zum Prozess. Das phänomenal leckere Fischbrötchen will eigentlich am Schreibtisch verzehrt werden, damit auch die Kollegen was davon haben. Das kommt aber nicht bei allen gut an und deshalb wurde es vor Jahren verboten. Es ist verboten lecker Faschingsfischbrötchen im Büro zu essen! Man konnte sich dann noch mit einen Trick behelfen und die Verpackung mitnehmen und im Büro in einem Mülleier entsorgen. Das ist aber letztes Jahr aufgefallen. Es ist verboten lecker Faschingsfischbrötchenverpackung im Büro zu ensorgen!
Heuer kann ich sagen dass es auch ausreicht mit dem letzten Bissen in der Hand durch das Büro zu laufen, ihn schnell aufzuessen bevor es jemand merkt und die Hände nicht zu waschen. Sensiblen Sachbearbeiternasen entgeht nämlich nix.

Embatphobia

Das Word of the day war heute nomophobia. Nomophobia ist eine Kombination aus den Wörtern No, Mobile und Phobia, also die Angst ohne Handy zu sein. Selbstreflexion: Leide ich an Nomophobia? Antwort: Nein. Also nicht direkt, sondern eher an Embatphobia.
Wer Embatphobia nicht kennt, das ist eine neue Krankheit, meine erste selbst erfundene. Embatphobia ist eine mit Nomophobia eng verwandte, aber im Detail natürlich komplett andere Krankheit Verhaltensschwäche. Embatphobia steht für Empty Batterie Phobia, also die Angst einen leeren Akku zu haben. Unter 30 % geht man da für gewöhnlich nicht aus dem Haus. Auf gar keinen Fall. Gute Nachricht: Embatphobia ist heilbar. Das ist gut.