So ein Workflow halt


Es schaut recht einfach aus, aber man muss sich diesen Workflow einfach mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Bewegungsmelder erkennt eine Bewegung, sendet eine Nachricht per Zigbee an den Server, der wandelt sie in eine MQTT-Nachricht, die dann in Node-Red rein geht (das ist im Bild links). In Node Red wird sie dann in ein JSON Objekt umgewendelt, ausgewertet und das Ergebnis dann wieder in eine MQTT-Nachricht verwandelt, das ist die rechte Seite.
Der Clou ist wie es weitergeht, die MQTT-Nachricht ist nämlich ein FHEM-Befehl, der wird in FHEM interpretiert, in eine Homematic Nachricht umgewandelt und damit das Licht am Küchentresen geschalten. Volle Funktion bei absoluter Interoperabilität und tut trotzdem gehen, krass.

Die Backup-Strategie Teil 15 – Ramsatt

Vor etwas mehr als einen Jahr hat der Kollege J die Basis für die HHSC (Hack-Home-Speed-Cloud) gelegt und die HHSC läuft seither wie ein Uhrwerk. Am Freitag im Zug gab mir der HHCS-Erschaffer dann den Tipp dass die Speicherpreise gerade so im Keller sind und dass es genau jetzt an der Zeit wäre das Meisterstück zu vollenden.

Der widrigen Internetverbindung auf der Strecke IN-N zum Trotz wurde umgehend gehandelt und bei Alternate ein 8 GB Speicherriegel bestellt. Das war so ungefähr um 15:30 Uhr. Heute um 11:30 Uhr (keine 20 Stunden später!) wurde auch schon geliefert und um 11:45 Uhr war das Teil auch schon verbaut. Wenn prompte Lieferung auf prompte Montage trifft.

Zum Projektverlauf.

Die Last des Rads

Die Überschrift ist ein Wortspiel, das kriegt man aber erst raus wenn man etwas weiter liest. Also bis hier her ungefähr, es geht nämlich um Lastenfahrräder. Weil die Stadt Nürnberg unterstützt neuerdings den Kauf eines Lastenfahrrads. Wenn man sich ein rein muskulärer betriebenes zulegt dann gibt es einen Festzuschuss von 500 € und bei einem Lastenpedelec gleich 1000 €! Und zwar seit heute.
Gemäß der Maxime „Haben ist besser als brauchen“ wurde gleich ein „Antrag auf Gewährung einer Zuwendung der Stadt Nürnbergb hier: Förderung von Lastenfahrrädern“ geordert und der kam auch gestern schon an.
Und beim örtlichen Fahrradgroßmarkt in der Nopitschstraße gibt es tatsächlich ein Hercules Cargo City Transportrad für 799 €! Also incl. Förderung für 299 €, also fast geschenkt. Da kann man nichts verkehrt machen! Zuschlagen!
Und jetzt wird es kompliziert. Wir brauchen nämlich gar kein Lastenrad. Und wir haben eigentlich auch gar keinen Platz dafür. Aber 299 € wären natürlich eine überschaubare Investition in ein ökologisch sinnvolles urbanes Fortbewegungsmittel. Einmal zu lang nachgedacht, schon scheiße.

Ich weiß wo ich letzten Sommer fotografiert habe

Der Wechsel von Budgie auf Ubuntu war eine gute Sache. Der Ubuntu Gnome Desktop ist super dokumentiert und es gibt einen Haufen Info- und Supportseiten. Auf so einer Seite gab es auch einen Tipp wie man die Geodaten von Bildern in einer Gallerie, in einer Karte anzeigen lassen kann.

Wie geil ist das denn? Im Endeffekt muss man nur ein Plugin-Paket für den Bildbetrachter Eye of Gnome installieren und dann geht es auch schon los.
sudo apt install eog-plugins
Aktiviert wird das Plugin direkt in den Einstellungen von Eye of Gnome. Peng! Klickt man danach auf ein Bild, zeigt die Karte rechts an wo es aufgenommen wurde. Und anders herum zeigt ein Klick auf eines der schwarzen Kästchen in der Karte, das dort aufgenommene Bild. Top!

Für alles Mögliche

So ein Samstag für alles Mögliche

  • Für den Kopf – ein Aspirin
  • Für das Wissen – die Zeitung
  • Für die Muse – ein neues Bild aus der Artothek
  • Für die Ruhe – ein paar Minuten in der neu renovierten St. Klara Kirche
  • Für den Geburtstag – genau das Parfum, das sie sich gewünscht hat
  • Für den Hunger – ein spitzen Dönerteller im Mevlana
  • Für das Leben – einen eingeklemmten Rollstuhlfahrer aus der Schiebetür der U-Bahn befreit
  • Für den Körper – ein kleines Nickerchen
  • Für die Bienen – Lilien in den Garten gepflanzt
  • Für die Gartensaison – Chili und Paprika gesät
  • Für die Romantik – geduscht
  • Für den Club – bis zum Schluss gehofft

Heute beim IoT-Workshop


Heute war IoT-Workshop. IoT steht für Internet of Things und ist derzeit voll hip, deshalb waren auch zwei Hipster aus Berlin da. Top-Hip praktisch. Am Anfang etwas Theorie, Daten erfassen, übertragen, weiterleiten, sammeln, aggregieren und letztendlich darstellen. Zig Techniken und Standards auf jeder Ebene, die dann für einen speziellen Use-Case geschickt gewählt werden müssen. Sehr interessant.
Zum Schluss noch eine automatische Pflanzenbewässerung auf Arduino-Basis als Praxisbeispiel. Feuchte im Blumentopf mit einem Sensor (links im Bild) messen, das Ergebnis verarbeiten und dann eine kleine Pumpe (rechts) steuern. Genau mein Ding. It’s about the journey hat er gesagt der Hipster. Recht hat er gehabt, viel gelernt.

Xioami Gedönse

Letzte Woche kam eine Lieferung Xioami Gedönse direkt aus China: Zwei Xiaomi Aqara Thermometer und ein Bewegungsmelder, die Teile gibt es immer mal wieder für unter 10 €, man muss halt etwas Zeit haben. Sie sind relativ klein (das Bild ist ziemlich genau die Originalgröße), sind batteriebetrieben, formschön, lassen sich schnell integrieren und funktionieren einfach. Für das Geld baut man sich auf ESP8266 Basis nix selbst.
Damit man was von seinem Geld sieht, wurden gestern ein paar Grafen mit Grafana gebaut. Als nächstes soll dann der Bewegungsmelder irgendwas schalten, irgendwas wo die Chefin sofort sag: Wie konnten wir bisher nur ohne Leben? Das ist ein gutes Ziel.

Saatgutbörse 2019 – Oberfranken wird versteppen!

Ein mir bekannter alternder Rockstar und ich waren gestern auf der Saatgutbörse auf AEG. Auf der Saatgutbörse gab es nicht nur Saatgut sondern auch ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Koch-Shows und Musik. Eine recht schöne Veranstaltung. Wir waren im Vortrag „Gärtnern ohne Wasser“ – höchst interessant. Der Referent Stefan Strasser, bekannt aus Funk und Fernsehn, hat erst mal recht schonungslos die die Lage analysiert. Oberfranken versteppt und auch an uns in der Gegend wird diese Tatsache nicht ohne Auswirkungen vorübergehen.
Wie schafft man es nun seinen Garten so zu pimpen, dass man mit den Trockenperioden im Sommer besser zurecht kommt und weniger – bestenfalls gar nicht – gießen muss? Erstens sollte man sich auf Pflanzen beschränken, die mit Trockenheit besser umgehen könnte. Zweitens, wenn man schon gießen muss dann in der Früh und nicht abends, sonst kriegt man nur Pilze. Drittes, den Boden bedecken, also die Erde mit Mulch bedecken, damit das Wasser nicht verdunstet und dann kann man den Boden auch noch tunen und zwar mit Terra Preta.
Bei den Pflanzen ist er als Betreiber der Lilienarche naturgemäß etwas mehr auf die Lilien und verwandte Stauten eingegangen, außerdem solle man im Garten ein Eck „verwildern“ lassen, bestenfalls einen Hügel aufschütten und ihn sich selbst überlassen. Und dann kann man auch noch Terra Preta einsetzen. Das kann man recht leicht selbst herstellen, dauert aber 3 Monate, oder man kauft es einfach zu – Fürth ist ein Terra Preta Hotspot.
Saatgut wurde auch gekauft und zwar Paprika und Chili. Jetzt heißt es strategisch planen. Wir werden heuer noch mal eine Baustelle im Garten haben und es wäre ja saublöd wenn die Pflanzen im Weg stehen. Das Hochbeet ist geistig schon wieder voll und dann wird es auch schon wieder knapp mit dem Platz, weil ja Trampolin und Planschbecken auch noch untergebracht werden müssen.

Salzsarkophag


Im Bild oben sieht man den traurigen Rest von zwei Lachsforellen. Der Grund warum von denen praktisch gar nichts mehr übrig geblieben ist, ist wahrscheinlich größtenteils der Zubereitungsart geschuldet, denn das war schon eine ziemlich coole Nummer: Salzkruste! Man füllt die Viecher mit Grünzeug, baut einen Salzsarkophag außen rum und schiebt sie dann für eine halbe Stunde in die Röhre. Fertig. Das Ergebnis ist, neben einer Ladung steinharter Salzkruste, super saftiger und butterweicher Fisch.
Die Chefin war von der Sauerei, die so eine Fischsalzkrustenveredelung mit sich bringt, nicht wirklich begeistert, das ist ja schließlich eine Küche und kein Steinbruch, dieser Kollateralschaden wurde nach dem Essen aber dann zur Festagsmenünebenerscheinung herabgestuft. Hier ist eine Anleitung. Die zentrale Frage ist ob man ein gleiches Ergebnis mit Alufolie auch hin bekommt. Das prüfen wir demnächst.

Kommando Roter Norbert #2 – ein epochaler Meilenstein

In dem Listing unten sieht man den Befehl, den es braucht um eine Ikea TRÅDFRI Lampe über zigbee2mqtt zu steuern. Wenn man genau hinsieht, dann besteht es nicht aus einem Befehl, sondern gleich aus drei: Zeile 2 schaltet ein, Zeile 3 regelt die Helligkeit und in den Zeilen 5 – 7 wird die Farbe eingestellt.

{
  "state": "ON",
  "brightness": 255,
  "color": {
    "r": 46,
    "g": 102,
    "b": 193
  }
} 

Will diesen Befehl jetzt über eine GUI zusammen bauen, dann braucht man auch drei verschiedene Eingabequellen, einen Schalter für An/Aus, einen Slider für die Helligkeit und eine RGB-Farbauswahl für die Farbe. Wenn man sich dessen bewusst ist, dann ist man ganz weit vorne. Dann noch etwas Node Red Gedönse und schwubs funktioniert es auch. Ein wegweisender Meilenstein für das Kommando Roter Norbert!
[Update] Das Endergebnis schaut dann so aus. Links die Logik, rechts das Ergebnis. Top!