
Der Mentor hatte vor ein paar Wochen zur Übergabe geladen. Schon allein dieses Zusammentreffen, das mit einer recht lustigen Schnitzeljagd durch die teilgeöffnete Gatronomie der Fürther Kneipenmeile an einem Montag Abend begann, hat gezeigt was Sache ist, der Mentor ist „auf Krimi“, voll. Übergeben wurde sein erster Krimi, incl. Widmung und – mir treibt es jetzt noch Tränen der Rührung in die Augen – samt einer Erwähnung im Vorwort.
Sein erster Krimi ist aber kein 08/15 Krimi wie man ihn an jede Ecke für 1,99 kriegen kann, nein sein erster Krimi ist eine Criminal-Historie. Nun habe ich das Werk in den letzten Wochen gelesen und muss ganz platt sagen dass ich ihm sowas nicht zugetraut hätte. Da schreibt er einen recht spannenden Roman, der in Fürth um die Jahrhundertwende spielt, holt dabei sowohl den Krimifan, wie den Historiker ab und baut genug Features mit ein um das ganze in Indiana-Jones-Manier verfilmen zu können. Wem Sherlock Holmes zu britisch ist, dem wird dieses Buch gefallen: Vogt, Elmar: “Der Fall Zita S.– Eine Fürther Criminal-Historie”. Thumbs up!
[Update] Ha, und für die zwei Freunde der gepflegten Lesung: 15.11., Nbg Zabo, Bücherwurm 20:00 – 21:30 Uhr.
Gedankengut
Wer braucht denn da noch Fernsehn
Aufgrund des TV Notstandes im Haus, wurde die Familie heute Abend gut eine Stunde lang mit einem Cabriolet quer durch das Knoblauchsland kutschiert. Alle waren begeistert, vor allem als in der Flughafenanflugschneise dann noch ein Flieger kam. Premiumunterhaltung ist hartes Business, macht aber auch Spass.
Die Bahn kommt – heute nicht
Totalsperrung zum Wochenanfang, Notarzteinsatz an den Gleisen zw. M und IN war die Ausrede, Montag kein Bier.
Abschluss KW32/2013
Das lange Wochenende war kurzweilig und kulturell vom feinsten:
- Freitag, Baustelle: Rigips fertig geschliffen, Fensterlaibung fertig geputzt und die hälfte vom Fußboden rausgerisen
- Freitag, Rest: Müll im ganzen Haus zusammengesucht und ins Auto gestabelt, danach zum Israeli zum Essen, Absacker am Brückenfestival
- Samstag, Flohmarkt: 4:15 aufgestanden und dann mit netten Leuten gegen widerliches Publikum angetreten, ich gehe immer noch davon aus dass es nicht nur die größten Grattler Nürnbergs, sondern des Universums dorthin verschlagen hat
- Samstag, Rest: Landpartie
- Sonntag, bis Mittag: Laufen, Frühstücken und rum eiern
- Sonntag, Rest: Im Freilandaquarium gewesen, Heidelbeeren gerissen und noch zum Griechen geradelt
Zusammengefasst: Der Grieche und der Israeli hätten unterschiedlicher nicht sein können. Die Kinder wissen jetzt dass es a) Heidelbeeren gibt und b) dass sie an Sträuchern wachsen und c) dass man für das Reißen vor Ort Geld bezahlen muss. In das Freilandaquarium können wir mal wieder wenn sie größer sind, wenn ich dann wieder einen Kollegen dort treffe, ist das tatsächlich ein Film. Und: das mit dem neuen Theme wird was ganz großes, braucht aber Zeit.
Morgen Flohmarkt!
Aus gut informierter Quelle bin ich darüber unterrichtet worden, dass morgen beim Flohmarkt am Parkplatz Witschel-/ Von-der-Tann-Straße ein paar absolute Raritäten an den Mann gebracht werden sollen. Wer also nicht weiss was er morgen früh machen soll, dem kann nur wärmstens ans Herz gelegt werden dort am Start zu sein!
Aspirin ist eine gute Erfindung
Aspirin ist eine gute Erfindung. Würde es Aspirin noch nicht geben, müsste es unbedingt erfunden werden, aber wir haben ja Gott sei dank Glück. Das aller coolste ist, dass Aspirin nicht nur gegen Kopfschmerzen hilft, oh nein, es beseitigt auch die Folgen von zu vielen Kippen am Vorabend. Aspirin, Thumbs up!
Abrechnung
Männer haben Weitsicht und werfen nicht alles weg was auf dem ersten Blick nicht mehr gebraucht wird. Vor allem bei Kabeln und Elektrokram gibt es eigentlich nur sehr selten Sachen, die es verdient haben nicht sofort blindlings weggeschmissen zu werden. Ein gutes Beispiel dafür sind alte Laptop Netzteile.
Frauen sagt man nach ein Sammlergen zu haben, was aber nicht bedeutet, dass sie die Weitsicht der Männer teilen oder gar verstehen, es bedeutet einfach nur, dass sie ein einem Laden auch noch aus dem Augenwinkel heraus innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde ein Sonderangebot wahrnehmen. An dieser Stelle darf Sammeln nicht mit Aufbewahren verwechselt werden, obwohl Frauen das Aufbewahrungsgen in mutierter Form auch besitzen, es beschränkt sich aber auf Tupperware.
Worum es eigentlich geht, ist der Geburtstag vom Kind 2 wo Vertreter beider Gattungen aufeinander getroffen sind, allerdings waren die Tupperware-Aufbewahrer klar in der Überzahl und der Mann hatte seine Mühe sein Kabeldebot zu rechtfertigen. Aber bekanntlich trifft man sich ja zweimal und das zweite mal war Samstag morgen. Da war es nämlich so, dass das Netzteil von der Hack’schen Küchenrecheneinheit mit einem Knall den Dienst quittierte. Batsch, 70 € am Arsch.
So und jetzt kommt der große Auftritt vom Mann, der das alte Netzteil 2008 nicht weg geschmissen hat und der auch noch über eine elektrotechnische Ausbildung verfügt. Der hat nämlich aus dem neuen kaputten Netzteil mit nicht kaputten Stecker und dem alten nicht kaputten Netzteil mit dem kaputten Stecker ein nicht kaputtes Netzteil mit nicht kaputten Stecker gezaubert und damit die IT-technische Anbindung der Küche sichergestellt, ohne das Haushaltsbudget nur im geringsten zu belasten. So ist das nämlich mit der Weitsicht und deshalb sind Kisten voller Kabel im Keller so wichtig.
Wenn man die Grundphilosophie der Taktik kennt, dann ist das Vorgehen konsequent
Der Gauermann hat das mit dem Pokal und den Saisonzielen schon analysiert, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Danke Bacchus
Falls Bacchus thematisch auch für Bierkeller zuständig ist, dann hat er dafür gesorgt, dass die Hack’sche Bierkeller-Skore in der letzten Woche einen Peak erreicht hat. Letzte Woche war ihr Geschenk zum Hochzeitstag einmal Annafest, der letzte Wunsch vor der OP „Einmal aufm Schütz sein Keller“ wurde auch erfüllt und heute – Wahnsinn, komplett ungeplant und zufällig – sind wir in Kalchreuth im Felsenkeller hängen geblieben! Felsenkeller, Kalchreuth, da war doch was? Ja genau dort wo der erste Fall von Friedo Behütuns spielt, eine literarischer Kelleraufenthalt praktisch. Vom Leben geküsst, danke Bacchus!
