Liedermacherabend mit Sitzplatzpogogarantie

Montag, spitzen Konzerttag. Die Chefin und ich müssen ein Monsters of Liedermaching Trauma aufarbeiten. Die letzten beiden Male, als wir Karten hatten mussten wir das Konzert in letzter Minute sausen lassen, dieses Mal nicht! Der Hirsch war bierbankbestuhlt und wir saßen mitten drin. Wir haben die Monsters seit 2006 nicht mehr gesehen und wahrscheinlich auch keine neue Musik mehr gehört, aber das hat nix gemacht.

Anfangs gab es ein paar bekannte Lieder zum warm werden, dann folgte die Live-Aufnahme vom neuen Album und danach gab es dann wieder ältere Nummern. Witzigerweise muss man von denen gar nix kennen um Spaß zu haben, die funktionieren einfach. Top Kurzwocheneinstieg.

Lars Eidinger liest und singt Bertolt Brechts Hauspostille

Eine kulturell sehr kontrastreiche Woche geht zu Ende. Vor einer Woche hat uns der Mentor im Kunstkeller o27 abgeholt, dann am Donnerstag das Spidergawd Konzert im Hirsch und jetzt liest und singt Lars Eidinger noch Bertolt Brechts Hauspostille. Puh, das war harte Kost aber mit der Musik dann doch sehr unterhaltsam.

Wahrscheinlich war das Fürther Stadttheater zu 66,6 % von Deutschlehrern besucht, da fühle ich mich wohl. Es ist die Sprachanalyse, die unsere Berufsstände verbindet. Nichts desto trotz hat mich diese Aufführung an meine intellektuellen Grenzen gebracht. Aber vielleicht war ich auch einfach nur müde, weil das Kind 1 und ich nachmittags beim Straßenlauf in Neuhaus mit gemacht haben. Egal, danach sind wir noch auf einem Absacker zu den Nachbarn. Da hat das Ying dann wieder zum Yang gefunden.

Wieder Spidergawd, wieder Hirsch #2026

Kurzer Baustellenstop. Spidergawd im Hirsch. Da muss man hin. Wer da nicht hin geht, verpasst was. Aber was soll ich viel schreiben, was nicht auch schon die letzten Male (2024, 2023, 2019, 2017) geschrieben wurde. Spidergawd sind eine Macht, gute Alben, spitzen Show. Allerdings stellt sich die Frage warum sie zwei mittelmäßige Lieder in ihre Setlist gepackt haben. Naja, wird sich schon jemand was dabei gedacht haben.

Das Wochenende der Discokugel

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Discokugel. Am Freitag spielten Chicolores im Live-Club in Bamberg, im Großen und Ganzen kann man den Beitrag vom letzten Jahr kopieren, allerdings waren wir nicht im Fässla sondern in der Gaststätte Tambosi und haben dort Fässla Pils getrunken und super gegessen.

Samstag stand der erste 60. Geburtstag im Freundeskreis auf den Programm, gefeiert wurde im Grünen Baum in Fürth. Die Feier kann man gut als „außergewöhnlich“ beschreiben und stand unter den Motto Casino Royal. Im Ballsaal vom Grünen Baum wurden Spieltische für Black Jack, Poker, Roulette und Schafkopf aufgebaut. Die Gäste erschienen entsprechend gekleidet, es gab Show-Einlagen, dafür keine festliche Tafel und kein schweres Essen. Und über allem eine große Discokugel. Top!

Heckspoiler im MUZ-Club

Momentan geht es konzerttechnisch ganz schön ab! Der Herr Herbst gibt einen Tipp und spricht von absolutern Underground, der Herr Abgeordnete in spe beschreibt die Band mit Die Typen sehen aus als könnten die sich ned entscheiden ob sie gerne Clanmitglieder oder doch eher Burschenschafter auf Brautschau sein möchten. Ich gebe zu Heckspoiler machen es einem nicht einfach, haben den MUZ Club am Mittwoch aber ziemlich voll bekommen und ein spitzen Konzert abgeliefert. Als Metalpunk wird die Musik auf der Seite vom MUZ-Club beschrieben, das trifft es ganz gut. Ein Schlagzeug, ein Bass und österreichisches Geschrei, eine super Mischung.

Redemption Brothers im Gostnerhoftheater

Die Redemption Brothers findet man, wo sich Lou Reed und Lee Hazlewood die Kneipentüre in die Hand geben. Am Samstag war das in der Theaterkneipe Loft vom Gostnerhoftheater der Fall. Ein super Abend war das. Wow! Die Band hat alles gegeben und wir als Zuhörer auch. Da kann sich keiner beschweren.

Ich muss an dieser Stelle über ein Dilemma sprechen. Wenn als Kerl mit Familie und Verpflichtungen und so weiter „Ausgang“ bekommt, gibt es zwei Alternativen wie man den Abend lebt:

  1. Du gibst alles weil du vernunftvoll mit deinem Freiraum umgehst und ihn best möglichst ausnutzt.
  2. Oder sagst du irgendwann: Es reicht, ich gehe heim!

Ich bin hin- und hergerissen. Was ist da jetzt vernünftiger? Muss ich schon die ganz Zeit drüber nachdenken. Vernunft ist nicht so ganz mein Spezialgebiet.

Gluecifer – Same Drug New High

Same Drug New High – Same Locatian, same Spaß. Ich kann mich noch ganz genau ans letzte Konzert, vor etwas mehr als einem Jahr erinnern, das war eines meiner Konzert-Highlights und deshalb hatte ich dieses Mal bedenken, ob es wieder so gut werden wird. Wurde es! Wir haben am Setup relativ wenig verändert, selbe Unterkunft, selbes Rahmenprogramm, das hat alles gepasst.

Die Vorband war The Good The Bad And The Zugly und sie machen das was Turbonegro gemacht haben, als Hank noch der Sänger war, sie rocken was das Zeug hält und machen aber dazu noch eine spitzen Show, Wahnsinn! Danach kamen Gluecifer und haben nochmal eins drauf gesetzt, spitze! Was extrem cool war ist, dass wir auch noch eine Menge Bekannte getroffen haben, als Sahnehäubchen quasi. Diese Woche müssen die Blessuren schnell verheilen, denn es gibt viel zu tun.

[Update] Eine Sache muss noch erwähnen weil es so wichtig ist und bei Gelegenheit ausgeschlachtet werden muss. Ich bin gestern heim gekommen, hab mich nur kurz umgezogen und dann sind wir gleich nach Fürth zum Basketball geradelt und danach haben wir den Aufenthalt sogar noch bei den Sieben Schwaben um ein Abendessen extended! Also nichts mit heimkommen und hinlegen.

Heinz Strunk – Ein Sommer in Niendorf

Genau mein Typ, dumm, ordinär, antiintellektuell, unnahbar und rattenscharf. Solche Sätze erwartet man Heinz Strunk und er liefert sie in „Ein Sommer in Niendorf“. In einer Rezession wird das Buch mit dem Zauberberg von Thomas Mann verglichen – und besser bewertet. Sowas traut man Strunk dann eher doch nicht zu. Ist auch egal, das Buch kann ich jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Es geht um den Herrn Roth, der die Zeit zwischen einem Jobwechsel nutzen will um ein Buch über die Geschichte seiner Familie zu schreiben. Dafür mietet er sich für 3 Monate in einer Unterkunft in Niendorf ein und gerät dort in Kontakt mit Menschen und Orten, die so gar nicht zu seinem bürgerlichen Leben passen.

Krood im Liveclub Bamberg

Spitzen Konzertauftakt 2026: Krood im Liveclub in Bamberg. Montags ist im Live-Club Montagsschwof, freier Eintritt bis 21:30 Uhr und danach Getränke zum halben Preis. Das zieht die Studenten an. In der Zeit zwischen 20:30 und 22:00 Uhr gibt es Livemusik. Dieses Mal eben Krood – Krood hatten wir schon bei der Turbo A.C.’s Secret Show in Bamberg gesehen und jetzt ein ganzes Konzert mit ihnen, top! Sau guter Stoner Rock zum Jahresbeginn.

Noch topper ist dass der Live-Club ja nur ein paar Meter vom Schlenkerla entfernt ist, deshalb haben wir da einen kurzen Abstecher hin gemacht. Ein Warmup quasi. Das Schlenkerla mag ich gern, es hat einen gewissen Sonderstatus, es ist zwar sehr touristisch, aber das alte Haus mit seinem Rauchbier zieht halt auch nach wie vor ziemlich viele Einheimische an, die auf aans (ein Bier) vorbei schauen. Das muss man erst mal schaffen.

Beim Montagsschwof ist mir aufgefallen, dass sich viele von dem ultra jungen Publikum erst eine Flasche mit einem antialkoholischen Getränk bestellt, Apfelschorle, Club Mate oder so, und dann wenn die ersten paar Schlucke getrunken sind, sich den Rest mit Vodka auffüllen lässt. Das ist gar nicht mal dumm, zum einen kann man mit der Flasche in der Hand noch ganz gut tanzen und zum anderen vermeiden die Mädels dass man ihnen K.O-Tropfen ins Glas geben kann. Zumindest ist das meine Interpretation. Kann auch sein dass es ein neuer Trent ist, den ich nicht kenne.