Nextcloud 26.0.2

Mittlerweile habe ich meine eigene Nextcloud-Instanz abgeschalten und den Server bei Contabo gekündigt. Die Nextcloud bei Hetzner läuft einfach zu gut um dafür selbst so viel Zeit zu verblasen. Vorgestern gab es die Mitteilung dass ein Update gemacht wird, heute ist das Update eingespielt und alles funktioniert – einfach so.

Gestern hat das Kind 1 sein neues Handy bekommen, ein Google Pixel 6a, das ist zwar nicht das aktuellste, hat aber ein sau gutes Preis-/Leistungsverhältnis! Eigentlich wollte ich die komplette Familie auf Samsung „umstellen“ damit mir der Support leichter fällt, aber das Kind hat eh schon alles bei Google, da erschien mir das Google-Handy sinnvoller und Unterstützung von mir braucht es eh keine mehr.

Beim Einrichten von dem Handy ist mir aufgefallen dass die kostenlosen 15 GB Speicherplatz vom Kind1 bei Google schon voll sind – bei mindestens zwei Selfies pro Stunde kann das schon mal vorkommen – und ich habe mir kurz überlegt das Kind1 auch mit in unsere Nextcloud aufzunehmen, es aber schnell wieder verworfen. Spätestens nach dem Abi lebt es eh sein eigenes Leben, da ist es einfacher für mich mit Google One zu überbrücken und die Kohle vom Kind1 zu kassieren. Irgendwann kann es dann selbst entscheiden wo die ganzen Bilder landen und was damit passiert.

Fördern und fordern

Auf dem Bild sieht man meine erste Stereoanlage, die hab ich mir von meinem ersten selbst verdienten Geld gekauft. Wir haben sie vor zwei Wochen weggeschmissen, aber darum geht es nicht. Es geht darum dass das Kind 1 letzte Woche seinen ersten Ferienjob gemacht und auch eigenes Geld verdient hat. Das Kind ist stolz, aber wahrscheinlich bin ich stolzer als das Kind selbst.

Es geht nicht um das Geld, sondern darum dass das Kind 1 die Hälfte von den Ferien in Arbeit investiert hat und nicht nicht mit den Freunden unterwegs war oder, im Zimmer verschanzt, Bücher gelesen hat. Nein, es ist in der Früh aufgestanden, ist nach Erlangen gefahren, hat gearbeitet und ist abends platt wieder heim gekommen.

Im Sommer will das Kind 1 zwei Wochen lang nach England, ich habe gesagt dass wir das schon bezahlen, aber um das Taschengeld muss es sich selbst kümmern. Ich denke das ist eine gute Balance zwischen Fördern und Fordern. Jetzt bin ich mal gespannt ob es auf den Geschmack gekommen ist oder es eine einmalige Aktion war. Für die soziale Entwicklung vom Kind war es jedenfalls prägend, soviel kann ich schon mal sagen.

Nix mit Kinder

Das Kind 1 hatte diese Woche Praktikum in dem Kindergarten/Hort, in dem es vor ein paar Jahren noch selbst war. Das ist krass. Das Praktikum hat dem Kind auch super gefallen, aber es gab schon am ersten Tag die Erkenntnis dass ein Beruf mit Kindern fürs Kind 1 überhaupt nicht in Frage kommt. So gesehen hat das Praktikum auch voll was gebracht. Nix mit Kranken hat es von der Mutter gelernt, nix mit Kinder jetzt im Praktikum, bleiben eigentlich nur noch was mit Politik oder Informatik übrig.

Nachhaltige Schönheitsmaßnahme

Das Kind 1 hat im alten Jahr noch alle 4 Weisheitszähne gezogen bekommen. Am ersten Tag nach der OP war es noch erstaunlich umtriebig, die Klatsche kam mit den dicken Backen am zweiten Tag. Die dicken Backen haben das Kind ziemlich entstellt. Seit gestern wandeln sich die Schwellungen in blaue Flecken, genauer gesagt in grün-gelbliche Flecken. Die Flecken stehen dem Kind besser als die dicken Backen. Mittwoch kommen die Fäden raus und Montag geht es in alter Schönheit und weniger Zähnen in die Schule. Das Kind 1 wird auf dem Hochzeitsmarkt gute Chancen haben.

Bürgerversammlung 2021

Am Dienstag waren das Kind 1 und ich auf der Bürgerversammlung in der neuen Basketball-Arena. Die ist ja gleich bei uns ums Eck und wir wollten uns das Teil mal von innen anschauen und nutzten die Gelegenheit. Der Bau macht ziemlich was her, angeblich sollen da auch Konzerte stattfinden, da bin ich ziemlich gespannt.

Bürgerversammlungen sind immer ganz interessant. Zum Einen erfährt man was die Stadt vor hat und warum bestimmte Sachen so laufen wie sie laufen. Viel wichtiger ist aber die Tatsache dass man sieht dass man tatsächlich auf bestimmte Sachen Einfluss nehmen oder eigene Anliegen direkt bei der Stadtspitze einkippen kann. Heute gibt es dazu einen Artikel in der NN, da wird das Kind 1 stolz sein, weil es live mit dabei war!

Geringverdienermahlzeit

Also ich fand meine Idee schon ganz cool: Das Kind 1 soll sich eins von den übrig gebliebenen Fleischküchle in die Schule mitnehmen, sich in der Pause ein Hipster-Kind suchen, das gerade irgendwas total ökologisches isst, sich daneben hinstellen und anfangen genüsslich den hack’schen Obstersatz zu verspeisen. Wenn das Hipster-Kind rüber schaut um die Mahlzeit zu inspizieren – und es wird rüber schauen – soll es ihm ein verachtliches Geringverdiender an den Kopf werfen. Das Kind 1 war von der Idee nicht so begeistert, aber ich amüsiere mich immer noch drüber. Spitzen Wochenstart.

Milch – nur aus Eutern!

Das Kind 1 hat gerade das Kochen für sich entdeckt und experimentiert gerne und viel, zur Zeit ist Milch im Fokus. Beim Thema Milch bin ich ganz einfach gestrickt: Milch kommt aus einem Euter, vorzugsweise aus einem von einer Kuh und aufgeschäumt auf einem Espresso verwandelt sie diesen in einem Cappuccino.

Wir haben diverse weiße Flüssigkeiten milchähnlichen Aussehens auf Basis von Erbsen, Soja, Mandel, Hafer und weiß der Kuckuck was im Kühlschrank. Die kannste nicht mal Ansatzweise für einen guten Cappuccino gebrauchen, Null! Das Zeug steht im Kühlschrank und nimmt meinen Milchplatz weg und das Kind 1 lässt keine Gelegenheit aus es mir unter zu jubeln zu wollen. Ich hasse diese Phase in der Entwicklung eines jungen Menschen.

Im Papperdeckelbecher!

Das Kind 1 trinkt ja noch keinen Kaffee, aber es spaziert im Urlaub immer mit wenn ich auf der Suche nach einem guten Cafe bin. Wir quatschen dann immer über Gott und die Welt, aber meistens über Politik. Das Kind 1 hat nämlich ein ganz komisches Hobby, es liest Politikerbiographien. Es ist aber noch zu jung ist um bestimmte Sachen oder Zusammenhänge zu wissen, das ist dann mein Part. Die DDR zum Beispiel kannte es nicht – und dem zur Folge auch keine Ossis – aber dafür hat es mich.

Aber zurück zum Kaffee. Gestern sind wir zwei Kilometer in den nächsten Ort gelatscht, haben über die Türkei geredet und dort ein 5-Sterne-Google-Maps Cafe gefunden. Das Cafe war mehr eine Bushaltestelle oder eine Tankstelle ohne Zapfsäulen, aber sei es drum wir sind rein haben bestellt und kriegen den Cappuccino tatsächlich in einem Papperdeckelbecher serviert! Ich muss ganz schön blöd geschaut haben, weil sich das Kind wirklich prächtig amüsiert hat. Der Cappuccino war zwar sau gut, aber bei Kaffeetassen, da bin ich eigen, die müssen das Gesamterlebnis abrunden. Naja, das Kind 1 hat die Lage gut zusammengefasst: Dann suchen wir uns morgen halt ein anderes Cafe – und das machen wir.

Niemand hat vor einen Veganer groß zu ziehen

Heute hatten wir Familienfeier und es wurde gegrillt. Ich hab gleich nach dem Frühstück die Rippchen gewürzt, sie in einen Dämpfer gegeben und fast 3 Stunden bei kleiner Stufe mit Cola gedämpft. Das Gemisch aus reduzierten Cola und Fleischsaft war eine spitzen Basis für eine Grillsoße, mit der die Rippchen dann noch eingepinselt wurden. So vorbereitet kamen sie noch 10 Min auf den Grill und danach auf den Tisch. Die Rippchen kamen gut an und das Patenkind, der alte Weltenbummler, hat gesagt dass ich an dieser Stelle erwähnen soll, dass es die besten Rippchen waren, die es jemals gegessen hat. Das ist ein dickes Lob.

Beim Aufräumen hat uns dann das Kind 1 darüber informiert dass es für die nächste Woche vegan leben wird. Eben noch im Rippchen-Himmel, zieht es dich mir nichts, dir nichts in eine Körner-Hölle. Dein eigen Fleisch und Blut ein Veganer? Da heißt es sensibel reagieren, nicht dass das ein Dauerzustand wird.

Hobbysteinbruch Solnhofen

So ein Ausflug ins Altmühltal ist eine schöne Sache. Wir sind nach Solnhofen gefahren und vom Ort aus zum Hobbysteinbruch gewandert. Im Hobbysteinbruch kann man sich Hammer, Meißel und Eimer ausleihen und dann nach Herzenslust nach Fossilien suchen. Das Kind 1 hat für sich das meditative Steinschlagen entdeckt und war fast nicht mehr aus dem Steinbruch zu bekommen. Das Kind 2 hat Kiloweise Versteinerungen gefunden, die unter größter Anstrengung im Rucksack bis zum Auto geschleppt werden mussten. Zum Abschluss gab es noch einen Abstecher zum Wettelsheimer Keller. Eine runde Sache.