Mehr kaputt als glücklich, aber stolz

Am Samstag ist was epochales passiert. Wirklich epochal. Am Samstag ist das Kind 1 mit mir laufen gegangen! Das Kind 1 hat nämlich festgestellt dass es keinen Sport treibt, aber Sport treiben sollte. Nach einer mehrmonatigen Analysephase ist es schließlich auf die Idee gekommen laufen zu gehen. Logischerweise mit dem Vater, der ist da ja sachverständig.

Die Chefin hat die Sensibilität des Ereignisses nochmal unterstrichen. Übertreib es nicht, sonst war es das erste und letzte Mal dass das Kind laufen geht – und wir müssen einen anderen Sport suchen! Also haben wir nach dem Frühstück noch eine Zeit lang gewartet und dann ging es los. Das Kind ist los geschossen als ob es auf der Flucht ist. Erster Tipp, Lauf net so schnell! Nach einem Kilometer kam das Seitenstechen. Nächster Tipp, Schnauf richtig – und lauf langsamer! Bei Kilometer 2 haben Tempo und Atmung gepasst, dafür waren die Ohren kalt. Kapuze auf weiter geht’s! Mitten im Endspurt*) wurde plötzlich die Lunge kalt, aber da konnnten wir keine Rücksicht mehr drauf nehmen. Endspurt ist Endspurt.

Daheim angekommen war das Kind kaputt aber glücklich. Aber mehr kaputt als glücklich, und stolz. Am Sonntag Abend habe ich dann mal nachgefragt ob, und falls ja, mal wieder was ginge und wir haben und aufs übernächste Wochenende geeinigt, Ruhepausen sind wichtig.

*) der Endspurt hat sich bei dieser Trainingseinheit vor allem dadurch ausgezeichnet dass es der Weg zum Ziel war und nicht durch die Geschwindigkeit.

Das kann in echt nicht so sein.

Bei Indiana Jones und Stirb langsam schaut das immer alles so einfach aus. Da fliegt man vom Panzer, zieht sich mit der Peitsche wieder hoch und macht einen Nazi platt oder fällt ein Stockwerk runter schüttelt sich und ballert weiter. Einfach so. Und am nächsten Tag, Batterien aufgeladen, zurück auf Start, alles wieder gut, neuer Held. Ich glaube das sind Fakes.

In einem Selbstversuch habe ich letzte Woche die Indiana Jones Szene mal nachgestellt, mangels Panzer allerdings mit dem Fahrrad und auch ohne Nazi platt machen danach. Das war natürlich weniger spektakulär. Danach bin ich heim gefahren, hab die Chefin aufgeweckt und mich verbinden lassen. Nähen habe ich abgelehnt, Pflaster müssen langen. Nur John Rambo näht sich.

Am Montag war der Stockwerksfalltest an der Reihe. Mein Testaufbau war die Treppe vom zweiten in den ersten Stock. Den Flug habe ich ganz gut hin bekommen und überlebt habe ich auch und ich bin nach einiger Zeit auch wieder aufgestanden. Aber kämpfen hätte ich nicht gekonnt. Höchstens mit den Tränen.

Drei Tage später ist der Status wie folgt: Ich habe Prellungen, ein paar durchgesiffte Pflaster am Arm und Blutergüsse an Arsch und Beinen. Schmerz ist allgegenwärtig. Sogar wenn ich einfach nur auf dem Sofa liege. Vielleicht liegt es an mir oder daran dass die Jungs in den Filmen nie auf Sofas liegen, aber irgendwie passt das alles nicht zusammen.

Was haben ein Schiebeschlitten und das Fränkische Freilandmuseum gemeinsam?

Das war ein Wochenende nach meinem Geschmack wir hatten keine Termine, das für eine gewisse Grundentspanntheit gesorgt. Am Samstag hat die Chefin den Garten langsam auf den Winter vorbereitet, ich habe mich in der Werkstatt rumgetrieben. Endergebnis: ein rudimentärer Schiebeschlitten für die Tischkreissäge.

Mit dem Schiebeschlitten kann man saubere 90 ° Schnitte machen, also ziemlich genau 90 °, bei mir fehlen auf 50 cm 0,2 mm für einen rechten Winkel, das ist ein hinnehmbarer Wert. Wie man so einen Schiebeschlitten richtig einstellt erfährt man hier und hier die Theorie dazu. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen und ich war so begeistert dass ich gleich noch ein Regal für die Holzreste zusammen gebaut habe. Diese Woche erweitere ich den Schiebeschlitten noch um eine T-Nut Schiene und ein Maßband. So einen Schiebeschlitten wollte ich schon ewig. Jetzt habe ich ihn. Einsatz, gut 15 € Material und 2 Stunden Arbeit. Top.

Am Sonntag haben wir lang geschlafen, spät gefrühstückt und sind dann spontan nach Bad Windsheim ins Fränkische Freilandmuseum. Das war eine spitzen Idee. Das Fränkische Freilandmuseum kann ich nur jeden halbwegs heimatverbundenen Franken ans Herz legen. Auf dem Heimweg sind wir dann noch in einem Landgasthaus eingekehrt und haben Karpfen gegessen. Mein Karpfen war so groß dass ich ihn nicht geschafft habe, das ist mir auch noch nicht passiert. In diese Ecke wollen wir jetzt öfter mal, sind ja von uns nur gut 50 km und über die Süd-West-Tangente auch super zu erreichen.

Corona mit uns #25

Was seit April besser geworden ist, ist dass man sich privat wieder mit Menschen treffen kann. An der Sache mit dem Homeoffice hat sich aber nichts geändert. Damit ich während der Woche daheim unterm Dach nicht komplett versauere gibt es jetzt Gegenmaßnahmen:

  • Mittags geht es jetzt fast immer raus. Entweder in die Stadt oder zum Baumarkt oder zu irgendeinen Arzt. Hautsache ist eine Mittagspause zu machen und bestenfalls dabei nicht daheim zu sein.
  • Letzte Woche habe ich mich mal mit dem Kollegen J in Gostenhof mittags zum Döneressen getroffen. Das war schön! Und das wollen wir auch wieder machen.
  • Ab Ende Oktober gibt es einmal die Woche Rückenschule

Danach wäre ich dann eigentlich wieder reif für ein Büro. Büro mit Kaffeemaschine und anderen Menschen.

Bosch PLR 15 DIY, Ade!

Mein Bosch PLR 15 DIY ist kaputt. Die Rettungsversuche haben leider nicht geholfen, sondern ihn noch kaputter gemacht. Das ist erst mal schlimm für mich weil ich ihn bei unserer nächsten Baustelle voll brauche, aber auch schlimm für das Kind 2, weil so ein Laser-Entfernungsmesser ja auch irgendwie ein spitzen Universal-Star-Wars-Spielzeug ist.

Der Bosch PLR 15 DIY hat in den letzten 4 oder 5 Jahren gute Dienste geleistet und war damals auch nicht wirklich teuer. Deshalb hab ich gestern Abend auch erst mal geschluckt, als ich gesehen habe dass der Nachfolger Bosch Zamo 3 gut 50 € kostet. Das ist zu viel. Auf der Suche nach Alternativen bin ich jetzt bei einem DTAPE DT100 gelandet (100 steht für 100 m Reichweite), den gäbe es auch noch als DTAPE DT50 mit 50 m Reichweite, aber 100 ist mehr als 50 – und viel hilft bekanntlich viel. In den Kundenrezensionen schneidet das Gerät super ab, da darf man gespannt sein.

Das sinnvolle Bierkasten-Addon

Auf fast jeder Baustelle braucht man einen leeren Getränkekasten. Man kann sich drauf stellen wenn man was an der Decke machen muss oder man stellt etwas drauf damit man leichter ran kommt. Als Getränkekasten hat sich bei uns ein alter Elchbräu Bierkasten etabliert. Er war vor Jahren ein Geschenk, unser Getränkemarkt nimmt ihn nicht an, also ist er da und macht sich seitdem nützlich.

Gestern habe ich ihn gepimpt und einen Deckel verpasst. Das macht ihn gleich viel ansehnlicher – und noch ein Stück multifunktionaler. Man könnte jetzt tatsächlich unten Getränke rein stellen und sich selbst oben drauf. Eine spitzen Erweiterung. So einen Deckel kann man natürlich kaufen, man kann ihn aber auch aus Restholz selbst bauen.

Eigentlich ist an dem Deckel nicht viel dran. Unten wurden ein paar Leisten so angebracht dass man ihn in den Kasten klemmen kann und die Kanten sind mit einem Fräser abgerundet. Final – und da hat dann sogar die Chefin geschaut – hab ich alles geschliffen und eingeölt. Eigentlich ist er jetzt viel zu schön für das Baustellengeschäft.

Shelly UNI

So ein Shelly UNI könnte eine gute Basis für die Temperaturüberwachung im Gartenhaus sein. Man kann drei DS18B20 oder einen DHT22 anschließen und hätte sogar noch zwei Ausgänge mit denen man Relais schalten könnte. Ich würde die drei DS18B20 anschließen, einen im Gartenhaus 1 verbauen, einen im #GartenhausZwei und einen außen. Mal so als grundlegende Idee.

Die DS18B20 werden ja über 1-Wire-Bus angeschlossen, das heißt man könnte auch die Kabelstrecken recht einfach realisieren. Meine liebste Lösung wäre allerdings wenn man einen Sonoff CH4 so pimpen könnte, dass man statt Relais zu schalten die GPIOs umfunktionieren könnte. Dann hätte man gleich ein schönes Gehäuse sammt Spannungsversorgung. Das ist ein schönes Projekt!

Wir sind Steuer – 2019

Boa, das ging aber schnell! Gut ein Monat und eine Woche hat die Bearbeitung der Steuer heuer gedauert. Da kann man nicht meckern. Was mir aber keine Ruhe lässt ist folgendes: Wenn jemand, der keine Ahnung von Steuern hat, mit Hilfe eines Programms halbwegs halbautomatisch die Steuer machen kann und er sich dabei nur um 10,55 € verrechnet, dann müsste es doch eigentlich auch machbar sein die Steuerberechnung komplett automatisiert berechnen zu lassen, oder? Naja egal, jetzt ist jedenfalls die Chefin dran und muss sich überlegen wie wir die Kohle wieder verbraten.

Abschied auf Raten #5

Heute ist mein erster Tag in meiner neuer Abteilung. Ich bin nicht aufgeregt sondern sitze unterm Dach wie die letzten Monate auch. Neu sind die beiden Monitore, die waren immer im Büro in IN, jetzt stehen sie hier und passen gerade so auf den Schreibtisch. Ich dachte mir es ist wichtig dass man sieht dass da was anders ist. Ich war heute morgen schon laufen und jetzt warte ich bis es endlich richtig losgeht.

Sokoban in real life

Gestern habe ich einen Erdhaufen versetzt, von hinterm #GartenhausZwei vor das Haus. Das war ziemlich anstrengend, dient aber dem höheren Ziel. Der neue Erdhaufen ist jetzt auf einem Schacht vor dem Haus, den wir am Wochenende gefunden haben. Ja, wir haben einen Schacht gefunden! Ich hatte gehofft dass der Schacht der Eingang zu einem geheimen Raum mit einem Schatz ist. Pech gehabt. Der Schwager sagt dass es sich um einen Revisionsschacht vom Hausanschluss handelt. Das ist natürlich auch gut, aber ein Schatz wäre schon besser gewesen.

Heute wird hinterm #GartenhausZwei ein Loch gegraben und der Aushub von dem Loch kommt da hin wo der alte Erdhaufen war. Man spricht dabei von einem Erdhaufenrotationsprinzip, das ist was ganz Spezielles, ist aber auch Teil vom höheren Ziel. Die Sache ist nämlich die, wenn man von außen auf unser baustellengeschwängertes Anwesen schaut, dann sieht man erst mal nur viele kleine Einzelbaustellen, Spötter sprechen sprechen sogar von einer Dauerbaustelle, es gibt aber einen Masterplan, aka das höhere Ziel. Das ist kompliziert und langwierig, aber wir kommen momentan echt gut voran.