
Man sagt uns ja nach den halben Urlaub zu verschlafen, dieses Mal hatte die Chefin aber eine Frühschicht mit eingeplant, nämlich eine Sonnenaufgangswanderung und zwar nicht irgendwo, sondern an einem der höchsten Berge von Madeira. Wir mussten schon um kurz vor Fünf Uhr (!) aufstehen, zum Busbahnhof laufen und sind von dort aus auf den Pico do Arieiro gefahren. Im Dunkeln sind wir dann noch zu einer Aussichtsplattform gewandert und haben gewartet.
Dort oben war es ungefähr 20 Grad kälter als unten in der Stadt und es hat ein Wind geweht, Hechtsuppe hoch 10 im Quadrat, Donnerwetter! Klar im Nachteil, wer keine Winterklamotten dabei hatte. Zwischen ein paar Büschen haben wir zusammengekauert gewartet, bis diese Sonne endlich aufging. Kurz vor Sonnenaufgang ist ein Wind samt Wolken über das Areal gezogen, wie ich es noch nicht erlebt hab, ungefähr wie bei The Fog – Nebel des Grauens, nur ohne Grauen.
Vom Sonnenaufgang haben wir dann zwar recht wenig gesehen, aber dafür ein Nebelnaturschauspiel der Superlative aus Wolken, Wind und Sonnenstrahlen. Später sind wir dann noch einen Trail über den The Stairway to Heaven gegangen, das war schon aller erste Sahne, aber auch ganz schön anstrengend, so ungefähr 280 Höhenmeter anstrengend.
Ich kann jetzt auch gut verstehen warum man für einige Trails auf Madeira Eintritt bezahlen muss: als wir da oben am Berg auf die Sonne gewartet haben, ging es da zu wie an einem schönen Sonntag beim Walberla-Fest. So viele Menschen und so viele Drohnen, Wahnsinn! Da hat Instagramm echt viel Schaden verursacht. Nichtsdestotrotz, war die Wanderung ein echtes Highlight!









