Heimautomatisierung, Tag 6

Ein Kollege hat einen Link auf ein kleines Video bei Youtube verteilt: Kleiner Hardwarehack – HomeMatic HM-Sec-Sc – ein kleines Video mit Nachbrenner ist das, ein Einstiegspunkt in eine ganz neue Heimautomatisierungsdimension. Und diese neue Dimension schaut in unserem Haus grob skizziert so aus wie unten in dem Bild. Und damit erfolgte auch der Aufschlag beim Conrad.

Der Verkäufer hat etwas geschaut, das Gesicht verzogen, dann im Katalog gesucht und ein kleines Bauteil geholt, ein orangefarbenes Wechselspannungs-Relais, das dem entspricht was in der Skizze rot markiert ist. Und damit wurde dann nach dem Prinzip aus dem Video die Haustürklingel gepimpt:

Wenn jetzt jemand die Klingel drückt, dann erkennt FHEM das. Dann noch eine Zeile Code und schon wird ein Foto vom Eingang geschossen. Das ist sowas von smart, das ist ein Use-Case, da erkennt jede Frau sofort Mehrwert. Heute ein Hausautomatisierungskönig.

Heimautomatisierung, Tag 5

Wir ziehen los mit ganz großen Schritten… Es ist viel passiert übers Wochenende:
Die Schwarzgeldkasse wurde geplündert sodass jetzt alle relevanten Türen und Fenster mit Sensoren versehen werden konnten. Mit dem Kind2 zusammen wurden die auch gleich angebracht, angelernt und sauber benamt. Das Kind2 scheint Heimautomatisierung zu mögen.
Als nächstes wurden die Sensoren in FHEM gruppiert. Jetzt kann man auf einen Blick den Status aller Dachfenster und dann noch den der Fenster und Türen im EG sehen. Allerdings noch mit relativ geringen WAF. Der wird nachhaltig steigen wenn das FHEM Tablet UI läuft. Parallel dazu wurde die alte Funktsteckdose am Aquarium durch eine Homematic Steckdose ersetzt. Und das läuft auch schon. Wir sind also produktiv, vor Kunde sozusagen. Das ist wichtig für die Psyche!
Die nächsten Schritte sind entscheidend. Es geht um den WAF, der muss gesteigert werden. Die Chefin muss das Gefühl haben dass das was ihr lieber Mann macht, auch sinnvoll ist – und auch ihr was nützt. Heißt übersetzt, ein Tablet mit FHEM Tablet UI in der Küche und eine Telegram-Anbindung fürs Handy, weil wenn es so ausschaut wie Whatsapp dann muss es auch gut sein.

Heimautomatisierung, Tag 4


Eine überraschende Nachtschicht, die Chefin ist viel zu früh ins Bett, also wurde der Homematic-Adapter in Betrieb genommen. Die Anleitung hier war sehr genau, deshalb an dieser Stelle nur ein paar Details, die erwähnenswert sind:

  • attr HMLANGW hmId 123123 legt die hmId fest. Jetzt stellt sich natürlich die Frage welchen Wert man ihr geben soll bzw. wo man den her kriegt. Man kann ihn bei einer frischen Installation willkürlich festlegen oder übernimmt einfach die „123123“.
  • sudo apt-get install libc6-i386 lib32stdc++6 braucht man für das Firmware-Update. i386-Libs gibt es auf einem ARM System nicht, da reicht ein sudo apt-get install libc6.
  • LD_LIBRARY_PATH=../lib:../../RFD/lib ./eq3configcmd update-lgw-firmware -u ../../../../firmware/hm-lgw-o-tw-w-eu_update.eq3 -console -l 1 -s NEQ456789 -k 'password' kopiert man sich am besten in einen Editor und passt es an. Das „NEQ456789“ muss man durch den Namen des eigenen Interfaces ersetzen. Den holt man am einfachsten aus Netzwerkteilnehmerübersicht in der Fritzbox.
  • Vor dem sudo reboot sollte man unbedingt mal „Save config“ drücken. Das ist ein Pro-Tipp!

Das war es dann auch schon. Und man kann damit beginnen die Sensoren und Aktoren anzulernen. Dazu muss man den Adapter in den Anlernmodus versetzen, das macht man mit set HMLANGW hmPairForSec 120. Danach muss man dann bei den einzelnen Geräten die entsprechenden Anlernknöpfe drücken und Hex Hex ist alles in FHEM zu sehen und kann verwendet werden. An dieser Stelle nochmal ein cooler Tipp: Wenn man die Konfiguration mit „Save config“ speichert, dann hat man sie auch nach dem nächsten Neustart wieder.
Das liest sich jetzt alles recht kompliziert, geht aber recht geschmeidig von der Hand. Als nächstes werden den Komponenten sprechende Namen gegeben und dann kann man auch schon eine Übersichtsseite machen, damit das besser ausschaut. Läuft alles erstaunlich gut, besser als gedacht.

Heimautomatisierung, Tag 3

Gestern wurde der Raspberry 3 in Form gebracht. Wie das geht ist hier ganz gut beschrieben. Zusammengefasst muss man das Betriebssystem auf die SD-Karte installieren, ein paar Einstellungen vornehmen, alles aktualisieren und dann halt FHEM noch installieren. Interessant, für den den es interessiert, ist folgendes Detail: Man installiert FHEM via apt-get und eigener Paket-Quelle in sources.list und haut die Quelle danach dort wieder raus, weil man FHEM dann selbstständig aktualisiert.
Bis zum Wochenende ist jetzt erst mal Ruhe. Danach muss man das Homematic Interface mit FHEM zum Laufen bringen. Wie das geht ist hier beschrieben. Und dann geht es richtig los, Komponenten anlernen und abfragen und die Steckdose schalten. Wenn das dann auch geht, dann geht es noch richtiger los, weil dann werden die ersten Fensterkontakte im Haus verbaut. „Hacks go smart home“ oder „Hack’s home goes smart“? Egal, Hauptsache schön smart.

Heimautomatisierung, Tag 2

Der Weg in die Heimautomatisierung führt zu aller erst mal Richtung Hardware-Anschaffung. Die Hardware braucht man um Sensoren auszuwerten und Aktoren anzusteuern, denn das ist es ja was man bei der Heimautomatisierung macht, schauen ob z.B. die Fenster geschlossen sind oder die Temperatur in einen bestimmten Bereich ist und dann irgendwas zu schalten.
In Nürnberg hat man es da einfach, man hat nämlich den Conrad. Da gibt es alles was man braucht. Und was der nicht hat, das kann man bei ELV bestellen, wie z.B. einen Sensor, der überprüft ob jemand die Klingel gedrückt hat. Das ist praktisch, Donnerwetter ist das praktisch!
Zusammengefasst schaut der Status am Tag 2 wie folgt aus: die Hardware Basis ist da, jetzt kann es losgehen (aber natürlich so dass das Familienleben nicht darunter leitet – selbstredend).

Ich löse

Seit mir die Chefin letztes Jahr die finanzielle Grundlage für die Gartenbewässerung entzogen hat, ist nicht viel passiert. Gut, weltpolitisch vielleicht schon, aber bewässerungstechnisch jedenfalls nicht. Jetzt ist es aber so dass der Termin, an dem die Terrassenüberdachung kommt, näher rückt und damit auch der Zeitpunkt an dem den Monteuren gesagt werden muss wo das Abwasserrohr für selbige hin soll. Bewässerungsbedingte Schlaflosigkeit seit Wochen, ein ekelhaftes Thema.
Jetzt war ich schon kurz davor gestern morgen doch eine Zisterne zu bestellen. 2000 l für ungefähr 800 €. Ruhe (Loch graben exklusive). Ein latenter Anfall von Umweltaktionismus im häuslichen Raum zur Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität. Eine Verzweiflungstat im klassischen Sinn. On top für 800 € schlechtes Gewissen, als Sahnehäubchen.
Das passt nicht. Eine gekaufte Lösung, ohne eigenen Charme. Und dann um 21:34 Uhr die zündende Idee (Synapsenfutter hier)! Eine kleine Regentonne mit Tauchpumpe, die das Wasser in einen IBC-Container pumpt. Und der kann irgendwo irgendwie hinters Gartenhaus gestellt werden. Dort angeschlossen ein Hauswasserwerk und damit verbunden auch etwas Luxus. Und das beste daran, es ist alles schon da, nix muss gekauft werden. Eine maßgeschneiderte Sonderlösung für eine individualisierte Standarddoppelhaushälfte im Nürnberger Westen. Das war eine harte Nuss.

Spidergawd im Club Stereo – das Konzert des Jahres heuer schon im März


Gestern Nachmittag war ich mir noch ziemlich sicher dass wir die Terrassenüberdachung zu klein geplant haben und war kurz davor beim Lieferanten anzurufen und umzubestellen. Seit gestern Abend ist aber klar, dass man darunter locker eine Bühne samt Spidergawd und einer Hand voll Fans unterbringen könnte. Soviel zu diesen Dimensionen.
Jetzt zu den Dimensionen von Spidergawd: In Hamburg beschreiben sie es als Energie-Exzess, der Sinne wie Ohren betäubt und recht haben sie und das dann in einer Location wie dem Club Stereo, die wie dafür gemacht ist. Das dürfte das Konzert des Jahres gewesen sein. Viel besser geht wahrscheinlich nicht.
Und nicht zu vergessen, die Vorband Woodland hat dazu gepasst wie die Faust aufs Auge. Top! Von diesem Abend werden wir unseren Enkeln noch erzählen und werden feuchte Augen bekommen, oder Windeln, jedenfalls feucht.

Das Fixer-Kit unter den Fahrradreparatur-Sets


Heute musste das neue Rücklicht an das Rad im oberbayerischen Niemandsland geschraubt werden. Eigentlich keine große Sache, aber man muss das Werkzeug ja 96 km mit schleppen. Da muss man planen. Sauber planen. Anderer Anschluss, andere Anschlussposition, heißt Kabelführung ändern, heißt Kabelbinder und Seitenschneider, Schraubenschlüssel und Schraubenzieher. Und sicherheitshalber WD-40. WD-40 braucht man immer. So, jetzt sind wir wieder Nachtstartklar und warten ab was diese oberbayerischen Kackbratzen als nächstes gebrauchen können.

News+ – –

News+ ist schon eine ganze Weile mein bevorzugter News-Reader und als das Teil dann noch einen 2-Wege-Sync bekommen hat, war das dann das Sahnehäubchen. Warum der Entwickler diese spitzen App nicht mehr weiter entwickelt ist nicht verständlich, schade und ärgerlich obendrein weil man damals ja in die Pro-Version investiert hat. Spätestens für Android 7 wäre ein Update bitter nötig, weil da aus irgendeinen Grund der heiß geliebte 2-Wege-Sync nicht mehr richtig funktioniert.
Wenn man sich nach Alternativen umschaut, dann muss man nicht lange suchen, weil der Entwickler von Tiny Tiny RSS, also dem Backend-Programm, jetzt einfach selbst eine App geschrieben hat. Die App funktioniert auf den ersten Blick ganz gut und die knapp 4 €, die er nach der Testphase dafür verlangt, werden verschmerzbar sein.
Jetzt muss man aber die Sache mal etwas genereller betrachten: Da gibt es eine funktionierende Lösung für eine Sache und obendrein sogar einen Bedarf dafür. Dann den willkürlichen Entschluss diese Lösung einfach links liegen zu lassen, obwohl es den Bedarf ja nach wie vor noch gibt und dann muss aus der Not heraus eine neue Lösung gefunden werden. Ein absolut unnötiger Vorgang. Verschwendung von Ressourcen. Das muss doch nicht sein. Und das passiert überall in dem SW-Business. Man muss sich nur mal die Entwicklung neuer Linux Distributionen anschauen, jede Woche gibt es da eine neue Distribution mit neuer bunter Oberfläche aber mit den ansonsten gleichen oft halbgaren oder schrottigen Programmen. Und statt sich hin zu setzen und z.B. einen einigermaßen brauchbaren PIM für Linux zu entwicklen, versaubeuteln Horden von Entwicklern ihre Zeit lieber mit neuen Desktops, die keiner professionell nutzen will weil die brauchbaren Programme fehlen. Eigentlich muss man doch froh sein dass das mittlerweile auch die Konzerne gemerkt haben und für ihre Programme Online-Versionen aus dem Hut zaubern – für die wir dann im Abo bezahlen. Das kann doch nicht der richtige Weg sein!