Wegen der Gesundheit

Wenn man zu dieser Jahreszeit im Norden unterwegs ist, dann findet man auf fast jeder Speisekarte Grünkohl. Der gemeine Franke kennt keinen Grünkohl, wird aber von Farbe, Konsistenz und Beilage magisch angezogen.
Grünkohl ist grün, etwas schmutziger grün als Spinat und dunkler als Wirsing aber von der Konsistenz her ähnlich. Und grüner Brei ist per Definition gesund! Wesentlicher als der gesundheitliche Aspekt ist die Tatsache dass man ihn nicht blank isst, sondern in Kombination mit Wurst oder Fleisch und das macht beides satt. Eine sättigende und obendrein gesunde Mahlzeit also, was will man mehr? Einzig offen ist, warum es der Grünkohl nie bis in unsere Gefilde geschafft hat, verdient hätte er es!

Gasverbrauch in Relation zur Außentemperatur erfassen – ein grober Plan

Mittlerweile hat sich das mit der Feinjustierung der Heizung ganz gut eingependelt. Es ist zumindest immer warm und die Chefin hat noch nichts zu bemängeln gehabt. Gefühlt ist es allerdings so dass wir diesen Zustand der Glückseligkeit mit einem zu hohen Gasverbrauch bezahlen.
Damit dieses ungute Gefühl der Verschwendung einer Sicherheit des lokalen Optimums weicht, wird gerade jeden Abend der Gaszählerstand kontrolliert und notiert – mit einem alten Kuli auf einem Stück Papier, dazu die derzeitige Außentemperatur. Da schlägt natürlich jeder – auch nur halbwegs anständige – Informatiker die Hände über den Kopf zusammen. Das ist keine Basis für eine gescheite Aussage, das ist ein Witz!
Abhilfe ist in der Angelegenheit allerdings relativ einfach und vor allem günstig zu bewerkstelligen und zwar in Form von einem Reed-Relais auf den Gaszähler gepappt, in Kombination mit einem lächerlich günstigen ESP8266-Chip. Und wie es der Zufall will hat das Problem schon jemand anders mal gehabt und es sauber dokumentiert. Wir laufen einem lokalen Optimum entgegen.

Fertig mit dem Serverzeugs

Nach gut 4 Wochen Server-Umzugsdruck ist dieses Wochenende der 2. Teil endlich fertig geworden. Der weitaus intensivere Part war es zwar den Seafile-Server heim zu holen, aber auch so ein Webseitenumzug hält einen Sack voll Knobelaufgaben bereit. Der Plan war, Freitag Backups, Samstag Umzug und heute dann noch die Feinarbeiten. Und Stand jetzt scheint alles zu funktionieren. Gott sei Dank.
Dabei hat sich unter der Haube auch noch viel getan: von einer fetten Plesk-Installation wurde wieder auf eine pure Linux-Installation gewechselt. Ein harter Schritt, aber Plesk ist irgendwie zu groß für diese Seite – man weiß nie was genau im Hintergrund im System tatsächlich konfiguriert wird. Und dann noch das längst fällige Update auf PHP7, da steckt der Teufel im Detail, man hangelt sich von Fehlermeldung zu Fehlermeldung und schaut was genau da in PHP 7 jetzt anders ist als in PHP 5 und fixt so die teils 7 Jahre alten Skripte. Falls noch was nicht passt, dann wird es diese Woche einfach passend gemacht. Das ist ganz cool, Februar ist so ein richtig geekiger Linux-Monat.

Es ist wieder warm – Vaillant sei Dank!

Die Heizung ist drin und läuft seit gestern ohne Probleme – am Ende war das nochmal ein ganz schöner Akt! In den nächsten Tagen folgt jetzt das Einfahren. Gestern haben wir das Gerät zwar grob konfiguriert, die Ein- und Ausschaltzeiten, Temperaturen usw, eingestellt, jetzt muss man in den nächsten Tagen schauen ob sich die Einstellungen bewähren.
Damit man die Wirkung der neuen Heizung besser bewerten kann, bleibt der Kachelofen die nächsten Tage erst mal aus. Macht Sinn, ist aber ungewohnt. Heute hat man schon gemerkt dass die Heizkörper, die uns beim Umbau vor 10 Jahren im Weg waren, jetzt fehlen, zumindest im Esszimmer. Mal schauen ob man das mit der Anhebung der Heiztemperatur in den Griff bekommt. Spannend, sehr spannend.

4 Zeilen Sicherheit

Die hausgemachte Sicherheit von btrfs kostet gerade mal 4 Zeilen Code, die in ein Skript gebaut machen es einem schon leicht ein Update abzusichern…

#altes Backup loeschen
sudo btrfs sub del /.snapshots/OLDSTABLE/
#aktuelles Backups sichern
sudo mv /.snapshots/STABLE/ /.snapshots/OLDSTABLE
#neues Backup erstellen
sudo btrfs sub snap / /.snapshots/STABLE
# Backups ins Boot-Menue uebernehmen
sudo update-grub

Auf den Server bin ich schon ziemlich stolz…

Natürlich war das geplant!

Auf den ersten Blick könnte man ja meinen dass ein Heizungstausch in der kältesten Woche des Jahres etwas unüberlegt ist. Aber das Datum war tatsächlich von langer Hand plant, man muss ja nicht nur Handwerkertermine mit den eigenen unter einen Hut bringen, sondern z.B. auch noch Fördermittel beantragen. Irgendwann sind wir halt KW6 gelandet und da sind wir jetzt.
Dieser kleine Ausflug in nordkoreanische Winterverhältnisse ist schon was ganz besonderes. Ein Haus das langsam auskühlt, obwohl der Holzofen rund um die Uhr beschürt wird, dicke Socken an den Füßen und ein alter Heizlüfter, der gerade seinen 2. Frühling erlebt. An dieser Stelle noch ein absoluter Pro-Tipp: Wer beim Haarewaschen mit einem Wasserkocher experimentiert, der sollte im Hinterkopf behalten dass das Wasser aus dem Wasserkocher mit unter etwas heißer ist, als das aus der Leitung. Schon allein diese Erkenntnis egalisiert die momentanen Umstände.

Den Erfolg einer Maßnahme muss man herzeigen können


Gestern habe ich mir beim Laufen überlegt dass es ja klasse wäre wenn man sehen könnte wie oft der Backupserver tatsächlich läuft. Irgendwie eine Überwachung indem man ihn regelmäßig anpingt würde da ja ausreichen. Nach etwas hin und her überlegen bin ich dann auf FHEM Presence gekommen und wie es der Zufall so will hat die Idee tatsächlich schon mal jemand vor mir gehabt.

Die Backup-Strategie Teil 11

Der Server läuft jetzt seit einer Woche ohne zu murren, Zeit für ein erstes Zwischenfazit und das Zwischenfazit ist, dass es nichts zu murren gibt, top! Also fast nichts, zumindest nicht wirklich. Es ist nämlich so dass ich in einem Umfeld Unix-technisch sozialisiert wurde, wo ein Unix- oder Linux-Rechner noch klassisch betrieben wurde, nämlich im Dauerbetrieb. Deshalb läuft auch mein Backupserver im Dauerbetrieb weil ein Server ja jederzeit serven soll.
Jetzt ist es aber so dass ich, im Ansatz zumindest, ein verkappter Öko bin. Deshalb habe ich mir gedacht, man könnte die Betriebszeiten irgendwie beschränken, so Strom sparen und letztendlich was für die Umwelt tun. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Betriebszeiten festlegen: der Server läuft z.B. täglich nur von 5:00 bis 23:00 Uhr. Das ist die Holzhammermethode und so würde jeden Tag 1/4 Energie sparen.
  • Noch besser wäre natürlich wenn der Server nur laufen würde wenn man ihn tatsächlich braucht. Die Idee ist dass man den Server einschaltet wenn man ihn braucht und er sich dann wieder ausschaltet wenn er nicht mehr gebraucht wird. Damit würde man den Stromverbrauch maximal auf ein Minimum reduzieren!


Wie man den Server bei Nicht-Bedarf ausschaltet ist hier beschrieben – ein dickes Brett. Man kann den Standby aber auch einfach in der GUI einschalten. Wenn man dann noch Wake on Lan in Systemd konfiguriert, kann man den Rechner recht leicht übers Netzwerk starten ohne vor Ort zu sein, man braucht dazu nur etherwake. Den Aufruf bindet man noch in den Chat-Bot ein und fertig ist der Lack und man spielt ökologisch wieder in der ersten Liga.
[Update] Für etherwake benötigt man root-Rechte. Damit fhem bzw. der Chat-Bot es ausführen kann, muss man die /etc/sudoers um einen Eintrag erweitern: fhem ALL = NOPASSWD: /usr/sbin/etherwake

Kommando Kellerratte

Wir schieben es schon zu lange vor uns her und heute war es nun so weit, letzte Chance: Der Keller muss aufgeräumt werden. MUSS! Gestern wurde die neue Heizung geliefert, am Montag früh kommt der Heizungsbauer und der braucht Platz um sie einzubauen. Also heute den Müll der letzten Jahre durchforstet, weggeschmissen, umsortiert und neu gestapelt. Jetzt ist Platz. Jetzt kann es losgehen.
Dass der Keller immer noch größtenteils so ausschaut, wie damals als wir das Haus gekauft haben, ist nur dem Umstand geschuldet dass wir die Nummer mit der Heizung seit bald 10 Jahren immer wieder hinten anstellen. Und erst wenn die neuen Rohre verlegt sind, macht es Sinn mit dem Kellerschönifying anzufangen. So, 2018 ist es so weit, Welcome Kommando Kellerratte.

Ab in den Keller

Die Chefin ist ja immer der Meinung dass ich Trennungsangst habe, aber im Fall vom Mac Mini ist das was anderes. Das ist ein solides Stück Technik, das seit fast 11 Jahren – und damit länger als die Kinder – da ist. Und den wirft man nicht einfach so weg, das wäre quatsch. Aber auf dem Schreibtisch sind seine Tage jetzt gezählt. Das macht keinen Sinn mehr.