Die KW29 war ja maßgeblich von der OP und dem Krankenhausaufenthalt vom Kind 1 geprägt, da hat es ganz gut gepasst dass das Kind 2 letzte Woche Geburtstag hatte und es damit dann ganz natürlich in den Fokus gerückt ist.
Ein Kindergeburtstag während der Woche bedeutet automatisch eine Feier mehr: also Montag Video-Abend zu viert, dazu Pizza. Das Kind maximal begeistert, ein Video-Abend ohne Wochenende! Freitag dann Planschbecken-Kindergeburtstag, wieder mit Pizza und dazu noch mehr LEGO – der zweite „Beste Geburtstag ever!“ innerhalb einer Woche. Die Familienfeier am Sonntag war da eigentlich nur noch ein Pflichtprogramm, das es zu absolvieren galt, flankiert mit noch mehr LEGO.
Man muss neidvoll anerkennen, dass das Kind 2 das Maximale aus seinem noch beschränkten Weltbild herausgeholt hat: Essen – Pizza, Geschenke – LEGO, Garten – Planschbecken, Abends – Video. Perfekte Welt, geht manchmal ganz einfach!
Kennzahlen lassen sich einfacher kontrollieren als Gefühle
Das Kind 1 ist seit Samstag aus dem Krankenhaus und muss jetzt wieder bewegungstechnisch „hochgefahren“ werden. Es ist bemüht und läuft trotz Schmerzen – gefühlt allerdings zu wenig. Damit man sich bei so einer wichtigen Sache nicht ausschließlich auf Gefühle verlassen muss, hat es seit gestern ein Fitnessarmband. Jetzt kann man Abend schön kontrollieren wie viele Schritte es tagsüber waren und bei Bedarf noch einen Abendspaziergang einlegen. Ein famoser Plan! In ein paar Wochen wird das Kind 1 das elterliche Engagement zu schätzen wissen, bis dahin ist das Erziehung und die macht selten Spass.
Wumms again

In der Sache Hack ./. Erdkruste hatte die Erdkruste in den letzten Wochen ganz klar die Nase vorne und ihr Gegner, spätestens seit der abgebrochene Meißel das Loch blockierte, die Nase ziemlich voll. Heute schaut die Welt schon wieder ganz anders aus! Am Montag Abend war Magnetangeln angesagt um so die Überreste des Meißels aus dem Loch zu kriegen. Das hat überraschend gut gekappt! Seit Dienstag wurde sich dann um den Ausbau der Gerätschaften gekümmert.
Könnte so ein Bohrloch blöd schauen, dann hätte es das Samstag gegen 10:00 Uhr gemacht. Denn spätestens seit der neue Fallmeißel mit seinen 30 kg das erste mal in das Loch gedonnert ist, ist Schluss mit der Bohrlochblockade. 8 cm in einer Stunde sind eine klare Ansage. 8 CM, FUCKER!
PLA ist nichts für die Spühlmaschine

Im Bild oben kann man sehen was passiert wenn man ein mit PLA gedrucktes Teil in die Spülmaschine gibt. Mir war das klar, der Spühlmaschinenbestückerin nicht. PLA ist nämlich nur bis ca. 60-70 Grad temperaturbeständig. Wie geht es jetzt weiter? Eigentlich ganz einfach man druckt das Teil nochmal mit PETG. Dazu muss man aber die Druckeinstellungen verändern, das ist eine schöne Aufgabe für einen Nicht-Sommer-Tag. Zum Vergleich, hier nochmal das Werkstück vor der Säuberungsoffensive:

Ein neuer Mitspieler
Das mit dem Alter ist ja nicht nur schlecht. Manchmal ist es sogar richtig gut, z.B. wenn es darum geht zusammengeschissen zu werden. Wenn man klein ist dann wird man zusammengeschissen, wenn das Zimmer nicht sauber ist, Hausaufgaben oder Noten nicht passen, beim Bund darf einen der Ufz nach Lust und Laune zusammenfalten und in der Ausbildung der Meister und die Gesellen. Aber irgendwann hat man sich – zumindest als Kerl – aus diesem Zusammenscheisssumpf heraus gealtert und lebt nur noch in regelmäßiger Angst vor den Stimmungsschwankungen der Gattin. Ein nahezu perfekter Zustand, zumindest für mich, zumindest bis Dienstag. Seit Dienstag gibt es nämlich einen neuen Mitspieler und zwar den HNO-Arzt.
Eigentlich sollte das gar keine große Sache sein, das Piepsen im Ohr wird wieder lauter, gehst halt mal zu HNO-Artz. Der schaut in eine Akte und fragt warum ich jetzt erst komme, ich hätte doch schon vor 16 Wochen zur Kontrolle erscheinen sollen! Und dann redet sich der gute Mann Rage und faltet mich in bester Bundeswehrmanier zusammen. Schön zu sehen dass man für den Arzt mehr ist als nur eine Diagnose und ein Rezept.
Reflektion der Situation
Gott sei Dank ist heute Sonntag. Der Sonntag ist der heilige Tag der Brunnenbauer, da wird nicht gegraben. Bodenständige Brunnenbauer gehen da wahrscheinlich in die Kirche, danach zum Frühschoppen, dann heim und Rausch ausschlafen. Teilzeitbrunnenbauer mit informationstechnischen Hintergrund nutzen die Zeit zur inneren Einkehr.
Und je länger man innerlich einkehrt, desto einfacher ist die Sache eigentlich: wenn ich die Woche einen Magneten her bekomme, dann hat Loch 3 eine reelle Chance. Falls nicht dann gibt es 2 m weiter ein Loch 4 – und das nächste Gartenhaus wird kein Brunnenhaus sondern ein Gewächshaus.
Loch Nr. 4?

Heute war ein rabenschwarzer Tag für die Hack’sche Tiefbau-Unternehmung. Und dabei hatte alles so gut angefangen, gleich früh raus und eine Runde gerannt, bei der Tiefgaragenbaustelle um die Ecke den Aushubstatus überprüft und dabei unterhalb der grauen Schicht eindeutig sandigen Schotter entdeckt! Nach dem Frühstück voller Elan einen Meißel an ein Stück Stahlrohr geschweißt und diesen diy Rammmeißel in bester Thor Manier in das Loch gedonnert. Bumm! Hoch gezogen und nochmal Bumm. Bumm, Bumm, Bumm! Siegessicher das Gerät aus dem Bohrloch gezogen, ist da kein Meißel mehr dran. Ein 20 cm langer Meißel verkeilt in einem 12 cm breiten Loch, das ist nicht gut. Das ist das Ende von Loch 3. Ausgeschissen bei 4,60 m.
Hallo ich bin der Christian und habe ein 4,60 m tiefes Loch im Garten. Was machst du damit? Auf Metall stoßen, Bumm!
Rival Sons im Hirsch

Gestern war der Hirsch ausverkauft, Rivals Sons – spizten Band! Die Rivals Sons waren schon Vorband von AC/DC und Guns’n’Roses, das heißt da war kein Standardpublikum im Hirsch und das hat man gemerkt: das Bar-Personal genervt, hinter und vor uns Leute die Mindestabstand bedacht waren, schwierig. Dann noch die Ansage der Band dass man doch bitte keine Fotos machen soll. Krasser Muschi-Alarm!
Nichtsdestotrotz die Band hat geliefert, der Sänger ist wahrscheinlich die männliche Reinkarnation von Janis Joplin, der Schlagzeuger ein Arbeitstier, Gitarre und Bass perfekt. Bestenfalls etwas mehr Bühnenaktion hätte man sich wünschen können.
Kärwa ist nur einmal im Jahr

Dass sich der Autor dieses Beitrags zum Zeitpunkt der Erstellung eben dieses Beitrags im Zug Richtung Arbeit befindet und nicht zuhause, könnte man als Tribut an ein unabdingbares Pflichtbewusstsein bezeichnen! Oder einfach nur als ganz große Scheiße. Weil eigentlich sollte er bei einem Kaffee daheim sitzen und sich langsam auf den großen Einsatz vorbereiten – mit den Großreuther Kärwasburschen auf Kärwafrühschoppen in Kleinreuth, gelebte Integration – Frühschoppen & Salzknöchla mit Musik durch die Blasmusikkapelle Blech-Klang.
Dass der Autor dieses Beitrags morgen in aller Herrgottsfrüh im Flieger sitzt und sich nicht nochmal rumdreht und etwas länger schläft, ist dem gleichen Umstand geschuldet, oder halt auch einfach nur Große Scheiße Teil 2. Der Ernst des Lebens hat so gar keine Ahnung von der Kärwa.
Kommando Planschbecken

Wie die Jungfrau zum Bademeister. Es war der ausdrückliche Wunsch der Chefin dass nach dem Urlaub ein Planschbecken im Garten steht, wegen der heißen Tage und weil das mit dem Freibad ja immer an ihr hängen bleibt. Also zum Trampolin noch ein Planschbecken, damit der Garten voll wird. Der Deal war dass der Chef das Teil beschafft und die Chefin es betreut.
Also Preise verglichen, zu OBI getigert, ein 50 kg Paket erst auf den Wagen gehievt, dann ins Auto und danach in den Garten, aufgebaut und befüllt. Keine Frage, das Teil kommt gut an, quer durch die Bank, bei den eigenen Kids, denen von den Freunden und der Nachbarn und selbst bei den Erwachsenen wenn der Pegel passt. Ein Sommermärchen in Wasser.
Im Soll-Ist-Abgleich muss man sagen dass der ursprüngliche Plan aber nicht ganz aufgegangen ist. Von wegen laszive Baywatch Momente mit der Chefin. Die Pumpe hat einen Stecker und fällt damit offensichtlich nicht in ihr Aufgabengebiet. Der Einsatz von Chemie – und damit ihr Aufgabengebiet – ist allerdings hart an den Einsatz der Pumpe gekoppelt und da muss man doch Synergien nutzen. Und überhaupt ist so ein Planschbecken ja auch nichts anderes wie Aquarium, nur halt in groß. Zusammengefasst: der Papa hat ein neues Hobby.