Wie ich klein war gab es bei uns einen Pfarrer und der Pfarrer war das geistliche Gegenstück zum Bürgermeister. Höchstwahrscheinlich hatte er sogar noch mehr Macht als Bürgermeister, weil er ja in göttlichen Auftrag unterwegs war. Dementsprechend war so eine Kommunion auch eine Angelegenheit allerhöchster Wichtigkeit – für die Kirche, das Dorf, die Schule und vor allem die Kommunionkinder. Da herrschte Zucht und Ordnung und man sah dass es gut war.
Davon kann man 2017 in einer Stadt nur träumen. Ja, die Kinder werden auch hier auf die Kommunion vorbereitet und auch die Kirche wurde geschmückt und auch der Pfarrer hat sich mühe gegeben, aber spätestens am vergangenen Sonntag habe sogar ich verstanden dass der Tanker katholische Kirche auf Eisbergkurs ist.
Zum Reformationsjubiläum 2017 kann man da eigentlich nur hoffen dass es demnächst eine Reformation 2.0 gibt. In einer Kirche in der man Ordner braucht, die aufpassen dass die Zuschauer sich so verhalten wie der Pfarrer es sich wünscht, wird ganz schnell klar dass es da an weit mehr fehlt als einfach nur an etwas Frömmigkeit. Da traf aufeinander was schon lange nicht mehr zusammenpasst und wurde mit viel Aufwand künstlich zusammengehalten. Katholische Kirche ist auch nicht mehr das was sie mal war.
Gedankengut
Die Ausgangssperre
Die Chefin hat für dieses Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. Da gibt es nichts zu Rütteln: Das Kind 1 hat am Sonntag Kommunion und da werden alle Ressourcen benötigt. Da geht es nicht einfach mal schnell am Freitag aufs Walberla oder am Samstag auf die Blaue Nacht. Ausgangssperre ist Ausgangssperre!
Aber es ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint, es wurde sich weiterentwickelt. Da ist nämlich nicht mehr primär die Angst dass das Weggehen zu arg ausartet – nein, jetzt steht der spontane Bedarf an einen universell einsetzbaren, handwerklich nicht gerade unbegabten Problemlöser, im Vordergrund. Und so betrachtet ist es ja schon fast wieder eine Ehre dieses Wochenende auf die spontanen Ideen einer Chefin im Ausnahmezustand zu reagieren und keine Ausgangssperre im herkömmlichen Sinn. Das Glas ist halb voll.
May the Fourth be with you
Ich lach ja schon seit gestern Mittag, „May the Fourth be with you“ – 4. Mai, Star Wars Day. Das muss ein guter Rausch gewesen sein. „May the Fourth be with you“, köstlich!
Das Nürnberger Nanoklimazonenmodell
Nürnberg an sich ist ja schon so etwas wie ein eigener Mikrokosmos, globalfränkisch betrachtet. Und innerhalb dieses Mikrokosmos gibt es tatsächlich unterschiedliche Klimazonen, die nur in Fachkreisen bekannten Nürnberger Nanoklimazonen.
Wegen dieser Nürnberger Nanoklimazonen kam es dann heute früh zu folgenden Phänomen: Im Westen war es schön (was „schön“ aus meteorologischer Sicht bedeutet, darüber können sich die Gelehrten gern streiten, für den Radfahrer bedeutet es abstrahiert „kein Regen“). An diese Nürnberger Schön-Nanoklimazone hat sich auf Höhe von Steinbühl dann eine Nürnberger Nichtschön-Nanoklimazone geschoben – eine ganz fiese – und diese hat sich erstreckt bis zum Ende vom Gleis 4 am Bahnhof, ungefähr auf Höhe vom 2. Wagon. Da war abrupt Schluss und dahinter gab es dann wieder eine Nürnberger Schön-Nanoklimazone. Solche Konstellationen sorgen jedenfalls dafür dass man als Radfahrer innerhalb 687,5 m bis auf die Knochen nass werden kann. Eigentlich unvorstellbar, aber Realität, meteorologische Willkür.
Deine 2. Chance!
Falls jemand am Sonntag den Tag des deutschen Bieres nicht oder nicht richtig zelebriert hat, dann bestünde da rein theoretisch noch die Option ihn am 27.4. nachzufeiern. Da wird er nämlich am Bahnhof in Nürnberg gefeiert. Die Location kann man sich dabei ja aus gegebenen Anlass schön trinken und dann würde ja praktisch alles passen. Flexibilität kennt einfach keine Grenzen.

Also an uns soll es nicht liegen
Also an uns soll es nicht liegen dass das Stadion demnächst nicht Max Morlock Stadion heißt. Die Chefin hat genickt und deshalb sind wir jetzt Crowdfunder. In der Zeitung schreiben sie zwar heute dass es eng werden könnte, aber es könnte ja auch klappen. Der Franke ist ja besonders gut im Endspurt, das weiß ja jeder.
Der tippgebende Tippgeber
Ich habe ja einen Tippgeber, der mir öfters mal einen Tipp gibt, also zum Thema Hausautomatisierung jetzt. Der hat vorgestern einen Tipp gegeben und es wurde gestern sofort reagiert und investiert. Gestern gab es auch wieder einen Tipp und dem noch jungen Tippumsetzungsgesetz folgend müsste praktisch heute wieder investiert werden. Das geht aber nicht, rein vom Kopf her darf ich nicht mehr Geld ausgeben als die Chefin, das ist nicht gut.

Dann noch der aktuelle Status der Wetterstation. Heute morgen hat sie funktioniert. Jetzt schon wieder nicht mehr. Da wird es allmählich Zeit für eine Strategieänderung:
- Wenn man das Bild oben anschaut, dann könnte man von einer gewissen Temperaturverfügbarkeitssättigung sprechen, also ist es nicht mehr so schlimm wenn genau eine fehlt.
- Um meine Grafen zu zeichnen sollte es ausreichen die Maschinerie einmal täglich zu starten. Das wird die Fehlermeldungs-Email-Flut radikal eindämmen, so ungefähr ums 1440 fache.
- Sollte sich die Temperatur hinter unserem Haus nicht radikal von der 500 m weiter unterscheiden, das heißt für die Heimautomatisierung kann man eine andere Wetterstation einbinden und das geht so.
Der Montag unter den Dienstagen
Das Osterwochenende wurde heute von einem gefühlten Montag sehr gut verlängert. RE 4007 fällt heute aus. Was das für einen Pendler bedeutet kann man sich eigentlich nur vorstellen wenn man selbst Pendler ist. Egal. Suchen wir wieder etwas Licht in dieser tristen Zeit.
Theoretische Illuminationsoption: Es besteht rein theoretisch die Möglichkeit die Wetterstation wieder zum Laufen zu bewegen. Die Chancen stehen nicht gut, aber einen Test ist es wert. Zwei Zeilen Code müsste man auskommentieren, also zweimal ‚#‘ weg, speichern und neu starten – und warten. Das habe ich mir jedenfalls heute früh im Schneeregen auf der Autobahn überlegt, nachdem mich die Bahn buchstäblich im Regen stehen gelassen hat.
Praktischere Illuminationsoption: Hier steht ziemlich genau beschrieben wie man seinen FHEM-Chat-Bot etwas mehr Eleganz beibringt. Für meine Verhältnisse wurde der Code doch sehr gut durchdrungen. Doch, das ist machbar. Die Möglichkeiten danach schier unbegrenzt, zumindest in im abgesteckten Bereich der Heimautomatisierung. Plan B wären Favoriten wie hier beschrieben, aber der Plan B ist halt auch immer nur die 2. Wahl.
Sichere Illuminationsoption: 3 Rote und eine Portion Blaue Zipfel. Sinnvoll schon allein aus Sicht Hämorrhoiden-Prophylaxe. Da sollte der Wirt vom Schanzenbräu echt mal was mit der Krankenkasse drehen, Kurzkur in Bad Schanzenbräu oder so.
Ich kapituliere

Seit 17:32 Uhr gibt es hier keine Wetteraufzeichnung mehr und schuld daran ist die Technik. Seit 2 Tagen startet der Aufzeichnungsdienst auf dem Raspberry im 5-Minuten-Takt neu und ich bekomme jedesmal eine Email. Heute wurde die Sache analysiert und es ist weder die Außeneinheit noch wie anfangs vermutet die SD-Karte im Raspberry, sondern der Speicherbaustein in der Empfangseinheit. So eine Scheiße. Ich mag jetzt kein Geld für eine neue ausgeben weil die Temperatur noch angezeigt wird, aber halt nicht mehr abgespeichert und somit ausgelesen werden kann. Dann geht das halt hier zu Ende. Das ist sehr schade.
Bedacht überdacht
Seit Vorgestern haben wir unsere Terrassenüberdachung und jetzt warten wir auf Regen. So eine Terrassenüberdachung ist schon eine super Sache, theoretisch kann man sich nämlich raus setzten wenn es regnet. Praktisch schaut es so aus dass wir auch draußen sitzen wenn es nicht regnet, aber halt nicht unter der Überdachung. Obwohl, das stimmt auch nicht ganz, weil gestern hat es nämlich nicht geregnet, wir waren aber trotzdem draußen, weil wir halt mal unter der neuen Terrassenüberdachung sitzen wollten, wegen dem Feeling. Die Terrassenüberdachung hat übrigens sogar eine Romantikbeleuchtung, eine freundliche Inklusivleistung des Herstellers. Zusammengefasst ist alles gut – auch ohne Regen.