
Eine Baustelle wie ein Flächenbrand.
Was war. Das Kind 1 braucht ein neues Bett, ein etwas größeres Bett. Altes Bett ab bauen. Am besten da hin wo der Schrank steht. Schrank ausräumen. Wohin mit dem ganzen Zeug? Alles ins Nähzimmer. Der Schrank ist aber zu groß, ein Teil muss weg. Wohin mit dem Teil? Ins Zimmer vom Kind 2. Wohin ins Zimmer vom Kind 2? Dahin wo die Bilderleisten sind. Die Bilderleisten abbauen. Der alte Schrank passt dann nicht mehr, den müssen wir verschieben. Alten Schrank ausräumen. Wohin mit dem Zeug? Irgendwie im Rest vom Zimmer stapeln. Alten Schrank verschieben, neues Teil hinten anbauen. Zeug wieder einräumen. Das Regal passt dann auch nicht mehr. Regal ausräumen. Wohin mit dem Zeug? Dahin wo das Zeug vom Schrank gerade noch war. Regal verschieben. Aber dann passt das Wandregal nicht mehr. Wandregal abräumen und das Zeug oben auf den Stapel drauf. Wandregal kürzen. Wandregal montieren. Regal verschieben. Bilderleisten darüber. Alles wieder einräumen. Zurück zum Zimmer vom Kind 1. Schrank verschieben, Schrank umbauen, Schrank einräumen. Zurück zum Bett. Material besorgen. Änderungswünschen nachkommen, neues Material besorgen, neue Änderungswünschen einfließen lassen, erste Teile montieren, neue Änderungswünsche einfließen lassen, weiter aufbauen, noch mehr Änderungswünsche, durchhalten, fertig machen. Etappenziel erreicht.
Was ist. Im Zimmer vom Kind 1 steht das neue Bett, dort wo der Schrank früher stand. Der Schrank steht gekürzt dort wo das Bett früher stand. Im Rest vom Zimmer herrscht Chaos. Im Zimmer vom Kind 2 ist der Schrank um ein Teil gewachsen, Regal, Wandregal, Bilderleisten sind verschoben. Im Rest vom Zimmer herrscht Chaos. Im Nähzimmer herrscht Chaos. Der Flur ist kein Flur sondern eine mobile Werkstatt.
Was wird. Das Zimmer vom Kind 1 muss gestrichen werden. Wenn man schon mal dabei ist sollte man den Flur oben auch streichen. Und wenn man schon mal dran ist, kann man die Fugen an der Treppe ins Erdgeschoss neu machen und da auch gleich die Wand streichen. Die Wand im Flur unten gehört auch schon lange mal gestrichen, aber vorher muss man sie spachteln. Und die Garderobe gehört auch gleich mit gestrichen. Wäre das nicht die Gelegenheit, die Garderobe endlich mal schön machen? Da muss man aber vorher den Boden machen, sonst kommt man da nicht mehr ran. Das ist viel Dreck, dann auch gleich noch die Nische für Holz vom Kachelofen. Sonst haben wir den zweimal.
Gedankengut
Februar Nummer 1, Kaffee Nummer 1

Der Januar war, abgesehen von der Mittelohrentzündung, ein recht gesunder und vor allem ein braver Monat. Fast kein Alkohol und gar kein Kaffee. Die Chefin schüttelt den Kopf, das junge Ding, abwarten Baby.
Unser Haushalt 2019
Die Chefin ist ja nicht nur Chefin sondern auch noch Finanzministerin von unserem kleinen Reich. Letzten Sonntag hat sie beim Frühstücken so nebenher mal den Haushalt 2019 vorgestellt, also wie sie vor hat unser Geld unter die Leute zu bringen. Das war ganz interessant. Ich habe aufmerksam zu gehört, bin auf gestanden, ins Fernsehzimmer gegangen und habe mir postwendend ein neues Laptop bestellt. Jetzt ist unser Haushalt 2019 irgendwie ausgeglichen. Und seit gestern ist er greifbar.
Vorndran wie hinterher
Gestern gab es eine Lesung in der Reihe „Tatort Knoblauchsland“ in Schloss Almoshof. Zu Gast war Helmut Vorndran, er hat aus seinem aktuellen Buch „Die Kamuelsfeder“ vorgelesen, danach gab es noch ein paar Kurzgeschichten. Ein wunderbarer Abend. Der Lesung kam zu gute dass Helmut Vorndran früher Kabarettist war, so gingen die Geschichten und die Geschichten zu den Geschichten fließend in einander über. Ein wunderbarer Abend in wunderbaren Ambiente! Und dem Herrn ElGordo hat es auch gefallen. #unterderwochekultur
Besserung in Sicht
Der Arzt hat mir gestern bescheinigt dass das mit dem Hören mittlerweile wieder ganz gut klappt, Gott sei Dank! Aber das Piepsen und Rauschen wird noch 8 – 10 Wochen andauern. Nachhaltigkeit ist in unseren unsteten Zeiten ja ganz wichtig. Kortison kann jetzt auch abgesetzt werden, darüber freue ich mich am meisten, weil man von dem Zeug Schlafstörungen bekommt. Geflogen wird heute aber noch nicht, man muss das Glück ja nicht herausfordern. Das Glas ist halb voll.
Bis zum Mond

Das Kind 1 hat zu Weihnachten ein Teleskop bekommen. Bisher stand das Teil eigentlich nur herum weil es mehr oder weniger durchgängig bewölkt war. Aber heute früh, genau passend zum Blutmond, hat alles gestimmt. Ich hab es um kurz nach Fünf schon mal ausgerichtet, damit die Mädels später direkt loslegen konnten. Das Beste war dass man den Mond vom Nähzimmer aus beobachten konnte und bei der Kälte nicht mal raus musste. Volltreffer. Ein Geschenk mit Weitblick.
Fcmila Bulb != Sonoff B1

Wow, nach nur 18 Tagen wurden die Sonoff B1 Lampen schon geliefert, das ging schnell! Ausgepackt, schaut auch so ungefähr aus wie auf dem Bild, steht halt nicht Sonoff drauf, was soll’s. Nachdem Auseinanderbau der Lampe dann das Erwachen: da steht nicht nur nicht Sonoff drauf, da ist auch kein Sonoff drin! Das, was ich momentan habe, ist genau das Gegenteil von einem Lauf.
So, als erstes wurde der chinesische Verkäufer kontaktiert. Dann – nachdem der erste Frust weg war – das Innenleben genauer inspiziert. Wenn man ganz genau hinschaut, dann findet man auch die richtigen Pins, aber ganz klein und in SMD, also mit etwas Mut ginge da schon was. Jetzt warten wir mal was der Chinese sagt. Entweder gehen die zurück oder wir versuchen unser Glück. Funktionieren tut die Lampe auch, aber noch nicht so wie ich das will.
HHWO

Soeben hat die Hack-Hört-Wieder-Offensieve (HHWO) gestartet, Ziel: Flugtauglich am kommenden Dienstag, Zwischenziel: auf dem rechten Ohr wieder was hören bis Freitag. Der HNO-Arzt hat das tägliche Medikamentenportfolio gestern sauber erweitert, jetzt rentiert es sich tatsächlich nicht zu arbeiten. Die neue Spidergawd in stereo am Freitag, da geht’s lang!
Retro Lego

Das Kind 2 hat meine alten Lego-Baupläne gefunden. Jetzt baut es das alte Geraffel wieder zusammen und hat das Zimmer kurzerhand in eine Megalegobaustelle verwandelt. Während mir immer noch die Töne fehlen, fehlen ihm die Teile, es labert ich versteh nix, es hupft herum ich muss die Birne ruhig halten – ein spitzen Team.
Knockout zum Wochenende
Am Freitag Nachmittag auf Arbeit war noch alles ok, leichtes Gerotze wie die ganz Woche schon nix großartiges. Freitag Abend dann ein komischer Druck auf dem rechten Ohr, beim Familienkinoabend mausert sich der komische Druck dann zum Schmerz. Irgendwann hat die Chefin genug vom Gejammer und verreicht eine Ibuprofen, danach geht es ins Bett.
Die Wirkung der Ibuprofen hält ungefähr bis um halb drei und ich wache vom Piepsen und Gluckern im Ohr auf. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Bis die Chefin ansprechbar ist dauert es noch ein paar Stunden. Also geht es nach unten und es folgt ein wilder Mix aus sitzen, liegen, stehen und Rotlicht. Hören geht nicht mehr. Um sieben gibt es dann eine neue Ibuprofen und eine heiße Zwiebel aufs Ohr. Um zehn geht es zum Bereitschaftsarzt und nach 2 Stunden warten und bestenfalls 2 Minuten Behandlung steht die Diagnose: eine fette Mittelohrentzündung. Schmerzniveau ungefähr wie bei Gallenseinen.
Heute schlägt das Antibiotika langsam an und die Schmerzen sind erträglicher. Hören geht aber immer noch nicht. Zusammengefast: Es hat mich erwischt.