Paradise Lost waren Mitte der 90er eine Macht, anfangs als Death Metal Alternative und auch später als solide Rocker. Man musste sich zwar auf Konzerten jede Zugabe erkämpfen, schlussendlich wurde man aber belohnt. Paradise Lost 2013 sind auf ihrer „25th Anniversary Show“ nur noch scheiße. Zwar gibt man sich mit der Song-Auswahl richtig Mühe und bringt so manchen alten Kracher, aber der Funke will einfach nicht mehr so richtig überspringen. Da ist es auch OK wenn die Herren nach ca. 1:20 Stunden die Bühne räumen. Irgendwie schade.
Konzerte
NMA 2013
Gestern war Justin Sullivan mit seiner New Model Army im Löwensaal. Der Mann ist ein Phänomen, auch die neuen, etwas recht arg langsamen Lieder spielt er mit einer Intensität, das ist der Hammer! Mit der neuen Platte verhält es sich ungefähr wie mit der Kreator Renewal vor 20 Jahren, in langsam und ohne Trash und nicht von Kreator. Man hört sie an und denkt sich gut, aber nicht das was man sich erwartet hat, geht aufs Konzert denkt sich Donnerwetter, dass man solche langsamen Lieder so intensiv spiel kann! Mindestens genauso interessant wie die Band war übrigens auch das Publikum. Dass es für ein paar davon auch noch ein Nichtkonzertleben gibt, kann man sich schwer vorstellen. Auf den ersten Blick würde man auf SozPäds tippen, dagegen sprechen aber die Blackberrys. Seisdrum, ein netter Abend jedenfalls.
Nachbesprechung
So, das Festival ist vorbei und das Büro hat einen wieder. Alle dachten dass der Betreiber dieser Seite heute völlig kaputt zu Arbeit erscheint. Alle hatten sich getäuscht. Der Betreiber dieser Seite ist nämlich gestern schön brav um 2300 daheim gewesen und hat auf KORN geschissen.
Das Festival Highlight war nicht Bad Religion, so hart es ist, es muss einfach mal gesagt werden. Sie werden alt und hassen die Sonne und ihr Stammpublikum ist auch alt geworden und mag sich bei zu viel Sonne nicht mehr richtig bewegen. Es war eine gute Show, es waren aber nicht mehr die Bad Religion, die früher auf die Bühne gekommen sind und gerult haben.
Das Festival Highlight waren Graveyard und Jack Daniels. Ultra low war der ganze Techno Mist, der überall gespielt wurde (sogar im Aftershow Zelt). Mir ist das wurst, die können spielen was sie wollen so lange sie es nicht auf Rock im Park machen. Sollen sie ein Meet im Park oder Luschen im Park draus machen und sie können spielen was sie wollen, aber nicht bei Rock im Park Techno. Das geht nicht.
Ansonsten bleibt zu erwähnen das der Spruch „Ich bin zu alt für die Scheiße“ einfach nur sagenhaft blöd ist. Feindselige Menschen könnten das vielleicht noch viel gehässiger ausdrücken, aber wer ist denn hier feindselig.
Die Nuancen guter Erziehung
Gestern wurde der Erziehungsauftrag wieder außerordentlich erfüllt, das Kind 1 war mit mir nämlich auf Konzert von Vlado Kumpan. Ihr wisst schon, der Vlado Kumpan, der Ausnahme Musiker aus Tschechin, bekannt aus Funk und Fernsehen und dem Internet. Von seiner Internet-Seite darf man sich nicht abschrecken lassen, der Mann und Kapelle sind super, also echt super, so was habe ich noch nicht erlebt.
Die Saure-Radler Strategie ist voll aufgegangen, so dass es heute auf der Baustelle gut weiter ging. Gestern früh war der Installateur da und hat die Rohre für die Heizung gelegt, nachmittags hat der Trockenbauer die Gipsplatten gebracht. Es geht voran!
[Update] Hier noch der offizielle Bericht vom Fränkischen Tag und ich kann auch nur nochmal sagen dass es ein spitzen Fest war!
Der Götz war da
Erst mal was wichtiges: Heute auf der Heimfahrt ist mir so eine Idee gekommen, es war nur so ein Gedankenspiel aus der Hüfte heraus, auf dem ersten Blick ein Rückschritt, würde aber gut zu mir passen. Dann hat mir der Gedanke noch besser gefallen und ich habe mich entschlossen und ziehe das jetzt durch und habe auch gleich gehandelt, kann aber erst nächste oder übernächste Woche drüber reden. Solche spontanen Nummern mag ich.
Danach ging es in den Hirschen weil da heute Götz Widmann war. Ohne Witz, das war jetzt mein 3. Konzert im Hirsch in Folge, wo der Hirsch bestuhlt oder besser gesagt bebankt war. Bei einem Liedermacher auf einem Konzert, das gibt meinem Leben einen leicht intellektuellen Touch. Und ich sage einfach Danke zu meiner Tanke.
3 Stunden Pop
Gestern hat die Chefin ihr Geburtstagsgeschenk eingelöst. Sie hat weder Kosten noch Mühen gescheut und Konzertkarten und Babysitter organisiert. Freie Fahrt für unser erstes Pop-Konzert. Anders aber ganz gut, mit Klavier und Geige und Cello, Donnerwetter.
Wall of Folk
Zum Geburtstag gab’s ja ne Karte für Fiddler’s Green am Freitag im E-Werk. Fiddlers kenne ich schon lange, wir waren in den 90ern auf ein paar Konzerte (ich kann mich an zwei erinnern, die Chefin erzählt von noch mehr). Mir haben die eigentlich immer ganz gut gefallen, sie waren zwar nicht wirklich hart, hatten aber ein paar schnelle Stücke und eine witzige Show, außerdem einen ziemlich hohen WAF.
Ich muss gestehen, dass ich mich gut 10 Jahren nicht mehr mit der Band beschäftigt habe und war deshalb auf das Konzert sehr gespannt. Mein Mitstreiter und Kartenschenker DKausOjetztB und ich wurden dann auch sauber überrascht: die Jungs haben den alten Hippi-Gitarristen durch eine Rocksau ersetzt und sind jetzt keine Folk Band mehr sondern gestandene Folk Rocker. Das Konzert war Premium-Content der aller besten Sorte – wir sind rumgesprungen, wie seit Jahren nicht mehr. Und dass ich dabei mein Taschengeld verloren habe, kann verschmerzt werden, auch wenn es dafür dann kein Merchandising mehr gab. Fiddler’s Green sind 2011 absolut empfehlenswert!
Violent Evolution
Seit gut 3 Wochen höre ich wieder Kreator wie ein Verrückter. Der Herr El Gordo hat mir Violent Evolution – die Kreator Biographie zum Geburtstag geschenkt und da kann man sozusagen studienbegleitend gar nicht anders. Mein erstes Buch seit Kind 1.0 auf dem Markt ist, guter Wiedereinstieg.
Ich kenne Kreator seit ungefähr 1990, das Konzert am 22.01.1993 in Lichtenfels, mit Biohazard als Vorband, hat mich damals beeinflusst wie wenig andere später. War das ein Dampfhammer! Das Buch ist für Fans auf jeden Fall ein Muss.
GeFisht
Gestern war ich mit Kollegen auf Fish Akustik Konzert. Wir sind nach der Arbeit heim zu uns, die Chefin hat aufgekocht und dann ging es in den Hirschen. Ich kannte Fish nicht und Marillion eigentlich nur vom hören sagen – alles vor meiner Zeit – und mit meinen 35 war ich definitiv einer der jüngsten Zuhörer, das hat aber nix ausgemacht. Das Konzert war gut, nicht hart aber intensiv und das beste was ich seit langem gesehen hab. Heute habe ich ein Fish und Marillion Sorglospaket bekommen, da werde ich mich jetzt mal durchhören, könnte mir gut vorstellen dass das was wir mit uns.
Moin! Entscheider-Treffen `10 #1
Eigentlich sollte jetzt ein Trommelwirbel kommen und dann ein Badabum „wir sind heuer in Hamburg“. Der aufmerksame Leser weiß das aber schon länger, gut. Seit gestern sind die Jungs jedenfalls in Town, Hamburg Hafenstadt, da wo Olli herkommt und Beatles groß geworden sind und man statt Bratwürsten Fisch isst.
Gelandet ist die Nürnberger Delegation gegen 19:00 Uhr in Fuhlsbüttel. Der Senor hat uns abgeholt und danach ging es ins Schanzenviertel. Das Schanzenviertel ist sowas wie Gostenhof nur 15 mal größer. Im Logbuch steht folgendes:
- Fritz Bauch (++), gutes Essen, nettes Ambiente.
- Kostbar (–), kein richtiger Reinfall aber eher etwas für Mädchen
- Rote Flora (+++(+)), man beachte das vierte + auf der 3 +/- Skala. Der Laden war topp, ein autonomer Punk-Schuppen in dem gestern 2 Bands gespielt haben, Astra kostet 1,70 €, spitze! Für Nobbi: die Bands hießen Braindead und Random Hand, Genere Skacore. Die erste Band hat sogar ein Gitarrensolo gespielt!
- Absacker im Saal II (++)