Man sagt ja dass Essen der Sex des Alters ist, wenn dem tatsächlich so ist, dann ist Gärtnern wohl sowas wie das Vorspiel. Und für genau dieses Vorspiel wurden Spielsachen geordert und zwar quadratische Stoffkübel mit den Namen Dirt Pot. Die braucht man nicht zum Reinscheißen – wie der Name vielleicht vermuten lässt – sondern für das Air Pruning.
Air Pruning ist der letzte Schrei, der Clou dabei ist dass die Wurzeln anders wachsen und die Pflanzen größer werden, wie genau ist hier beschrieben. Ja, und wenn man jetzt noch an den Spruch von den dummen Bauern und den dicksten Kartoffeln denkt, dann wird die Sache richtig interessant!
Ein mir bekannter, alternder Rockstar und Club-Fan hat auch dieses Vorspiel für sich entdeckt und am Wochenende Physalis gegen ein paar Samen getauscht und die Nachbarin Jalapeñopflanzen gegen Rhabarber. Es entwickelt sich, könnte sowas wie ein Hobby werden.
Besteigen werden ihn die Streber
Es war eigentlich klar dass der Ansturm auf die Karten für die Fernsehturmbesichtigung nicht klein sein wird. Meine Schätzung war dass man sich um ca. 6:00 Uhr vors Heimatministerium stellen muss um welche 10:00 Uhr zu bekommen. Die Schätzung war gut, als wir nämlich um 9:30 Uhr eintrafen, war da – ungelogen – eine Schlange vom Heimatministerium (im Bild mit dem X markiert, über den Lorenzer Platz, einmal um die Lorenzkirche rum bis zu Sparkasse, kein Witz!

Der Mathematiker extrapoliert in solchen Fällen und überlegt wie lange die Karten ausreichen können. Der Realist läuft dann ins nächste Kaffee und freut sich des Lebens. Angesichts der Länge der Schlange muss davon ausgegangen werden, dass sehr wenige Mathematiker bzw. Realisten vor Ort waren.
Vatertag – da muss man flexibel sein
Wir sind heuer auf unserer Herrentagswanderung ein Stück mit den Zug gefahren, und zwar schwarz. Das war ganz schön aufregend, Donnerwetter! Ansonsten gibt es noch zu sagen dass es nicht die beste Idee war eine Schachtel Marlboro zu kaufen, die sind übrigens mittlerweile nicht mehr rot sondern golden. Dass wir es endlich mal in das Gasthaus zur Eisenbahn in Wiesenthau geschafft haben, war mein persönliches Highlight. Da kann man öfters mal einkehren. Insgesamt wieder ein granatenstarker Ausflug! Und nach etwas mehr als 12 Stunden Schlaf halten sich die Nachwirkungen doch in Grenzen.
Die Bahn kommt – überraschend schnell
Natürlich kann man diese Tage über die Bahn lästern, weil diese Streiks doch ganz schön nerven. Man kann aber genauso gut über die Gewerkschaften herziehen, die es scheinbar nur schaffen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, indem sie die Bahnkunden verkraulen.
Aber egal, zurück zur Bahn, die ist nämlich ganz schön auf Zack! Am Montag Mittag die ICE Option gekündigt und heute – 2 Arbeitstage später – liegt die neue Karte im Briefkasten! Respekt. Damit werden im Vergleich zu Anfang des Jahres 80 € im Monat gespart. 80 € oder 4 Kästen Bier oder 4 durchschnittliche Wirtshausbesuche oder zweimal Steak essen oder 5 CDs oder halt einfach 80 €! Aufs Jahr hochgerechnet sind das tatsächlich knapp 1000 € und auf zwei sogar 2000 €! Ganz zu schweigen von dem einen Bier täglich (runter gebrochen).
Der Muttertag – Schleiereulen sind leider aus
Ein Familientag war das gestern. In der Früh hat uns das Kind 1 geweckt. Es war beim Bäcker und hatte ein Tablett mit dem Frühstück vorbereitet, das nur noch ins Schlafzimmer getragen werden musste. Wäre Frühstück im Bett keine solche Sauerei, könnte man das durchaus öfters machen.
Danach wurde sich fertig gemacht und es ging ab in den Tiergarten (der eigentlich ein Zoo ist). Im Tiergarten hat sich die Chefin, um die sich ja den ganzen Tag alles gedreht hat, die auf Händen getragen und der jeder noch so kleinste Wunsch von den Augen abgelesen wurde, einen Cappuccino gewünscht und der, der bald Herrentag hat, hat nicht gezögert und sich an der längsten Schlange seit Grenzöffnung angestellt und einen für die Mutter seiner Kinder erkämpft.
Zum Abschluss wurde noch in der Zabo Linde eingekehrt. In der Zabo Linde gibt es hervorragende Bratwürste mit einem exzellenten Sauerkraut und unheimlich große Schnitzel. Für Cappuccino-Einzelkämpfer gibt es außerdem div. Biere aus dem Tucher-Sortiment, was ja irgendwie ganz gut zu müden Füßen passt. Zusammengefasst eine runde Sache dieser Muttertag.
Ende gut
Man munkelt ja dass die Bahn diese Woche nur gestreikt hat, damit mehr Menschen mit dem Auto fahren und in der Früh Bayern2 hören. Weil diese Woche war ja Abschiedswoche von Thomas Meyerhöfer war. Der Mann hat eine Stimme wie ein Kindergeschichtenerzähler, man denkt an nichts böses und Peng kommt wieder ein Kommentar oder Anmoderation dass es vor Hinterfotzigkeit nur so kracht. Super. Macht’s gut, und danke für den Fisch.
Die Zeiten ändern sich, AC/DC bleibt
Mein erstes AC/DC Konzert war an einem 21. Oktober, 2000 oder 2001 in München in der Olympia Halle und es war das beste Konzernt auf dem ich je war.
Mein 2. AC/DC Konzert war ein oder 2 Jahre später in Nürnberg, es war Durchschnitt und 2 Tage später waren plötzlich Gallensteine da.
Heute spielt AC/DC wieder in N und ich habe noch nicht mal das aktuelle Album gehört.
Einfach mal Vorurteile abbauen – auch wenn es schwer fällt!
Heute Abend frohr in Zentralmittelfranken kurzzeitig die Hölle zu, im übertragenen Sinn zumindest. Denn heute um kurz nach 6 wurde im Garten der Familie Hack ein WEBER Grill befeuert. Wie schon mehrfach erwähnt, ist die Personalunion Familienoberhaupt Schrägstrich Grillführer kein Fan dieser Marke. Genauer gesagt hegt er sogar allerlei Vorurteile.
Nach einem ersten Grilldurchgang lässt sich allerdings festhalten dass dieses Gerät gar nicht mal so schlecht ist, ja man ist sogar fast dazu hingerissen es als ansatzweise durchdacht zu bezeichnen. Höchstwahrscheinlich hat das aber damit zu tun, dass es sich beim Testobjekt um eine gepimpte Premiumausführung handelt. Dass sich der Grill bei Regen einfach ins trockene schieben lässt, hat das Gesamtbild nachhaltig positiv beeinflusst. Fazit (jetzt kommt worauf alle gewartet haben): Der WEBER Grill ist net schlecht.
Die dicksten Dinger kriegt man nicht einfach so
Nicht ganz ohne stolz wurde heute Nachmittag das Haus ihres Onkels angesteuert um ihn ein paar der selbst gezogenen Physalis Pflanzen abzugeben. Das macht man so unter Hobbygärtnern. Er hat sie entgegen genommen, genickt und gefragt ob wir vielleicht ein paar Tomatenpflänzchen haben möchten. Gerne.
Im Gewächshaus angekommen hat er dann ganz nebenbei noch seine eigenen Physalis gezeigt und die waren gut dreimal so groß und buschig und irgendwie eine komplett andere Liga. Eine Deklassierung mit den Worten „Do, des sen meina“. Treffer und versenkt. Diese Runde geht ganz klar an ihn.
Jetzt muss man sich erst mal sammeln und neu ordnen und die nächsten Schritte planen. Aber eines ist jetzt schon klar, wir werden um ein Gewächshaus nicht herum kommen.
Tag 3
Unsere Teilautonomie dauert jetzt schon 3 Tage. Die Kids sind heute fertiger als die Tage zu vor: es gab ein angenehmes Tagesprogramm, Leibspeisen und zum Abend auch noch Kultur. Der Sohn hat original noch nicht mal mehr die Hauptattraktion der Blauen Nacht auf dem Hauptmarkt erlebt und die Tochter danach nach dem Bett gebettelt. Denn wisse, Bewegung muss sein, tut gut und macht müde.
Dann stand da noch die Frage im Raum ob es heute Gemüse und Obst gibt oder nicht. Die Alternative stellten Nic Nacs dar, als Nuss halb Obst und halb Gemüse und mit schön viel Vitamin E. Höchstwahrscheinlich geht es durch diesen Schachzug, dem in Deutschland verbliebenen Teil der Familie, morgen um Welten besser, als den Teil, der sich gerade durch das Londoner Nachtleben feiert.