Als Deutscher schaut man manchmal schon etwas neidisch auf diese tiefenentspannten Südeuropäer. Sommer, Sonne und ein Leben im Einklang mit der Sonnenuhr: Sonne rechts = Vormittag, Sonne oben = Mittag, Sonne links = Nachmittag, Sonne weg = Nacht. Und wenn man dann auch noch ließt dass der Afrikaner schon mal an der Bushaltestelle übernachtet, in der Hoffnung dass da ein Bus kommt und dass das das normalste von der Welt in Afrika ist, dann ist der akkurate Deutsche nur noch wie vor den Kopf gestoßen. Bei uns gibt es sowas nämlich nicht (und hat es wahrscheinlich auch niemals gegeben). Braucht es auch nicht, weil wir haben die Uhr ja nicht umsonst erfunden!
Und mit Erfindung der Uhr kann man Wörter wie vormittags, nachmittags oder abends eigentlich komplett in die Tonne treten, zumindest im Zusammenhang mit deutscher Pünktlichkeit in Sachen Terminplanung: Vormittags geht nämlich von 8:00 – 12:00 Uhr und Nachmittags von 12:01 bis 17:00 Uhr (der späte Nachmittag zumindest).
Auf Basis dieser Einleitung lässt sich eigentlich klar herleiten was passieren muss wenn ein Deutscher Termine mit einem südeuropäischer Handwerker auf Basis der Sonnenstands-Terminologie vereinbart. Da wird ab 8:01 Uhr auf das Eintreffen des Vormittagtermins gewartet, sich geärgert, die Klingel gecheckt, die Uhren mit der Atomuhr abgeglichen und sich noch mehr geärgert. Dass die Geschichte um 13:00 Uhr (!) dann doch noch ein Happy End nahm, macht es halbwegs erträglich.
Regen, Regen, Tröpfchen, es regnet auf mein Köpfchen, es regnet aus dem Wolkenfass, alle Kinder werden nass!
Mensch, heute wieder ein ganzes Stück weiter gekommen, der zweite Sturz ist nämlich drinnen! Das war vielleicht eine Gratwanderung, rauf aufs Gerüst und das Loch raus stemmen. Ein lauer Sommerregen und wieder runter. Regenpause, wieder rauf und wieder Regen und wieder runter. Ein Wechselbad der Gefühle. Der Plan ist eng und Regenpausen nicht eingeplant.
Multikulti total
Mit den Rad zum Spielplatz nach Gostenhof, voller Alternativ-, Assi- und Yuppie-Eltern und eine Lifestyle Limo getrunken. Dann weiter in die Gostenhofer Hauptstraße zum Deutsch-Türkischen-Straßenfest und Baklava gegessen. Danach noch zum Stadtstrand, der Karibik am Pegnitzufer sozusagen, und ein Fürther Bier getrunken. Mehr geht nicht, gefühlt zumindest.
Ich sehe blühende Landschaften
Baustellentag Nummer 1, eigentlich 1,5, genau genommen 1,75. Vorgestern Material besorgt, gestern die Hälfte vom Esszimmer mit einem Staubschutz abgetrennt und heute dann der große Tag: Träger Nummer 1 ist gesetzt und das Gerüst steht. Montag kommt dann der Zweite und Dienstag dann der Durchbruch. Der Plan für heute ist erfüllt. Aber eine Schinderei war das schon, trotz der Mithilfe vom Herrn L.
Am Ende wird alles gut
Seit heute sind die Stahlträger da, jetzt wird die Sache langsam fassbar. Respekt macht sich breit. Das wird kein Kindergeburtstag, definitiv nicht.
Es ist aber auch kein Teufelswerk: Schlitze schlagen (halt etwas tiefer), Eisen rein (wie Armierung nur in groß), Mörtel drauf und gut ist. Und das zweimal. Schon zigfach in klein gemacht. Und jetzt einfach größer. Locker bleiben.
Update pywws
pywws bekommt man folgendermaßen auf den neusten Stand:
sudo pip install pywws --upgrade
Neue Versionen haben pywws.livelogdaemon am Start, das klingt nach einer Vereinfachung.
Das Umbaujahr 2015 beginnt
Heute haben wir zum letzten mal gemeinsam in dem Esszimmer, an dem Tisch, vor dieser Wand gefrühstückt. Wir haben länger als sonst geschlafen und länger als sonst gefrühstückt. Solche Momente muss man bewusst angehen.
Wenn alles so läuft wie geplant, dann sitzen wir in 4 Wochen wieder in dem Esszimmer, an dem Tisch, vor dieser Wand. Und das Tageslicht, wird durch ein 2,5 m breites (Schau)Fenster einfallen, wird sich im Marmeladenglas spiegeln und der Kaffee wird bei Anblick vom Haus der Nachbarn ungefähr 1000 mal besser schmecken. Das Licht wird die Chefin von hinten illuminieren und sie wird ausschauen wie eine Heilige mit Nutella-Brötchen in der Hand.
Das Umbaujahr 2015 beginnt und wir schalten wieder in dem „auf Bau“-Modus! Es ist jetzt das 7. Jahr, aber wir rechnen damit bald fertig zu sein, spätestens aber 2018.
Sand – Platz – Verdauung – Pfingsten
Um das Sandkastenerlebnis gar perfekt zu machen musste heute der alte demontiert werden. Anfangs haben wir den Sand aus dem alten Sandkasten noch schön sauber in Eimer gesiebt und dann in den neuen gebracht. Nach ein paar Minuten war aber klar dass diese Arbeit für Arsch ist und so wurde der Vorgang optimiert.
Jetzt ist da wo der alte Sandkasten war so etwas ähnliches wie ein Krater. Krater mitten im Rasen haben einen natürlichen Feind, nämlich die Chefin. Man selbst könnte ja mit einem Strauch ganz gut leben, einem Himbeerstrauch zum Beispiel oder sowas. Eigentlich wäre der Platz ja ideal für ein Gewächshaus. Und was man mit so einem Gewächshaus alles machen könnte. Vielleicht hat Sie ja ein Einsehen.
Der Tag an sich war eigentlich davon bestimmt der übergroßen, recht scharfen, selbst gemachten Portion Laab Gai oder besser gesagt Laab Gay von gestern Abend Herr zu werden und das gelang eigentlich erst indem ein Gegenfeuer gelegt wurde. Alles in allem ein guter Einstieg ins lange Wochenende.
Alles neu macht der Mai
Endlich gibt es wieder Grey’s Anatomy. Pro7 meint es heuer noch besser mit der Chefin und sendet gleich 3 Folgen am Stück. Es scheint als ob die Schauspieler heuer noch mehr Fremdwörter auswendig lernen mussten, dafür wurden die Sex-Szenen gestrichen. Das sind dramatische Veränderungen. Insgesamt zu viele Veränderungen momentan. Wir hassen Veränderungen.
Vollbracht
Seit heute ist der neue Sandkasten fertig. Und er ist groß – 10 Sack Sand bedecken gerade mal so den Boden! Der Boden ist ein Komfortboden mit Kieseldrainage, das hat den Junior beim Aufbau so nachhaltig beeindruckt dass er es gerne jedem ganz stolz erklärt. Abgerundet wird das Bauwerk durch eine kleine Holzterrasse. Das ganze Ensemble wurde, mit ungewöhnlich viel Liebe zum Detail, unter das bosnischen Baumhaus eingepasst und wertet dieses nachhaltig auf. Die Frau ist erst mal zufrieden und die Kids vielleicht morgen dankbar.