Es gibt ein paar Punkte, die einen Urlaub erst so richtig interessant machen, irgendwas mit krank sein zum Beispiel oder ein kaputtes Auto oder was mit Banken oder was mit Anwälten. Ein Optimist denkt sich da cool, habe ich wenigstens Zeit mich damit zu beschäftigen. Aber da muss man schon ein gnadenloser Optimist sein. Und genau dann wenn man es überhaupt nicht brauchen kann, dann ruft auch noch einer von der Telekom an und erzählt dir was es da nicht für einen coolen neuen Vertrag gibt. Wenigstens hätte man Zeit sich damit zu beschäftigen.
Die unterschiedlichen Interpretationen von „jetzt“
Die Chefin und ich haben unterschiedliche Interpretationen von „jetzt“, das ist nicht immer von Vorteil. Für den einen bedeutet jetzt ungefähr sowas wie unverzüglich, zumindest schneller als gleich jedenfalls. Für die andere irgendwann in naher Zukunft aber auf jeden Fall muss ich vorher noch eine rauchen. Kurzfristige Planungen, das nächste große Ding.
Restless and not wild
Die Chefin attestiert mir schon länger eine chronische Rastlosigkeit – und das Horoskop eines großen Nürnberger Sonntagsblatts am Wochenende auch. Andauernd irgendein Projekt. Immer irgend was machen. Es muss doch auch mal ohne gehen sagt sie. Als sie das Wort „Rastlosigkeit“ ausgesprochen hat, musste ich sofort an eine Autobahnfahrt und Brunzstopp an einem Rasthof denken. Das ist aber etwas anderes.
So, jetzt fürs Protokoll: das ist diese Woche eine Rastwoche. Ich mach nichts außer Fernsehschauen und Grillen. Grillen mit Ausblick auf die ruhende Gartenhausbaustelle. Baustellenstops sind nicht meine Sache, Schmerzen aber auch nicht. Nächste Woche darf ich wieder rastlos sein, aber nicht zu arg.
Hoffentlich ohne OP
Der Start in diese Woche ist nicht holprig sondern schmerzhaft. Ein Termin beim Arzt ist schon vereinbart und genau jetzt wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt die Sachen fürs Krankenhaus zu packen. Aber im Voraus Sachen fürs Krankenhaus zu packen ist ein schlechtes Omen für einen Arztbesuch. Wir wollen jetzt mal nicht den Teufel an die Wand malen, aber vorsichtshalber hat sie alle Passwörter bekommen, sicher ist sicher und oft geht es ja ganz schnell. Anfang der 90er war Krankenhaus schon scheiße, daran wird sich nicht viel geändert haben. Es ist ein Trauerspiel, ein miserabler Einstieg in den Urlaub.
Ist kein Fernsehen, ist echt.
Wäre unser Leben eine Fernsehserie, dann hätte die Folge gestern in USA wahrscheinlich „The first decade“ geheißen, in der Lindenstraße einfach „Rosenhochzeit“. Untertitel: Nach zehn Jahren besuchen Claudia und Christian den Ort ihrer Hochzeit und nichts mehr ist wie es damals war…
In dem Internet steht dass der 10. Hochzeitstag etwas besonderes ist: Denn nach einem gemeinsamen Jahrzehnt hat wohl jedes Ehepaar schon schöne Blütezeiten wie auch jene mit Dornen erlebt. Stimmt, da hat das Internet recht. Wir haben die Lage gestern noch etwas analysiert und sind dann drauf gekommen dass sie gut ist. Das ist ein gutes Fazit.
Kind 2.6
Ein Kindergeburtstag ist kein Kindergeburtstag. Zum Aufwärmen ging es am Freitag der Kindergartenabschlussfeier los, dann am Samstag eine große Kinder-Garten-Party mit 7 Lausbuben und heute dann noch eine Familienfeier mit Opas, Omas und Tanten und Onkels hinterher. Der Bub hat sich geradlinig ausschließlich Lego gewünscht und sauber abgeräumt. Die Option auf einen montäglichen Büroarbeitstag ist nach so einem Wochenende nicht die schlechteste. Erholsame Arbeitswoche, Christian.
Der maßgeschneiderten Sonderlösung für eine individuelle Gartenbewässerung ein Stück näher #2
Zugegebenermaßen läuft gerade nicht alles so rund wie es laufen könnte, aber bei der Gartenbewässerung, da gibt es großes zu berichten: Gestern wurde nämlich oben eine Luke in den IBC-Container gesägt und eine Tauchpumpe rein gehängt. Ab jetzt sind wir Gartenbewässerungs-technisch ganz weit vorne. Gießen mit Schlauch ist halt einfach so ungefähr 2000 mal besser als gießen mit der Gießkanne. Gut, man kann das jetzt noch etwas ausbauen, aber generell läuft das Ding. Und dass es Übernacht noch geregnet hat und der IBC-Container jetzt wieder fast voll ist, das ist das Sahnehäubchen obendrauf!
Es funktioniert auch praktisch, rein theoretisch.
Das öffentlich rechtliche Fernsehen reicht mir eigentlich voll aus. Die bringen abends die Nachrichten und sonntags den Tatort. Aber man will sich ja nicht nachsagen lassen dass man ewig gestrig ist und deshalb gibt es auch noch einen Amazon Fire TV Stick in da House. Soweit so gut. Jetzt kommt die Chefin aber mit Game of Thrones Staffel 7 ums Eck und wenn du dich da nicht sauber informierst, dann verbringst du mindestens 2 Abende damit Sky Go auf eben diesen Amazon Fire TV Stick zum Laufen zu bekommen – um dann festzustellen dass dieses Game of Thrones Staffel 7 mit einem Tag Verspätung auf auch Amazon Prime Video verfügbar ist. Aber zu wissen dass man nicht nur theoretisch sondern auch praktisch irgendwelche Android-Programme auf einem Amazon Fire TV Stick laufen lassen kann ist natürlich auch total super.
Tucher so weit das Auge reicht

Heute war Tucher Brauereifest. Donnerwetter haben die es krachen lassen: 2 Tage, 2 Bühnen, ein Fest quer über die Sudhausanlage an der Stadtgrenze. Grund dazu haben sie auch, weil sie es ja tatsächlich irgendwie geschafft haben mit ihrer Brühe den Biermarkt in und um Nürnberg herum zu dominieren. Und das ist doch ziemlich erstaunlich. Aber wenn man mal vom Bier absieht war das schon ein schönes Fest.
Work-Life-Balance via Treuchtlingen
Die wenigsten Menschen wissen ja dass es zwischen Nürnberg und Ingolstadt zwei Zugverbindungen gibt. Eine direkte via Allersberg – Kinding – Ingolstadt Nord und eine via Treuchtlingen (über Eichstätt, Sollnhofen, dem legendären Pappenheim und ungefähr 20 anderen Käffern). Der Unterschied der beiden Routen könnte nicht größer sein, die eine mehr oder weniger direkt und damit schnell, die andere wildromantisch durch das Altmühltal, dauert dafür aber mehr als doppelt so lange. Der Preis aber ist der Gleiche, weil auf dem Ticket einfach nur Nürnberg – Ingolstadt steht. Soviel zum Hintergrundwissen.
Am Freitag war Wandertag angesagt. Mittags ging es mit Kollegen Richtung Weißenburg. Von dort aus wurde dann Richtung Wettelsheim gewandert. Ziel war der Wettelsheimer Keller. Eine überschaubare Strecke aber wg. dem Stück Karlsgraben doch als historisch wertvoll einzustufen. Der Wettelsheimer Keller ist top. Das Bier mehr als süffig und die Speisekarte hervorragend. Ganz zu schweigen von den Bedienungen, die für fränkische Verhältnisse schon als freundlich durchgehen und auch noch flott unterwegs waren. Jetzt ist klar, die Strecke via Treuchlingen muss zukünftig öfters in die Work-Life-Balance integriert werden.