Diese Kälte und diese Dunkelheit, da passt es in die Zeit dass endlich mal jemand Klartext spricht, düster aber wahr: Perl ist raus. Das sicherste Zeichen dafür dass es so ist wie es ist, ist dass sogar der Perlmeister himself mittlerweile in Python macht. Gute Nacht. Schön war’s. Und ein „Danke für den Fisch“ hinterher.
Wenigstens gibt es noch FHEM als letzte Bastion, ein Abschied auf Raten. Ich bin emotional berührt, die Aquariumsteuerung wird mit Python gemacht, nicht dass es wieder heißt dass der Hack nicht offen für neues wäre. Und überhaupt, eine Flexibilität bei der Wahl der Programmiersprache zeugt von einer gewissen Professionalität.
Nur mal so gesponnen
Wegen der Aquariumsteuerung nochmal. Was man dazu bräuchte wäre ein alter Raspberry Pi – check, ein Breakout-Board – check, ein paar Drähte – check, ein paar Relais – check, einen Cobbler von Raspberry Pi nach Breakout-Borad – fuck. Fuck, fuck, fuck! Ein Raspberry Pi III hat ein paar Pins mehr als ein I, da passt der alte Cobbler nicht mehr. Also einen Cobbler würde die Sache schon vereinfachen. Wie man den Raspberry mit dem Relais-Board verbindet, wäre hier beschrieben, wie es ganz ganz sicher geht hier, aber der Nutzen erschließt sich einen Nicht-Elektroniker nicht. Cool wären vielleicht noch ein paar Taster für die manuelle Bedienung – und ein Display. Also so eine Aquariumsteuerung wäre schon ein cooles Projekt.
Projekt „Intelligente Lampensteuerung“ #1
Wir gehen stufenweise vor. Stufe 1 soll folgendes leisten:
- Das Oberlicht in der Küche soll ganz normal über einen Schalter ein- und ausschaltbar sein. Wie gehabt.
- Das Oberlicht in der Küche soll zu bestimmten Zeiten automatisch ein- und ausschaltbar sein (Zeitschaltuhrmodus).
- Der Zeitschaltuhrmodus soll einfach aktivierbar sein. Wegen dem WAF.
- Es soll eine Rückmeldung geben wenn der Zeitschaltuhrmodus aktiviert wurde.
- Es soll eine Rückmeldung geben wenn der Zeitschaltuhrmodus deaktiviert wurde.
Dazu muss man, rein installationstechnisch betrachtet, nur den vorhandenen Schalter durch einen Spezialschalter austauschen (und wie es der Zufall will, liegt genau so einer schon seit fast einem Monat unbemerkt auf dem Küchen-Buffet). Für die Zeitschaltuhr bedarf es ein paar Zeilen Code in FHEM. Haken dran.
Jetzt zur Chromleiste: Die Aktivierung/Deaktivierung erfolgt über längeres Betätigen des Schalters. Der detektiert nämlich wenn er 3 Sekunden betätigt wurde und erzeugt ein anderes Signal. Hätten wir das gelöst. Die Rückmeldung erfolgt idealerweise über das Oberlicht selbst, wenn man den Zeitschaltuhrmodus aktiviert, leuchtet es z.B. kurz auf und wenn man es deaktiviert einmal länger oder so. So, rein theoretisch sind wir mit dem Projekt an dieser Stelle schon wieder durch – und das 10 Tage vor Weihnachten!
Die spezielle Herausforderung: die Chefin hat für heuer nicht nur ein absolutes Ausgehverbot ausgesprochen, sondern auch ein Baustellenverbot über Weihnachten. Das engt doch ziemlich ein. Wenn man sich die Sache aber genau betrachtet, das ist das Auswechseln von einem Schalter keine Baustelle im herkömmlichen Sinn sondern eher eine Lappalie. Wenn man sich dann noch ihren Terminkalender für kommende Woche anschaut, dann erkennt man auch hier einen gewissen Handlungsspielraum. Das wird spannend.
Smart gegensteuern halt
Die Tage sind dunkel und werden zunehmend hektischer, ein ganz sicheres Zeichen dass es auf Weihnachten zugeht. In der Weihnachtszeit sind Außenprojekte scheiße, weil kalt und dunkel. Da muss man sich innen was suchen. Die Chefin hat sich auf das Kinderzimmer von Kind 1 eingeschossen. Eigentlich braucht es nur ein neues Bett und ein Bücherregal, aber der versierte Hausmeister weiß natürlich wie das enden wird, von daher ist es wichtig projekttechnisch gegen zu steuern. Smart gegen zu steuern.
Smarte Projekte wären da zum Beispiel eine intelligente Lampensteuerung für die Küche (also so mit Zeitschaltuhr und vielleicht mit Anwesenheitserkennung) oder – noch viel cooler – eine smarte Steuerung für das Aquarium. Die Küchengeschichte hätte einen gewissen WAF. Das Aquarium ist eine Herzensangelegenheit, mit miserablen WAF. WAF hin WAF her, gegensteuern ist wichtig. Vor allem smart.
Schweißen war längst überfällig!

Schweißen war längst überfällig. Zum 30. Geburtstag versprochen und nix draus geworden. Zum 40. Geburtstag versprochen und nichts draus geworden. Jetzt aber. Super! 3 Tage Schweißkurs beim VEB Kunstahl, eine große Metallwerkstatt, eine kleine Gruppe und ein tiefenentspannter Lehrer. Mehr braucht es nicht für ein konstruktives Wochenende.
Das Vorgehen war top. Am Freitag etwas Metallkunde und -grundwissen und dann ging es auch gleich los. Erster Schweißpunkt am Freitag 8.12.2018, 18:28 Uhr. Samstag und Sonntag hat dann jeder an seinem Werkstück gearbeitet oder einfach nur ausprobiert was geht, immer schön individuell betreut, genau so und soviel dass man auch danach etwas mit anfangen konnte. Top. Absolut empfehlenswert.
Kind 1.10
Wir sind emotional berührt, das Kind 1 wird 10. ZEHN! Vor ein paar Jahren waren noch Puppen angesagt, jetzt sind es Zeitschriften-Abos und anderer Kram, der uns auf das hinweist was bald mit dem Kind passieren wird. Wir sind jetzt Teenager-Eltern. Die Frau hat passend dazu Weizen-Weihnachtsbock besorgt.
OLED und Smartwatch – das passt nicht
Letztes Jahr im Frühjahr wurde ja eine neue Smartwatch angeschafft, eine Huawei Watch. Das war zu dem Zeitpunkt die einzige finanzierbare Smartwatch, die auch nach Uhr ausgeschaut hat. Diese Uhr ist super, hat aber einen Schönheitsfehler und zwar ist das das OLED Display. Bei OLED Displays ist es nämlich so, dass sich helle Bereiche, wenn sie zulange leuchten, einbrennen, was z.B. bei einer Uhr beim Ziffernblatt der Fall ist – die Zeiger sind ja immer schön in Bewegung.
Die eingebrannten Muster sind so lange OK, wie man kein neues Ziffernblatt verwendet, austauschbare Ziffernblätter sind aber genau der Clou bei einer Smartwatch. Also wurde das Teil zusammengepackt und zu Saturn zurück gebracht. Das Ziel – am besten mit einem neuen Gerät aus dem Laden raus kommen, gerne auch gegen einen kleinen Obolus mit einem anderen Modell. Hauptsache nicht ohne Uhr. Pustekuchen, das Ding muss eingeschickt und repariert werden, Dauer mindestens 15 ATs. Das Bauchgefühl sagt dass das kein Happy End geben wird, denn ein OLED zu wechseln dürfte schwierig werden…
Heute würde ich mir keine Smartwatch mehr kaufen sondern einen 25 € Fitness-Tracker von Amazon mit Zeitanzeige. Und auf jeden Fall würde ich nicht mehr bei Saturn in Fürth kaufen.
Vorweihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist eine schöne Zeit, eine ruhige Zeit, der Schnee fällt, der Kachelofen verbreitete wohlige Wärme, Männer beschäftigt die Frage was für einen Weihnachstbock man sich heim holt und Frauen können Esszimmer dekorieren, Wohnzimmer dekorieren, Fenster schmücken, Weihnachtskarten vorbereiten, sich schon mal ein Paar Geschenke überlegen, Plätzchenrezepte aussuchen, Plätzchen backen, Plätzchen verzieren, Weihnachtsdeko basteln, Weihnachtsdeko instand setzen… und nebenbei noch Chefin sein.
Die natürliche Naturkonstante
Es gibt eine natürliche Naturkonstante und die geht so: nach einem intensiven Wochenende folgt immer eine intensive Woche. Das ist einfach so. Dementsprechend war diese Woche auch bretthart.
Die natürliche Reaktion auf so eine Woche wäre gewesen am Samstag lange zu schlafen. Aber – dieser Samstag ist ein ganz besonderer Samstag weil heute ist nämlich der aller letzte Frühdienst der Chefin. Und an einem aller letzten Frühdienst lässt man sein bestes Pferd im Stall nicht in der Früh bei -2,5 Grad mit dem Rad fahren, sondern chauffiert es, das ist auch so etwas wie eine Naturkonstante, im Ansatz zumindest.
Für morgen wissen die Kids schon Bescheid. Wer vor 9 Uhr ankommt, dem drohen Sanktionen und wer nicht weiß was 9 Uhr ist, der geht sicherheitshalber davon aus dass es vor 9 Uhr ist.
