Wie Google sein Geld verdient

Man kann jetzt drüber diskutieren ob das Service ist oder totale Überwachung oder sonst irgendwas, wofür einem die Worte der Dankbarkeit fehlen. Die Vorgeschichte ist dass ich vor ein paar Wochen bei Nachbarn ein bisschen Elektriker gespielt hab und dabei zu einem Ergometer gekommen bin. Seitdem steht dieses stationäre Fahrrad bei uns im Keller (es handelt sich also bei genauer Betrachtung um ein Stehrad, das tut aber nichts zur Sache).

Dieses Stehrad steht also im Keller und manchmal setz ich mich abends drauf und radle damit im Stand herum und schau dabei Filme an. Und ich messe dabei meinen Puls und speichere den mit Google Fit ab, markiert als Indoor-Training. Und was genau kommt am letzten Wochenende mit der Post? Ein Katalog vom Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand!

Wie kommt jetzt der Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand an die Adresse und der Information dass dort jemand mit Indoor-Fitness-Potential wohnt? Möglichkeit 1: die Nachbarin hat sie weiter gegeben, weil man alte Ergometer ummelden muss. Möglichkeit 2: die Chefin findet die Indoor-Fitness-Aktivitäten toll und möchte dass sie ausgebaut werden. Möglichkeit 3: Google hat im Profil des Stehradneulings Potential entdeckt und dieses vermarktet. Von irgendwas müssen die ja auch leben…

Kind 1.11

Das Kind 1 ist seit heute 11, ein Schnapszahlgeburtstag! Es gab aber keinen Schnaps, zumindest nicht fürs Kind, sondern eine Feier im Kommunikationsmuseum. Die Kids waren ziemlich angetan, den Eltern hat es auch getaugt und obendrauf gab es noch einen Feueralarm samt Räumung vom kompletten Museum, Feuerwehr, Polizei und viel Blaulicht.
Zum großen Finale gab es noch eine After-Museums-Party daheim, Pizza, Geschenke und pubertierende Mädels, da hat man sich mehr als ein Feierabendbier verdient!

Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 4 – das Haar

Es hat ein ganzes Stück gedauert um ein Haar in der Docker-Suppe zu finden, jetzt ist es so weit: Irgendwie kann man aus einem Docker-Container heraus kein WakeOnLan Magic Packet versenden. Und das trifft eines der coolsten FHEM/Telegram Features, nämlich dass man den Backup-/Seafile-Server von unterwegs in sage und schreibe 4 Sekunden aus den Standby zum Laufen bekommt.
Durch einen Umweg, von hinten mit dem Messer durch die Brust, geht es allerdings doch: Wenn mit Telegram der Befehl zum Starten rein kommt, dann startet FHEM im Container nicht mehr etherwake direkt, sondern loggt sich auf dem Host per ssh ein und startet es dort. Die Lösung ist nicht wirklich sauber und verstößt wahrscheinlich gegen die reine Docker-Lehre, funktioniert aber prima!

Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 4 – DevOps@Home


Seit Donnerstag ist der neue Rechner online und der Raspberry aus. Der Wechsel hat, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, eigentlich reibungslos geklappt. Das System ist pfeilschnell, Ziel erreicht! Und noch viel mehr: alles läuft in Docker-Containern, auf btrfs, mit Snapshots bei Updates und seit heute mit Git verwaltet auf einem eigenen Gitea-Server eingecheckt.
Die letzte Woche war nicht nur sehr lehrreich sondern auch kräftezehrend, mehr als 5 Stunden Schlaf waren es nie, dafür viel zu viel Kaffee. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. DevOps@Home, so viel IT gab es hier schon lang nicht mehr. Ich bin stolz.

Horisont – Letare

Vor gut einem Jahr waren wir auf Entscheider-Treffen in Dortmund. Dortmund war jetzt keine Entscheider-Top-Location – auch wenn es dort das Cafe Banane gibt! In dem Kaffee Banane, das eigentlich Kneipe Banane heißen müsste, haben wir damals ein super Lied gehört – zumindest hat es ein Jacky-Cola-Mixgetränk-beeinflusstes Gehirn als außerordentlich gut eingestuft. Was das für ein Lied war, keine Ahnung.
Aber, genau heute gerade vorhin, also mehr oder weniger genau ein Jahr später legt mir Spotify genau dieses Lied auf die Playlist. Verwechslung ausgeschlossen. Da kann man lange nach alten französischen Punkt Klassikern suchen wenn es ein relativ neuer schwedischer Rock ist. Klingt blöd, ist aber so. Danke Spotify!

Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 3 – FHEM-Stack

Diese Zeilen schreibe ich voller Stolz. Seit gestern Abend läuft auf der Docker-Umgebung (incl. Portainer!) MQTT, MySQL und FHEM. Aber nicht irgendwie zusammengefrickelt, sondern zentral über docker-compose gesteuert! Was für ein administratives Feuerwerk! Mit einem Aufruf werden die fertigen Container von MQTT und MySQL gezogen, konfiguriert und gestartet und danach für FHEM ein Debian-System samt aller benötigen Pakete und Perl Module gebaut, FHEM so konfiguriert dass es gleich auf die MySQL Instanz loggt und MQTT verwendet, dann wird dieses Debian-System hoch gefahren und gleich noch FHEM gestartet.
Das ist ein Gefühl ungefähr so wie früher als der Senor und ich noch Internet-Pioniere waren und wir das Skript für die Anlage kompletter Domains incl. Apache, Datenbank und Mail am Laufen hatten. Wahnsinn. Lange hat mich eine Technik nicht mehr so begeistert! Heute Abend wird FHEM dann vom Raspberry auf den neuen Rechner umgezogen.

Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 2 – Docker


Bei Docker ist auch nicht alles Gold was glänzt, soviel vorab. Also das mit Docker ist so wie mit jedem anderen komplexen System, man muss sich schon etwas damit beschäftigen und es ist am Anfang noch recht unübersichtlich. Deshalb war der Plan eine grafische Oberfläche dafür zu installieren, z.B. Portainer. Wenn man da etwas sucht, findet man auch schöne Anleitungen. Aber irgendwie wollte sich das aktuelle Portainer-Image nicht mit Docker verbinden, zum Kotzen. Gestern wurde dann genau nach dieser Anleitung vorgegangen und wieder nichts! Auf Git habe ich dann den entscheidenden Tipp gefunden und kurzerhand mal eine alte Version installiert:
sudo docker run -d --name="portainer" --restart on-failure -p 9000:9000 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer:1.16.2
Genau hier sieht man dann die Vorzüge und Nachteile von Docker – man kann ohne weiteres unterschiedliche Versionen parallel installieren, ist aber bei der Verwendung von fremden Images darauf angewiesen dass die auch fehlerfrei funktionieren. Langer Rede kurzer Sinn: Läuft endlich! Danach dann gleich noch MQTT hinterher, funktioniert auch. Und MySQL auch. Heute steht dann FHEM auf der Agenda, das wird kein Selbstläufer, aber ich bin guter Dinge!

Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 1 – das Basissystem

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Heute wurde Ubuntu 18.04 LTS mit btrfs installiert, eigentlich sollten die Snapshots wie beim Server Anfang des Jahres umgesetzt werden, ganz zufällig bin ich aber auf apt-btrfs-snapshot gestoßen, ein Glückstreffer. apt-btrfs-snapshot ist ein „Hook for providing apt based btrfs snapshots“, macht also einen Snapshot bevor mit apt was installiert wird. Einen Rollback gibt es mit apt-btrfs-snapshot set-default Backupname. Funktioniert, sau cool!
Hier ist dann noch ganz schön beschrieben wie man VNC auf Ubuntu einrichtet und sich den Desktop dann am Mac anschaut. Das gsettings set org.gnome.Vino require-encryption false ist wichtig. Kann man bestimmt auch mal gebrauchen.
Portainer wollte heute wieder nicht laufen, verbindet sich zwar, kann aber nichts auslesen. Das ist ärgerlich, aber wenigstens konnte zurückgerollt werden und et voila schaut das System wieder so aus als ob es noch niemals Docker gesehen hat.