Wenn man von einer Minimalkonfiguration mit 8 GB Hauptspeicher und 500 GB SSD ausgeht, dann trennen mich von einem MacBook Pro 1.999,00 Euro und von einem MacBook Air 1.849,00 Euro. Christian, Macs für 2000 Euro hast du dir doch schon als Student vor fast 20 Jahren gekauft! Unter realistischen Gesichtspunkten tut es das derzeitige Laptop ja auch noch. Christian, denk halt mal an dich und tu dir was Gutes! Es könnte aber auch alles etwas schneller gehen und vor allem länger laufen. Und eigentlich würde wahrscheinlich auch ein 08/15 Windows-Laptop reichen. Christian, hör auf so zu denken! Auf Arbeit reicht es doch auch. Du sollst aufhören! Auf Arbeit gibt es aber auch ein Heer von Admins, die sich um dieses Windows kümmern. Genau richtig, braver Junge! Vielleicht sollte man sich mal wieder was trauen, was neues ausprobieren? Obacht, Chromebook heißt übersetzt Kastration! 14″ matt Full-HD IPS + lüfterlos + Aluminiumgehäuse + Intel Core i5-7Y54 + 8 GB RAM + USB-Typ-C + vorinstalliertem Ubuntu für knapp 800 Euro sind eine Ansage. Die Chefin wird dich loben! Muss man mal im Hinterkopf behalten. Christian, in den Warenkorb damit! Muss man mal sacken lassen.
Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 5 – Reihenfolge beachten
Obacht, kleines Update, der Remote Start Service darf natürlich erst gestartet werden wenn das System eine IP-Adresse hat. Auf Nummer Sicher geht man wenn man es z.B. nach Docker startet:
After=docker.service Description=Remote Start Schweizer Taschenmesser Service [Service] ExecStart=/home/christian/docker/smarthome/remote_start/remote_start.py [Install] WantedBy=default.target
Das Kind vom fiesen Erkenntnistheoretiker
Das Kind 2 hat heute voller Stolz verkündet dass es weiß was morgen hinterm letzten Türchen vom Lego Star Wars Adventskalender ist, weil es brav Buch geführt hat und genau noch eine Figur in der Liste offen ist. Was das Kind 2 nicht weiß ist dass es gerade eine Closed World Assumption macht, also in den Tiefen der Theorie von Wissensbasierten Systemen unterwegs ist und das die zufälligerweise das Fachgebiet von seinem alten Herrn sind.
Wenn man jetzt aus dem geschlossenen System Adventskalender ein offenes System macht, zum Beispiel in dem man den Klebstreifen auf der Seite vorsichtig öffnet und was anderes hinters letzte Türchen steckt, dann ist die ganze schöne Closed World Assumption für den Arsch. Das ist ein Erkenntnisgewinn, den der Vater hat, das Kind aber nicht. Und das wiederum ist eine Tatsache, die Morgen früh für Verblüffung vom Kind 2 sorgen wird, soviel ist schon mal sicher. Offen ist noch was hinters Türchen kommt, aber da wird sich schon noch was finden. Uaaahaaaa.
Heiligabendfrühschoppen, der
Ein Grund für eventuellen Vorweihnachtsstress ergibt sich aus der Tatsache heraus dass der 24. Dezember heuer auf einen Montag fällt. Denn abhängig von dem was an Heiligabend und den Feiertagen auf den Tisch soll, muss strategisch geplant werden. Andernfalls muss am Montag früh noch hastig was frisches besorgt werden, diesen Umstand gilt es zu vermeiden. Klar im Vorteil ist wer entweder seine Ansprüche reduziert oder Einladungen für die Feiertage annimmt. Das eigentliche Ziel sollte es allerdings sein die Weihnachtsfeiertage mit einem schönen Heiligabendfrühschoppen einzuleiten, soweit sind wir aber noch nicht, leider!
Flexibel schalten und walten

Ein erster Schritt Richtung Chefinheimautomatisierungsintegration war es sie mit Meldungen zu versorgen wenn der Trockner bzw. die Waschmaschine fertig ist. Das kommt gut an. Jetzt kommt Schritt zwei, sie darf nämlich bald aktiv steuernd eingreifen und zwar gleich 6-fach. Wenn man da mal etwas recherchiert, dann finden sich recht schnell WLAN-Schalter, die man irgendwie integrieren kann, aber man muss aufpassen, i.d.R. ersetzten die nämlich nur Einzeltaster in Unterputzdosen, die fast nie zum eigenen Schalterprogramm passen.
Nach etwas hin und her wurde es jetzt ein 6-Fachschalter von Homematic, der schaut zwar auch scheiße aus und passt nicht zu Busch-Jäger Schaltern, aber er ist flach und braucht keine Unterputzdose, sondern kann einfach auf die Wand geklebt werden. Eigentlich ist der sau teuer, wie alles von Homematic, aber ELV verkauft sie auch als Bausatz, da kostet so ein Schalter dann statt 70 € nur 45 €. Der Zusammenbau beschränkt sich auf 8 Lötpunkte und etwas Plastikbausatzgedöns und dauert keine 10 Minuten. Das Ergebnis ist zwar hässlich, funktioniert aber und kann ja notfalls in den Küchenschrank gepappt werden. Läuft.
Weihnachtsgeschenke-Check
So wie das ausschaut sind wir komplett, wir – also ich und mein Aff. Die Chefin wird staunen und unendlich dankbar sein und die Kids auch. Wie das für einen selbst ausgeht wird sich zeigen. Müsste ich mich selbst beschenken, hätte ich tatsächlich ein Problem, das wird spannend. Und dann sind da ja auch noch zwei Wochen Urlaub ohne konkretes Projekt. Noch haben wir keinen Weihnachtsstress, der kommt aber wenn sie merkt dass wir keine Christbaumbeleuchtung haben.
Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 5 – der eigene Service
Die Lösung etherwake über SSH auf dem Host zu starten hat mir überhaupt nicht gefallen, vor allem weil man sie bei jeder Änderung am FHEM Image manuell nachziehen musste. Jetzt gibt es eine wirklich smarte Lösung, nämlich einen RemoteStart Dienst via HTML Schnittstelle, eingehangen in Systemd. Hört sich kompliziert an, ist aber relativ einfach.
Bottle, den Mini-Webserver in Python, hatte ich vor einem Jahr schon mal für die Aquariumsteuerung verwendet. Jetzt lauscht er auf Port 8080 vom Host und wartet dass ihm jemand aufruft (Zeile 14). Standardmäßig gibt er ein Smily zurück (Zeile 10-12). Ruft man aber den Pfad /startServer (Zeile 6) macht er einen Systemaufruf und versendet das Magic Paket (Zeile 8). Fertig ist der Lack:
#!/usr/bin/python
import os
from bottle import route, run, template
@route('/startServer')
def startServer():
return os.system("/usr/bin/wakeonlan 30:9c:23:46:36:xx")
@route('/')
def hello():
return ':-)'
run(host='192.168.178.3', port=8080)
Damit der Server auch bei jedem Neustart automatisch gestartet wird, muss man einen Systemd-Service einrichten. Dazu legt man eine kurze Service-Konfiguration an sudo vim /etc/systemd/system/remoteStart.service, das war es dann auch schon:
After=network.target [Service] ExecStart=/home/christian/docker/smarthome/remote_start/remote_start.py [Install] WantedBy=default.target
Sau coole Geschichte! Jetzt überlege ich schon was man damit noch anstellen könnte, das ist ja so eine Art Schweizer-Taschenmesser-Panzertape-MacGyver-Nummer in Code gegossen.
Man kann Waschmaschine und Trockner nicht über einen Kamm scheren

Seit vorgestern zeichnen die Gosund Steckdosen den Verbrauch von Waschmaschine und Trockner auf und melden auch brav Start und Ende eines Wasch-/Trockenvorgangs per Telegram-Nachricht.
Gestern Abend war es an der Zeit zu kontrollieren ob das was gemeldet wird, auch tatsächlich passt, damit das Ergebnis offiziell der Chefin vorgestellt werden kann. Also wurden Telegram-Meldungen und der Stromverbrauch übereinander gelegt. Die Erkenntnis ist dass das Ende eines Waschvorgangs recht einfach zu erkennen ist und die Meldungen passen. Beim Trockner ist das schwieriger weil der Trockner sich noch weiter dreht, auch wenn eigentliche Trockenvorgang schon längst beendet ist, man sieht das im Diagramm oben ganz gut (die Start- und Stop-Meldungen dazu sind in dem Linien drüber dargestellt).
Zusammengefasst lässt sich sagen dass jetzt beides läuft! Mit dem Setup, das in den letzten Wochen aufgebaut wurde, lässt sich wirklich super arbeiten, die Logs laufen in die Datenbank, die Datenbank lässt sich mit Grafana und SQL schön auswerten und im schlimmsten Fall können die Änderungen rückgängig gemacht werden. Top!
Wie Google sein Geld verdient
Man kann jetzt drüber diskutieren ob das Service ist oder totale Überwachung oder sonst irgendwas, wofür einem die Worte der Dankbarkeit fehlen. Die Vorgeschichte ist dass ich vor ein paar Wochen bei Nachbarn ein bisschen Elektriker gespielt hab und dabei zu einem Ergometer gekommen bin. Seitdem steht dieses stationäre Fahrrad bei uns im Keller (es handelt sich also bei genauer Betrachtung um ein Stehrad, das tut aber nichts zur Sache).
Dieses Stehrad steht also im Keller und manchmal setz ich mich abends drauf und radle damit im Stand herum und schau dabei Filme an. Und ich messe dabei meinen Puls und speichere den mit Google Fit ab, markiert als Indoor-Training. Und was genau kommt am letzten Wochenende mit der Post? Ein Katalog vom Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand!
Wie kommt jetzt der Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand an die Adresse und der Information dass dort jemand mit Indoor-Fitness-Potential wohnt? Möglichkeit 1: die Nachbarin hat sie weiter gegeben, weil man alte Ergometer ummelden muss. Möglichkeit 2: die Chefin findet die Indoor-Fitness-Aktivitäten toll und möchte dass sie ausgebaut werden. Möglichkeit 3: Google hat im Profil des Stehradneulings Potential entdeckt und dieses vermarktet. Von irgendwas müssen die ja auch leben…
Tage nach Hochzeiten
Tage nach Hochzeiten sind Tiefzeiten.