Xioami Gedönse

Letzte Woche kam eine Lieferung Xioami Gedönse direkt aus China: Zwei Xiaomi Aqara Thermometer und ein Bewegungsmelder, die Teile gibt es immer mal wieder für unter 10 €, man muss halt etwas Zeit haben. Sie sind relativ klein (das Bild ist ziemlich genau die Originalgröße), sind batteriebetrieben, formschön, lassen sich schnell integrieren und funktionieren einfach. Für das Geld baut man sich auf ESP8266 Basis nix selbst.
Damit man was von seinem Geld sieht, wurden gestern ein paar Grafen mit Grafana gebaut. Als nächstes soll dann der Bewegungsmelder irgendwas schalten, irgendwas wo die Chefin sofort sag: Wie konnten wir bisher nur ohne Leben? Das ist ein gutes Ziel.

Saatgutbörse 2019 – Oberfranken wird versteppen!

Ein mir bekannter alternder Rockstar und ich waren gestern auf der Saatgutbörse auf AEG. Auf der Saatgutbörse gab es nicht nur Saatgut sondern auch ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Koch-Shows und Musik. Eine recht schöne Veranstaltung. Wir waren im Vortrag „Gärtnern ohne Wasser“ – höchst interessant. Der Referent Stefan Strasser, bekannt aus Funk und Fernsehn, hat erst mal recht schonungslos die die Lage analysiert. Oberfranken versteppt und auch an uns in der Gegend wird diese Tatsache nicht ohne Auswirkungen vorübergehen.
Wie schafft man es nun seinen Garten so zu pimpen, dass man mit den Trockenperioden im Sommer besser zurecht kommt und weniger – bestenfalls gar nicht – gießen muss? Erstens sollte man sich auf Pflanzen beschränken, die mit Trockenheit besser umgehen könnte. Zweitens, wenn man schon gießen muss dann in der Früh und nicht abends, sonst kriegt man nur Pilze. Drittes, den Boden bedecken, also die Erde mit Mulch bedecken, damit das Wasser nicht verdunstet und dann kann man den Boden auch noch tunen und zwar mit Terra Preta.
Bei den Pflanzen ist er als Betreiber der Lilienarche naturgemäß etwas mehr auf die Lilien und verwandte Stauten eingegangen, außerdem solle man im Garten ein Eck „verwildern“ lassen, bestenfalls einen Hügel aufschütten und ihn sich selbst überlassen. Und dann kann man auch noch Terra Preta einsetzen. Das kann man recht leicht selbst herstellen, dauert aber 3 Monate, oder man kauft es einfach zu – Fürth ist ein Terra Preta Hotspot.
Saatgut wurde auch gekauft und zwar Paprika und Chili. Jetzt heißt es strategisch planen. Wir werden heuer noch mal eine Baustelle im Garten haben und es wäre ja saublöd wenn die Pflanzen im Weg stehen. Das Hochbeet ist geistig schon wieder voll und dann wird es auch schon wieder knapp mit dem Platz, weil ja Trampolin und Planschbecken auch noch untergebracht werden müssen.

Salzsarkophag


Im Bild oben sieht man den traurigen Rest von zwei Lachsforellen. Der Grund warum von denen praktisch gar nichts mehr übrig geblieben ist, ist wahrscheinlich größtenteils der Zubereitungsart geschuldet, denn das war schon eine ziemlich coole Nummer: Salzkruste! Man füllt die Viecher mit Grünzeug, baut einen Salzsarkophag außen rum und schiebt sie dann für eine halbe Stunde in die Röhre. Fertig. Das Ergebnis ist, neben einer Ladung steinharter Salzkruste, super saftiger und butterweicher Fisch.
Die Chefin war von der Sauerei, die so eine Fischsalzkrustenveredelung mit sich bringt, nicht wirklich begeistert, das ist ja schließlich eine Küche und kein Steinbruch, dieser Kollateralschaden wurde nach dem Essen aber dann zur Festagsmenünebenerscheinung herabgestuft. Hier ist eine Anleitung. Die zentrale Frage ist ob man ein gleiches Ergebnis mit Alufolie auch hin bekommt. Das prüfen wir demnächst.

Kommando Roter Norbert #2 – ein epochaler Meilenstein

In dem Listing unten sieht man den Befehl, den es braucht um eine Ikea TRÅDFRI Lampe über zigbee2mqtt zu steuern. Wenn man genau hinsieht, dann besteht es nicht aus einem Befehl, sondern gleich aus drei: Zeile 2 schaltet ein, Zeile 3 regelt die Helligkeit und in den Zeilen 5 – 7 wird die Farbe eingestellt.

{
  "state": "ON",
  "brightness": 255,
  "color": {
    "r": 46,
    "g": 102,
    "b": 193
  }
} 

Will diesen Befehl jetzt über eine GUI zusammen bauen, dann braucht man auch drei verschiedene Eingabequellen, einen Schalter für An/Aus, einen Slider für die Helligkeit und eine RGB-Farbauswahl für die Farbe. Wenn man sich dessen bewusst ist, dann ist man ganz weit vorne. Dann noch etwas Node Red Gedönse und schwubs funktioniert es auch. Ein wegweisender Meilenstein für das Kommando Roter Norbert!
[Update] Das Endergebnis schaut dann so aus. Links die Logik, rechts das Ergebnis. Top!

Kommando Roter Norbert

Beim Thema Heimautomatisierung geht der Trend ganz klar hin zu Node Red. Und wer sich einmal mit den DOIFs aus FHEM die Finger gebrochen hat, der kann eigentlich nur applaudieren! Es grenzt schon fast an Luxus und das schönste daran ist, dass man es zusätzlich verwenden kann – alles was schon geht, funktioniert weiter und was man im Hinterkopf hat, wird einfacher!
Bei all dem Swing, den Node Red verbreitet, muss man natürlich bedenken dass auch Node Red kein Selbstläufer ist, sondern ein Expertensystem und in Expertensystemen muss man sich einarbeiten. Es gibt aber hier ein paar wirklich gute Videos, das Projekt Roter Norbert ist zum Erfolg verdammt.

Das Hochgefühl am Morgen

Nach gut 10 Jahren war es an der Zeit mal die Silikonfugen im Bad zu erneuern. Das war zwar eine scheiß Arbeit am Wochenende, aber seitdem gibt es jeden morgen einen kurzes Hochgefühl wenn man vom Thron aus die neuen Fugen sieht. Schöne Fugen sind das, Donnerwetter! Er kann auch in Silikon…

Ein bisschen OS X Feeling unter Linux

Bei OS X gibt es den Befehl open. open übergibt man einen Pfad und der wird geöffnet. Fertig. Ist der Pfad ein Verzeichnis, dann wird das Verzeichnis im Finder geöffnet, ist es ein PDF-Dokument, dann der PDF-Reader mit dem Dokument, usw. Das ist voll praktisch! Dateien mit locate suchen und das Ergebnis mit open öffnen.
Unter Linux gibt es so ein open nicht. Aber es gibt xdg-open aus den xdg-utils, das macht das gleiche. Baut man ein Skript darum und speichert es als „open“ ab, dann ist man auch schon OS Xig unterwegs:

xdg-open "$*" &> /dev/null &

TUXEDO InfinityBook 14 #2


Beim neuen Laptop war ja ein USB-Stick beigelegt auf dem WebFAI installiert ist. Mit WebFAI bekommt man recht einfach ein von Tuxedo vorkonfiguriertes Linux auf das Laptop, quasi ein erweitertes Zurücksetzen auf Auslieferungszustand. Zur Auswahl steht aber nicht nur Tuxedo Budgie, sondern auch noch Ubuntu und Suse.
Suse unterstützt ja standardmäßig Snapper und damit die Möglichkeit Snapshots von Systemzuständen zu machen – und das ist doch eine Neuinstallation wert! Mit WebFAI wird Suse allerdings ohne BTRFS installiert und damit funktioniert auch kein Snapper.
Weil WebFAI wirklich prima funktioniert, kam es danach gleich nochmal zum Einsatz um Ubuntu zu installieren. Budgie ist zwar hübsch anzuschauen, aber doch weit weg vom Ubuntu-Standard. Und diese Installation mit Ubuntu ist wirklich top! Ein so ein geschmeidiges System habe ich lange nicht gesehen. Sehr schön. Gefällt mir.