
Heute musste das neue Rücklicht an das Rad im oberbayerischen Niemandsland geschraubt werden. Eigentlich keine große Sache, aber man muss das Werkzeug ja 96 km mit schleppen. Da muss man planen. Sauber planen. Anderer Anschluss, andere Anschlussposition, heißt Kabelführung ändern, heißt Kabelbinder und Seitenschneider, Schraubenschlüssel und Schraubenzieher. Und sicherheitshalber WD-40. WD-40 braucht man immer. So, jetzt sind wir wieder Nachtstartklar und warten ab was diese oberbayerischen Kackbratzen als nächstes gebrauchen können.
Gedankengut
News+ – –
News+ ist schon eine ganze Weile mein bevorzugter News-Reader und als das Teil dann noch einen 2-Wege-Sync bekommen hat, war das dann das Sahnehäubchen. Warum der Entwickler diese spitzen App nicht mehr weiter entwickelt ist nicht verständlich, schade und ärgerlich obendrein weil man damals ja in die Pro-Version investiert hat. Spätestens für Android 7 wäre ein Update bitter nötig, weil da aus irgendeinen Grund der heiß geliebte 2-Wege-Sync nicht mehr richtig funktioniert.
Wenn man sich nach Alternativen umschaut, dann muss man nicht lange suchen, weil der Entwickler von Tiny Tiny RSS, also dem Backend-Programm, jetzt einfach selbst eine App geschrieben hat. Die App funktioniert auf den ersten Blick ganz gut und die knapp 4 €, die er nach der Testphase dafür verlangt, werden verschmerzbar sein.
Jetzt muss man aber die Sache mal etwas genereller betrachten: Da gibt es eine funktionierende Lösung für eine Sache und obendrein sogar einen Bedarf dafür. Dann den willkürlichen Entschluss diese Lösung einfach links liegen zu lassen, obwohl es den Bedarf ja nach wie vor noch gibt und dann muss aus der Not heraus eine neue Lösung gefunden werden. Ein absolut unnötiger Vorgang. Verschwendung von Ressourcen. Das muss doch nicht sein. Und das passiert überall in dem SW-Business. Man muss sich nur mal die Entwicklung neuer Linux Distributionen anschauen, jede Woche gibt es da eine neue Distribution mit neuer bunter Oberfläche aber mit den ansonsten gleichen oft halbgaren oder schrottigen Programmen. Und statt sich hin zu setzen und z.B. einen einigermaßen brauchbaren PIM für Linux zu entwicklen, versaubeuteln Horden von Entwicklern ihre Zeit lieber mit neuen Desktops, die keiner professionell nutzen will weil die brauchbaren Programme fehlen. Eigentlich muss man doch froh sein dass das mittlerweile auch die Konzerne gemerkt haben und für ihre Programme Online-Versionen aus dem Hut zaubern – für die wir dann im Abo bezahlen. Das kann doch nicht der richtige Weg sein!
Das Böse

Dass das Böse immer und überall ist, das weis mindestens jeder EAV Fan. Aber kann es sein dass das Böse nicht ganz sauber ist? Oder warum klaut einem das Böse ein altes Rücklicht von einem alten Fahrrad? Weis das Böse nicht dass man so ein fucking Rücklicht für 8 € kaufen kann – in neu und ohne dass man sich die Finger mit so einem alten Teil dreckig macht? Oh Mann! Aber wahrscheinlich hat das Böse genauso Probleme qualifizierten Nachwuchs zu finden wie alle anderen auch, ist ja auch wirklich ein eintöniges Berufsbild…
Pimp my HiFi
Gut, es war ja eigentlich klar dass was passieren muss. Erstaunlicherweise gibt es mehr Möglichkeiten als gedacht eine alternde HiFi Anlage in die neue Zeit zu bringen. Grob gesagt kann man zwischen Streaming-Empfänger mit oder ohne Display entscheiden. Die ohne Display werden übers Handy oder via Laptop gesteuert, die mit Display meist via Fernbedienung. Die mit Display haben oft auch noch noch ein FM und DAB Empfangsteil dabei. Und genau sowas haben wir jetzt, ein Hama DIT1000MBT um genau zu sein.
Das Teil ist praktisch, es kann DAB+, FM, Spotify-Connect und Internetradio, und das Display zeigt Sender, Künstler und Cover an. Da sind wir jetzt ganz weit vorne. Mit der Fernbedienung ist das Gerät problemlos bedienbar, wenn auch nicht komfortabel. Die Menüführung versprüht nämlich den Charme der späten 0er Jahre. Das ist allerdings erstaunlich verschmerzbar, weil man selten interagiert. Zusammengefasst ist das Hama DIT1000MBT eine funktional einwandfreie Sache, mit gutem Sound, aber mit ein paar Schwächen im Detail.
1 Jahr ohne Brille

Vor einem Jahr war die Augen-OP. Kurzes Fazit: Super! Längeres Fazit: Absolut voll super! Langes Fazit: Würde ich sofort wieder machen. Es hat zwar noch etwas gedauert, bis das Brille-abnehmen-wollen-beim-Waschen weg war. Und auch nach dem Aufwachen wurde noch ein ganzes Stück reflexartig nach der Brille gesucht. Das ist aber mittlerweile vorbei und die alten Brillen sind verräumt. Dafür gibt es 2 Sonnenbrillen. Eine Sonnenbrille ist ein Luxus, den ich früher nie hatte weil mir die mit Stärke zu teuer waren. Und auch das Radfahren bei Regen ist um Welten erträglicher weil nix mehr anläuft und Tropfen die Sicht erschweren, jetzt wird man einfach nur noch naß. Machmal liege ich früh im Bett und schau mich um, freue mich dass der Ausbau unterm Dach so schön geworden ist, sehe die Bilder im Flur, den Himmel, die Wolken und sogar das Haus vom Nachbarn. Das Leben ohne Brille ist gut.
Da Boa, boah!

Der konsequenteste Indiepionier unseres Landes mit dem Voodooclub im Hirsch. Ich muss etwas ausholen. Früher war das Leben einfach: Entweder du hast als Kerl Blasmusik gespielt, weil du am Land groß geworden bist, oder warst Metaller, oder beides, ohne Crossover. Dazwischen gab es eigentlich nur Popper-Scheiß. Dann kam der Voodoocult mit dem Herrn Boa und allem an Board was das Metaller Herz begehrt: Dave Lombardo, Chuck Schuldiner, Waldemar Sorychta und Mille Petrozza. Ein Trash-Metal-Gerät mit einem Popper als Sänger!
Nachdem der Phillip Boa dann wieder mit dem Voodooclub weitergemacht hat, musste der dann auch mal behört werden. Und so schlecht war dieses Popper-Zeugs gar nicht, also fast schon gut. Naja und seitdem wird halt Boa gehört. Fertig.
Zum Konzert: Super! Vorher noch schnell am Diana-Platz beim Kebap Sarayi einen spitzen Dönerteller gegessen, der Hirsch war voll und der Voodooclub samt Boa haben geliefert. Und zwar sowas von. Dann noch zum Runterkommen in die Monobar, ein perfekter Abend.
Neuer Lesestoff
Heute war Büchertausch in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Eine Halle voller Schachteln voller Bücher. Auf den Schachteln steht das Genere, dort sortiert man seine mitgebrachten Bücher rein und holt sich raus was man selbst gebrauchen kann. Man kann da nicht einfach einmal durchlaufen und fertig, denn es kommen ständig neue Leute mit neuen Büchern. Interessante Veranstaltung.
Viel Holz in der Hütt’n
Ein großartiger Frühlingstag war das, wie gemacht um draußen was zu machen. Und das haben wir ausgenutzt. Gut einen Ster Hoz haben wir jetzt mehr in unserem Schuppen. Alles was da seit Jahren aufgehoben und zwischengelagert wurde, wurde heute klein gemacht. Alter Boden, alte Latten, alte Platten, alter Dreck, neues Brennholz, viel Platz. Alle haben mit angepackt, danach wurde gegrillt. Das macht stolz. Das macht müde.
Sie wollen hoch hinaus, sind auf der Suche nach einer beruflichen Alternative?
Die Welt liegt dir zu Füßen, weiße Zähne inclusive und ohne Voranmeldung. Da kann man praktisch fast gar nicht Nein sagen!

Das audiophile Abstellgleis
So ein Spotify-Probe-Account ist schon der Hammer. Musik ohne Ende. Musik auf dem Handy, Musik auf dem Tablet und Musik auf dem Laptop. App starten und schon tütelt es los. Alte Klassiker, neues Zeug und sogar die EAV, alles da, alles total super und maximal bequem.
Nur die teure Stereoanlage steht im Eck und bleibt stumm, obwohl sie dafür gemacht ist den ganzen Krempel auf höchsten Niveau darzubieten. Aber die mag halt nur CDs, sonst nix. Da ist sie konsequent. Und wenn man da welche reinsteckt und aufdreht dann hört man recht schnell warum sie so teuer war. Spotify mit der ganzen Schüttgutmusik und meine Linn Classik Music passen irgendwie nicht zusammen. Das ist schade. Das gibt kein Happy End, da muss man kein Hellseher sein.
[Update] Ruhig bleiben Brauner! Da sind analoge Eingänge der Spitzenklasse und es braucht eigentlich nur einen brauchbaren Streaming-Client. Da ist Licht auf der Wochenendzielgeraden.