
Also das was sich gestern Abend im Salon Regina abgespielt hat, lässt sich in Worten ganz schlecht beschreiben, weil es ein Schauspiel der Naturgewalten in Kombination mit einer exquisiten Auswahl alten Volksliedern und höchst engagierten Publikum war. Heimatabend im Salon Regina – denn zum Singen sind sie da. Die Luft war geschwängert vom Schweiß, Durst und Gesang. Ab jetzt einmal im Monat.
Gedankengut
Knoblauch, geräuchert

Die Franzosen schwören ja auf geräucherten Knoblauch weil man den angeblich länger lagern kann und er auch nicht so schnell sein Aroma verlieren soll. Eine Spezialität, eine französische! Was hat die Nachbarin letztes Jahr nach ihrem Frankreichurlaub geschwärmt. Das kann ich auch hab ich damals geprahlt und deshalb musste jetzt geliefert werden.
Schwer ist das nicht. Knoblauch kaufen, Räucherofen bestücken, Knoblauch rein und Maschinerie anwerfen und warten. Weil der Bioknoblauch etwas größer war, musste das Rost noch etwas gepimpt werden, das war es dann auch schon. Und das Ergebnis kann sich tatsächlich sehen lassen.
Familiäre Herausforderung ++
Es ist jetzt das passiert was eigentlich nicht passieren sollte, nach Murphy aber passieren muss und zwar ein zweiter Krankheitsfall! Das Kind 2 hat sich nämlich gestern Abend den Arm gebrochen. Gut getimt. Seit die Chefin ihren rechten Arm nicht verwenden kann ist die Lage ja eh schon leicht angespannt (die Anspannung resultiert zu 94,56 % auf der Tatsache dass der Haushalt, der von mir so nebenbei mit gemacht wird, nicht so erledigt wird, wie sie es für richtig hält). Und jetzt noch ein Pflegefall. Da gibt es plötzlich ganz triviale Fragen, die geklärt werden müssen, wie z.B. das Kind in der Früh seine Socken an die Füß kriegt? Wir starten also mit einer neuen Herausforderung in die neue Woche. Familiäre Herausforderung, das nächste große Ding.
Hack & Make

Wenn die schon eine Veranstaltung nach dir benennen, dann musst du dich auch mal blicken lassen, klarer Fall. Also haben wir gestern mal beim Hack & Make vorbei geschaut. Ich wollte mir die Arduino-Vorträge anschauen und das Kind 1 war vom Kinderprogramm ganz angetan. Die Veranstaltung war ganz gut und die Vorträge so dass man auch schön fragen konnte. Das Kind 1 durfte allein mit einer Nähmaschine nähen und hat Pfannkuchen vom PancakeBot bekommen. Für mich gab es genug Input für das erste Arduino Projekt und dann noch ein Arduino-Starterpaket oben drauf (es ist halt so dass jemand der einer Religion angehört, die über Jahrhunderte hinweg Ablasshandel betrieben hat, erst glücklich ist wenn für etwas Seelenfrieden etwas Geld geflossen ist und man was in der Hand hat).
FunRun 2017
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Gestern war FunRun im Südwestpark. Die Kids waren mit 1 km am Start und der Vater mit 9,9 km. Ich war nicht untätig und habe mich vorbereitet und bin die Strecke bestimmt 10 mal gelaufen, auch mehrfach am Stück – allerdings nie unter solchen Voraussetzungen wie gestern! Gut 35 Grad waren es noch als es los ging und schwül wie im Regenwald, da war recht schnell klar dass es mit einer Zeit unter 55 Min nix wird. Dynamische Zielkorrektur nach 2 km, Ziel 2.0: „Hauptsache unter einer Stunde“. Hört sich nach Walking an, war aber ein ganz hartes Stück Arbeit. Deshalb und um so stolzer: Ziel 2.0 erreicht.
Nur robuste Prozesse geben Sicherheit
Die Bewässerungspläne haben gestern einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Und dabei waren die Bedingungen mehr als perfekt. Das Plantschbecken der Kids musste entleert werden und damit hätte dann praktisch Regen simuliert werden können, Klassische Nürnberger Nanoklimamanipulation im Pico-Modus. Also wurde Wasser aus dem Becken mit der Gießkanne ins kleine Wasserfass umgefüllt, mit der Hoffnung dass die Pumpe irgendwann anspringt und es aus dem Fass wieder raus pumpt. Hat sie aber nicht.
Nachdem die Pumpe auseinander geschraubt war, war auch recht schnell klar was das Problem ist. Nämlich Dreck. Und zwar gibt bei Pumpen einen kleinen aber feinen Unterschied, es gibt nämlich Schmutzwasserpumpen, denen macht Dreck nichts aus, und Regenwasserpumpen, denen macht Dreck was aus. Bei unserer Pumpe handelt es sich augenscheinlich um eine Regenwasserpumpe – was natürlich von der Sache er korrekt ist, aus Sicht Robustheit aber eher fahrlässig. Langer Rede kurzer Sinn, nachdem das Teil gereinigt war, hat es auch funktioniert. Aber halt erst im 2. Anlauf und mit dem bitteren Beigeschmack, dass es beim nächsten großen Regen wieder nicht gehen könnte.
ALC rollt das R

Wie es manchmal so spielt. Da stand am Samstag in der Früh ein kleiner Beitrag über eine fränkische Hip-Hop-Band aus Treuchtlingen in der Zeitung und deren Frankenhymne des 21. Jahrhunderts. Das Video dazu ist auch ganz nett, soweit so gut.
Am Samstag Abend sind wir auf einer Feier in der Fränkischen. Eine Feier wie es sie früher öfters, mittlerweile aber nur noch selten gibt. Ein Party-Fossil sozusagen. Gutes Ambiente und vor allem eine Bühne für ein paar Bands. Und genau auf dieser Bühne – und zum krönenden Abschluss und zur besten Zeit – spielt genau diese Band. Wenn das kein Zufall ist. Wahnsinn.
Burgruine Neideck + Pretzfelder Keller

Wenn man grad in der Fränkischen unterwegs ist und nix besseres zu tun hat, dann sollte man mal auf die Burgruine Neideck wandern! Die Strecke ist überschaubar und auch mit Kindern gut zu bewältigen. Oben hat man einen schönen Ausblick und die Kids haben genug zu erkunden. Unten in Streitberg gibt es ein Freibad in dem kein Wasser ist, dafür aber mit super Kiosk – das Bad-Cafe ein Kleinod mit Greif Bier im Ausschank. Außerdem gibt es die Anlegestelle für die Kanu-Touren an der Wiesent, da lässt es sich auch gut im Wasser plantschen.
Auf dem Rückweg bietet sich dann ein Besuch des Pretzfelder Keller an, nein er drängt sich geradezu auf! Der Keller hat eigentlich die besten Voraussetzungen eine top Bewertung zu bekommen, schlampt aber leider im Detail: da es gibt Möchnshof Bier (das ist kein Witz, die schenken da Möchshof Bier aus!) und die Essensausgabe ist gelinde gesagt chaotisch. Und dabei könnte alles so schön sein, die Aussicht ist herrlich, das Essen eigentlich ganz gut und der Kellerwald wildromantisch fränkisch. Zusammengefasst eine ganz schöne Sonntagnachmittagstour.
Mikrokurzurlaub
Wir haben Kurzurlaub in Beilngries gemacht. Beilngries aka das Mallorca des Altmühltals ist noch ein Geheimtipp, deshalb werden es die wenigsten kennen. In Beilngries gibt es einen Campingplatz, auf dem man in einem Fass schlafen kann, das ist ganz cool, ein Freibad, ein Brauereimuseum, die Altmühl, keine Philosophen und ein paar gute Wirtshäuser – also alles was man braucht. Auf dem Heimweg ging es dann noch in den Dinopark nach Denkendorf. Mit dem Dinopark ist das so eine Sache, Kids, die sich für Dinos interessieren finden ihn bestimmt gut, unsere nicht. Die Mikrokurzurlaubabschussbesprechung fand in der Waldschänke Brückkanal in Feucht statt, eine Top-Location! Insgesamt ein cooler Trip. Beilngries, das nächste große Ding.
Ein Plan ist ein Plan und daran wird sich gehalten.
Eine Woche Urlaub ist eigentlich viel zu kurz, deshalb muss man planen. Der Plan für gestern sah vor den ersten Teil der neuen Trockenmauer fertig zu machen. Wer sich mit dem Thema Trockenmauer im allgemeinen wenigstens nur ein bisschen auskennt, der weiß, dass man eine Trockenmauer nicht einfach so in den luftleeren Raum bauen kann, sondern ein Stück Gefälle oder eine Aufschüttung braucht. Aus Ermangelung an Hügel war bei uns die Aufschüttung das Mittel der Wahl. Aber auch eine Aufschüttung kann man nicht einfach so machen, auch da braucht Vorbereitung – in unserem Fall war das eine Reihe mit Pflanzringe aus Beton auf der Grenze zum Nachbarn. Weil so ein Pflanzring 45 kg wiegt war das schon allein eine Hausnummer.

Zurück zur Trockenmauer. Der Plan gestern war ganz einfach entlang der Pflanzringe Humus aufschütten. Den ersten Hänger Humus hat der Hack Senior schon letzte Woche geliefert, der musste bei leichten Nieselregen nur in den Garten gefahren werden. Der zweite Hänger musste in Burgfarrnbach bei leichten Regen geholt werden. Wichtig, in Burgfarrnbach haben die keinen Bagger, der dir eine Schaufel in den Hänger schüttet, sondern man schaufelt selbst. Bei leichtem Starkregen wurde diese Ladung dann auch in den Garten verfrachtet.
Weil das Wetter jede Form von Schweiß verhindert hat, wurden dann auch noch gleich die ersten Meter Steine gesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: der anfangs nur durchnässte Rasen schaut jetzt aus wie eine Schlammgrube hinter der sich jetzt ein Stück Mauer erhebt. Der Chefin passt das nicht so recht, aber sie ist doch erstaunlich ruhig.