Kleine Herausforderungen erhöhen die Lebensqualität

OK, der Reihe nach: Letzte Woche hat die Festplatte vom Formschönen Wahnsinn die Grätsche gemacht. Bumn, kaputt, nix geht mehr. Also bei Gravis angerufen wie denn das mit einer Reparatur vor sich geht. Aha, kein Problem, einfach vorbei kommen. Heute dann zur besten Rush Hour einmal mitten in die Stadt gefahren und dieses affenschwere Ding an der Baustelle hinterm Bahnhof vorbei in den Laden getragen.

Der Nerd am Service hat erst mal blöd geschaut, dann was in seinen Computer reingetippt und nach 2 Minuten war er sich sicher dass der Rechner viel zu alt zum Reparieren ist. Sorry! Leicht genervt das Teil wieder zum Auto geschleppt und durch die Südstadt ab nach Hause. Solche Aktionen verbinden emotional.

Daheim etwas recherchiert und auf dieses Video gestoßen und dann Schritt für Schritt den Rechner zerlegt, danach die SSD aus dem Laptop vom Kind 1 mit etwas Panzertabe in den iMac gepappt wieder zusammengeschraubt und siehe da, das Teil funktioniert wieder. Heute ein Mac König!

Alle begeistert, Erziehungsauftrag erfüllt.

Die Chefin war gestern allein unterwegs und ich Herr der Kinder. Das ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, dessen bin ich mir bewusst und deshalb gibt es in solchen Fällen Spezialprogramm, gestern Kulturprogramm, Fränkische Wirtshauskultur. Wir haben uns ins Auto gesetzt und sind nach Hochstall zur Brauerei Reichhold gefahren und die Kids waren von den Dimensionen der Portionen sichtlich beeindruckt. Um den Abend eventtechnisch abzurunden ging es danach noch auf die Schafalm auf eine Feier. Was feiertechnisch im Sommer in der Fränkischen geht, können die Kids ja nicht wissen, seit gestern haben sie allerdings eine ungefähre Vorstellung. Alle begeistert, Erziehungsauftrag erfüllt.

FunRun 2018

Gestern war FunRun im Südwest-Park. Wir haben daraus einen FamilyRun gemacht, die Kids sind jeweils 1 km, die Chefin 5 km und ich 10 km gelaufen. Starke Familienleistung. Das war insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung und wir haben gestern gleich beschlossen nächstes Jahr wieder mit zu machen.
Strategisch war ich im Urlaub brav jeden Tag laufen und habe mir eine Polar M430 besorgt, das heißt man könnte jetzt analysieren warum ich 3 Min hinter meinem schärfsten Konkurrenten ins Ziel kam. Könnte. Was aber bedeuten würde dass man das Motto verrät. Komplizierter Sachverhalt.

Sicher unterwegs, das ist wichtig!

Du musst jetzt mal was mit dem Internet machen, das ist wichtig! hat die Chefin gesagt und meint damit dass Kind 1 langsam in ein Alter kommt wo es hin wieder allein was in diesem Internet nachschaut. Ob die Kindersicherung am Mac da wirklich reicht, weiß man nicht. Egal, da muss man jetzt jedenfalls was machen. Da muss man was sehen!
Na da setzten wir doch mal Pi-hole auf, dann ist schon mal die Werbung weg. Der Kollege_J hat das natürlich schon lange und sagt dass es keine große Sache ist und recht gut funktioniert. Dann noch die Kindersicherung vom Mac und ein YouTube Filter hinter her, das ist jedenfalls eine solide Basis. Der Rest wird sich zeigen.

Formschöner Wahnsinn

Das Kind 1 hat vom Onkel einen alten iMac geschenkt bekommen. Super Sache. iMac (24 Zoll, Anfang 2008) 3 GHz Prozessor, 4 GB RAM und 1 TB Festplatte. 2008 war das so ungefähr das Maß der Dinge. Das Design ist zeitlos und schaut 2018 immer noch gut aus. Soweit so gut. Der Onkel und der Papa, diese wagemutigen Freizeit-ITler, sind dann auf die wahnsinnige Idee gekommen den Rechner platt zu machen und neu aufzusetzen. Ist ja keine große Sache, kann man locker nebenher noch grillen, was für ein grandioser Plan! Grillen, Bier, Rechner aufsetzen.
Grillen war gut, Bier auch, Rechner aufsetzen läuft noch. Was man bei so einer Aktion nämlich nicht gleich auf dem Radar hat, ist dass auf so einem alten Rechner keine aktuelle Software läuft. Und dann kommt eines zum anderen, erst funktioniert die Installation von MacOS nicht, dann tickst man um ein altes iWork zum Laufen zu bekommen und so weiter und so weiter. Wäre heute nochmal Donnerstag, dann würden wir nur grillen und Bier trinken.

Die Schlammgrube hinterm Haus


Der Rasen wurde heuer von der Chefin zur Chefsache erklärt, das heißt es war akuter Handlungsbedarf. Also hat der Chef den Rasen im Frühjahr vertikutiert, gedüngt, nachgesät und zu guter letzt gesandet (sanden war ein Geheimtipp). In den ersten Tagen nach dieser Aktion wurde er abends schön gewässert und bis gestern mehrmals wöchentlich gemäht – immer ohne Auffangbehälter, damit der kurze Abschnitt schön auf die Erde fällt und so das Austrocknen verhindert. Also praktisch das Gleiche was ein Rasenmähropoter macht, aber bei uns war das Teil der Chefsache.
Der Rasen hat sich für diese Pflege bedankt und wächst seither, dass wahrscheinlich manch eine Zweitligamannschaft neidisch wäre. Dieses keine, grüne Glück hielt an bis heute ca. 12:00 Uhr. Die näheren Umstände sollen an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden, das Ergebnis ist jedenfalls dass wir jetzt mitten im Rasen eine Schlammgrube haben. Ein dunkelbraunes Loch. Ab jetzt hat sich das mit der Chefsache und dem Rasen erledigt. Und der Rasen ist für den Chef nix weiter mehr als das grüne Ding auf dem Weg zur nächsten Baustelle. Ende.

Ein Kaffee mit den Hells Angles


In dem Laden, in dem ich seit gut einer Woche nachmittags meinen Kaffee trinke, waren heute die Hells Angles vom Charter Crete. Es ist nämlich so dass die Chefin bei der Wahl der Hotels seit Jahren ein glückliches Händchen hat, was Lage, Service, Verpflegung und Einrichtung angeht, allerdings ist allen Hotels gemein, dass einem der Kaffee nicht wirklich nach vorne bringt. Aber es findet sich – bis auf wenige Ausnahmen – immer irgendwo eine Kaffeealternativlokation, in diesem Urlaub ist es das Sweet World.
So wie es ausschaut ist der Besitzer vom Sweet World nicht nur ein ausgezeichneter Cappuccino-Macher sondern auch noch Sympathisant vom hiesigen Rocker-Club. Gut, steht ja auch nirgends geschrieben dass Rocker nur Jacky trinken müssen, die vor Ort sind jedenfalls auch noch ganz schöne Kaffeetanten, die kleinen Adipositas-Biker.
Aber der Cappuccino im Sweet World ist ja auch wirklich top! Nicht zu stark, der Milchschaum schön cremig, eine Einheit mit der Crema bildend, serviert in einer schönen Tasse, perfekt. Und dazu eine Bedienung, die einem schon beim 2. Besuch wiedererkannte und immer schön aufmerksam den Augenkontakt sucht um den Status zu checken. Wobei die Hell’s Angels heute natürlich priorisiert wurden – und das zum Abschied! Naja, für den Rest der Woche nehme ich mir vor daheim genauso guten Cappuccino zu kredenzen. Das wird schwer!

Chromebook im Urlaub

Für den Urlaub ist so ein Chromebook eine voll sexy Angelegenheit. Es ist leicht, es taugt besser zum Surfen als ein Handy, es ist billig und ein Verlust deshalb verschmerzbar. Cool wäre wenn man Seafile als Alternative zu Google Drive verwenden könnte, oder wenigsten zusätzlich zu Google Drive. Jetzt kann man Dateien eigentlich nur manuell im Browser downloaden und muss sie dann in das Seafile-Browserfenster ziehen. Geht, ist aber nicht schön.
Und dann wäre da noch der VPN Support, der scheint nur auf Chromebooks mit Android Support zu funktionieren, das kann unseres aber noch nicht. Naja jedenfalls würde ich davon sofort wieder eins kaufen! Überhaupt sollen die ja jetzt Linux-Support bekommen, das macht die Sache dann natürlich noch viel interessanter!

HÖRZU-Leser, was sind das bloß für Menschen?

Gestern waren das Kind 2 und ich am Pool und das Kind 2 hat ein paar wirklich erstklassige Sprünge hingelegt. Natürlich ist das nicht erlaubt, aber wenn das Pool leer ist, warum denn nicht? Alles gut, bis ein Kerl daher kam, der sich bei seiner Leserei belästigt fühlte und uns bat mit der Springerei aufzuhören. Aber da ist doch keiner weiter drin! Aber das ist verboten! Aber da ist doch keiner drrriiinnn! Verboooteeeen! Argh. Ich habe ihn danach beobachtet, er hat in sicherer Entfernung zum Pool HÖRZU gelesen. Da war erst mal Recherche angesagt. Was sind das für Menschen, die eine deutsche Programm-Zeitschrift im Urlaub lesen? Verbeamtete Sachbearbeiter wahrscheinlich. Naja, unser erster Eindruck von einem HÖRZU-Leser war jedenfalls kein guter.

Yeah, Urlaub!

Urlaub ist ja so ein abstrakter Begriff, wie Umsatzsteuervoranmeldung oder so. Es gibt Bedarf und Zwang, aber im normalen Leben denkt man erst mal nicht dran, blendet ihn aus weil man ja gar nicht dazu kommt vor lauter früh aufstehen, lang arbeiten, irgendwann heim kommen, noch schnell was mit der Familie machen und ins Bett gehen und dann wieder früh aufstehen und so weiter und so weiter.
Und dann ist der Urlaub auf einmal da. Bumm. Man schläft länger und tauscht die Arbeit gegen die Kinderbeschäftigung. Mit den Kindern den ganzen Tag was zu machen ist auch so etwas wie Arbeit, nur anders und man kann ab und zu mal einen kleinen Schlummi machen, einen guten Kaffee zwischendurch trinken und gegen Abend den Kaffee gegen Bier tauschen. So geht Urlaub.