Aquarianer sind Gutmenschen

Das Kind 2 und sein Vater haben am Wochenende erste Hilfe geleistet und zwar bei den Guppys in unserem Aquarium. Da hat so ein trächtiges Weibchen eines von den neuen Männchen malträtiert, dass wahrscheinlich sogar militante Feministinnen Mitleid mit dem armen – aber hübschen – Kerl gehabt hätten.
Erschlägt man in so einer Situation die Schwangere, damit der Schönling überlebt, würde das wahrscheinlich in den sozialen Medien komplett falsch interpretiert werden. Anders herum hätte man sich die 3,95 € für das blauschwänzige Männchen sparen können, von den Kindertränen ganz zu schweigen. Also sind wir in den Keller und haben das alte Aquarium nach oben geholt und kurzerhand im Fernsehzimmer aufgebaut. Dort hin haben wir den Schönling umgesiedelt und, damit es ihm nicht langweilig wird, noch zwei rotschwänzige Mädels gleich dazu. Fisch im Hause Hack müsste man sein.
Mit dieser selbstlosen Aktion haben wir ganz unverhofft ein neues Projekt, denn auch wenn da schon Wasser und Pflanzen drin sind, schön ist anders. Und schön soll es schon sein, wenn man da jede Nacht rein glotzt.

Früh übt sich wer ein Automatisierer werden will


Gestern Abend haben Vater und Sohn 4 WLAN Steckdosen zerlegt, ein paar Drähte aufgelötet und die Teile dann mit Tasmota geflasht. Das hört sich erst mal komplett unspektakulär an, ist es auch wenn man ein abgebrühter ITler, berufsmäßiger Flasher und ambitionierter Heimautomatisierer ist. Für das Kind 2 war es ein Erlebnis! Was Neues auspacken und direkt zerlegen, mit dem Lötkolben Drähte aufkleben, mit dem Computer verbinden und dann – nach etwas Magie – kann man vom Computer aus LEDs auf der Platine zum Leuchten bringen. Es kommt halt nach dem Vater. Zwischendurch noch mit diesem extrem heißen Lötkolben ein paar Muster auf ein Schneidbrett brennen. Ein bester Abend ever.
Aus Sicht des Heimautomatisierers gibt es jetzt zwei neue, per MQTT steuerbare Sonoff S20 WLAN-Steckdosen, die gegen Weihnachten groß rauskommen werden und zwei Gosund SP1 WLAN-Steckdosen mit denen man den Verbrauch messen kann, ebenfalls per MQTT, alles hier ganz gut beschrieben. Letztere werden als nächstes an die Zuleitung von Waschmaschine und Trockner angehängt, das schaut jetzt schon verdammt nach Zielgerade aus. Jetzt muss die Messung bzw. Überprüfung des Stromverbrauchs noch in FHEM eingebaut werden, sollte mit übersichtlichen Aufwand zu bewerkstelligen sein.
Bei der Gelegenheit könnte man das Logging von Dateibasiert auf Datenbank-Logging umstellen. Würde wahrscheinlich die Generierung von Graphen extrem beschleunigen. Spitzen Herbstprojekte.

Akkutausch als Event


Um etwas Druck aus der Laptop-Geschichte zu nehmen wurde dem Macbook ein neuer Akku verpasst. Das geht zwar nicht mehr so einfach wie früher, man muss da jetzt das Gehäuse aufschrauben, aber der Aufwand ist übersichtlich, es sind ja nur ein paar Schrauben. Jetzt müssen wir mal schauen was diese 50 € Investition bringt, genug Power hat das Macbook noch und mit 500 GB SSD und 8 GB RAM ist es auch noch zeitgemäß.
Das Kind 2 durfte helfen. Computer auseinander schrauben, auf die Schrauben aufpassen!, den Akku tauschen, auf die Schrauben aufpassen!, die Schrauben in der richtigen Reihenfolge wieder rein schrauben, auf die Schrauben aufpassen!, einschalten und sich dann freuen! Das Kind 2 war stolz wie Oskar.

Strip-Excel für Anfängerinnen

Das Bild der Chefin von einem Sachbearbeiter in einem großen Konzern (dem sog. SiegK) hat sich gestern Abend leicht geändert. Bis dahin ist sie nämlich davon ausgegangen dass ein SiegK einen Großteil seiner Zeit mit Kaffee trinken und am Computer rum tippen versaubeutelt, halt nichts richtiges arbeitet. Also analog dem Bild der rauchenden, kaffeetrinkenden und unfreundlichen Krankenschwester, nur halt umgekehrt.
Aber gestern Abend hat der SiegK von der Chefin ihr mal gezeigt was man mit dem Zaubertool Excel so alles machen kann und sie war schwer beeindruckt – Tabellen sortieren, filtern und auf eine Seite skaliert ausdrucken. In kürzester Zeit, komplett ohne Magie. Selbstverständlich erst nachdem sie selbst versucht hat ihr Vorhaben mit Word umzusetzen.
Jetzt überlegt sie ob sie mal einen Excel-Kurs macht. Auf das Angebot eine speziell für sie maßgeschneiderte hausinterne Intensivschulung, Arbeitstitel „Strip-Excel für Anfängerinnen“, mitzumachen, ist sie spontan nicht eingegangen. Revolutionäres Schulungskonzept, Bedarf offensichtlich vorhanden, Marketing verbesserungswürdig. Abwarten.

Macbook Plan B

Insgeheim habe ich diese Woche ja damit gerechnet dass Apple ein Laptop vorstellt, das mein aktuelles ablösen könnte – große SSD, 8 GB Speicher, gute Auflösung und nach normalen Maßstäben erschwinglich. Dieses Macbook ist ein Witz. Die Idee dass man für Apple-Computer mehr bezahlt als für andere und dafür ein Stück Technik bekommt was entsprechend länger hält, geht genau so lange auf wie man den Akku tauschen kann. Sind die Akkus fest verlötet, dann bestimmt der Akkuverfall die Lebensdauer vom Laptop. Das heißt der Apple-Bonus ist weg.
Jetzt habe ich etwas hin und her überlegt und habe einen neuen Plan: ich kaufe einen Leasing-Rückläufer von einem Business Laptop, ungefähr so einen wie ich ihn auch auf Arbeit habe, HP Elitebook oder so, und da haue ich Ubuntu drauf. Diese Laptops sind robust, relativ hübsch und die Hardware sollte von aktuellen Linux-Kernels gut unterstützt werden, und das zu einem fast schon lächerlichen Preis. Das ist der neue Plan, ein geekiger Plan.

The Brew – sollten eigentlich die The Steamrollers heißen


OK, gestern war Montag, das ist immer so nach einem Sonntag und dem Samstag da davor. In der Früh war Kürbisschnitzen mit dem Kind 2 im Hort angesagt, danach Homeoffice, bei uns heißt das Mobiles Arbeiten und verschmelzt Familienleben, zu wenig Bewegung und den Stress der Arbeit (ohne Kaffeeplausch!) miteinander.
So gesehen hat es ganz gut gepasst dass The Brew gestern im Hirsch waren und nicht an einem Freitag oder Samstag. The Brew sollten eigentlich die The Steamrollers heißen, das würde besser passen. Im Endeffekt ist es ja auch egal ob sie walzen oder vor sich hin gären, gestern haben sie gerockt was das Zeug hält.
Ich bin ja leicht schwerhörig, vielleicht auch schwer leichthörig, naja jedenfalls will ich nicht dass sich jemand anderes damit ansteckt und stopfe mir deshalb bei Konzerten immer Tempos in die Ohren. Die Musik hört sich dann zwar nicht mehr so gut an, ist aber verträglicher. Jetzt wollte doch des drecks Tempoböbberla gestern Nacht nimmer aus meinem linken Ohr raus. Da half nur noch eine Not-OP, die Chefin hat sauber gearbeitet und ich höre wieder. Was für ein Montag.

Die Backup-Strategie Teil 14 – autosupend, das „d“ steht für Deamon

autosuspend ist eine elegantere Lösung als autosuspend.sh. Obwohl sich beide Lösungen vom Namen her ja kaum unterscheiden, spielen sie lösungstechnisch in unterschiedlichen Ligen.
Der Hauptunterschied ist dass autosuspend als Deamon gestartet, das System kontinuierlich überwacht und das bedeutet er kann u.a. z.B. die idle-Zeiten am Desktop und den aktuellen Netzwerkverkehr berücksichtigen. Streamt man z.B. gerade einen Film, dann hält er den Rechner wach, hat man am Desktop länger nichts gemacht, dann schaltet er in den Standby. Insgesamt eine rundere Lösung.
Zum Projektverlauf.

Fische aus der Villa

Welch Glanz in unserer Hütte. Gestern Abend sind das Kind 2 und ich mit Tupperware bewaffnet nach Erlenstegen gefahren und haben dort Fische fürs Aquarium geholt. Eine Dame hat via Ebay-Kleinanzeigen ihre Nachzucht billigst abgegeben und wir haben zugeschlagen. Fische aus Erlenstegen sind was ganz anderes als das Zeug, das man im Zooladen kriegt. Vom Ambiente ganz zu schweigen, im Villenviertel fachsimpelte es sich einfach niveauvoller.