Die gute Tat um 9 Uhr früh, Urlaubstag #18

Heute morgen bin ich unserer Nachbarin im Treppenhaus begegnet. Die gute Frau ist knappe 80 und wohnt im 3. Stock. Ab und zu schleppe ich ihre Einkäufe nach oben, heute auch.
Dafür hat sie mir heute ein Stück selbst gebackenen Stollen gegeben, altes Familienrezept. Die Frau stammt aus Schlesien (oder irgendeinen anderen Landstrich der vor gut 60 Jahren fluchtartig geräumt werden musste), ich selbst kenne ja auch Leute die damals mit dem Bollerwagen rübergemacht haben und weiß dass es da weder etwas zu lachen und schon gar nicht zu beißen gab. Und das alles in Schwarz-Weis – Farbfilm gabs ja auch nicht.
So und jetzt geht mir dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf: Schneesturm, Russenangriffe, endlose Flüchtlingskarawanen und mitten drin meine Nachbarin mit leeren Magen, fest an sich gedrückt das Familienkochbuch, mit alten Rezepten für bessere Zeiten. Und eines davon nämlich das des Stollen will sie jetzt an die Gattin weitergeben, ich bin gerührt.

Jetzt ist es offiziell, Urlaubstag #16

Seit heute ist es offiziell: 2008 werde ich den Arbeitgeber wechseln. So ein Arbeitgeberwechsel ist mir schon so eine Sache. Am Anfang ist es nur so eine Idee. Dann irgendwann wird es konkreter, aber bis so ein Ja-ich-will oder viel mehr ein Nein-ich-will-nimmer da ist, dauert es aber noch ein ganzes Weilchen und in dieser Zeit hat man viele schlaflose Nächte. Man denkt die Sache von hinten bis vorne durch, erst mal prinzipiell, dann unter guten Vorraussetzungen und als Worst-Case-Betrachtung. Dann wird diskutiert, mit der Frau, der Familie um den Freunden. Und so reift so eine Entscheidung.
Hat man sich entschieden, dann fühlt man sich zwar besser, aber nur so lange bis es darum geht es seinen Kollegen zu sagen. Seinen langjährigen Mitstreitern sagen zu müssen, dass man geht, ja gar die Fronten wechselt, ist nicht so toll, vor allem dann wenn man solche hat wie ich, die man wirklich mag. Aber jetzt ist es raus und mir geht es besser.

Standby-Beutel

mathilda_thumb.pngHeute habe ich den Nachwuchs in den Umhängebeutel gelegt und bin mit ihr stolz wie Oskar zum Bäcker marschiert – das war der erste Ausflug und sie hat ihn definitiv verschlafen. Nachdem ich das Kind nämlich in den Umhängebeutel gepackt hatte, fiel es in eine Art Standby-Modus.
Cooler Trick und das beste ist, er hat heute Abend gleich nochmal funktioniert, der Standby-Modus während des Beutelaufenthalts ist also reproduzierbar!

Kurzer Status zum Wochenstart, Urlaubstag #11

  • Die Schwiegermutter hat Angst dass ich verhungere und hat mir 6 Semmelknödel, 8 Dosen Allerlei und einen Kasten Bier mitgebracht. Ich werde überleben!
  • Der Schwager-C hat mir gestern eine Zigarre mitgebracht. Ich habe mich durchgebissen – mindestens bis zur Hälfte! Heute ist mir schlecht und ich habe leichte Durchfallerscheinungen.
  • Der Taxi hat die Bilder auf seiner Digi-Cam gelöscht bevor er sie am PC sichern konnte. Jetzt will er wissen ob man die Bilder wiederherstellen kann? Kennt sich da jemand aus?
  • Der Kollege-J will sich durch Club-Fan-Artikel-Kaufaktionen an seinen Hochzeitstag erinnern lassen. Ich würde mich bei solch heiklen Themen, nicht auf so windige Typen wie mich verlassen. Outlook ist besser als sein Ruf!
  • Der Griechen-Bomber hat gestern zugeschlagen, der Club belegt nach einem 2:1 einen super Platz im unteren Mittelfeld.

Mathilda Hack, 07.12.2007, 6:12 Uhr, 3180 g

Nachwuchs ist da. Ich bin platt. Die Mutter auch. Allen geht es gut. Wir haben die ganze Nacht durchgearbeitet, jetzt sind wir kaputt. Details folgen sobald wir ausgeschlafen haben. Versprochen. So ungefähr sieht sie aus, schöner halt in echt (Hebammen sollten einen Foto-Grundkurs bekommen ;-))

Status: Pending, Urlaubstag #9

Keine Angst, alles noch drin.
Bis heute früh DAS DOWNGRADE eingespielt. Downgrade ist übrigens das Gegenteil von Upgrade. Beim Upgrade spielt man eine neuere Version eines Programms ein, beim Downgrade ein älteres. Aufm Laptop ist also widda da Ticha. Wer Zeit hat kann Downgrades machen…
Emm, wir haben den Jackpot übrigens nicht gewonnen. Wollt ich nur noch sagen.