Friseur zum Geburtstag

Heute habe ich mir mal wieder nen Friseur gegönnt. Meine Friseuse, die dicke Melli, ist nicht mehr da, dafür gibt es jetzt eine spindeldürre Melli, die nicht so viel Scheiß labert. Die kann ich gut leiden. Die dicke Melli arbeitet jetzt „direkt an der Quelle“ nämlich als Wurstverkäuferin hat mir die Chef-Friseuse erzählt.

Hallo Mc Fly, jemand zu hause?

Vor mir liegen Tabellenbuch und ein Schinken mit der Aufschrift „Elektrotechnik – Fachstufe“. Diese Literatur ist wie ein Katapult zurück in die Lehrzeit. Ich habe diesen Dreck gehasst, der Unterschied zwischen Käfigläufermotoren und Asynchronmotoren war mir so scheißegal und diese drecks Tabellen und Klemmbretter – Müll!
Eigentlich bin ich auf der Suche nach ein paar Schaltungsbeispielen: Wechselschaltung und Stromstoßschaltung, die gibt es Gott sei Dank auch beim Wikipedia, Internet ist geil. Stück für Stück oder besser gesagt Zimmer für Zimmer wird das Haus ins 21. Jahrhundert gehift. Ich bin zufrieden.

Q4/2008

1. Oktober, Quratalsanfang:

  • Letztes Quartal 2008, dann ist das Jahr schon wieder rum. Für kommendes Jahr plane ich weder in Nachwuchs, noch in Immobilien und son Zeug und auch keine Hochzeit. Ich schwöre.
  • ein paar Leute wechseln heute ihren Arbeitgeber – viel Glück! Mindestens einer davon stinkt nach Knoblauch wie sau. Lieber Arbeitgeber, siehe es ihm nach und gib ihm eine Arbeit, die ihm wenigstens für 8 Stunden am Tag seine Freizeitplanung vergessen lässt.
  • Ab heute hat mein Senior Urlaub und kann Vollzeit in den Bau einsteigen. Die tratitionellen Wohnbauansichten der 70er treffen auf meine. Der Nebensatz „Ich will euch ja nix reinreden, aber ich würde… „ wird die nächsten 2 Wochen mein ständiger Begleiter sein.

Ein paar Gedanken zum Tage

Die Kleine schaut so aus wie ich gerne ausschauen würde: die Augen rot unterlaufen, der Blick leicht glasig, ganz so ob sie die ganze Nacht durchgesoffen hätte. Hat sie aber nicht und ich auch nicht. Genauer gesagt hat sie nicht gesoffen sondern geschrien.
Heute ist Baustellen-Off. Der sympatische Autobauer aus dem oberbayerischen Grenzland läd seine Arbeitnehmer, deren Familien und Freunde zum Familientag. Mal sehen ob es was zum abstauben gibt. Die Frau ist ganz angetan von der Tatsache endlich mal zu sehen wo ich mich die ganze Zeit rumtreibe.
Es kostet mich nur einen Druck auf die Wahlwiederholtaste des Handys, um dem Kind das grade das Telefon auseinander nimmt, ein Grinsen zu entlocken. Technische Früherziehung.

Tiefenentspannt

Grade bin ich einigermaßen tiefenentspannt. Ich habe mir vom Bau ein Bier mitgenommen, surfe locker im Internet und schaue mir im Fernsehn eine Sendung über eine fette essgestörte Kaufsüchtige an. Unter normalen Umständen würde ich in gut 20 Minuten einschlafen. Heute habe ich das allerdings nicht vor. Warum? Ganz einfach: ich muss morgen nicht um halb sechs raus! Morgen nicht, über morgen nicht, überübermorgen nicht… Ganze 3 1/2 Wochen nicht. Super Sache!

Der Serienmörder in unserem Viertel

Im Traum verarbeitet man ja das Erlebte vom Tage… da passt wohl irgendwas nicht, die Geschichte ist folgende:
In der Gegend in die wir demnächst ziehen wollen treibt seit längeren ein Serienmörder sein Unwesen. (Das trägt zwar nichts zur Lebensqualität bei, erhöht aber den Coolness-Faktor ohne Ende.) I.d.R. geht er ungefähr so vor wie Jack the Ripper – seine Opfer schauen nicht gut aus, viel Blut usw, ich erspare mir an dieser Stelle die Details (hier driftet der Traum in einen Alptraum ab). Naja jedenfalls werden in regelmäßigen Abständen 1A zugerichtete Opfer im Park gefunden (meist von Hunden). Die Sache spitzt sich langsam zu, ein Opfer ist den Klauen des Täters entkommen allerdings mit entsprechenden Narben. Der Kreis der Verdächtigen wird kleiner – beste Krimi-Manier. Irgendwann der große Show-Down: und dann ist es plötzlich das überlebende Opfer. Hat sich der Kerl tatsächlich (höchstwahrscheinlich, falls es keinen 2. Teil gibt) selbst so hergerichtet um die Spur auf eine alte Dame zu lenken. Ja und jetzt kommts noch besser, wer ist der Kerl wohl? Bingo, ein alter Studienkollege von mir, zu dem ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe. Gescheideter Informatiker, plötzlich mit langen Haaren und Bart – Serienmörder in meinem neuen Viertel. Die Welt ist tatsächlich ein Dorf und dazu noch verrückt.
So, jetzt bin ich schon seit dem Zähneputzen drüber die Sache zu analysieren. Keine Chance. Dann überlege ich schon ständig wie ich auf den Serienkiller komme – auch keine Ahnung. Das letzte was ich gestern abend aufgeschnappt habe war 1A diese Statistik hier: Durchschnittliche Anzahl der Sexakte pro Woche (ausgewählte Länder) (weil ich in der Karre meiner Schwester kein StarFM reinbekomme und deshalb Radio Gong hören musste), ein Serienbefruchter würde da schon mehr Sinn machen. Den einzigen Reim den ich mir auf die Sache machen kann, ist dass der Kerl gar keinen Sex hatte und dementsprechend seine Zeit anders rumbringen musste. Wenn mich jetzt jemand mal wieder nach dem Typen fragt, dann kann ich eigentlich nur sagen, „das letzte was ich in Erinnerung habe ist, dass er plötzlich Leute zerstückelt“. Stimmt ja auch. Naja, wenn alles so läuft wie ich es mir vorstelle habe ich genau in einer Woche meinen letzten Tag vor meinem Urlaub auf unserer kleinen Baustelle © – hat aber auch nix mit dem Thema zu tun.

Ich hab ja nix gegen Tierschützer

Irgendein gottverfluchter Marder hat sich am Wochenende an den Kabeln unseres ASTRAs zu schaffen gemacht. Wegen mir könnte man die Vicher heute noch mit den früher üblichen Fallen erlegen und in einem Misthaufen entsorgen. Geht aber nicht wegen dieser Tierschützer. Verdammte Axt! Jetzt müssen wir einen Termin in der Werkstatt ausmachen und ein Ersatzfahrzeug organisieren. Himmel Herr Gott, verdammte Axt. Meine Wut über diesen tierschützerisch einwandfreien Vorgang musste gestern eine ca. 3 qm große Wand ertragen. Früher hätte ich sowas unter Suffnebenkosten verbucht, allerdings hatte ich keinen Suff. Jetzt brauche ich dafür einen anderen Kostenträger – Landausflugsnebenkosten oder so.