Ärztemarathon

Ich muss zugeben, was Vorsorge und Gesundheit angeht bin ich nicht wirklich gründlich, genauer gesagt bin ich das sogar schon fast fahrlässig unterwegs. Letzte Woche habe ich mal all meinen Mut zusammengenommen und bin zum Arzt und habe ihn von allen Wehwehchen erzählt, danach habe ich die Praxis mit einem Termin für eine ambulante OP heute nachmittag und zwei Überweisungen verlassen. Für jemanden, der eigentlich nie zum Arzt geht, ist das viel.
Heute bin ich gleich in aller Herrgotts früh mit der ersten Überweisung zum ersten Arzt (als Pendler muss man solche Tage voll ausnutzen), auch der hat mir zu einer OP geraten, umgehend. Für jemanden, der sonst nie zum Arzt geht, ist das zu viel. Noch viel schlimmer liegen mir die Fragen, die mir gestellt wurden, im Magen, weil es eigentlich Fragen sind, wo ich dachte dass man sie Leuten in meinem Alter nicht stellt, sondern nur Rentnern. Die Chefin erzählt mir zwar irgendwas von logisch und was hast du denn erwartet… für jemanden, der sonst nie zum Arzt geht, ist das aber zu viel!
Die 2. Überweisung werde ich Montag in einer Woche „einlösen“ und ich kann mir gut vorstellen was rauskommt und das was rauskommt, wird genau sowas sein, was jemand der sonst nie zum Arzt geht, nicht hören will. Ab heute hat mein 2. Lebensabschnitt definitiv begonnen, ist nur noch eine Frage der Zeit bis ich anfange CSU zu wählen und in den VDK eintrete.

Kollegentoleranztest

Wenn man in einem Großraumbüro arbeitet, dann muss man unheimlich tolerant sein – überhaupt beim Thema Fischbrötchen. Heute hat sich eine kleine, mit Fischbrötchen bewaffnete Splittergruppe strategisch verteilt und damit das komplette Büro mit wunderbaren Fischgeruch befruchtet (und das sogar nachhaltig weil die Servietten in den Mülleimern nachstinken). Mit solchen Maßnahmen kann man die Toleranz seiner Kollegen wunder überprüfen, hier trennt sich recht schnell die Spreu vom Weizen.

Karl du bist ein spitzen Kerl!

Es ist ja grade in über die Doktorarbeit vom Karl Theodor zu lästern und zu fordern dass er jetzt zurücktritt weil er damals geschummelt hat. Was für ein Bockmist ist das denn? Mein Referat in der 8. war auch zusammen kopiert und heute verlangt auch niemand dass ich dafür den Arbeitgeber wechsele.
[UPDATE] Gottschalk tritt ab, Guttenberg tritt zurück, muss das öffentliche Leben bald komplett ohne Oberfranken auskommen? Gut, dem Cem hat die Zwangspause damals auch ganz gut getan… also wird uns der Karl wohl auch erhalten bleiben.

Es ist ein iterativer Prozess

Es ist ein iterativer Prozess: erst kann es gar nichts, dann fängt es zu krabbeln an, will sauber werden und pinkelt alles voll und jetzt ist eben das alleine schlafen dran. Das mit dem Pinkeln war, bis auf die Tatsache dass man alles sauber machen musste, einfach. Das mit dem alleine schlafen ist härter weil es uns allen Schlaf raubt. Und der fehlende Schlaf sorgt dafür das wir genervter sind als sonst und das genervt sein sorgt dafür dass es explosiver ist als sonst. Aber wie gesagt, es ist ein iterativer Prozess und in 10 Jahren, wenn sie den ersten Kerl mit heim bringt, werden wir wünschen dass sie wieder zu uns rüber kommt anstatt sich an so einem daher gelaufenen Kerl zu drücken.

Wieder so ein Tag im Wald

Heute war ich wieder mit dem Schwiegervater im Wald Holz spalten. Wir haben gearbeitet wie die Viecher, von 8:00 bis 15:00 Uhr, ohne Pause. Ich glaube er war ganz zufrieden, er hat zumindest nicht gemosert, das ist viel wert!
Der Vorteil beim Holzspalten ist dass es zu laut ist zum MDR1 hören , obendrein ist es zu anstrengend um zu singen, der Schwiegervater ist nämlich ungefähr so wenig Schlagersänger wie ich Holzfäller.

Kind, Kleinkind ab jetzt

Es geht um das Kind. Das Kind hat beschlossen ab jetzt kein Baby mehr zu sein sondern ein Kind, ein Kleinkind um genauer zu sein. OK denkt sich jetzt der geneigte Leser, dann isses halt jetzt kein Baby mehr sondern ein Kleinkind, Erbsenzählerei!
Von wegen. Das Kind ist jetzt ein Kleinkind und Kleinkinder schlafen in keinen Babybetten mehr, klar. Kleinkinder bestimmen auch dass die Zimmerfarbe endlich mal rosa werden muss. Und Kleinkinder können vor allem aus ihren Kinderbettchen klettern wenn es ihnen grad nicht mehr gefällt. Vorbei sind die ruhigen Abende!

Satt beim Äthiopier

Heute war ich mit der Chefin beim Äthiopier Essen. Was isst man beim Äthiopier? Isst man da überhaupt was oder geht man dort hin zum Hungern? Doch, man isst was, sogar ganz gut, auch schön scharf und vor allem ohne Besteck. Ein ganz netter Laden, da kann man mal wieder hin.