Heute war ich auf meinem ersten Streik. Gut, es war noch kein richtiger Streik, sondern bloß ein Warnstreik, aber für den Anfang nicht schlecht. Gut, ich war nicht so richtig dabei, sondern hab von etwas Entfernung zugeschaut wie die anderen streiken und habe Eis gegessen, aber ich bin zumindest nicht im Büro geblieben. 6,5 % schweißen zusammen!
Gedankengut
Wie archiviert man eigentlich Mails?
Wie archiviert man eigentlich Mails? Also die älteste Mail in meinem Postfach ist von 2003, die liegt da einfach so drin, die les ich ab und zu mal und freu mich dann. Datentechnisch ist die aber ein anderes Kaliber wie die Mails, in den letzten Tagen gekommen sin. Status, zur Info, Wochenendplanung, bla, bal, die neuen müssen noch bearbeitet oder zur Kennnisgenommen werden und können dann gelöscht werden. Aber die alten sind noch da, weil ich sie einfach noch ab und zu lesen will. So ein Postfach ist aber doch kein Fotoalbum!
Mein Postfach ziehe ich seit Jahren von Server zu Server mit um – in Zeiten von IMAP geht das ja auch halbwegs einfach. Mein Mail-Backup ist im Moment praktisch Teil meines Server-Backups. Aber ein richtiges Mail-Backup ist das eigentlich nicht. Aber was macht man mit so altem Zeugs? Hat sich da mal jemand Gedanken gemacht? Man kann ja nicht einfach Mails erfinden und sich keine Gedanken drüber machen wie man sowas speichert. Is ja fast wie Kernkraft nur datentechnisch…
DD
War jetzt seit Sonntag abend in Dresden. Schade dass bei solchen Arbeitsaufenthalten immer nicht viel Zeit zum Gucken bleibt. Dresden ist jetzt ein potentielles Städtereiseziel.
Der Fall eines Gockels
Der Göga der heut bei uns aus der Röhre geschaut hat, hat sich die Sache wahrscheinlich auch anders vorgestellt. Und dabei hatte alles so gut begonnen! Als Ei in ein Nest gelegt und nicht in eine Legebatterie, groß geworden in Freilandhaltung, in W direkt an der B470 mit besten Blick aufs Walberla – unterhalten von ein paar top Legehennen, Enten, Gänsen und Puten, lebte er wahrscheinlich auch nur ohne einen Gedanken an Nürnberg jemals gehabt zu haben, höchst wahrscheinlich war ihm der Club genauso unbekannt wie der Turm der Nürnberger Versicherung – wähnte sich in vermeintlicher Sicherheit. Sicherheit, bis zu dem Zeitpunkt als die Anita gekommen ist und ihm den Kragen rumgedreht, ihn seiner Federpracht beraubt, geköpft – und als es noch nicht reichen würde – dann in einem Plastikbeutel verpackt, auf Weltreise geschickt hat. Dass es hinter der Ampel an der B470 tatsächlich weitergeht, ist für jemanden der im Garten hinterm Stodl in W. aufwächst nicht von vornherein klar. Das kann einem in einem Platikbeutel verpackt aber eigentlich auch schon wieder egal sein, zumindest tut man sich mit dem drüber philosophieren ohne Kopf schwerer als mit. Dass diese Städter verrückt sind braucht einem Gockel aus W. eigentlich auch nicht wirklich interessieren, zumindest so lange nicht bis ihm so ein Freak eine Dose Bier rektal einführt und in die Röhre steckt. Ob das dann ein besseres Finale ist, wie als Hähnchenbrust abgepackt in einem Supermarkt zu landen, ist Ansichtssache zumindest für die Außenstehenden, dem Göga wird es schlussendlich wurscht sein.
1. Mai
Das war heute ein Tag wie er abwechslungsreicher kaum sein kann: mittags war ich mit der Kleinen am Gewerkschaftshaus, dort war 1. Mai Kundgebung der Gewerkschaften, das war nett, vor allem der Kinderbereich… und die Musik war auch ganz gut. Dann sind wir weiter nach Gostenhof, dort waren die Punker und die Kleine war von so vielen komischen Menschen und Polizei etwas irritiert. Zum Finale ging es dann ins Penthouse vom CPausA zum Grillen. Vom Proletariat, über die antifaschistische Elite in die elitäre Nordstadt. Sauber nach oben gearbeitet.
Kleine Serie
Ha! Gestern Nummer 4 und heute Nummer 5 und morgen – das ist heute schon sicher – Nummer 6! 6 mal am Stück, das ist ein Benchmark! Da ist es doch eigentlich nur logisch dass das Material drunter leitet, vor allem wenn man wohlwissenderweise an der falschen Ecke gespart hat. Kleine Sünden straft er Herr eben sofort, aber wir mit Leidenschaft dabei ist, der wird sich davon nicht vom Weg abbringen lassen. Damit keine Langeweile aufkommt wird variiert, bei den Mitspielern, bei den Zutaten und – last but not least – beim Ambiente. Ja, das Ambiente ist wichtig. Vorvorgestern zum Beispiel war das Motto Es geht auch teuer wenn man will, vorgestern Das gibt es auch in light, gestern Wilde Lagerfeuerromantik, heute Standard zu zweit und morgen Über den Dächern Nürnbergs. Jetzt fahre ich mal in den Baumarkt, mal schauen ob es was zum Pimpen gibt. Wenn das Ambiente passt, dann klappt der Rest fast von allein.
Nehmen Sie Drogen? Ja ich laufe!
Hätte mir heute morgen jemand erzählt dass ich heute raus bekomme warum die Chefin so gern Tennis spielt, hätte ich das nicht geglaubt. Again what learned.
Dass das Laufen wie eine Art Droge wirken kann das wusste ich, an Opium hätte ich aber nicht gleich gedacht. Das würde aber für meine Unausgeglichenheit sprechen, die ich nach über 4 Wochen Laufentzug habe. Krass, ich bin auf Entzug! Der Plan ist kommendes Wochenende aufs Walberla zu laufen und wenn das funktioniert, dann mit den Läufen in der Früh wieder zu starten. Die Wiederaufnahme einer gepflegten Abhängigkeit sozusagen.
Yps
Grade habe ich gelesen dass Yps wieder kommt. Es soll für die Leser von früher sein, vielleicht packen die dann ja mal in iPad oder sowas dazu… Was damit überhaupt nichts zu tun hat, aber unbedingt erwähnt werden muss ist, dass ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit die Alpen sehen konnte.
Schnecke müsste man sein
Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt dass Schnecken Zwitter sind, also zugleich Mann und Frau. Jetzt möchte ich echt mal wissen ob diese Freaks dann eher so sind wie Frauen oder wie Männer, also zicken die sich gegenseitig an oder hängen die total gechillit ab und lachen den ganzen Rest der Tierwelt aus weil die sich noch mit Weibern rumärgern müssen?
Wenn sich eine Spezies so abgedreht entwickelt und auf das andere Geschlecht komplett scheißt, sich keine Beine sondern einfach nur eine Schleimhaut wachsen lässt, dann kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie den Fehler macht und sich typisch weibische Eigenheiten auf die Fahnen schreibt. Das macht keinen Sinn! Wenn man dann noch bedenkt, dass Schnecken einen Bierbecher (den man im Garten als Schneckenfalle aufstellt) über zig Meter weit riechen können, dann ist der Fall klar. Ich glaube die Schnecken sind die eigentlichen Gewinner der Evolution.
Für jeden etwas
Das Kind 1.0 hat heute zwei Ohrringe gekriegt, das Kind 2.0 einen Zahn. Logbucheintrag Ende.