Drunken Zombie Move


Der Kleine läuft immer besser. Vor gut zwei Wochen hat er nur ab und zu mal kürzere Distanzen zu Fuß zurück gelegt, hauptsächlich wurde aber gekrabbelt. Wenn gelaufen wurde, dann ganz krassen Style, dem Drunken Zombie Move. Mittlerweile krabbelt er nur noch wenn er müde ist, ansonsten wird gelaufen, er steht sicher und kann auch schon in die Knie gehen ohne umzufallen. Und in gut anderthalb Jahren ist er sauber. Das sind doch ganz gute Aussichten.

Hob, mir genan nei die Pfiffa!

Wenn man sich so eine Familie leistet, dann reicht es nicht nur für Essen, Brennholz und ein isoliertes Dach übern Kopf zu sorgen, nein man muss auch noch ein gnadenloser Animateur sein. Auf unserem Animationsprogramm gestern stand deshalb „Hob, mir genan nei die Pfiffa!“. Tipp Nr 1: Wer mit einer Familie mal schnell auf gut Glück auf Pilzsuche geht ist entweder ein Depp oder blutiger Anfänger. Viel zu groß ist die Gefahr, dass es genau in dem Stück Wald, das man bequem per Auto erreicht, gar keine Pfiffa gibt oder halt nur solche die man nicht kennt. Da wären wir auch schon bei Tipp Nr 2: Pfiffa mitnehmen, die man nicht kennt, das sollte man vermeiden, außer man steht auf billige Tripps.
Doch zurück zu Tipp 1, es ist ja nicht so dass alle gleich davon begeistert sind Sonntag Nachmittag in den Wald zu gehen, deshalb ist es unheimlich wichtig, keine zu großen Touren zu planen. Die Pilzsuche mit Familie gleicht deshalb eher einer Kommandoaktion als einem Spaziergang: Rein, den Job erledigen und wieder raus… bevor großartig Stress aufkommt. Als Anführer der Taskforce muss man sich deshalb unbedingt vorher (Tipp 3) mit dem Zielgebiet vertraut machen, markante Punkte identifizieren und vor allem die Lage der späteren Beute so markieren, dass man sie bei der Durchführung wie aus dem FF wieder findet. Tipp 4: Große Pilze findet man einfacher als kleine, deshalb sind Parasol eine vortreffliche Wahl. Tipp 5: Für die Vorbereitung eignen sich Waldläufe am Vortag ungemein!
Kommen wir nun zur Durchführung selbst. Der eigenen Frau muss man nicht beweisen, dass man große graue Pfiffa, zwei Stunden nachdem man sie gefunden und den Ort markiert hat, wieder findet. Hier gilt es den kindlichen Spieltrieb in die richtige Richtung zu lenken. Nur so schafft man es die Kleinen so lange bei Laune zu halten bis man genug für ein Abendmal zusammen hat. Tipp 6: Immer loben und lenken (z.B.: „Wow, schon wieder einer, du bist der Sherlock Holmes der Piffasucha!“). Außerdem ist auf passende Kleidung zu achten. Tipp 7: Kinder machen sich an allem dreckig was geht, im Wald geht das fast überall, deshalb Wechselklamotten nicht vergessen.
Endspurt: Ist die Beute gesichert, kann man den Wald eigentlich sofort wieder verlassen, bevor noch was passiert. Jetzt geht es heim, kochen. Pfiffa an sich schmecken nicht jedem, Tipp 8: paniert kann man sie aber als Minischnitzel oder Zwergen-Chicken-McNuggets verkaufen und sie werden gegessen. Fertig. Frau beeindruckt, Kinder begeistert, satt und müde, Papa wieder ganz vorne mit dabei.

Muss notiert werden

Was mich grade umtreibt:

  1. Jemand der meine Jugend maßgeblich mit beeinflusste ist diese Woche gestorben: Sylvia Kristel ist tot. Danke, und machs gut, aber nicht zu oft!
  2. Im Hauptbahnhof Nürnberg darf am Wochenende kein Alkohol mehr getrunken werden. Gut, seisdrum ich gehöre nicht wirklich zur Zielgruppe dieses Verbots, aber was ist mit den ganzen Club-Fans, hat jemand mal an die gedacht? Oder wird der Club dann mit dem Geld, das dabei verdient wird, unterstützt? Hat das irgend jemand mal zu Ende gedacht? Dass der Club plötzlich heimstark wird, glaube ich nicht. Was ist mit den Club-Fans?!?
  3. Und dann noch ein komplett neues Thema, neu für mich zumindest: HomeMatic – ist die professionelle kabellose Antwort auf mein OneWire und Relais-Gedönse, incl. iPhone-App für die Chefin. Man kann sich das ja mal unverbindlich anschauen. Per Funk sind ganz andere Use-Cases denkbar. Aber die Frage bleibt: braucht man das wirklich?

Pizza vs. Döner – klarer Sieger

In unserer Kantine gibt es eine Döner- und eine Pizza-Theke, dann gibt es noch eine Theke mit anderem Essen, die spielt in meinem Ernährungsplan aber keine Rolle. Genau genommen hat die Pizzatheke bis heute auch keine Rolle gespielt. Ich esse Dönerteller ohne Reis mit Scharf und Knoblauchsoße, fast immer. Heute aber nicht, weil vorgestern ein Kollege von mir eine Käsepizza gegessen hat. Das besondere an der Käsepizza war, dass es eigentlich gar keine Käsepizza war. Die Käsepizza war mehr oder weniger nur das Trägermaterial für den Knoblauch. Der Kollege hatte da so viel Knoblauch aus dem Knoblauchöl rausgefischt und auf der Pizzagrundierung verstrichen, dass ich nur noch neidisch gegenüber saß.
Heute habe ich dann auch eine Pizza bestellt und darauf eine riesen Ladung Knoblauchöl verteilt (Größenordung 3 Schnapsgläser). Wie ich dann so vor meinem öltriefenden Lappen Pizzagrund mit Knoblauch oben drauf sitze, muss ich mir eingestehen, dass das beim Kollege vorgestern viel besser ausgeschaut hat. Kare Sache, Ölpest. Also habe ich zu erst in die Mitte der Pizza ein Loch geschnitten und das Öl abtropfen lassen, das Öl im Teller habe ich dann mit den Servietten weggewischt. Danach habe ich dann noch zwei Servietten auf die Pizza gelegt und noch mehr Öl abgesaugt. Zugegebenermaßen hat diese Aktion bei den Kollegen um mich herum für etwas Erstaunen gesorgt, aber immerhin habe ich den Lappen ja bezahlt! Nach der Restölentsorgung war der Geschmack dann hervorragend.
Die Verdauung der Pizza hat meinen Körper allerdings den halben Nachmittag beschäftigt und der Knoblauch den Blutdruck so weit gesenkt, das das Blut wenn überhaupt bis zum Hals gekommen ist. Notgedrungen musste überdurchschnittlich viel Kaffee getrunken werden um den Körper arbeitsfähig zu halten, was heute Nacht höchst wahrscheinlich zu Schalfstörungen führen wird. Pünktlich zum Feierabend war dann alles wieder so weit OK, dass der Weg vom Büro bis zum Parkhaus zurückgelegt werden konnte. Morgen gibt es wieder Döner, das steht jedenfalls fest.

Der kleine GI

Kind 2.0 kommt nicht drum rum abgetragene Klamotten von Kind 1.0 zu tragen, ist halt so und auch nicht schlimm. Neulich war es dann so weit, der Sohn hatte rosa angehauchte Strumpfhosen an. Das war schon Schmerzgrenze, aber zusammen mit der Frisur, die ihm die Chefin am Tag zuvor verpasst hatte, hat der Kerl ausgeschaut wie die tuntige Ausgabe von Prinz Eisenherz in jungen Jahren. Zeit für ein beherztes Einschreiten des Vaters. Jetzt schaut er aus wie ein GI, trägt eine Frisur mit integrierter Lausprophylaxe, die jeden rosa Fetzen kaschiert. Der Hammer wie eine Frisur so ein Kind verändert, macht ihn gut 2 Monate älter.

Niveau gehalten

Dieser Monday war so richtig manic, das kann ich euch sagen. Das hat schon früh um kurz nach Fünf angefangen und wurde im Laufe des Tages auch nicht wirklich besser. Aus Gründen des Jugendschutzes kann – nein – will ich nicht über das schlimmste schreiben, was mir heute passiert ist, zu groß ist der Schmerz, aber seid euch sicher es war schlimm!
Eine gute Geschichte fängt ja oft mit „Eigentlich war alles wie immer, aber dann“ oder so an und nach dem „dann“ kommt was ganz krasses, bei mir aber nicht. Es war einfach konstant mies, auf mittelhohem Niveau. Egal, ich schaue nach vorne und da schwimmen die Fische. Ahoi.

Die Akten

Seit kein richtiges Arbeitszimmer mehr da ist, fehlt auch die Ordnung in den Akten, das muss man mal ganz klar zugeben. Die Ordner stehen unterm Dach, der Posteingang ist die Küche, machmal werden ein paar Unterlagen mit hochgenommen und machmal ein Ordner mit runter, machmal verschwinden Zettel, werden gesucht und tauchen wieder auf wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Supergau ist die jährliche Suche nach dem ganzen Steuerkram. Damit ist jetzt Schluss! Ich habe einen Plan eine Mission, jetzt wo die Steuer gemacht ist.

3 Stunden Pop

Gestern hat die Chefin ihr Geburtstagsgeschenk eingelöst. Sie hat weder Kosten noch Mühen gescheut und Konzertkarten und Babysitter organisiert. Freie Fahrt für unser erstes Pop-Konzert. Anders aber ganz gut, mit Klavier und Geige und Cello, Donnerwetter.

Die Anti-Weber-League

Seit gestern bin ich ja stolzer Besitzer eines Grill’n Smoke „Patio Star“. Mit dem Grill kann man nicht nur grillen, sondern im Notfall auch Leute erschlagen, so schwer ist er, nicht auszudenken was man mit dem großen Bruder „Smocking Star“ außer Grillen noch so machen könnte… Die Güte von Grill und Werbeclip stehen übrigens in indirekter Proportionalität zueinander, auch wenn die Alte eine Matte wie Mille hat. Heute habe ich ihn zusammengebaut, wann ich die 4 Stunden Zeit zum „einfahren“ hab weiß ich noch nicht, da darf man echt nicht hudeln.

Wanderungen

An dieser Stelle müssen zwei Wanderungen in die Chronik mit aufgenommen werden:
Wanderung 1 war eigentlich gar keine Wanderung sondern viel mehr eine Kneipentour. Auf Grund der langen Distanzen, die zurückgelegt wurden, könnte es aber auch als Wanderung durchgehen. Eigentlich war es ein BET. BET steht für Blitz-Entscheiter-Treffen, weil der Hamburger grade da war. War cool.
Wanderung 2 war auch keine Wanderung im klassischen Sinn sondern eine Variation, einer Sauftour-Route. Bei solchen Routen muss man aufpassen, weil man als ernsthafter Wanderer recht leicht mit dem angesoffenen Halbstarken verwechselt wird, da bieten sich Variationen der Tour gradezu an. Es bleibt aber eine Gradwanderung.
Heute könnte ich eine Geburtstagswanderung machen. Mach ich aber nicht, ich bleib lieber daheim, weil daheim da isses ja am schönsten. Das weiß man aber nur wenn man vorher viel gewandert ist.