Der Senor will mit dem Boot fahren, das kann er daheim auf der Alster auch machen. Der Senor will heute mit dem Busfahren, wir fahren aber bei keinem Entscheider-Treffen mit dem Bus sondern laufen. Jetzt will er duschen, gut wir haben ein 4-Sterne Hotel, aber das Deo hält doch 48 Stunden. Gut, wir gehen duschen.
[Update] Wir haben RTL und kühles Bier, die Jungs wollen aber trotzdem nochmal raus.
Gedankengut
Flexibilität ist unser Business – Entscheider-Treffen `13 #3
Hinterm Bahnhof ist eine Autobahn, die bringt uns in diesem speziellen Fall, und entgegen ihrer eigentlichen Bestimmung, leider nicht weiter, Planänderung.
Flexibilität ist unser Business – Entscheider-Treffen `13 #2
Wenn das mit uns die nächsten Jahre so weiter geht, dann wird der Senor irgendwann einen extra Koffer nur für Medikamente am Start haben und der Junior wird nur noch Hotels mit Badewanne buchen. Die Ausreden sind sagenhaft…
Flexibilität ist unser Business – Entscheider-Treffen `13 #1
Der Plan war ganz einfach: Prag halt. Prag, das Venedig Böhmens, Hochburg tschechischer Bierkultur und was weiß ich nicht was. Von Nürnberg in ca. 3,5 Stunden mit den Bus erreichbar und unheimlich günstig. Prag, ein Entscheider-Treffen-Selbstläufer, erprobt, eine sichere Sache.
Es ist mir schon spanisch vorgekommen als wie in N nicht in den Bus Richtung Osten, sondern in einen Zug Richtung Westen eingestiegen sind. Irgendwas von Kostenoptimierung auf Grund von Blabla vom Senor wurde mir erzählt. Ich habe ihnen vertraut, ungefähr bis Aalen. Ab Aalen war klar, dass eine unabgestimmte Anpassung der Destination stattgefunden haben muss. Bis Karlsruhe bin ich noch von Basel ausgegangen, als wir dort in den TGV Richtung Marseilles eingestiegen war klar, dass die Schweiz als Ziel ausfällt und wir wohl irgendwo in Frankreich landen werden. Ausgestiegen sind wir dann in Straßburg und da sind wir auch geblieben.
Straßburg und Prag laufen als Ziele nicht nur territorial diametral auseinander sondern sonst auch. Man trinkt hier größtenteils Wein, die Leute sprechen kein tschechisch und verrauchte Wirtshäuser wurden auch noch nicht gesichtet, ein ganz anderer Schlag Menschen ist das hier. Das ist uns aber eigentlich egal, weil man uns ja praktisch überall hin stecken kann. Und man kann über die unabgestimmte Planänderung denken was man will, es wurde in der ersten Klasse gereist und das Hotel hat 4 Sterne und ist damit das nobelste was wir jemals hatten!
Für heute steht das Viertel hinter dem Bahnhof auf dem Programm, also unsere Paradedisziplin, aber nur wenn nicht wieder kurzfristig der Plan geändert wird, man wird sehen.
Ehrlich währt am längsten
Heute hätte ich eher von der Arbeit heim, in der Stadt eins trinken und dann pünktlich wie immer daheim sein können. Ich nenne es transparentes heimkommen. Aber: Ich bin nicht über Los, habe keins getrunken und bin brav richtig heim gekommen. Und dieses unbewusste „richtige“ Verhalten wurde von der Chefin mit einer Grillladung belohnt.
Nachlese
Also, wenn man sich die letzten Tage, an denen Vater und Kinder alleine daheim waren, mal so Revue passieren lässt, dann ist festzustellen, dass es zwar stressig, aber für die Vater-Kinder-Beziehung mehr als gut war, vor allem das große Finale am Sonntag am Walberla.
Was sonst noch erwähnt werden muss, ist dass unser Haus so einen Touch von Villa (nicht Villa Kunterbunt, sondern eher richtig nobel) hat, seit die Kamera am Eingang aufgestellt ist. Gut, die Montage ist noch etwas provisorisch, aber das wird noch. Bekanntlich halten Provisorien ja am längsten, aber in dem Fall wird die Regel leider keine bleiben. Abwarten.
Das Geheime Gongland
Kind 1 ist Fan von „Das Geheime Gongland“, das sind kurze – manchmal mysteriöse – Geschichten aus Nürnberg und Umgebung, die regelmäßig auf Radio Gong kommen (dem Sender von der Chefin, das muss an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden). Heute morgen kam was über die Hesperidengärten in St. Johannis. Also habe ich mir überlegt, dass ich mit den Kurzen einen Ausflug nach St. Johannis machen könnte, da gibt es ja auch noch den Johannisfriedhof, zusammen genug Input für einen Freitag Nachmittag. Wir sind mit dem Bus gefahren, Kind 1 hatte noch den Roller, Kind 2 das Dreirad am Start. Vom Westfriedhof aus sind wir zum Johannisfriedhof marschiert.
Der Friedhof ist schon sehenswert, voller Prachtgräber, alt und „geheimnisvoll“, genau das Ding vom Kind 1. Wir also mit Dreirad und Roller durch die Gräberreihen voller Staturen, Engel und Blumen, bis zu den Gruften, das war aber dann doch zu unheimlich… Danach sind wir in die Hesperidengärten und da ist dann der Kleine dann abgegangen wie ein Schnitzel wg. der ganzen Brunnen und der Kiesel auf dem Weg. Nach einer kleine Pause sind über die Hallerwiese in die Stadt und mit der U-Bahn wieder heim. Daheim habe ich sie noch mit Crepes *) abgefüllt, in die Badewanne gesetzt und ins Bett gesteckt. Für heue reicht es.
*) „Crepes“ unterscheiden sich von normalen „Pfannkuchen“ dadurch dass man noch etwas Mineralwasser **) mit in den Teig gibt, damit er schön dünn ist, dadurch werden dann auch die Pfannkuchen dünner. Das ist meine Theorie, kann sein dass man in Frankreich dafür gelyncht wird, das ist mir im Geheimen Gongland aber recht egal.
**) Könnte mir vorstellen dass man in Wettelsheim Zitronenlimo dafür hernimmt, das ist aber nur eine Vermutung.
Als allein erziehender Vater muss man sich optimieren
Als das „Also dann“ unsere Trennung besiegelt hatte und ich mit dem Kleinen im Arm wieder im Haus war, war das erste was ich gemacht habe, eine Wlan IP Camera zu bestellen. Expressversand. Man kann ja nicht immer überall sein, man hat aber fast immer ein Handy dabei, ist das Kalkül. Dann habe ich geschaut wo es bei uns im Eck Fahrradläden gibt. Die Apple Maps haben einen in 300 m Entfernung angezeigt und Google einen in 500 m. Zweimal nix, dann bin ich dahin gefahren wo ich wusste dass einer ist, und zwar in Schweinau (für Leute von außerhalb, das ist da wo angeblich die Metzgerei Boggnsagg ist. Ist sie zwar nicht, dafür ist dort aber ein nicht in den Karten von Google und Apple verzeichneter Fahrradladen) Tschapeng.
Wie ich mit dem Kleinen im Kindersitz und im ersten Gang Richtung Schweinau radle, habe ich kurz überlegt ob ich die Gangschaltung von ihrem Rad tatsächlich reparieren lassen soll. Der erste Gang entschleunigt doch ungemein und er schärft den Blick für die Umgebung, für die Höfe von den Häusern an denen man sonst vorbei rast, für Gärten, für hässliche Häuser, für schöne Häuser, für Scheißhäuser und Läden, in groß und klein und für geschlossene. Unterm Strich nervt es aber doch ungemein nicht schalten zu können, dem Sinn für die Hood hin oder her. Ob Sie auch gegangen wäre wenn ich die Schaltung schon früher reparieren lassen hätte, kann ich nicht sagen, genauso wenig wie ob sie eher wieder kommt wenn sie repariert ist.
Morgen wird härter weil Kind 1 schon Mittags aus dem Kindergarten kommt. Mir ist noch kein guter Plan für den Nachmittag eingefallen. Aber vielleicht ist ja dann schon die Wlan Camera da und wir spielen kindgerechte Stasi-Methodik oder so…
Erziehungssache
Soll mir bloß keiner vorwerfen ich nähme meinen Erziehungsauftrag nicht ernst:
- Gestern Abend war Blaßmusik Abend, auf dem Programm standen böhmische Polkas: Böhmischer Traum, Sakvicka, Pfeffer und Salz, Südböhmische Polka, Auf der Vogelwiese, … eine kompakte Einführung. Die Kinners sind abgegangen wie Sau. Kann ich definitiv mal wieder bringen.
- Heute Mittag war Demo Mittag, bin mit Kind 1 in die Stadt zum Gewerkschaftshaus gefahren, da war große Kundgebung mit Musik, Kinderbespaßung und Luftballonen. Heimwärts sind wir zur Linken-Demo in Gostenhof. Wir waren zu früh und konnten sogar noch ein paar Meter mitlaufen. Das rosa Outfit vom Kind hat ganz schön rausgestochen. Sicher ist, das Kind weiß jetzt was Rauchbomben sind und dass eine rosa Strähne im Haar noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Canon MG5350

Es ist ein Canon MG5350 geworden. Nicht weil er irgendwas besser kann als der geplante MG5450, sondern weil er beim TeVi Markt von um die Ecke da und gut 30 € billiger als der MG5450 war und ungefähr so ausschaut wie der alte. (Und die Chefin heute unbedingt ihre Tickets ausdrucken wollte.) Von den 5 Jahren Garantie, die der TeVi Markt von um die Ecke bietet will ich gar nicht reden, weil ich die Rechnung in 5 Jahren eh nicht mehr finde.
Die Inbetriebnahme war top! Die Integration ins WLAN dank WPA-Taste schon fast ein Witz und Hexhex findet ihn schon der Mac und dann kann man plötzlich scannen und kopieren über Luftschnittstelle. Fast schon zu einfach. Die gescannten Bilder werden einfach im lokalen Bilder-Verzeichnis abgelegt, fertig. Das einzige was nicht geht, ist so etwas wie „Scan to me“, also dass man den Scan als Mail bekommt, man kann ihn leider „nur“ auf USB oder Smart-Card ablegen oder eben hält an einen lokal angeschlossen PC senden. Das ist Jammern auf hohen Niveau. Für etwas mehr als 100 € ist das ein spitzen Gerät – und das sogar in Klavierlack Optik!
[Update] man kann die gescannten Bilder auf einer Smart-Card speichern und die ist dann im Netzwerk als NAS verfügbar. I am beghosted.