OpenCellID, so wird das nix mit uns

Das sollte jetzt eigentlich so eine sau coole geekige Geschichte werden. Der moderne Robin Hood unter den Datensammlern holt sich einen Account bei OpenCellID, läd sich Tower Collector runter, sammelt dann Funkzellen-IDs und deren GPS-Koordinaten, läd die hoch und macht die Welt damit ein Stück besser. Aber irgendwie funktioniert das Geraffel aber nicht, am Arsch Gutmensch, ein Gutmann!

Der bosnische Baumhausbauer und ich

Der bosnische Baumhausbau ist ja weit über die Grenzen von Bosnien (und Herzegowina) bekannt und die bosnischen Baumhausbauer haben viel zu tun. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass sich heute nachmittag tatsächlich ein echter bosnischer Baumhausbauer zu uns in den Garten verirrt hat. Der bosnische Baumhausbau ist ja in der Zeit nach dem Bosnienkrieg so richtig groß geworden und geprägt von Improvisation und dem Mut zur Lücke in Kombination mit alternativer Werkstoffkunde. Das heißt ein bosnisches Baumhaus passt ziemlich gut zu unserem Haus, das ja kurz nach dem Krieg mit nichts außer etwas Sand, Wasser und Schweiss hingestellt wurde.
So, und jetzt steht es da und gefällt den Kindern. Und dass es nach dem Grundsatz von Bob dem Baumeister gebaut wurde ist das I-Tüpfelchen (der Grundsatz, unter dem im Sonnenblumental gebaut wird, heißt Reduzieren, Wiederverwerten, recyclen). Bis es dann in 3 oder 4 Jahren gesprengt oder einfach nur abgebrannt wird, wird es hoffentlich durchhalten.

Oh Papa, das schmeckt ja fast wie in Österreich

Die Challenge heute war die Zubereitung eines Kaiserschmarrn – auf speziellen Wunsch eines Ex-Kindergartenkinds. Die Recherche bei Youtube war erfolgreich und wir haben dieses Rezept verwendet, allerdings die Zudaten gedoppelt und die Rosinen weggelassen. Wenn man die Zudaten verdoppelt, dann sollte man darauf achten dass die Pfanne ein entsprechendes Fassungsvermögen hat, nur so am Rande bemerkt. Das Ergebnis wurde mit einem „Oh Papa, das schmeckt ja fast wie in Österreich“ von Kind 1 quittiert, was will man mehr. Das „fast“ war übrigens der Wahl der Pfanne geschuldet und die Küche musste kurzfristig doch einiges wegstecken, aber Küchen kann man putzen und mit genug Puderzucker kann man bei der Kaiserschmarrnzubereitung auch viel kaschieren. Der Kaiserschmarrn ist quasi das Gulasch unter den Süßspeisen.

Der Workshop mit mir selbst

Es gibt da noch eine kleine Umbaumaßnahme die diese Woche durchzuführen ist, nichts großes aber lästiges. Das Standardvorgehen wäre einfach mal drauf los zu machen – und ein Werkzeug zu kaufen. Allerdings ist es in diesem Fall so, dass das Werkzeug (eine Tischfräse), das man brauchen würde benötigen könnte, eher etwas ausgefallenes ist und deshalb nicht mal schnell angeschafft werden kann.
Aber wie weitermachen? Auf Arbeit macht man in so einem Fall einen Workshop, mit einer Mindmap und einer Bewertungsmatrix. Ein universelles Vorgehen. Also wurde ein Privat-Workshop durchgeführt, die Lösungsalternativen überlegt und für diese dann die Vor- und Nachteile und Aufwände in einer Matrix gegenübergestellt und diese dann bewertet.
Jetzt gibt es eine Lösung 3, diese ist schwierig bzw. lästig, kommt aber ohne neues Werkzeug aus. Und eine Lösung 4, die etwas weniger schwierig ist, aber nur bedingt mit vorhandener Infrastruktur lösbar ist. Lösung 1 und 2 sind raus. Aber meine Tischfräse bzw. ein Gestell für die Oberfräse bleibt dabei irgendwie auf der Strecke. Scheiße irgendwie.

Eine emotionale Woche ist das

Kind 1 durchlebt grade die letzten Tage im Kindergarten. Gestern war Verabschiedungsfeier, heute gab es Abschiedsgeschenke für die Kindergärtnerinnen und morgen ist dann endgültig Ende im Gelände. Kind 1 ist emotional aufgewühlt, das ist die zweite große Änderung im Leben seit dem Eintritt in den Kindergarten – vielleicht hätten wir die Nummer von RTL2 verfilmen lassen sollen.

Ich sehe Parallelen

Es ist ganz komisch aber heute ist mir aufgefallen dass meine Werkbank im Keller ungefähr wie mein Schreibtisch auf Arbeit ausschaut: es ist genau soviel Platz darauf wie man grade zum Arbeiten braucht, nicht mehr. Es gibt Leute bei denen darf kein Staubkorn auf dem Tisch liegen, das das Karma stören könnte und es gibt Leute bei denen kein Platz für ein Staubkorn ist, weil er einfach so voll ist. Ob diese Erkenntnis irgendwann mal wichtig ist kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

U wie Urlaub, A wie Österreich – 2014

herz_fuer_austriaSo unser Urlaub ist vorbei und alle sind zufrieden. Das Hotel war top und kann uneingeschränkt für einen Familienurlaub weiter empfohlen werden! Frauen können da ja stundenlang zusammenfassen, für Männer: das Essen war gut, die Hotel-Familie super nett und das Angebot für die Kinder phänomenal. Paulaner und recht süffiger Wein sind inclusive – genauso wie WLAN. Empfehlenswert:

  • Hallenbad in Wagrain (Eintritt auch inclusive)
  • Erlebnisburg Hohenwerfen – Preis/Leistung sind gut, die Greifvogelschau ist top
  • Eisriesenwelt in Werfen – der Preis ist gesalzen, der Anstieg kein Kinderspiel, die Einriesen selbst absolut beindruckend. Für den Kleinen war die Tour aber zu hart, also habe ich ihn rauf und runter getragen.
  • Mit der Grafenbergbahn auf WAGRAINi’s Grafenberg – für Kinder top, ein Kinderwagen ist klar von Vorteil, muss aber auch geschoben werden.
  • Die Wanderungen in der Umgebung

SIM PIN immer sichern, ganz wichtig!

Gestern ist dem Chef-ITler der Familie etwas ganz schlimmes passiert, er hat nämlich die PIN seiner Handy-SIM nicht mehr gewusst. Um genauer zu sein hat er sie 3mal nicht gewusst. Nach einer ersten Aufarbeitung der Geschehnisse bei einer Flasche Weißn war dann klar dass er sie nicht „nicht mehr“ sondern „noch nie“ gewusst hat, weil es sich um eine neue SIM handelt, die er gemeinsam mit seinem neuen Smartphone bekommen hat.
In solchen Situationen ärgern sich sogar gestandene ITler, das kann schonmal vorweg genommen werden – ohne GoogleMaps kann man beim Laufen in der Früh keine Wanderziele für den Tag tracken, es funktioniert keine Navigation und man kann sich auch nicht ins WLAN einloggen, da LG anscheinend die MAC-Adresse aus der SIM berechnet. Alles scheiße!
Also wurde die T-Mobile Business-Auslands-Hotline kontaktiert und diese hat umgehend eine PUK durchgegeben. Der Spass kostet 9,95 €, ist aber in Anbetracht der Situation jeden Pfennig wert. Wir sind wieder online, Gott sei Dank!

Aus und vorbei [updated]

Es funktioniert! Die Chefin und ich hatten schon länger geplant dem Junior seine innige Beziehung zu seinem Schnuller kaputt zu machen (nicht weil wir ihn nicht mögen, sondern weil es besser für ihn ist). Aber jeder Trick, den wir bisher versucht haben ist gescheitert. Aber dann ging es heute früh ganz schnell, fast zu einfach und gänzlich ohne elterliche Manipulation: als er heute morgen im Hotel vom Balkon aus nach unten geschaut hat ist ihm vor lauter Labern das Teil einfach aus dem Mund gerutscht. Weg war er. Die Suche blieb leider erfolglos und in Österreich gibt es bekanntlich keine Schnuller. Die Sache ist für ihm logisch und deshalb gab es auch kein Gemaule. Fast zu einfach. Wenn alles klappt wie geplant dann sind wir ab heute schnullerlos.
[Update] Der Flashback kam in Nacht Nummer 2. Dem Hobby-SozPäd war klar dass da noch was nachkommt: Ganz klar 2. Phase der Trauer nach Kast „Intensive aufbrechende Emotionen“ , offen ist zum jetzigen Zeitpunkt ob diese Phase mit dieser kurzweiligen Nacht abgeschlossen ist. Bei seiner Auslagerung aus dem elterlichen Schlafzimmer war der Käse jedenfalls danach gegessen.