Das Wochenende der Discokugel

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Discokugel. Am Freitag spielten Chicolores im Live-Club in Bamberg, im Großen und Ganzen kann man den Beitrag vom letzten Jahr kopieren, allerdings waren wir nicht im Fässla sondern in der Gaststätte Tambosi und haben dort Fässla Pils getrunken und super gegessen.

Samstag stand der erste 60. Geburtstag im Freundeskreis auf den Programm, gefeiert wurde im Grünen Baum in Fürth. Die Feier kann man gut als „außergewöhnlich“ beschreiben und stand unter den Motto Casino Royal. Im Ballsaal vom Grünen Baum wurden Spieltische für Black Jack, Poker, Roulette und Schafkopf aufgebaut. Die Gäste erschienen entsprechend gekleidet, es gab Show-Einlagen, dafür keine festliche Tafel und kein schweres Essen. Und über allem eine große Discokugel. Top!

Heckspoiler im MUZ-Club

Momentan geht es konzerttechnisch ganz schön ab! Der Herr Herbst gibt einen Tipp und spricht von absolutern Underground, der Herr Abgeordnete in spe beschreibt die Band mit Die Typen sehen aus als könnten die sich ned entscheiden ob sie gerne Clanmitglieder oder doch eher Burschenschafter auf Brautschau sein möchten. Ich gebe zu Heckspoiler machen es einem nicht einfach, haben den MUZ Club am Mittwoch aber ziemlich voll bekommen und ein spitzen Konzert abgeliefert. Als Metalpunk wird die Musik auf der Seite vom MUZ-Club beschrieben, das trifft es ganz gut. Ein Schlagzeug, ein Bass und österreichisches Geschrei, eine super Mischung.

Redemption Brothers im Gostnerhoftheater

Die Redemption Brothers findet man, wo sich Lou Reed und Lee Hazlewood die Kneipentüre in die Hand geben. Am Samstag war das in der Theaterkneipe Loft vom Gostnerhoftheater der Fall. Ein super Abend war das. Wow! Die Band hat alles gegeben und wir als Zuhörer auch. Da kann sich keiner beschweren.

Ich muss an dieser Stelle über ein Dilemma sprechen. Wenn als Kerl mit Familie und Verpflichtungen und so weiter „Ausgang“ bekommt, gibt es zwei Alternativen wie man den Abend lebt:

  1. Du gibst alles weil du vernunftvoll mit deinem Freiraum umgehst und ihn best möglichst ausnutzt.
  2. Oder sagst du irgendwann: Es reicht, ich gehe heim!

Ich bin hin- und hergerissen. Was ist da jetzt vernünftiger? Muss ich schon die ganz Zeit drüber nachdenken. Vernunft ist nicht so ganz mein Spezialgebiet.

Gluecifer – Same Drug New High

Same Drug New High – Same Locatian, same Spaß. Ich kann mich noch ganz genau ans letzte Konzert, vor etwas mehr als einem Jahr erinnern, das war eines meiner Konzert-Highlights und deshalb hatte ich dieses Mal bedenken, ob es wieder so gut werden wird. Wurde es! Wir haben am Setup relativ wenig verändert, selbe Unterkunft, selbes Rahmenprogramm, das hat alles gepasst.

Die Vorband war The Good The Bad And The Zugly und sie machen das was Turbonegro gemacht haben, als Hank noch der Sänger war, sie rocken was das Zeug hält und machen aber dazu noch eine spitzen Show, Wahnsinn! Danach kamen Gluecifer und haben nochmal eins drauf gesetzt, spitze! Was extrem cool war ist, dass wir auch noch eine Menge Bekannte getroffen haben, als Sahnehäubchen quasi. Diese Woche müssen die Blessuren schnell verheilen, denn es gibt viel zu tun.

[Update] Eine Sache muss noch erwähnen weil es so wichtig ist und bei Gelegenheit ausgeschlachtet werden muss. Ich bin gestern heim gekommen, hab mich nur kurz umgezogen und dann sind wir gleich nach Fürth zum Basketball geradelt und danach haben wir den Aufenthalt sogar noch bei den Sieben Schwaben um ein Abendessen extended! Also nichts mit heimkommen und hinlegen.

Heinz Strunk – Ein Sommer in Niendorf

Genau mein Typ, dumm, ordinär, antiintellektuell, unnahbar und rattenscharf. Solche Sätze erwartet man Heinz Strunk und er liefert sie in „Ein Sommer in Niendorf“. In einer Rezession wird das Buch mit dem Zauberberg von Thomas Mann verglichen – und besser bewertet. Sowas traut man Strunk dann eher doch nicht zu. Ist auch egal, das Buch kann ich jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Es geht um den Herrn Roth, der die Zeit zwischen einem Jobwechsel nutzen will um ein Buch über die Geschichte seiner Familie zu schreiben. Dafür mietet er sich für 3 Monate in einer Unterkunft in Niendorf ein und gerät dort in Kontakt mit Menschen und Orten, die so gar nicht zu seinem bürgerlichen Leben passen.

Krood im Liveclub Bamberg

Spitzen Konzertauftakt 2026: Krood im Liveclub in Bamberg. Montags ist im Live-Club Montagsschwof, freier Eintritt bis 21:30 Uhr und danach Getränke zum halben Preis. Das zieht die Studenten an. In der Zeit zwischen 20:30 und 22:00 Uhr gibt es Livemusik. Dieses Mal eben Krood – Krood hatten wir schon bei der Turbo A.C.’s Secret Show in Bamberg gesehen und jetzt ein ganzes Konzert mit ihnen, top! Sau guter Stoner Rock zum Jahresbeginn.

Noch topper ist dass der Live-Club ja nur ein paar Meter vom Schlenkerla entfernt ist, deshalb haben wir da einen kurzen Abstecher hin gemacht. Ein Warmup quasi. Das Schlenkerla mag ich gern, es hat einen gewissen Sonderstatus, es ist zwar sehr touristisch, aber das alte Haus mit seinem Rauchbier zieht halt auch nach wie vor ziemlich viele Einheimische an, die auf aans (ein Bier) vorbei schauen. Das muss man erst mal schaffen.

Beim Montagsschwof ist mir aufgefallen, dass sich viele von dem ultra jungen Publikum erst eine Flasche mit einem antialkoholischen Getränk bestellt, Apfelschorle, Club Mate oder so, und dann wenn die ersten paar Schlucke getrunken sind, sich den Rest mit Vodka auffüllen lässt. Das ist gar nicht mal dumm, zum einen kann man mit der Flasche in der Hand noch ganz gut tanzen und zum anderen vermeiden die Mädels dass man ihnen K.O-Tropfen ins Glas geben kann. Zumindest ist das meine Interpretation. Kann auch sein dass es ein neuer Trent ist, den ich nicht kenne.

Folk’s Worst Nightmare im Kunstkeller O27 – 2025

Zum Jahresabschuss eine Art Doppelsieg, erst im Blauen Affen zum Essen und dann zu Folk’s Worst Nightmare in den Kunstkeller 27. Wow. Im Blauen Affen gibt es Humbser aus dem Fass und sau gute Schnitzel, mein Mitesser hatte sogar eine Variation mit einem Kloß, das muss man sich mal vorstellen! Zu dem Thema passt auch dass der Vertrag von Miro Klose heute wahrscheinlich nicht verlängert wird. Sagt zumindest ein Insider, der mit am Tisch saß und das unbedingt mal sagen musste.

Wir hatten uns auf Atzenhofer Bier im Kunstkeller eingestellt. Letztes Jahr hatten die Atzengold, gestern gab es Ammerndorfer Bier, auch gut. Und eine ungespundete Bierspezialität aus Bamberg, das war uns aber egal. Ammerndorfer in Kombination mit Spezi in Kombination mit guter Musik im Kunstkeller hat total gereicht. Kombiniere – spitzen Abend! Echt, Folk’s Worst Nightmare sind voll super. Und dann Smalltalk mit einem von den Nightmarener. Da haben wir gestern echt am Optimum operiert.

Genesis Nürnberg

Obacht, heute wird es klassisch. Die Chefin hat mich gestern in die Peterskirche geschleppt, ich hatte das gar nicht so auf dem Radar und war abends fast etwas überfahren, jedenfalls hatte ich keine Ahnung was mich erwartet. Die Peterskirche kannte ich, weil das Stundenwohnheim gleich ums Eck war, drin war ich aber noch nie.

Man konnte sich entweder in die Bänke setzten oder auf Sitzsäcke, im Raum zwischen Altar und erster Sitzreihe, vorne standen diverse Instrumente und später dann auch noch Musiker und eine Sängerin in Rot. Die haben eine Lichter-Show musikalisch untermalt, ich fand aber dass es genau anders herum war. Das obere Bild zeigt was man gesehen hat, wenn man nach vorne geschaut hat und das hier wenn der Blick nach oben in die Kuppel ging:

Die Kombo hatte eine interessante Instrumentenauswahl: Saxophon, Hackbrett und Vibrapohn. Dazu hat dann die Dame in Rot gesungen. Das hat alles ganz gut gepasst und mich tatsächlich emotional berührt, war aber anders als der Krawall den ich sonst immer höre. Hier gibt es mehr Infos https://www.genesis-nuernberg.de, wir hatten gestern das Special mit der Pocket Opera Company: der Komponist Reynaldo Hahn vertonte mit dem Zyklus „Chansons Grises“ die einzig­artigen Verse, und schuf Sinnes erweiternde Lieder voller unberührter Schlicht­heit, Klang­reichtum und Ausdrucks­kraft. Die Pocket Opera Company, Deutsch­lands ältestes und freies Musiktheater bringt erstmals in einer eigenen Neu­instru­mentierung diese Lieder im Rahmen von GENESIS zur Aufführung.

Kein Baby mehr

Wir haben gestern Abend noch alles vorbereitet, weil wir das immer so machen. Dieses Mal ist es aber was Besonderes, das Kind 1 ist nämlich seit heute kein Kind mehr – und dabei war sie doch neulich erst noch so klein. „Könnt ihr mir bitte das Auto geben, ich möchte als erstes mal alleine fahren!“ war der größte Wunsch. Also haben wir das Auto nach Ziegelstein gefahren, es abgestellt und sind wieder heim und haben dekoriert, gewartet und sind irgendwann ins Bett. Jetzt warten wir wieder. Irgendwann wird der volljährige Mitbewohner schon aufstehen und sich knuddeln lassen müssen. Wir lernen gerade mit der Brechstange was es heißt los zu lassen.

Mother Tongue im Hirsch

Mother Tongue habe ich oft im Zug gehört, super Band, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann haben sie einem. Jetzt spielen die an einem Samstag im Hirsch, was für ein Glück! Wir hatten zur Einstimmung ein 10er Fässla Huppendorfer Hausbräu, im Maßkrug serviert, mit Bratwursten an stundenlang totgekochten Sauerkraut im Bauernweckla mit Born-Sempft. Wahnsinnskombination. Dann ein spitzen Konzert, der Hirsch ziemlich voll, super Stimmung. Der Rosa Hirsch zum Abschluss quasi das Sahnehäubchen. So geht Samstagabend.

[UPDATE] Das muss ich noch erwähnen: Als Supporter ist Werewolf Etiquette mit an Bord, Man kann eigentlich sagen, dass sich Mother Tongue selbst supporten, denn  Sänger und Bassist Davo Gould ist zusammen mit einem weiteren Mother Tongue-Mitgründer, Geoff Haba, das neue Nebenprojekt Werewolf Etiquette.