Wintergedanken

Die Chefin hat ein Haar in der E-Auto Suppe gefunden: Es gibt keinen Verbrennungsmotor und deshalb wird die Motorhaube nicht warm und so schmilzt der Schnee darauf nicht. Skandal! Da hat sie natürlich recht. Richtig schlimm ist das nicht. Dachte ich jedenfalls, aber es gibt einen Corner Case den ich erzählen muss und zwar ist es so, wenn der Schnee auf der Motorhaube schmilzt und es danach wieder friert, dann kriegt man die Motorhaube nicht mehr auf. Das ist blöd wenn man die Scheibenwischwasser nachfüllen muss. Noch blöder ist, dass die Motorhaube dann irgendwann aufspringt sobald es wärmer wird. Ist das Auto dann abgeschlossen, geht die Alarmanlage los. Da ist dann ganz schön was los in der Nachbarschaft.

Über Nacht ist der Schnee bei 5 Grad gut weg geschmolzen, wenn jetzt noch mein Rotz weg ist, kann ich ab nächste Woche wieder laufen gehen. Der Rotz kommt gerade in so vielen Farben aus meiner Nase, das ist der Hammer – eine Art Regenbogen des Verderbens – und in der Früh sind es dann auch ganz schöne Brocken. Ich bin dann immer ganz stolz dass mein Körper solche abstoßenden Strukturen generieren kann. Aber insgesamt bin ich durch mit dem Winter.

Neun Grad, plus!

Das Kind 2 hat in den letzten Tagen den Minusgraden zum Trotz Schneemänner gebaut. Stramme Kerle sind das, aber 9 Grad halten die nicht aus. Blöd für sie, dafür aber Frühlingsgefühle für mich. Der Tag der Unwetterwarnung, war der schönste seit langen!

Von wegen Trennungsangst

Heute ist ein großer Tag, denn ich trenne mich von ein paar Büchern, die ich schon seit dem Studium besitze. Die Chefin unterstellt mir ja gerne eine gewisse Trennungsangst, von wegen! Die unteren zwei Bücher habe ich mal bei einer Computer-Börse gekauft, irgendwann 2000 oder 2001 müsste das gewesen sein, sie sind der Beweis, dass mich das Thema Messen-Steuern-Regeln quasi schon beschäftigten, seit ich so richtig mit Computer zu tun habe.

Die anderen beiden Bücher habe ich ungefähr 2003 gekauft, als ich noch selbstständig war. Das Internet war damals noch keine gute Informationsquelle und wenn man einigermaßen etwas nicht alltägliches zu tun hatte, dann musste man teure Literatur zurückgreifen. Die O’REILLY Bücher waren der totale Standard, musste man haben, gab es für ungefähr jedes Thema was. Mit dem „Netzwerkprogrammierung in Perl“ habe ich ein Programm geschrieben, das man heute wohl „Web-Service“ nennen würde, damals ging das noch ohne Frameworks. Man hat einfach einfach ein Programm geschrieben, das auf einem Port lauscht und Befehle entgegen nimmt und sie bearbeitet. Gute alte Zeit. Ade ihr Schreibtischbegleiter.

2025 – der ganze Rest

Normalerweise bin ich ja immer recht entspannt, aber die Arbeit hat mich dieses Jahr schon einiges an Lauf- und Rad-Kilometer beschäftigt. Das war ein Auf und Ab der Gefühle: Weihnachten durcharbeiten, die Freude über die erste Lieferung, dann ein Abfindungsangebot aus heiteren Himmel, gehen, bleiben, falls ja wohin, oder doch nicht, und die ganzen Seiteneffekte einer jeden Alternative. Das wünsche ich echt keinem! Aber ich denke wir sind jetzt durch damit und es fühlt sich wieder gut an.

Kleine Auszeiten waren die vielen Konzerte, das geht langsam wieder in die Richtung wie vor Corona. Wir hatten echt ein paar ganz schöne dabei, kein einziges hat mich enttäuscht, das war echt top.

Mein emotionalster Moment dieses Jahr war sicher der Zieleinlauf vom Marathon. Schon ab Kilometer 30 war klar dass ich es schaffe, bei Kilometer 38 hatte ich fast sowas wie ein Hoch, weil ich noch nie weiter gelaufen war. Und dann stehen da die vielen Leute, die deinen Namen schreien, dich abklatschen und dann ist es vorbei und ich konnte gar nix mehr. Nicht mehr reden, nicht gehen, nicht mal heulen vor Glück. Bestimmt 20 Minuten lang. Das war eine krasse Erfahrung.

Ansonsten bin ich ziemlich erstaunt darüber, wie sich die USA vom „Land of the free“ in eine Diktatur verwandeln. Wer sich fragt wie das Mitte der 30er bei uns in Deutschland passieren konnte, kann jetzt live in den USA verfolgen. Meinungsfreiheit einschränken, Macht zentralisieren und das Volk radikalisieren. Bäm. Noch schlimmer finde ich, dass die Nazis auch in Deutschland wieder so populär sind – und das sogar bei Menschen, denen ich Intelligenz unterstelle. Da muss 2026 echt besser werden!

2025 – der Heimwerker

Baustellen gab es ganz unterschiedliche dieses Jahr. Wir haben ja gleich in der KW2 mit dem neuen Bad begonnen, die Handwerker sind gekommen, haben jeden Tag gearbeitet, sich untereinander abgestimmt, das waren Profis, und ich war quasi nur der Baustellen-Host, der die Umgebung bereitstellt, habe mich um den Kaffee gekümmert und musste sonst nur Kleinigkeiten machen. Das war eine interessante Erfahrung, aber eine sehr teure interessante Erfahrung. Mit dem Ergebnis sind wir jetzt, gut einem Jahr im Gebrauch, immer noch glücklich. Da wurde sau gut, was lange währte.

Meine Lieblingsbaustelle ist aber das Gartenhaus, da ist dieses Jahr eine alte Leidenschaft wieder neu entfacht und ich bin die Idee, mein Büro in das #GartenhausEins zu bauen, endlich angegangen. Das ist eine Baustelle ganz nach meinen Geschmack. Da war alles dabei, von den Basics wie eine bessere Stromversorgung verlegen, ein neues Fenster einbauen bis hin zum Austausch des Fußbodens – und jetzt bin ich schon am Innenausbau. Top! Das wird langsam, aber stetig. 2025 ging also ganz schön was.

2025 – der Sportler

Meine Laufstatistik für 2025 kann sich heute schon sehen lassen, mit etwas Glück und über -5 Grad, werde ich dann zu Silvester bei 112 Läufen und etwas mehr als 935 km landen. Das ist nicht schlecht (das Kind 1 hat zwar mehr Läufe und Kilometer, fährt aber kein Rad, nur so am Rande erwähnt). Eigentlich müsste ich ja ein dünner Hering sein, spindeldürr sogar. Das ist aber nicht der Fall, weil ich mir eine bahnbrechende Bierkompensationsmethode ausgedacht habe, die sehr viel mit Elektrolyten und der Angst vor schlechten Zeiten zu tun hat. Elektrolyte sind wichtig – Elotrans hilft zwar auch, schmeckt aber bei weiten nicht so gut wie ein kühles Bier.

Ansonsten bin ich auch noch viel Rad gefahren, 99 Einheiten und 1.579,7 km sagt Strava. Das ist nicht wenig. Nach dem Marathon hatte ich ja erst mal einige Zeit keinen Bock mehr aufs Laufen und bin nur noch Rad gefahren. Diese Tour war Zufall aber danach war klar dass ich ein besseres Rad brauche. Und im Nachhinein muss ich sagen dass das Gravel-Bike die Top-Anschaffung 2025 war. 2025 war also wenigstens ein gutes Sportjahr.

Eingelegte Schnitzel

Dieses Weihnachten haben wir die Verwandtschaft zu uns zum Essen eingeladen. Ich habe mich nicht lumpen lassen und ein Gericht, das die Schwiegermutter früher immer gemacht hat, nachgekocht und zwar ihre „Eingelegte Schnitzel“, altes Familien Rezept. Eingelegte Schnitzel wurden früher wahrscheinlich nur an wirklich hart arbeitende Menschen verfüttert – Gerüstbauer oder Waldarbeiter oder Leute im Bergwerk – ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass es Generationen gedauert hat bis der Körper von normalen Menschen mit so viel Energie pro Bissen zurecht kam. Bin aber kein Evolutionsforscher, ist nur so ein Bauchgefühl.

Das Gericht geht folgendermaßen, man klopft Schnitzel hauch dünn, paniert sie und bäckt sie in Butterschmalz raus (dabei müssen die Schnitzel noch gar nicht ganz durch sein). Danach schneidet man Speck, Schinken und Zwiebel klein und schwitzt sie in der Pfanne an. Die Schnitzel legt man in eine Auflaufform, gibt was von den Speck-Schinken-Zwiebel-Masse drüber, dann kommt die nächste Schicht Schnitzel und wo weiter. Und jetzt kommt der Kalorienzauber: Man mixt Sahne, Schmand und Gemüsebrühe zu einer Soße, der Thermomix eignet sich dafür übrigens sau gut, und diese Soße kippt man dann über Schnitzel in der der Auflaufform, bis alles bedeckt ist.

Man muss ich das mal vorstellen in der Auflaufform sind Schnitzel an Speck und Schinken (die Zwiebel sind zu vernachlässigen) und in den Zwischenräumen kommt die Sahnesoße. Wow. Das Ganze kommt dann noch für ca. 40 Min in die Röhre, damit alles schön miteinander „reagieren“ kann. Wer es ganz gut machen will, lässt es über Nacht stehen und wärmt es am nächsten Tag auf. Was für ein Festmahl. Man kann dazu Beilagen essen, kann es aber auch sein lassen.

Bis zum Mond

Heute früh hat mir das Auto eine coole Meldung gezeigt, bis zum um den Mond sind wir schon zusammen gefahren. Vor 3000 km hatten wir die Länge vom Nil gemeinsam hinter uns gebracht und jetzt der Mond. Bis zum um Mond – und hoffentlich noch viel weiter! Super Auto dieser ID.7!

Cooler Kärcher Stuff und eine neue Baustelle

Pate für das #GartenhausZwei stand dieses Haus hier, das habe ich mal auf Pinterest gefunden. Die Idee mit dem durchsichtigen Flachdach ist schon cool, aber wenn das Haus unter einem Baum ist, dann wird das Dach recht schnell dreckig. Früher habe ich das Kind 2 regelmäßig hoch gescheucht damit er das Dach sauber macht. Wenn er da rauf durfte, war das immer eine ganz große Nummer für ihn – Mut, Gefahr, Wasser – spitzen Kombination. Mittlerweile ist die Begeisterung für solche Tätigkeiten nicht mehr groß vorhanden und ich muss mich wieder selbst drum kümmern.

Dieses Jahr war ich mit der Reinigung recht spät dran und das Dach war ganzflächig so dreckig wie beim linken Pfeil. Damit ich mit meinen 2 Zentner Lebendgewicht nicht aufs Dach steigen muss, habe ich mir ein Kärcher Teleskopstrahlrohr TLA 4 Set für unseren Hochdruckreiniger gekauft (Amazon-Rückläufer mit leichten Gebrauchsspuren auf Ebay für 100 €). Das Setup hat viel besser funktioniert als gedacht und ich habe das Dach recht schnell sauber bekommen. Dieses Telekopstrahlrohr kann ich also empfehlen.

Nichts desto trotz bin ich mir ziemlich sicher dass ich das Dach nochmal ändere. Es muss steiler werden, damit ich diese Arbeit im Alter nicht mehr machen muss. Mein Plan ist dass ich aus dem Flachdach ein asymmetrisches Satteldach mache. Vorne eine kurze steile Seite, wo Solarpanels ran kommen und nach hinten hin die Doppelstegplatten leicht abfallend. So, jetzt ist es raus, ich plane eine Baustelle für nächstes Jahr!

Immobilie zu verkaufen

„Diese Immobilie ist eine einmalige Gelegenheit für Käufer mit Vision, die in einer der besten Lagen Nürnbergs ein Haus mit großem Gestaltungspotenzial, einem traumhaften Garten und viel Platz erwerben möchten.“ steht in der Beschreibung vom Nachbarhaus auf Immowelt. Wir haben ja vor 17 Jahren eine ähnliche Gelegenheit wahrgenommen und das war im Nachhinein eine ganz gute Entscheidung.

„Gestaltungspotential“ ist übrigens ein schönes Wort und entfaltet seine wortwörtliche Bedeutung erst im Nachgang, dann aber mit einer enormen Nachhaltigkeit. Ich denke so ein Haus bindest du dir nur ans Bein wenn du jung bist und dich von der Vision beirren lässt oder wenn du genug Geld hast um alles machen zu lassen. Nichts desto trotz ist die Beschreibung gar nicht mal so schlecht.