Dieses Wochenende war ziemlich hochzeitig, hochzeitig hört sich ähnlich an wie hochprozentig das passt ganz gut. Am Freitag wurde vollendet was wir seit fast 30 Jahren begleiten: „Der ist halt anders“, „Hat noch nicht die Richtige gefunden“, Outing bei den Freunden, Outing bei den Eltern, den ersten Freund, die erste Trennung, neuer Freund, zusammenziehen, verliebt, verlobt und jetzt endlich verheiratet. Grob zusammengefasst.
Der Samstag war träge, Hauptaufgabe „Auto holen“, ansonsten chillen. Das war auch wichtig weil am Sonntag schon die nächste Hochzeit auf dem Programm stand, dieses Mal eine Mädelshochzeit. Wir sind quasis so was die Gerade in der Quere, also im übertragenen Sinn zumindest. Auf der Sonntagshochzeit waren wir aber – Gott sei Dank – nur Zaungäste, keine Aufgaben, nur da sein, sich emotional berühren lassen, essen, trinken und so abfeiern dass man am Montag wieder arbeiten kann.
Diese Woche habe ich ganz viel herum gebastelt, mir ist nämlich aufgefallen dass nach dem Umzug der Seite viele Bilder in den Blog-Einträgen fehlten. Man kann und konnte kein Muster erkennen, anscheindend hat sich das Skript, das WordPress für den Export und Import verwendet, an ein paar Stellen verhaspelt. Mit dem Plugin Broken Link Checker findet man aber recht leicht heraus welche Bilder fehlen – und das waren gut 500 Stück!
Das Plugin ist echt gut, hat aber ein Manko und zwar kann man das Ergebnis nicht exportieren, sondern bekommt es nur in der Webseite dargestellt. Also war die erste Aufgabe irgendwie einen Export in die Seite rein zu bauen. Das war gar nicht so schwer, auf GitHub habe ich gesucht wo das Ergebnis zusammengebaut wird und dort einen Array-Dump rein geschoben. Das Ergebnis habe ich dann solange mit regulären Ausdrücken bearbeitet, bis ich eine Liste mit den URLs der fehlenden Bildern hatte.
Als nächstes musste man überprüfen ob die Bilder im letzten Backup waren. Dazu musste die Liste von oben mit den Dateien aus dem Backup abgeglichen werden. Die Dateiliste aus dem Backup gibt es mit tar tfz . Den Abgleich der Listen habe ich mit Python in VS-Code gemacht. Das ist ein super Gespann! Problem bei Google eingeben, Code Snippet einbauen, laufen lassen, so lange bis das Skript tut was es soll.
Die Analyse hat ergeben dass alle Bilder bis auf 24 im Backup waren. Ein guter Schnitt. Die noch fehlenden Bilder waren alle auf der alten Domain photo.hoadl.net und die gibt es schon seit gut 10 Jahren nicht mehr, verschmerzbar. So, jetzt musste ein Verzeichnisbaum erstellt werden, in dem die Bilder, die im Backup alle im Verzeichnis „images“ lagen, in die neue Verzeichnisstruktur einsortiert wurden. In der neuen Installation liegen nämlich alle Bilder in Unterverzeichnissen (Jahr/Monat/Tag/Bild).
Der Ablauf war grob so: Bild im Backup gefunden –> Unterverzeichnis überprüfen –> ggf. erstellen, notfalls rekursiv –> Bild kopieren. Das hat so gut geklappt, ich bin immer noch emotional berührt! Der neue Verzeichnisbaum wurde dann zusammen gepackt und auf dem Server wieder entpackt. Fertig. Mit Python und VS-Code kann man so super arbeiten, das ist schade dass es das nicht schon vor 10 Jahren gegeben hat!
Heute sind wir direkt nach dem Frühstück wieder aufs Dach gestiegen und haben das zweite Rollo montiert. Die Challenge dabei war dass wir uns nicht, wie beim kleinen Dachfenster, auf die Dachgaube stellen konnten, sondern vom Ziegeldach aus arbeiten mussten. Normalerweise schiebt man ein paar Ziegel hoch und dann dann gut stehen, rings ums Fenster herum sind die Ziegel alle rein gefrickelt, da geht das schlecht.
Also haben wir uns aufgeteilt, das Kind 2 hat außen von den Stufen aus unterstützt und ich habe von innen gewerkelt. Das hat erstaunlich gut funktioniert – sogar so gut dass wir die Scheibe vom Dachfenster gar nicht ausbauen mussten. Gut eine Stunde haben wir gebraucht, hätten es wahrscheinlich sogar noch schneller geschafft, wenn mir nicht immer wieder die Schrauben runter gefallen wären.
Das Rollo macht nicht zu 100 % dunkel, von oben und unten kommt noch etwas Licht durch. Nicht viel aber zumindest so viel dass man sich aufregen könnte. Gott sei danke habe ich die alten Verdunkelungsrollos innen dran gelassen, weil mit denen zusammen ist jetzt wirklich komplett dunkel. Man könnte jetzt noch – also rein theoretisch wenn man wollte – an das dritte Dachfenster an der Vorderseite vom Haus auch noch ein Rollo montieren, aber ich glaube das braucht es gar net.
Das Kind 2.0 hatte gestern einen Durchhänger. Das kann man eine Zeit lang mitmachen und tolerieren aber dann ist auch mal irgendwann gut. Also pass auf Kollech, du schaust dir etz des Video an und ziegst dich um und dann hilfst mir beim Rollo fürs Dachfenster! war mein Versuch das Kind 2 wieder in die Spur zu bringen. Ob es auf dem Dach ein Selfie machen kann wollte es noch wissen. Freilich. Also rauf aufs Dach.
Das Dachfenster ist direkt über unserer Dachgaube, auf der kann man gut stehen und die Dachgaube ist über ein paar Stufen leicht erreichen. Tatsächlich war das Abringen von dem Rollo weit weniger schwer als gedacht, uns machte die Hitze auf dem Blechdach der Dachgaube viel mehr zu schaffen. Das Kind durfte die Bedienungsanleitung lesen, ein paar Schrauben mit dem Akkuschrauber anbringen und die Fernbedinung anlernen. Das war die richtige Therapie. Abends haben wir den Tag rekapituliert Heute Nachmittag war net so gut, aber beim Rollo hast du mir fei echt geholfen! war meine Einschätzung. Schneesturm von gestern hat es geantwortet und Dach war anstrengend aber total super. Ein Dachfenserrollo als therapeutisches Mittel, vielleicht sollte ich mal bei der BKK anfrufen.
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat die Chefin noch kurz hoch geschrien und ist los zur Arbeit. Ich warte darauf dass das „Remote Onboarding“ los geht. Ein bisschen komisch war das schon als ich vorgestern in IN nochmal durch das Werk gelaufen bin und danach den Ausweis abgegeben habe. Ohne Ausweis kein Reinkommen mehr, weder ins Werk noch ins System.
14 Jahre und 4 Monate sind eine lange Zeit. Als ich damals meinen ersten Tag hatte war das Kind 1 ein klitzekleines Mini-Baby und wir hatten noch die Wohnung in Gostenhof, sind gerade erst eine Familie geworden und ich war stolz wie Harry auf meinen neuen Arbeitsvertrag, hatte ganz gut verhandelt. Mittlerweile hat sich viel geändert, da passt es dann auch ganz gut was an der Arbeit zu ändern. Und mit Mitte 40 nochmal was komplett neues zu machen ist ja auch irgendwie eine Chance. Ich habe jedenfalls wieder gut verhandelt und bin wieder stolz.
Oh weh, ob da am Wochenende noch eine Kirchweih-Maß drin ist, wird sich zeigen. Rein von der Gemengenlage her sollten wir jetzt pleite sein.
Zur Eckbank kann ich sagen dass die Chefin total happy ist. Wir haben das 12 Jahre raus geschoben, jetzt ist gut. Unsere Stühle und den Esstisch haben der Senior und ich damals unter dubiosen Umständen „besorgt“. Sie waren ursprünglich Kantineninventar, machen sich aber auch gut im Esszimmer. Die Beschaffung damals war nur eine Straftat wenn man es wirklich ganz genau nimmt, mehr so ein Neuzeit Robin Hood Ding. Dass diese Zwischenlösung so lange besteht, hätte keiner gedacht.
Der alte Backofen ist vor ca. einem halben Jahr kaputt gegangen. Wir haben noch überlegt ob wir ihn reparieren lassen und uns dann aber dagegen entschieden. Vor Corona wäre die Auswahl von einem neuen Backofen wahrscheinlich ein größerer Akt gewesen, jetzt war es einfach: Wir wollten die gleiche Marke haben, damit es zum Rest passt, die Chefin wollte Pyrolyse und er sollte verfügbar sein. Bleibt genau einer übrig. Schnell bestellt, bevor der auch nicht mehr verfügbar ist. Dass das Modell ein Uraltmodell ist war uns egal. Heute Früh um 6:30 Uhr wurde er geliefert, 15 Minuten haben Lieferung und Einbau gedauert, jetzt ist er da und ich mag ihn schon nicht.
Über die Rollos kann ich jetzt noch nichts schreiben. Die wären ja eigentlich noch gar nicht da.
Wir haben ein spitzen Wochenende in der Uckermark hinter uns. Es war zwar echt anstrengend aber die lange Anfahrt hat sich rentiert. Ich hatte am Donnerstag und Freitag in Fulda zu tun, dort hat mich die Chefin mittags eingesammelt und dann ging es Richtung Berlin. Angekommen sind wir pünktlich zum Abendessen, danach ging nicht mehr viel, das Bier war auch warm und wir hatten mit einer Junikäferinvasion zu kämpfen.
Wer in der Uckermark nicht runter kommt, der kommt nirgends runter. Die Landschaft ist phänomenal schön, es ist ruhig, viele kleine Seen. Peter Fox hat sein „Haus am See“ wahrscheinlich genau hier geschrieben. Im Nachbardorf (Weiler würde es wahrscheinlich besser beschreiben) war die Ferienwohnung von Angela Merkel, wer da hin will, muss das wirklich wollen, zufällig vorbei fährt man da nicht. Ein Qualitätskriterium.
Am Samstag dann eine schöne Feier einer frisch gebackenen Landwirtin, direkt am See und am Sonntag wieder heim. Die Heimfahrt war zwar nicht stressig, aber anstrengend. Wir sind am neuen Tesla-Werk vorbei gekommen und abends noch kurz in Weiglathal eingekehrt. Insgesamt sind wir 200 km weniger gefahren als nach Kroatien. Jetzt langt es erst mal wieder mit der Rumreiserei.
Diese Woche war so ähnlich wie vor Corona. Dienstag Workshop in München, Donnerstag und Freitag in Fulda. Es geht wieder was. Die zwei Tage dazwischen waren Kaffee-technisch keine Wucht. Wir hatten keine gescheite Milch daheim. Nein anders, wir hatten nicht keine gescheite Milch sondern eine von Lidl und die lässt sich nicht so besonders gut auf schäumen. Es gibt zwar Schaum, aber der hält nicht lange. Wenn man mit der Tasse am Schreibtisch ankommt, dann schaut der Cappuccino so aus wie auf dem Bild. Das Bild 2 Minuten später ist so erbärmlich dass ich es nicht ins Internet stellen möchte.
In München hatten sie so einen Kaffeeautomaten, der Kaffee war ok. Im Hotel in Fulda war es schlimm. Das Hotel war top, 4 Sterne, sauber, schönes Zimmer, freundliche Kellner, aber der Kaffee ein Totalausfall. Die hatten Automaten mit Instantkaffee, komplette Katastrophe. Die Brühe hat zwar ausgeschaut wie Kaffee, das war aber auch schon alles. Und dabei hatten wir so viele Kaffeepausen. Gut, seis drum. Gerade sitze ich mitten in der Uckermark und schaue einem Pärchen beim Rasenmähen zu. Er schiebt den Rasenmäher durch die Landschaft und sie hält das Kabel und läuft im Sicherheitsabstand hinterher. Das ist schön anzuschauen. Rasenmähen als Paartherapie, muss man auch erst mal drauf kommen.
Huawei hat es endlich geschafft eine Exportfunktion in die Huawei-App zu integrieren und das sogar richtig komfortabel! Wenn man in einer Aufzeichnung ist, dann gibt es in der Karte ein neues Icon (siehe Markierung), drückt man dort drauf kommt man in einen Dialog in dem man auswählen kann, in welchem Format der Track exportiert werden soll. Zur Auswahl stehen GPX-, TCX- und KML-Format.
Abgelegt wird der Export etwas unpraktisch im App-Verzeichnis "Interner Speicher/Android /data/com.huawei.health/files/Tracks/Export" das ist nicht gerade praktisch, aber auch nicht schlecht! Der Import in Google Maps klappt auch ganz gut, das ist echt cool!
Am Freitag wurden die Bauaktivitäten 2022 gestartet. Ich hab mir ein Herz, oder viel mehr einen Hammer, genommen und hab den alten Briefkasten aus dem Betonpfosten geschlagen. Das hat gut funktioniert. Das Loch war zu klein für den neuen Briefkasten und musste vergrößert werden, das habe ich mit einer Flex und den Bohrhammer gemacht. Das war eine ganz schöne Schinderei – und staubig!
Gestern hab ich den neuen Briefkasten eingebaut. Weiter unten in der Straße waren gerade Estrichleger, da konnte ich etwas Estrich abstauben und für den Einbau verwenden. Jetzt ist er drinnen und schaut gut aus. Wenn es die kommenden Tagen etwas kühler ist, dann muss noch etwas nachverputzt werden. Jetzt sind wir wieder im Baumodus.