Untern Strich betrachtet

Alle jammern grade rum, dass das Spiel gestern nur so schlecht gewonnen worden ist. „Langweilig“, „grade eben so“, „mit viel Glück“, „ich sehe schwarz“. Hallo soll das denn? Gewonnen ist gewonnen – selbst wenn wir das Tor in der letzten Sekunde reingemacht hätten und vorher 89 Minuten auf allen vieren rumgekrochen wären. Sieg ist Sieg und das ist das was zählt.

Geht da bloß nicht hin: Bratwurstdorf in Nürnberg

3imweggla.jpgEinigermaßen befriedigt lese ich den kommunalpolitischen Kommentar im Sonntagsblitz von gestern mit dem Titel „Bratwurst-City ohne Linie“. Zuspät, ich hätte ihn vormittags und nicht erst am Abend lesen sollen, denn so hätte ich mir den Besuch des Bratwursdorfs am Lorenzer Platz erspart. (Was es mit den Bratwürsten und den Franken auf sich hat, ließt der Preuße hier)
Aber schön der Reihe nach: Wir haben gestern nicht zu mittag gekocht und waren nachmittags etwas hungrig. Relativ zufällig ist mir das Plakat vom Bratwurstdorf wieder in denn Sinn gekommen und irgendwas von „Bratwurst neu erleben“. Frau, Bratwürste neu erleben? Ja. Mit einer gewissen Erwartungshaltung schoben wir den Kinderwagen durch die Stadt Richtung Lorenzkirche. Lecker Bratwürste in verschiedensten Geschmacksrichtungen, liebevoll garniert und von nicht schweinischen Getier hatte ich im Sinn. Ein Festival der Bratwurstfreunde mitten in N und mit mir. Super!
Im Bratwurstdorf angekommen wurden wir aber recht schnell geerdet: ein paar Buden an denen es Kaffee, Kuchen, Wurstbrote, Käsespieße (!) und an genau einer Bude auch Bratwürste gab. Nix besonderes eben, außer der langen Schlange davor. Dass das Personal in der Bratwurstbude nicht richtig Deutsch sprechen konnte, mag man in Zeiten von Globalisierung noch verkraften, dass es unfreundlich war allerdings nicht.
Wer immer dieses Bratwurstdorf ins Rollen gebracht hat, das der Verfasser des oben genannten Kommentars mit Kitsch und Etikettenschwindel beschreibt, dem wünsche ich ein zwei Wochen langes Pfeifen im Ohr angesichts der obdrein miserablen musikalischen und unfränkischen Musik!

Rules of Consulting

Da bring es jemand auf dem Punkt:
1st rule of consulting: Don’t expect the customer to be rational. If the customer didn’t have problems, they wouldn’t have needed to hire you.
2nd rule: ABS – Always Be Solving (problems). It’s better to solve a problem 80% correct and revise the 20% than wait for a 100% plan.
3rd rule: If you don’t know how to solve a problem learn or hire some time from someone who does.
4th rule: Never make yourself critical path as this will quickly end your engagement and resentment among your customer will ensue. Deflect glory to your manager — that’s a big reason why they hired you.
5th rule: Never complain. They have enough of that, that’s why they need you. You’re their machete in the jungle of red tape. If you can’t take it any more, try to affect positive change or leave. There’s no crying in consulting!
6th rule: They don’t care that software is done right so don’t argue semantics, just do it right. Find a way to sneak in success. However, you should always be able to explain why these things are important and justify their use.
7th rule: Be a yes man in meetings and then do what’s right behind the scenes (clarification: Be positive and always on the side of getting things done and solving. Avoid confrontation in a meeting that might embarrass your customer. Defer arguments and confrontations until later).
– Example: When the customer asks you to ‚filter all TCP ports through email packets‘, you ask ‚what color would you like the background?‘
– Then later, come back into his/her office and suggest that in order to accomplish this you’ll need to [insert more rational feature suggestion here].
8th rule: If at any time you’re asked to compromise principles, find a way to avoid it or quit. Remember: Integrity is your main asset
9th rule: No one is ever served by job-protectionism thinking, especially yourself. Expect it from the customer (remember, that’s why they need you), but always resist it in yourself.
10th rule: You can’t win ‚em all. Solve what you can in your time and leave things better than how you found them. That’s really all any of us can do.

Mittwochs-Montage

Heute hätte Montag sein können. Dieser Montag hätte dann den Vorteil, dass übermorgen schon Freitag wäre – was ja für einen Montag dickes Ding ist. Schon als ich heute morgen über diesen vermaledeiten Badeeimer für die Kleine gestolpert und gegen die Fliesen in der Dusche geknallt bin dachte ich: Prima Start! Und es sollte noch besser kommen. Irgendwie zog sich diese negative Grundstimmung dann durch den ganzen Tag. Ich erspare mir die Einzelheiten, mir reicht´s für heut.

Das positive sehen

Heute auf dem Heimweg hat uns das Navi von der Autobahn runter geschickt und quer durch Schleiz navigiert. Blöd, dachte ich mir, ich will doch heim. Als uns die Kiste dann durch die Rennbahn in Schleiz navigiert hat, hab ich mich ziemlich gefreut, war ja zufällig mit einem S6 unterwegs – die 350 kW waren da genau richtig und haben entschädigt.

Hack the police man

Zusammenleben in Gostenhof:
Hey, was machtn ihr da? Nix, wir schauen bloß! Was schautn ihr denn? Ja nur so, sind Sie wohl Polizist? Frag net so blöd, freilich ist der Polizist, das merkt man doch. Also, genug geschaut, raus jetzt. Ok, der ist echt Polizist.

Wochenendstatus

Kleiner Wochenendrückblick:
Freitag: relativ spontan abends um halb elf zu Rock im Park gefahren. Wir waren nicht drin, sondern haben uns auf dem Camping-Platz vergnügt. Der Camping-Platz war fest in der Hand der Security-Leute. Sie patroullierten in regelmäßigen Abständen über den Platz und sorgten mächtig für Ordnung. Zu viel Ordnung für so ein Ereignis.
Samstag: Tag in der Stadt totgeschlagen und abends auf dem 30sten vom BDausW gewesen.
Sonntag: größtenteils verschlafen. Frau und Tochter waren auf dem Tennisplatz. Ich war zum Mittagessen auf, hab dann noch mein neues Handy eingerichtet und war nachmittags laufen. Dabei hatte ich mein GPS dabei und bin die größten Straßen in W abgelaufen/gefahren. Abends hat sich die Gang zum Fußballgucken eingeladen.
Alles in allem ist mir aufgefallen dass ich zu wenig schlafe, viel zu wenig. Für diese Woche habe ich mir deshalb 23:00-Uhr-Deadline gesetzt, naja vielleicht auch 23:20 Uhr. Das GPS funktioniert auch im Wald recht gut, die Google-Karten stimmen oft gar nicht so mit der Wirklichkeit überein wie man glauben möchte.

Nächstes mal

Fuck, damit hätte ich nicht gerechnet. Wer hätte denn das gedacht? Knall hart unterschätzt die Sache. Jetzt isses aber zu spät und daran kann man nix ändern: auf Rock im Park gibts heuer ein spitzen Line-Up und ich geh nicht hin.