Ich war daheim

Eigentlich sollte der Abend mit einem Bier in der Kaiserburg enden. Eigentlich – wären da nicht die Rollos mit Luftschnittstellensteuerung gewesen die ich unbedingt in Betrieb nehmen musste bevor die Verputzer alles zu putzen. So gegen Zehn war ich dann fertig und der Regen begann. Regen ist derzeit alles andere als gut, weil wir grade keinen richtigen Abfluss am Anbau haben und Regen (jetzt je nach dem wie stark) feuchte Wände im Anbau hinterlässt.
Ich war da als der Regen kam und ich bin sauber aufs Dach gekrabbelt und habe versucht alles einigermaßen abzudecken. Als ich tropfnass gegen elf wieder rein kam fing der Nachwuchs an zu schreien. Ich tippe auf neue Eckzähne, die Chefin hat da viel schlimmere Befürchtungen. Gut, die Kleine hat weiter geschrien und geschrien und da kommt dann der Moment wo du als Bezugsperson Nr. 2 einfach nicht mehr helfen kannst und nur noch Mutter zählt.
Heute und morgen muss die Chefin aber arbeiten, d.h. Mutter ist weg. Naja, ich hatte geplant eigentlich das Kind bei einer Oma abzugeben und feiern zu gehen… ich glaube das kann ich mir sauber ans Bein schmieren. Bezugsperson Nr. 1 ersetzen ist aber auch eine feine Sache.

Es läuft

Was den Bau angeht, hatte ich die Woche eigentlich schon abgeschlossen: die Rollos sind ja zu spät dran weshalb der Verputzer nicht weitermachen kann. Jetzt hält da grade ein Laster vor der Tür und ein typischer Trucker läd meine Rollos ab. Ich hab schon bescheid gegeben, die Monteure sind schon unterwegs. Von Service-Wüste plötzlich keine Spur mehr. Kurz drauf ruft der Verputzer an und frägt ob er doch morgen schon kommen könnte und der Blechbatscher ruft durch weil er sich spontan doch noch dazu aufraffen die Fallrohre zu montieren. Als ob die Leute mit Gewalt das Haus gar fertig machen wollten.
Ich Depp! Damit die Chefin sieht dass diese Woche doch was geht (und wegen so etwas ähnlichem wie schlechtem Gewissen wg. gestern) habe ich den ganzen Nachmittag damit verbracht bei gefühlten 45 Grad Müll zum Wertstoffhof zu fahren. Das hätte ich mir voll sparen können.

Yea.

Es war ein ganz normaler Tag. Sie hatten nichts vor, wollten in die Stadt und den Sommer genießen, niemand konnte ahnen wie der Tag ausgehen würde. Sie waren jung und unbekümmert. Sie trafen sich auf einen Kaffee und der Kaffee verwandelte sich in ein kühles Pils. Zu dieser Zeit war diese Art von Kaffee modern und modern waren auch sie. Sie hatten keine Verpflichtungen, keine Besprechungen am nächsten Tag und auch sonst keine Termine. Es war einer dieser seltenen Momente, die es so gar nicht mehr gab, eine Hommage an ihre gemeinsame Vergangenheit. Und nach dem Nachmittag kam der Abend und nach dem Pils das Weizen und dann kam die Nacht und brachte das Pils zurück.
Wenn mein Durchfall vorbei ist schreibe ich vielleicht weiter. Vielleicht auch nicht.

Vater-Tochter-Tag

Heute ist Vater-Tochter-Tag. Wir haben gefrühstückt (viel zu früh), sind dann zur Baustoff-Union gefahren und dann noch zu Globus. Dort habe ich erst ein Schnitzel (ohne Sättigungsbeilagen) gekauft und danach ein Fleischküchle (ebenfalls ohne Sättigungsbeilagen) und sie hat brav gegessen und danach ordentlich geschissen. Jetzt schläft sie. Später werden wir mal in die Stadt checken.

Ein Christian-Tag

Heute waren die Schnecken ausgeflogen und ich war bis grade vorhin alleine. Genug Zeit für einen Intensiv-Urlaubstag. Ich habe bis ca. 9:30 Uhr geschlafen war für 2,5 Stunden laufen und habe Spaghetti mit scharfer Soße gemacht. Den Rest des Tages habe ich in der Hängematte verbracht. Da kann man nicht klagen.

Inkonsequenter Trunkenheitsraucher

Junges Ding: Darf ich Sie was fragen?
Ich: Wasn?
Junges Ding: Sind Sie zw. 36 und 40 Jahre alt?
Ich: Schau ich aus als ob ich zw. 36 und 40 Jahre alt bin?
Junges Ding: Nein, Sie schauen aus wie Anfang 30.
Ich: Stimmt.
Junges Ding: Sind Sie Raucher?
Ich: Nein. Ober besser gesagt ja. Also ich würde mich als inkonsequenten Trunkenheitsraucher bezeichnen.
Junges Ding: Was ist denn ein “ inkonsequenter Trunkenheitsraucher“?
Ich: Naja, ein Trunkenheitsraucher ist jemand der nur raucht wenn er betrunken ist. Ein inkonsequenter Trunkenheitsraucher ist jemand der nicht immer raucht wenn er betrunken ist.
Junges Ding: Aha, gut. Danke für Ihre Zeit!

Achtung Rotwein

Die abführende Wirkung einer Flasche Rotwein sollte man nicht unterschätzen. In Kombination mit scharfer Pizza ist das der Stoff mit dem Horrorgeschichten beginnen.