Langsam wird es ernst! Eigentlich sollte ich nicht nervös sein, weil ich mich gut vorbereitet habe, aber ich bin trotzdem nervös. Das ist wahrscheinlich das Lampenfieber, aber bei dem was ich vorhabe, gibt es nur zwei kleine Lampen, eine hinten und eine vorne am Fahrrad, beide sind aufgeladen. Drei genau genommen – Ersatzrücklicht. Lampenfieber ist also eher nicht angebracht.
Gestern habe ich die einzelnen Etappen der Tour nochmal genau in Komoot nachgezeichnet und sie der Chefin gegeben, damit die auch weiß was ich genau vor habe. Aber im Endeffekt ist das ganz leicht: Wir sind am Wochenende in Lavis und ich fahr da mit dem Rad hin. Allerdings nicht ab Nürnberg, sondern ab Garmisch, Anreise mit der Bahn incl. Umsteigen. Gleich Spannung in der Früh!
Bei Insta machen sie immer 140 oder 180 km am Tag und schlafen danach in einem Zelt, Typ Dackelhütte, davon hat mir eine Bekannte bei der ersten Tour abgeraten – „Mach am Anfang nicht gleich zu große Etappen“ hat sie gesagt, deshalb habe ich 4 statt 3 Tagen geplant. Und der Schwager sagt, dass ich nicht gleich am ersten Tag „überpacen“ soll, cooles Wort. Dann überpace ich mal nicht.

Größtenteils fahre ich den Radweg Via Claudia Augusta, am ersten Tag geht es gleich über den Fernpass. 850 Höhenmeter und 5 Stunden sind für den Einstieg ok. Das schaffe ich. Im Urlaub letztes Jahr habe ich vor dem Frühstück öfters 500 Höhenmeter gemacht.

Am zweiten Tag steht wahrscheinlich die schwierigste Etappe auf dem Programm, es geht vom Imsterberg über den Reschenpass nach Reschen. Die eigentliche Route ist gesperrt, jetzt muss ich einen Umweg über die Schweiz machen. Vielleicht sehe ich einen Alphornspieler oder einen Toblerone-Verkäufer.

Tag 3 wird ein Chilltag. Das Hotel hat ein Pool und ich eine Badehose, das könnte was werden. Vielleicht schau ich auch bei der Brauerei Forst vorbei, würde sich anbieten.

Der letzte Tag hat zwar die meisten Kilometer, aber es geht fast nur bergab oder ist gerade. Vielleicht mache ich noch noch eine kleine Extrarunde, weil mit 100 km könnte man besser flexen. Andererseits möchte ich pünktlich ankommen. Da muss man flexibel sein.
Also, das ist der Plan. Mal schauen wie es wird.









