Heute morgen habe ich am Flughafen unsern Landesvater getroffen, er hatte nicht viel Zeit, war unterwegs zum Papst nach Rom, ich musste in die andere Richtung ins Mitteldeutsche Niemandsland. Wir hatten also für einen kurzen Moment gleiche Startvoraussetzungen, mehr nicht.
Iglu ++
So konstruktiv – im wörtlichsten Sinn – wie heute war ich schon lange nicht mehr! Und das bei gut 30 cm Neuschnee, gefühlt – gemessen wahrscheinlich noch mehr. Ohne Witz, ich glaube tatsächlich dass ich noch nicht erlebt habe, dass es von einem auf den anderen Tag so viel Schnee geben kann. Höchstwahrscheinlich war das die Rache der Schneeelfenschwester von Tinkerbell (die Schneeelfen werden ja wie ihre Elfenschwestern aus dem gleichen Lachen geboren, hat mir Kind 1 heute erzählt). Jedenfalls haben wir heute nachmittag ein Iglu gebaut, ach was sage ich Iglu einen Eispalast haben wir errichtet! Für die Ewigkeit, zumindest aus Perspektive einer Eintagsfliege. Jetzt sind alle Mann KO, Ziel erreicht.
Baguettes haben wir jetzt genug
Der Grund warum eine so große Beck-Filiale wie die bei uns ums Eck seit heute um ca. 10:45 Uhr keine Baguettes mehr hat bin ich, also direkt. Indirekt ist die Inkompetenz von der Verkäuferin aus der Greller-Filiale bei uns ums Eck dran schuld, die vergessen hat, die Bestellung der Chefin von gestern weiter zu geben. Eigentlich hätte ich gar nicht alle Baguettes vom Beck gebraucht weil es nämlich in der Bäckerei Entner Filiale ums Eck auch noch welche gab.
Der Grund warum ich das letzte Baguette beim Beck auch noch mitgenommen habe, war die Verkäuferin, die so überhaupt nicht begeistert war, dass ich zu ihr in den Laden komme und einkaufe. Haben Sie bestellt? Nein (eigentlich ja, aber nicht bei euch, aber das ist dir ja wahrscheinlich egal). Wir haben nur noch 6. Passt, ich brauche ja nur 5. Brrr, Grrrr, Pfff…. Ach wissen Sie was, ich nehm das letzte auch noch (du dummes Stück, der Euro ist mir dein blödes Gesicht wert)! Und auch wenn die Verkäuferin so ungefähr aussah wie Tinkerbell (nur in Fett, ohne Flügel, mit dunklen Haaren, mit weißem Kleid und in hässlich) so nett war sie auf keinen Fall.
Der Grund warum wir heute so einen Bedarf an Baguettes haben, ist dass die Chefin heute wieder 23. Geburtstag hat und da will man seinen Gästen ja was frisches anbieten. Der Junior hat für solche Festlichkeiten leider überhaupt kein Gespür und hat seit 0100 besten Terror gemacht. Die Eingangsgrößen sind also nicht die besten, aber davon lassen wir uns die Feier nicht vermiesen.
Tag 3, “Experiment” kann man es nicht nennen
Achtung, das ist fast so etwas wie eine Erfolgsgeschichte, wem das nicht gefällt der liest hier weiter! Gestern früh hat alles wie am Schnürchen geklappt: Ein strammer Marsch zur U-Bahnstation, ein paar Stationen zum Bahnhof, einsteigen, losfahren, aussteigen, zum Bus, einsteigen, losfahren, aussteigen, fertig. Insgesamt 1:25 Stunden unterwegs. Heute optimiert und nochmal 5 Min rausgeholt. Haken dran. Heute Abend wurde dann gleich experimentiert und eine ICE Verbindung eingebaut. Das bedeutet zwar einmal mehr umsteigen, hat aber den Vorteil, dass man a) im ICE viel besseres Netz hat und b) in 1:04 Stunden (da möchte man fast den Singular verwenden) von der Arbeit bis zur U-Bahn kommt!
In der Früh bin ich mit der Experimentiererei vorsichtig und nehme gerne 10 Min Leerlauf in kauf, im Moment zumindest. So bald es wärmer wird, wird das Fahrrad in den Prozess integriert. Allmählich macht sich Optimismus breit, ich warte auf die erste Dauerbaustelle auf der A9.
Tag 1, „Experiment“ kann man es nicht nennen

Heute war es endlich so weit. „Experiment“ kann man es ja nicht nennen, eigentlich war es genau das Gegenteil von einem Experiment – zumindest wenn man ein Jahresabo in der Tasche hat, vorher aber noch nie mit der Bahn gefahren ist. Wäre es eine Generalprobe gewesen, dann könnte ich mir sicher sein, dass die Primiere morgen klappen würde. Aber in dem Fall gab es keine Generalprobe sondern eher einen Stapellauf, der war nur nicht so wie ich ihn mir vorgestellt hatte.
Easy zum Bahnhof checken, in den Zug setzen, aussteigen, nochmal einsteigen, umsteigen und glücklich arbeiten. Hätte wahrscheinlich alles geklappt, immerhin wurde im Vorfeld ja gründlich recherchiert, womit aber keiner gerechnet hatte, war dass ich schon so früh am Bahnhof war, dass noch ein ICE erreicht wurde, der nicht einberechnet wurde. Glück, dachte ich, zumindest bis mir klar wurde dass es um diese Zeit in IN noch keinen Anschluss gibt. Also bin ich einen Bus eingestiegen, eine klassische Glücksbusfahrt. Nach gut 45 Min bin ich dann auch am Ziel angekommen, fast zumindest, und konnte den Trip mit einem schönen Spaziergang beenden.
Die Heimfahrt war dagegen aller erste Sahne: eine Stunde und 12 Minuten, so wie geplant. Immerhin ich habe viel gelernt, weiß jetzt dass 3 Minuten zum Umsteigen nicht taugen und habe einen neuen Masterplan. Das ist so etwas wie eine Beziehung und die muss reifen, ich habe es im Urin! Und ich weiß noch was: Im Regionalexpress heimwärts wird Augustiner verkauft. Die Sache wird langsam rund.
Samstag ist Hähnchentag
Der Sohn ist eigentlich ganz einfach gestrickt und deshalb kommen wir auch so gut miteinander aus: Wenn man ihn in die Badewanne setzt, will er erst raus wenn kein Tropfen Wasser mehr in ihn rein geht. Wenn er im Sandkasten sitzt kommt das Wort „Sandkuchen“ voll auf seine Kosten. Auch Schnee ist für ihn auch in erster Linie Eisersatz. Wenn er ins Bett will, dann läuft er zur Treppe, setzt sich auf die zweite Stufe, reibt sich die Augen und schreit Ma! Ma!, das bedeutet dann das er hochgebracht, gewickelt und ins Bett gelegt werden möchte. Händchen halten, Lieder singen und den ganzen Kram braucht er nicht. Er ist da ganz straight, i.d.R. zumindest, weil heute wollte er einfach nicht einschlafen und hat immer wieder zum Schreien angefangen.
Genau heute war das aber gar nicht so gut, weil sein Vater – das bin ich – nämlich unbedingt auch einen Mittagsschlaf gebraucht hat, weil der Alkoholabbau im Wachzustand unheimliche Schmerzen mit sich bringt, beim Schlafen dagegen en passant passiert, schmerzneutral sozusagen. Der Grund für den Alkoholabbau war die übermäßige Alkoholzunahme gestern Abend. Wir hatten nämlich Gäste zum Hähnchen und sind danach dann auf eine ganz fiese Tour in die Spelunken in der Hack’schen Hood. Nach gut 5 Jahren im Viertel ist es einfach an der Zeit gewesen mal rein zu gehen wo man sonst nur vorbei läuft. Gut sind sie alle nicht, das kann ich schon mal sagen, obwohl ich was Wirtshäuser angeht doch eher wenig bis fast gar keine Ansprüche habe. Ein Pessimist würde jetzt sagen alles Dreck, ein Optimist dass das Häfala im Notfall taugt.
Sisters

Das Ratio kommt ja meistens hinterher und deswegen benutze ich das iPad seit neustem auch in der Badewanne als Radioersatz. Diese Flunder macht einen erstaunlich guten Sound, dafür dass da fast kein Lautsprecher dran ist. Gut, der Rums fehlt – also würde fehlen wenn nicht im Zimmer neben dran ein Kind schlafen würde – aber für knapp 1 cm voll ok. Was ich eigentlich erzählen will, grade vorhin ist mir aufgefallen dass ich nix von Sisters Of Mercy habe, noch nicht mal als CD! Auch kein Temple of Love, nix. Krass.
Das war kein Kontrollgang sondern eine Exkursion

Heute hat mich die Tochter auf Arbeit angerufen: „Papa, ich schlafe heute Abend bei der Sara. Gute Nacht und bis Morgen!“. Ich weiß noch genau wie wir sie zum ersten mal Übernacht bei den Schwiegereltern gelassen haben, wie sie beim Spazieren gehen so weit weg war dass ich sie nicht mehr gesehen habe und mit dem Rad so weit voraus gefahren ist, dass ich keine Chance gehabt hätte – für was auch immer. Und jetzt der nächste Schritt. Jetzt bin ih grade nochmal am Haus von der Sara vorbei gelaufen und es steht noch. Naja, wird schon funktionieren.
Nein, das war kein Kontrollgang! Das eigentliche Ziel des nächtlichen Spaziergangs war mal den neuen Arbeitsweg abzuchecken, hier die Fakten: es dauert 7 Min. von unserer Haustüre bis zur U-Bahn. Die U-Bahn braucht gut 8 Min. bis zum Hauptbahnhof und von dort kommt man in 3 Min. zum Gleis 9. Gut 20 Min also von daheim bis zum Zug, jetzt muss ich die Route nochmal mit dem Rad abchecken, Samstag früh bietet sich da an. Es wird konkret.
Das Ende ohne Schrecken II
Schlussstriche ziehen ist grade in: Heißt Benedikt jetzt wieder Ratzinger? Wenn man auf seiner Visitenkarte „Papst a.D.“ stehen hat, das ist Understatement pur.
Das Ende ohne Schrecken
Der ein oder andere wird es ja vielleicht mitbekommen haben dass es nimmer so richtig passt. Wir haben hin und her überlegt was man anders machen kann, uns nach Alternativen und Unterstützung umgeschaut. So, jetzt sind wir durch damit. Wir trennen uns, bleiben aber Freunde.
Um endlich Verbindlichkeit zu schaffen habe ich mir grade ein Jahresticket (genauer „Monatskarte im Abo“) gekauft. Ab Montag in einer Woche bleibt das Auto in der nicht vorhandenen Garage und die Fahrgemeinschaft trifft sich am Bahnsteig.