Adventskalender ++

conrad_adventskalenderFrüher war es so dass es einen Adventskalender gab und da war Schokolade drinnen. Fertig. Wer selbst einen bastelt, hebt sich von der Masse ab und kann rein tun was er will und Becks hatte schon vor über 10 Jahren einen mit Bierdosen am Start – aber dafür halt ohne Überraschung. Mittlerweile lässt der Advent kalerdertechnisch keine Wünsche mehr offen: die Kids können zwischen verschiedenen Lego-Themenwelten wählen und Playmobil und Matchbox und was weiß der Kuckuck nicht alles. Für Erwachsene gibt es längst welche von Orion oder mit Mon Chéri für die Beruhigung.
Definitiv neu (zumindest für uns hier im Nürnberger Westen) sind die von Conrad: Internet of Things, Arduino, Raspberry Pi und für Tekkies. Alles für Kids ab 14 Jahren geeignet. Also rein theoretisch auch welche mit 41 Lenzen. So ein Internet of Things Adventkalender wäre schon eine feine Sache. Aber wehe wehe wenn ich an das Ende sehe: Der technikbegeisterte Gatte öffnet allabendlich die Türe, kann sich dann über Stunden hinweg mit einer neuen Diode beschäftigen und vergisst darüber ganz die Kommunikation mit der Gattin. Und das Internet of Things endet in einem Home of Stress…

Offizieller Brauerei-Helfer

bildschirmfoto-2016-11-27-um-21-50-48Super. Super. Super, super, super! Gestern ging es in aller Herrgottsfrüh schon los nach Pretzfeld in die Brauerei Nikl zum Bierbrauen. Man kann ja nicht ständig nur konsumieren, sondern muss auch mal produzieren. In unserem Fall roten Doppelbock.
Um 9 Uhr ging es gleich richtig los und der Kessel wurde bestückt. Danach war etwas Zeit für Theorie. Bierbrauen ist eigentlich gar nicht so kompliziert, also rein von der Theorie her.
Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten war genug Zeit zum Fachsimpeln und Probieren. Spezialistenaustauch. Brauen ist ziemlich aufwändig weil ständig etwas geputzt werden muss. Und Brauer brauchen Zeit, viel Zeit.
Abends um kurz nach 17 Uhr war es dann soweit und wir konnten unseren Sud abfüllen. Danach noch ein paar Feierabendbier und wir konnten satt und stolz die Rückreise antreten. Super. Super. Super, super, super!
Die Chefin hat jetzt Angst dass ich anfange im Keller selbst Bier zu brauen. Diese Angst ist unbegründet, wir wohnen 3 km von der Schanzenbräu Brauerei und 1,6 km vom Fränky Getränkemarkt entfernt, das macht keinen Sinn.

Auf nach Tschagalaggggga

Im Vorfeld von so einer Expedition, wie wir sie morgen geplant haben, ist man als Expeditionsleiter schon etwas nervös. Klappt der Transfer und wie wird es dann dort sein? Es kann ja so viel schief laufen – man denke nur an die wilden Tiere und diese Franconian Aborigines. Mann, Mann, Mann, Expeditionen halt.

Doch, das geht schon

Das Thema „Rauchbier“ ist ja sehr divergent. Da hält sich z.B. hartnäckig das Gerücht dass es einem entweder schmeckt oder nicht und es dazwischen nichts gibt. Andere wiederum behaupten hartnäckig dass das Zeug biergewordener Schinken sei. Wieder andere schütteln beim Thema gleich den Kopf, Rauchbier no way.
An dieser Stelle soll eine Lanze für das Rauchbier gebrochen werden. Rauchbier schmeckt. Aber Rauchbier muss man sich erarbeiten. Vielleicht nicht gleich mit Schlenkerla anfangen, sondern lieber mal mit einem Spezial, am besten direkt in der Brauerei verkostet. Das Erste schmeckt komisch, das Zweite schon besser und ab Nummer 3 läuft das dann. Dann Schlenkerla.
Was wollte ich eigentlich sagen…? Irgendwas dass es besser ist als das ganze Draft-Gedönse, irgendwie, aber egal Tschagalaggggga.

Ein neues Gerät mit 2 Jahren Anti-Frustrationsgarantie

boehse_kurve
Ich bin ja pflegeleichter als manches Haustier und jede Wette jede Katze würde – wenn sie meinen Beipackzettel lesen würde und könnte – schmunzelnd den Kopfschütteln. Eine Kleinigkeit, die im frühmorgendlichen Ablauf zu dieser Jahreszeit da sein muss, das ist die Außentemperatur, weil wenn es unter 0 Grad ist fährt der Christian mit der U-Bahn und über 0 Grad mit dem Rad. Das ist auch schon alles.
Außerdem gibt es eine Sache die mich fasziniert und zwar ist das wenn man irgendwie mit einem Computer irgendwo Daten auslesen kann. Datenauslesen ist das coolste und wird eigentlich nur noch davon getoppt wenn man irgendwie mit einem Computer irgendwas schalten kann – LED, Lampe, Aquarium, egal! Ein kleines LEDchen reicht meist schon.
Beide eben angesprochenen Eigenheiten kombiniert, führen selbstredend zum Auslesen von einem Thermometer. Ach Gott, was ist das für ein erhabenes Gefühl wenn einem ein klitzekleines Stück SW, ausgeführt auf der Kommandozeile, die Temperatur von einem Stück Hardware im Garten ausspuckt. Jeden Tag schaue ich auf den Temperaturgraphen von der Wetterstation und freu mich über die bunten Linien, wobei mir der Inhalt größtenteils egal ist. Hauptsache schon bunt – und vorhanden.
So und genau da beißt sich der Hund in den Schwanz, wirft sich die Katze vor Lachen hinterm Zug und ärgert sich der Christian schwarz. Da ist die Stimmung gleich am Montag früh schon im Arsch! Und genau heute ist das Fass voll, das Maß erreicht und muss gehandelt werden und das wird die Chefin freuen, weil es gibt seit genau 6:30 Uhr eine imaginäre Christian-Weichnachtswünsche-Liste und die hat genau eine virtuelle Position und das ist eine neue Wetterstation. Nicht bei Amazon gekauft und schon gar kein Ersatzteil. Nein, ein neues Gerät von Conrad mit 2 Jahren Anti-Frustrationsgarantie.

Der Flächenbrand

Man war ja sauber vorbereitet. Sie sollte heute nämlich endlich einen Tisch zum Nähen in das alte Kinderzimmer bekommen und damit wäre das alte Kinderzimmer dann ein Nähzimmer und die Chefin zufrieden und damit die allgemeine Familienruhe nachhaltig gesichert.
Damit nichts schief läuft wurde im Vorfeld bereits alles besorgt was man für die zügige Herstellung von so einem Multifunktionsnähtisch auch nur ansatzweise gebrauchen kann: Multiplexplatte, Flachdübelfräse, Leim, Schrauben usw. – alles da. Bei Pinterest wurde recherchiert und zum Vorbereitungsabschluss auch noch ein kurzfristiger Wirtshausaufenthalt im s’Chancenbräu (wie ich es gerne nenne) eingelegt.
Heute morgen dann noch eine kurze Lagebesprechung, dann reinhauen und am Abend an das leidige Thema Nähzimmer einen schönen Haken machen. Hätte alles so einfach sein können. Ein einfaches Problem isoliert betrachtet und einfach gelöst, der Traum eines jeden einfachen Männergemühts. Jetzt haben wir eine Großbaustelle vom Keller bis zum Dach, in 4 Zimmer in 4 Stockwerken und dem Treppenhaus, weil man das Thema Nähzimmer eben doch nicht isoliert betrachten kann.

Den lokalen Einzelhandel stärken ist manchmal nicht einfach

Man muss ja den lokalen Einzelhandel stärken, damit ihn der Online Handel nicht kaputt macht und man nachher keinen mehr hat. Also versucht man ihn zu stärken wo es nur geht und nimmt sogar regelmäßig den Umweg durch die Stadt in Kauf um seinen Beitrag zu leisten. Lokaler Einzelhandel ist wichtig. Aber lokaler Einzelhandel stellt sich regelmäßig so deppert an, dass man sich beim Verlassen des Geschäftes schon ärgert nicht online bestellt zu haben!
Manchmal kommt es einen so vor als ob das Personal noch nicht verstanden hat, dass jeder der heutzutage noch persönlich vorbei kommt, genau nicht kommt um zu stören, sondern potentiell um aus Solidarität den Arbeitsplatz zu sichern. Jetzt kann man natürlich wieder argumentieren dass die kleine Verkäuferin nicht herausreißen kann was Management versaubeutelt, aber Himmelherrgotts, die kleine Verkäuferin ist halt nunmal die Schnittstelle zum Kunden und nicht das Management. Fertig. Ich will Service und kein Gezicke!

Die Messlatte der Private Weather Observation Guerillas

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Die Ausgangslage am Samstag war nicht die, die man braucht um eine Wetterhütte zu bauen. Wetterhütten sind ja eh irgendwie spießig. Wenn du anfängst Wetterhütten im Garten aufzustellen, dann kannst du dich auch gleich zum Sterben hinlegen. Wetterhütten passen nicht in das Weltbild eines Private Weather Observation Guerillas.
Die Sache ist ja die dass die Elektronik von der Feuchtigkeit geschützt werden soll und das so dass das Thermometer noch halbwegs brauchbare Ergebnisse liefert. Keine Wetterhütte. Wetterhütte, raus aus den Kopf! Ein gepimpter Olivenölkanister, blöd. Das alte Vogelhaus, zu klein. Einfach einen Regenschirm drüber, taugt nix. Ein Dach muss her. Ein Dach. Dach.
Die Dachüberstände am Haus sind zu kurz. Am Baumhaus ist es zu gefährlich für die moderne Messtechnik. Bleibt eigentlich nur noch das Gartenhaus. Das Gartenhaus! Und dann ging es ganz schnell. Ein paar Kabelbinder, ein paar Spax, 2 Stangen vom alten Trampolin und fertig war die integrierte Hack’sche Gartenhaus-Wetterhütten-Kombi. Jo.
Und wenn jetzt alles so läuft wie geplant, dann sollten wir spätestens Ende der Woche wieder in der Weather Underground Goldstar Liga mitspielen. Dann ist alles wieder gut.

Wetterfühlige Wetterstationen sind ungefähr so brauchbar wie depressive Roboter

wetterfuehligewetterstationen
Es gibt ganz wenige Sachen die so nervig sind, wie wenn die Wetterstation keine Daten liefert. Die Batterien können es nicht sein, die kann man mittlerweile ausschließen. Die Verkabelung passt auch. Das einzig Auffällige ist dass sich die Ausfälle bei schlechtem Wetter häufen. Das feuchte Wetter scheint der Elektronik nicht zu bekommen. Klassischer Fall von wetterfühliger Wetterstation. Wetterfühlige Wetterstationen sind ungefähr so brauchbar wie depressive Roboter. Handlungsbedarf.
Wenn man sich etwas mit den Thema wetterfühlige Wetterstationen beschäftigt, dann stößt man irgendwann auf das Schlagwort Thermometerhütte. Ganz klar, wetterfühlige Wetterstationen müssen vor dem Wetter geschützt werden. Da hätte man ja auch selbst drauf kommen können. Jetzt ist wenigstens klar welches Projekt als nächstes ansteht.

Danke intellektuelle Elite!

Dass der Schuss nach hinten los gehen könnte ist mir am Montag Abend zum ersten mal so richtig bewusst geworden. Da hat nämlich ein amerikanischer Intellektueller erzählt, dass die komplette intellektuelle Elite Amerikas hinter Clinton steht… Und sofort musste ich an ein Interview mit einem englischen Intellektuellen denken, der die intellektuelle Elite der Insel zum Thema Brexit vorher ähnlich verortet hatte. Jetzt ist es ja so dass Eliten naturgemäß immer weniger sind als die anderen, aber bei einer Wahl dummerweise nicht der Intellekt sondern die Wähler gezählt werden. Könnte knapp werden.
So, heute morgen um 5 brav Nachrichten gelesen und da schreiben sie auch schon dass Clinton per Twitter die Niederlage eingesteht, unerwartet. Bravo. Wieder eine intellektuelle Elite die versagt. A propos intellektuelle Elite, was macht eigentlich Phish? (Danke liebes Gehirn für diese Synapse) Nachgeschaut und die haben tatsächlich seit 7. Oktober ein neues Album namens Big Boat am Start – ein nachträgliches Geburtstagsgeschenkt quasi. Und so hat die intellektuelle Elite Amerikas schon in aller Herrgotts früh zum Erwerb der neusten Platte der musikalischen Elite Amerikas beigetragen. Du intellektuelle Elite Amerikas, das hast du gut gemacht!