Kommando Zaunpfostenverlängerung

Die Chefin hat sich einen Sichtschutz gewünscht und ihr Wunsch ist uns allen Befehl. Grundsätzlich ist das keine große Sache, Betonpfosten einbetonieren und den Zwischenraum irgendwie mit Holz zumachen. Genau. Herausforderungen entstehen durch folgende Gegebenheiten: Am Tag zuvor den 5-Seidla-Steig gewandert, die Betonpfosten, die eigentlich Betonstürze sind, gibt es standardmäßig nur in 2 m und Lärchenholz ist in allen Baumärkten in der Umgebung Mangelware. Soweit so herausfordernd.
Also 5-Seidla-Steig-Nachwehen lassen sich recht gut mit Ibuprofen bekämpfen, ein zu kurzer Zaunpfosten ist da schon eine andere Hausnummer! Grundsätzliches Vorgehen bei etwas was zu kurz ist, ist verlängern. Gesagt getan. Der Zaunpfosten wurde gesetzt, dann wurde von oben eine lange Schraube als Armierung rein geschraubt, die die Erweiterung am Pfosten hält. Als nächstes wurde der Pfosten oben rum mit Styropor und Basteldraht „verschalt“ und diese Light-Verschalung dann Stück für Stück mit Schnellbeton ausgegossen, Experimentalhandwerkskunst.
Der Schnellbeton hat seinen Namen alle Ehre gemacht und wo wuchs der Pfosten innerhalb von einer halben Stunde um 30 cm. Perfekt.

Kommunion ist auch nicht mehr das was es mal war

Wie ich klein war gab es bei uns einen Pfarrer und der Pfarrer war das geistliche Gegenstück zum Bürgermeister. Höchstwahrscheinlich hatte er sogar noch mehr Macht als Bürgermeister, weil er ja in göttlichen Auftrag unterwegs war. Dementsprechend war so eine Kommunion auch eine Angelegenheit allerhöchster Wichtigkeit – für die Kirche, das Dorf, die Schule und vor allem die Kommunionkinder. Da herrschte Zucht und Ordnung und man sah dass es gut war.
Davon kann man 2017 in einer Stadt nur träumen. Ja, die Kinder werden auch hier auf die Kommunion vorbereitet und auch die Kirche wurde geschmückt und auch der Pfarrer hat sich mühe gegeben, aber spätestens am vergangenen Sonntag habe sogar ich verstanden dass der Tanker katholische Kirche auf Eisbergkurs ist.
Zum Reformationsjubiläum 2017 kann man da eigentlich nur hoffen dass es demnächst eine Reformation 2.0 gibt. In einer Kirche in der man Ordner braucht, die aufpassen dass die Zuschauer sich so verhalten wie der Pfarrer es sich wünscht, wird ganz schnell klar dass es da an weit mehr fehlt als einfach nur an etwas Frömmigkeit. Da traf aufeinander was schon lange nicht mehr zusammenpasst und wurde mit viel Aufwand künstlich zusammengehalten. Katholische Kirche ist auch nicht mehr das was sie mal war.

Die Ausgangssperre

Die Chefin hat für dieses Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. Da gibt es nichts zu Rütteln: Das Kind 1 hat am Sonntag Kommunion und da werden alle Ressourcen benötigt. Da geht es nicht einfach mal schnell am Freitag aufs Walberla oder am Samstag auf die Blaue Nacht. Ausgangssperre ist Ausgangssperre!
Aber es ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint, es wurde sich weiterentwickelt. Da ist nämlich nicht mehr primär die Angst dass das Weggehen zu arg ausartet – nein, jetzt steht der spontane Bedarf an einen universell einsetzbaren, handwerklich nicht gerade unbegabten Problemlöser, im Vordergrund. Und so betrachtet ist es ja schon fast wieder eine Ehre dieses Wochenende auf die spontanen Ideen einer Chefin im Ausnahmezustand zu reagieren und keine Ausgangssperre im herkömmlichen Sinn. Das Glas ist halb voll.

Das Nürnberger Nanoklimazonenmodell

Nürnberg an sich ist ja schon so etwas wie ein eigener Mikrokosmos, globalfränkisch betrachtet. Und innerhalb dieses Mikrokosmos gibt es tatsächlich unterschiedliche Klimazonen, die nur in Fachkreisen bekannten Nürnberger Nanoklimazonen.
Wegen dieser Nürnberger Nanoklimazonen kam es dann heute früh zu folgenden Phänomen: Im Westen war es schön (was „schön“ aus meteorologischer Sicht bedeutet, darüber können sich die Gelehrten gern streiten, für den Radfahrer bedeutet es abstrahiert „kein Regen“). An diese Nürnberger Schön-Nanoklimazone hat sich auf Höhe von Steinbühl dann eine Nürnberger Nichtschön-Nanoklimazone geschoben – eine ganz fiese – und diese hat sich erstreckt bis zum Ende vom Gleis 4 am Bahnhof, ungefähr auf Höhe vom 2. Wagon. Da war abrupt Schluss und dahinter gab es dann wieder eine Nürnberger Schön-Nanoklimazone. Solche Konstellationen sorgen jedenfalls dafür dass man als Radfahrer innerhalb 687,5 m bis auf die Knochen nass werden kann. Eigentlich unvorstellbar, aber Realität, meteorologische Willkür.

Heimautomatisierung, heute wired

Es geht weiter mit der Heimautomatisierung, aber jetzt mit Kabel. Das coole an Homematic ist ja eigentlich dass es sich größtenteils um Funksender mit Batterien handelt, die man überall recht einfach nachrüsten kann. Im Haus ist das ok, Batterien draußen gehen aber eigentlich nur im Sommer. Im Winter taugt das nichts. Also braucht es für die Überwachung der Tore draußen eine andere Lösung, da bietet sich Homematic Wired an. Homematic Wired kann man in teuer an FHEM anbinden oder leicht geekig. Da die geekige Lösung auch noch viel günstiger ist, war eigentlich recht schnell entschieden wie vorgegangen wird. So, und genau heute, 5 Tage nachdem die Idee geboren wurde, läuft die Sache auch schon unter Laborbedingungen im Fernsehzimmer. Hurra!
Am Wochenende wird der Laboraufbau dann in den Schuppen umgezogen, die Tore verdrahtet und die Lichter noch hinterher. Gepimpt wird das ganze dann noch mit FHEM Twilight, das Modul liefert über Koordinaten spezifizierte Position diverse Dämmerungszustände. Damit lassen sich dann solche Regeln definieren wie „Ist das Tor offen UND Ist es dunkel DANN Schalte das Licht“. Ginge natürlich auch über einen Dämmerungschalter, geht aber halt auch komplizierter und ist die Basis für einen wahnsinnigen WAF.

Also an uns soll es nicht liegen

Also an uns soll es nicht liegen dass das Stadion demnächst nicht Max Morlock Stadion heißt. Die Chefin hat genickt und deshalb sind wir jetzt Crowdfunder. In der Zeitung schreiben sie zwar heute dass es eng werden könnte, aber es könnte ja auch klappen. Der Franke ist ja besonders gut im Endspurt, das weiß ja jeder.

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Der tippgebende Tippgeber

Ich habe ja einen Tippgeber, der mir öfters mal einen Tipp gibt, also zum Thema Hausautomatisierung jetzt. Der hat vorgestern einen Tipp gegeben und es wurde gestern sofort reagiert und investiert. Gestern gab es auch wieder einen Tipp und dem noch jungen Tippumsetzungsgesetz folgend müsste praktisch heute wieder investiert werden. Das geht aber nicht, rein vom Kopf her darf ich nicht mehr Geld ausgeben als die Chefin, das ist nicht gut.

Dann noch der aktuelle Status der Wetterstation. Heute morgen hat sie funktioniert. Jetzt schon wieder nicht mehr. Da wird es allmählich Zeit für eine Strategieänderung:

  1. Wenn man das Bild oben anschaut, dann könnte man von einer gewissen Temperaturverfügbarkeitssättigung sprechen, also ist es nicht mehr so schlimm wenn genau eine fehlt.
  2. Um meine Grafen zu zeichnen sollte es ausreichen die Maschinerie einmal täglich zu starten. Das wird die Fehlermeldungs-Email-Flut radikal eindämmen, so ungefähr ums 1440 fache.
  3. Sollte sich die Temperatur hinter unserem Haus nicht radikal von der 500 m weiter unterscheiden, das heißt für die Heimautomatisierung kann man eine andere Wetterstation einbinden und das geht so.