Eine ist meine

Halbwegs kunstinteressierte Nürnberger werden derzeit mal am Jakobsmarkt Kornmarkt vorbei schauen, da ist nämlich eine Installation von Ottmar Hörl. Die Installation ist schnell erklärt, er hat 600 Abdrucke der Nürnberger Madonna aus dem Germanischen Nationalmuseum gemacht, golden angemalt und sie auf ein großes Gestell vor dem Museum aufgestellt. Das hört sich jetzt erst mal katholisch an, ist aber sehr beeindruckend! Noch kunstinteressierte Nürnberger werden dann auch die Möglichkeit nutzten eine von den goldenen Madonnen nach dem Event zu erwerben. Von mindestens einem kunstinteressierten Nürnberger weiß ich dass er schon eine erstanden hat.

Mehrgenerationenbetonieren

Am Freitag wurde das Fundament betoniert, würden Fundamente Namen bekommen, müsste es Petrus heißen. Die ersten gut 15 cm vom Gartenhaus stehen also! Der Mörtel kam aus der Betontankstelle und musste nur noch in den Garten gekarrt werden, das ist zwar bequem, aber trotzdem kräftezerrend.
Der Senior ist ein Meister im Anhängerfahren und hat den Hänger bei jeder Fuhre rückwärts in den Hof bugsiert, das war ein starkes Stück. Als Schalung wurden einfach Balken vom Haus verwendet, die sind gerade und formstabil, das ging schnell. Das Kind 2 war vom Mörtel begeistert und ist auch mit herum gehüpft. 3 Hack, 3 Generationen, 1 Fundament.

Ein Projekttag halt, ohne wenn und aber

Mit der Entscheidung dass es ein Streifenfundament werden wird und der Tatsache dass für 12:30 Uhr der Transporter reserviert war, wurde in aller Herrgottsfrüh der Plan optimiert und aus diesen dann eine Einkaufsliste abgeleitet. Diese musste dann im Hornbach nochmals adhoc an die Gegebenheiten angepasst werden, weil wir in einer OSB-Mangelperiode leben.

Der Transporter war gut voll und es war eine richtig harte Nuss ihn schnell abzuladen um ihn pünktlich wieder zurück bringen zu können. Abladen, Regen hin oder her, abladen! Auf den Vorschlag morgen früh doch erst mal zu schauen wie das Wetter wird ist der Senior nicht eingegangen. Morgen wird betoniert. Betonieren, Regen hin oder her, betonieren!

Der Brustlöser

Der Plan für das Gartenhaus steht eigentlich seit Wochen, also seit mindestens fast einer und das in der speziellen Detailtiefe, in der ein Hack so ein Vorhaben plant. Alles gut eigentlich. Aber die Zeit bis es losgeht ist richtig schlimm, denn täglich werden die Pläne überdacht, auch nachts. Aus dem Punktfundament wird ein Streifenfundament und aus dem Streifenfundament ein Punktfundament mit einzelnen Streifen, eine spezielle Punkt-/Streifenfundamentskombination sozusagen, extrem speziell. Die Chefin ist enorm genervt.
Es muss jetzt endlich losgehen und es geht jetzt endlich los: Für Donnerstag ist ein Transporter reserviert, damit das Material eingekauft werden kann. Das heißt spätestens am Mittwoch muss die Einkaufsliste stehen und die hängt maßgeblich vom Fundament ab. Und deshalb war heute Showdown am Fundament. Und damit da jetzt nicht mehr nachgedacht werden muss, wurden auch gleich Fakten in Form von 2 Graben für Streifenfundamente geschaffen und für Freitag noch der Senior zum Betonieren einbestellt und die nächste Betontankstelle klargemacht. Jetzt geht es los. Endlich.

Das kaffeegewordene Oxymoron

Der Grund warum ich höchstwahrscheinlich in 15 schlafen werde ist, dass es geht. Es geht erstens weil ich mir die Zeit dazu nehme und zweitens weil es von Illy entkoffeiniert Espresso gibt. Entkoffeiniert Espresso ein kaffeegewordenes Oxymoron.

Und dann schläft es sich wahrscheinlich noch viel besser wenn man vor dem Schlaf noch eine gute Tat tut. Eine gute Tat kann auch ein Lob sein und heute wird die Bahn gelobt. Es gibt ja den DB-Navigator, das ist die Bahn-App die u.A. über Verspätungen informiert. Und am Freitag Vormittag hat der DB-Navigator darüber informiert dass am Nachmittag recht viele Fussball-Fans unterwegs sein werden. Eine Dreiviertelstunde in einem Wagon voller voller Ingolstadt-Fans ist kein guter Start ins Wochenende. Definitiv nicht. Also den Zug früher genommen und die Zeit sinnvoll am Balkon genutzt. Das ist ein guter Start ins Wochenende. Und dafür hat die Bahn ein Lob verdient!

5 Zimmer Küche Sarg – nur in Farbe sinnvoll

Heute schon an morgen denken! Morgen vor 50 Jahren wurde ja das Farbfernsehen in Deutschland eingeführt. Damit wurde dann u.A. im Fernsehen gezeigtes Blut rot. Es wurde also die Basis für sinnvolle Vampirfilme gelegt, wie zum Beispiel 5 Zimmer Küche Sarg. Ein herrlicher Film, eigentlich kein richtiger Film sondern mehr eine Dokumentation und zwar über das Leben in einer Vampir-Wohngemeinschaft in Neuseeland und höchst wahrscheinlich auf unsere Gefilde anwendbar, vor allem weil in der WG einer einen schönen österreichischen Dialekt hat. Vor 50 Jahren so halt undenkbar.

Das Jever-Prinzip auf Kaffee angewandt

kein besonderer anlassGanz früher war es so dass ein bekannter Bekannter von mir und ich in einer einstigen Szenekneipe regelmäßig zu viel Bier getrunken haben. Das haben wir beide bemerkt und reagiert. Die Reaktion war ganz einfach: ab jetzt wird nur noch das schlechteste Bier im Laden bestellt und in Folge dessen dann weniger getrunken. Früher hat man so geplant. Das schlechteste Bier in dem Laden war Jever Pils.
Nun verhält es sich mit dem fränkischen Durst aber ähnlich wie mit dem fränkischen Gemüt, es gewöhnt sich an alles und irgendwann war dieses herbe Biergetränk unsere bevorzugte Wahl, auch außerhalb der einstigen Szenekneipe. Der Plan damals ist so gesehen nicht aufgegangen, hat uns aber das herbe Pils näher gebracht.
Heute trinke ich zu viel Kaffee. Das habe ich bemerkt und muss reagieren. Der Plan jetzt ist mehr entkoffeinierten Kaffee zu trinken. Mit dem entkoffeinierten Kaffee ist es aber ähnlich wie mit alkoholfreiem Bier (auf das an dieser Stelle aber nicht weiter eingegangen werden soll), er schmeckt immer nur scheiße.
Die große Hoffnung ist jetzt, dass man sich an den schlechten Geschmack von entkoffeinierten Kaffee gewöhnt, wenn man ihn nur oft genug ausgesetzt ist, ungefähr so wie bei dem Jever damals. Das ist der Plan für das neue Leben nach dem Urlaub © und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Ab Montag haben die Tage dann wieder mehr Struktur

Jetzt hat dieser Urlaub doch noch irgendwie die Kurve gekriegt. Die Anfahrt nach Tirol war zwar nochmal eine Qual, weil nicht sicher war ob die Kupplung mitspielt, hat sie aber. Wenigstens wissen wir jetzt dass man von Ingolstadt bis kurz vor München fahren kann ohne auch nur eimal schalten zu müssen.
Jeder von uns hatte einen anderen Urlaubshöhepunkt, der Tag im Bad, der Tag auf dem Berg, ein Tag Kitzbühel oder die Bergwanderung, einmal rauf auf den Berg, samt Rucksäcken, dem Wetter zum Trotz, droben Kaiserschmarrn auf der Alm und dann wieder runder. Sehr Ausbaufähig. Das Hotel war gut, die Gegend war gut. Das hat gut gespasst.
Dass die Baustelle noch nicht so weit ist wie sie sein sollte ist natürlich schlecht. Das ist halt so. Aber, dafür existiert jetzt ein imaginärer Plan.

Die Hack’sche Urlaubsordnung

Im Urlaub in einem Hotel haben wir so etwas wie eine grobe Ordnung und die schaut ungefähr folgendermaßen aus.

  1. Wir schlafen lang. Wer früh aufwacht hat sich ruhig zu verhalten oder das Zimmer zu verlassen.
  2. Nur wer autark vom Buffet frühstückt, kann lang frühstücken (in Folge des langen Schlafens sind wir i.d.R. die letzten beim Frühstück, deshalb muss man schauen dass alles am Tisch ist, was benötigt wird, bevor das Buffet abgeräumt wird).
  3. Zum Frühstücken im Urlaub gehört es Zeitung zu lesen.
  4. Kinder die beim Zeitunglesen stören, müssen den Tisch verlassen (sie müssen eigentlich nicht sondern machen das irgendwann von selbst, „müssen“ passt aber besser zur „Ordnung“)
  5. Nach dem Frühstücken muss man sich entspannen. Das Klo ist in dieser Zeit für den Vater frei zu halten.
  6. Erst nach der Postfrühstücksentspannung kann man den Rest vom Tag angehen (das ist ungefähr dann wenn sich die ersten zum Mittagsbuffet anstellen, denn wer spät frühstückt braucht kein Mittagessen)
  7. Nachmittags versuchen wir irgendwo einen guten Kaffee her zu bekommen.
  8. Wir versuchen im Hotel zu sein wenn das Abendbuffet startet, machen uns aber erst mal frisch (der Vater hält einen Powernap in der Zeit in der die Weibsen sich herrichten).
  9. Eine halbe Stunde bevor das Abendbuffet endet versuchen wir dort zu sein.

Es gibt natürlich auch Varianten dieser Ordnung aber nur in Ausnahmefällen. Wir hassen Ausnahmen.