Es gibt eine Sache die noch nicht passt, ein Haar in der Seafile-Backup-Suppe sozusagen. Und zwar gibt es da die Seafile App, mit der kann man zum einen wirklich bequem auf den Datenbestand zugreifen und ihn sich bei Bedarf auch aufs Handy ziehen. Anders herum kann sie Fotos automatisch auf den Seafile-Server hochladen.
Das passt zu 99 %. Das eine Prozent das stört ist, dass der Abgleich immer nur in eine Richtung geht: Daten runter, Fotos rauf (sogar Alben werden erkannt und hoch geladen). Aber – und genau das ist das Problem – wenn man die Alben am Server verändert, die Fotos z.B. umsortiert, dann werden diese Änderungen nicht an das Handy zurück übertragen und die Stände auf dem Handy und am Server laufen auseinander. Das ist ärgerlich.
Wie kommt man jetzt aus der Nummer raus? Die Lösung ist eigentlich ganz einfach, man deaktiviert den automatischen Foto-Upload und synchronisiert die Fotos anderweitig. Unter der Voraussetzung dass am Ende des Tages wieder alles am Server in Seafile zusammenlaufen soll, landet man automatisch bei der Seafile WebDAV Schnittstelle. Mit der kommen auch Drittanbieter-Apps an den Seafile-Datenbestand ran. Die Aktivierung ist tatsächlich so trivial wie im Wiki beschrieben, man muss tatsächlich nur die Dateien seafdav.conf und seafile.conf und fertig. Als nächstes braucht man noch eine Sync-App fürs Handy, die WebDAV kann, das ist die Wochenendaufgabe.
So macht Fahrradfahren keinen Spaß!

Manch einer denkt ja beim Wort „Dauerfrost“ an Sibirien, oder vielleicht an einen Beziehungsstatus. Aber Dauerfrost ist bei uns und wir sind in ihm – gefangen – keine Plusgrade seit Sonntag. Es ist kalt und windig und das ist absolute Scheiße. Arschkalt. Sogar das Spezi speit. Es ist März, ich will Frühlingsgefühle. Verdammte Scheiße.
Der Momentanverbrauch macht das Diagramm definitiv interessanter
Der Momentanverbrauch macht ganz schön was her, definitv. Wie man ihn einbindet und berechnet ist hier beschrieben, eigentlich keine große Sache. Insgesamt fühlt sich die Sache fertig an. Die nächsten Tage gehört die Verkabelung noch sauber gemacht. Dann hätten wir das auch, denn von der Idee mit dem Homematic Heizkörperthermostat hielt die Chefin jedenfalls überhaupt gar nichts. Klassisches vorzeitiges Projektende.
Die ersten Messergebnisse liegen vor

Der Plan war ja den Gasverbrauch in Relation zur Außentemperatur auszuwerten. Rein technisch ist der Aufwand übersichtlich und vor allem relativ günstig. Ein Reed-Relais am Gaszähler zählt wenn sich am Zählwerk was tut und gibt es an den FHEM Server weiter, dort werden die Ticks dann ausgewertet. Die Temperaturdaten liefert die Wetterstation oder man holt sie sich aus dem Netz. Aufwand wie gesagt übersichtlich.
Jetzt ist es eine Sache Daten zu erfassen, die andere ist es sie so auszuwerten dass man damit tatsächlich etwas anfangen kann. Nach gut 3 Tagen experimentieren gibt es jetzt ein Setup, mit dem sich etwas anfangen lässt. Und man sieht dass man nichts sieht, zumindest ist es auf den ersten Blick so dass der Gasverbrauch mehr oder weniger linear steigt, die Außentemperatur ist ja mehr oder weniger konstant gleich niedrig.
Wenn man aber genau hin schaut, dann sieht man dass es am 22. vormittags für eine bestimmte Zeit keine Steigung gab. Und das war genau die Zeit, in der die Chefin die Heizung im Anbau ausgeschalten hat, weil sie auf Arbeit war. Das ist locker ein Kubikmeter Gas der damit eingespart wurde und der kostet grob 50 Cent! Das ist die erste Erkenntnis. Jetzt schauen wir mal weiter, denn richtig interessant wird es kommende Woche wenn die Temperaturen nochmal fallen.
Das nächste große Hipster-Ding, vielleicht.
Wenn man schlechtes Bindegewebe hat, dann muss man regelmäßig zum Venenarzt. Dort sitzen in der Regel ganz viele alte Leute rum und man kommt sich fehl am Platz vor. Heute aber nicht, denn heute war da auch ganz schön szeniger Hipster im Wartezimmer gesessen. Mütze auf dem Kopf, Bart, fette Brille, Holzfällerhemd, dunkle enge Hose und Turnschuhe, iPhone in der einen und Kaffeebecher in der anderen Hand und große Kopfhörer um den Hals – und höchstwahrscheinlich auch mit Bindegewebsschwäche. Das spendet Trost, vielleicht werden Stützstrümpfe bald das nächste große Ding. Ich wäre bereit.
ESP Easy 2.0 auf ESP8266 NodeMCU am Mac
Ich muss etwas weiter ausholen. Auf dem ESP8266 NodeMCU kann man recht einfach mit der Arduino IDE selbst Programme erstellen, dazu gab es in der CT 02/2018 eine recht interessante Artikelreihe. Der Fokus liegt dabei auf dem „selbst Programme erstellen“. Wenn man aber nicht so tief in die Materie abtauchen will, dann kann man auch einfach ESP Easy 2.0 auf dem ESP8266 NodeMCU installieren. ESP Easy ist eine Firmware, die ein recht komfortables Web-Interface bereit stellt, mit dem man die GIPOs ansprechen bzw. auslesen kann – und das ist das Sahnehäubchen oben drauf – ESP Easy 2.0 unterstützt auch schon eine Integration in FHEM.

Um ESP Easy 2.0 auf die ESP8266 NodeMCU zu kriegen gibt es ein paar Kleinigkeiten die beachtet werden müssen:
- Mit Windows geht das viel einfacher als mit einem Mac. Wer einen Windows Rechner zur Hand hat sollte den benutzen.
- Falls nicht der Fall ist braucht man am Mac als erstes einen Treiber damit man ESP8266 NodeMCU via USB ansprechen kann, um die Firmware zu flashen.
- Dann braucht man ein Programm zum Flashen. Da nimmt man am besten esptool.py. Das kann man recht leicht mit
pip install esptool
- Die Firmware von ESP Easy 2.0 kann man sich hier ziehen. Sie enthält verschiedenen Stände, für das ESP8266 NodeMCU nimmt man ESP_Easy_v2.0-201xxxx_normal_ESP8266_4096.bin
- Und dann geht es los:
esptool.py -p /dev/cu.SLAB_USBtoUART write_flash 0x00 ESP_Easy_v2.0-20180217_normal_ESP8266_4096.bin
- Wenn das erfolgreich durchläuft gibt es danach ein neues WLAN, wenn man sich mit dem verbindet (Passwort ist „configesp“), dann landet man direkt auf dem ESP_Easy_v2.0 Webinterface und kann loslegen.
Hört sich alles schlüssig kann, ist es auch, bis letztendlich funktioniert hat, hat das doch 3 Stunden Samstagabend gekostet. Aber jetzt geht es und das ist die Hauptsache!
Das „hello world“ für Arduinos

Es blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Und blinkt. Weil es geht und weil ich es will.
Wegen der Gesundheit
Wenn man zu dieser Jahreszeit im Norden unterwegs ist, dann findet man auf fast jeder Speisekarte Grünkohl. Der gemeine Franke kennt keinen Grünkohl, wird aber von Farbe, Konsistenz und Beilage magisch angezogen.
Grünkohl ist grün, etwas schmutziger grün als Spinat und dunkler als Wirsing aber von der Konsistenz her ähnlich. Und grüner Brei ist per Definition gesund! Wesentlicher als der gesundheitliche Aspekt ist die Tatsache dass man ihn nicht blank isst, sondern in Kombination mit Wurst oder Fleisch und das macht beides satt. Eine sättigende und obendrein gesunde Mahlzeit also, was will man mehr? Einzig offen ist, warum es der Grünkohl nie bis in unsere Gefilde geschafft hat, verdient hätte er es!
Gasverbrauch in Relation zur Außentemperatur erfassen – ein grober Plan
Mittlerweile hat sich das mit der Feinjustierung der Heizung ganz gut eingependelt. Es ist zumindest immer warm und die Chefin hat noch nichts zu bemängeln gehabt. Gefühlt ist es allerdings so dass wir diesen Zustand der Glückseligkeit mit einem zu hohen Gasverbrauch bezahlen.
Damit dieses ungute Gefühl der Verschwendung einer Sicherheit des lokalen Optimums weicht, wird gerade jeden Abend der Gaszählerstand kontrolliert und notiert – mit einem alten Kuli auf einem Stück Papier, dazu die derzeitige Außentemperatur. Da schlägt natürlich jeder – auch nur halbwegs anständige – Informatiker die Hände über den Kopf zusammen. Das ist keine Basis für eine gescheite Aussage, das ist ein Witz!
Abhilfe ist in der Angelegenheit allerdings relativ einfach und vor allem günstig zu bewerkstelligen und zwar in Form von einem Reed-Relais auf den Gaszähler gepappt, in Kombination mit einem lächerlich günstigen ESP8266-Chip. Und wie es der Zufall will hat das Problem schon jemand anders mal gehabt und es sauber dokumentiert. Wir laufen einem lokalen Optimum entgegen.
Fertig mit dem Serverzeugs
Nach gut 4 Wochen Server-Umzugsdruck ist dieses Wochenende der 2. Teil endlich fertig geworden. Der weitaus intensivere Part war es zwar den Seafile-Server heim zu holen, aber auch so ein Webseitenumzug hält einen Sack voll Knobelaufgaben bereit. Der Plan war, Freitag Backups, Samstag Umzug und heute dann noch die Feinarbeiten. Und Stand jetzt scheint alles zu funktionieren. Gott sei Dank.
Dabei hat sich unter der Haube auch noch viel getan: von einer fetten Plesk-Installation wurde wieder auf eine pure Linux-Installation gewechselt. Ein harter Schritt, aber Plesk ist irgendwie zu groß für diese Seite – man weiß nie was genau im Hintergrund im System tatsächlich konfiguriert wird. Und dann noch das längst fällige Update auf PHP7, da steckt der Teufel im Detail, man hangelt sich von Fehlermeldung zu Fehlermeldung und schaut was genau da in PHP 7 jetzt anders ist als in PHP 5 und fixt so die teils 7 Jahre alten Skripte. Falls noch was nicht passt, dann wird es diese Woche einfach passend gemacht. Das ist ganz cool, Februar ist so ein richtig geekiger Linux-Monat.