So wie das ausschaut sind wir komplett, wir – also ich und mein Aff. Die Chefin wird staunen und unendlich dankbar sein und die Kids auch. Wie das für einen selbst ausgeht wird sich zeigen. Müsste ich mich selbst beschenken, hätte ich tatsächlich ein Problem, das wird spannend. Und dann sind da ja auch noch zwei Wochen Urlaub ohne konkretes Projekt. Noch haben wir keinen Weihnachtsstress, der kommt aber wenn sie merkt dass wir keine Christbaumbeleuchtung haben.
Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 5 – der eigene Service
Die Lösung etherwake über SSH auf dem Host zu starten hat mir überhaupt nicht gefallen, vor allem weil man sie bei jeder Änderung am FHEM Image manuell nachziehen musste. Jetzt gibt es eine wirklich smarte Lösung, nämlich einen RemoteStart Dienst via HTML Schnittstelle, eingehangen in Systemd. Hört sich kompliziert an, ist aber relativ einfach.
Bottle, den Mini-Webserver in Python, hatte ich vor einem Jahr schon mal für die Aquariumsteuerung verwendet. Jetzt lauscht er auf Port 8080 vom Host und wartet dass ihm jemand aufruft (Zeile 14). Standardmäßig gibt er ein Smily zurück (Zeile 10-12). Ruft man aber den Pfad /startServer (Zeile 6) macht er einen Systemaufruf und versendet das Magic Paket (Zeile 8). Fertig ist der Lack:
#!/usr/bin/python
import os
from bottle import route, run, template
@route('/startServer')
def startServer():
return os.system("/usr/bin/wakeonlan 30:9c:23:46:36:xx")
@route('/')
def hello():
return ':-)'
run(host='192.168.178.3', port=8080)
Damit der Server auch bei jedem Neustart automatisch gestartet wird, muss man einen Systemd-Service einrichten. Dazu legt man eine kurze Service-Konfiguration an sudo vim /etc/systemd/system/remoteStart.service, das war es dann auch schon:
After=network.target [Service] ExecStart=/home/christian/docker/smarthome/remote_start/remote_start.py [Install] WantedBy=default.target
Sau coole Geschichte! Jetzt überlege ich schon was man damit noch anstellen könnte, das ist ja so eine Art Schweizer-Taschenmesser-Panzertape-MacGyver-Nummer in Code gegossen.
Man kann Waschmaschine und Trockner nicht über einen Kamm scheren

Seit vorgestern zeichnen die Gosund Steckdosen den Verbrauch von Waschmaschine und Trockner auf und melden auch brav Start und Ende eines Wasch-/Trockenvorgangs per Telegram-Nachricht.
Gestern Abend war es an der Zeit zu kontrollieren ob das was gemeldet wird, auch tatsächlich passt, damit das Ergebnis offiziell der Chefin vorgestellt werden kann. Also wurden Telegram-Meldungen und der Stromverbrauch übereinander gelegt. Die Erkenntnis ist dass das Ende eines Waschvorgangs recht einfach zu erkennen ist und die Meldungen passen. Beim Trockner ist das schwieriger weil der Trockner sich noch weiter dreht, auch wenn eigentliche Trockenvorgang schon längst beendet ist, man sieht das im Diagramm oben ganz gut (die Start- und Stop-Meldungen dazu sind in dem Linien drüber dargestellt).
Zusammengefasst lässt sich sagen dass jetzt beides läuft! Mit dem Setup, das in den letzten Wochen aufgebaut wurde, lässt sich wirklich super arbeiten, die Logs laufen in die Datenbank, die Datenbank lässt sich mit Grafana und SQL schön auswerten und im schlimmsten Fall können die Änderungen rückgängig gemacht werden. Top!
Wie Google sein Geld verdient
Man kann jetzt drüber diskutieren ob das Service ist oder totale Überwachung oder sonst irgendwas, wofür einem die Worte der Dankbarkeit fehlen. Die Vorgeschichte ist dass ich vor ein paar Wochen bei Nachbarn ein bisschen Elektriker gespielt hab und dabei zu einem Ergometer gekommen bin. Seitdem steht dieses stationäre Fahrrad bei uns im Keller (es handelt sich also bei genauer Betrachtung um ein Stehrad, das tut aber nichts zur Sache).
Dieses Stehrad steht also im Keller und manchmal setz ich mich abends drauf und radle damit im Stand herum und schau dabei Filme an. Und ich messe dabei meinen Puls und speichere den mit Google Fit ab, markiert als Indoor-Training. Und was genau kommt am letzten Wochenende mit der Post? Ein Katalog vom Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand!
Wie kommt jetzt der Indoor-Fitness-Spezialisten-Spezialversand an die Adresse und der Information dass dort jemand mit Indoor-Fitness-Potential wohnt? Möglichkeit 1: die Nachbarin hat sie weiter gegeben, weil man alte Ergometer ummelden muss. Möglichkeit 2: die Chefin findet die Indoor-Fitness-Aktivitäten toll und möchte dass sie ausgebaut werden. Möglichkeit 3: Google hat im Profil des Stehradneulings Potential entdeckt und dieses vermarktet. Von irgendwas müssen die ja auch leben…
Tage nach Hochzeiten
Tage nach Hochzeiten sind Tiefzeiten.
Kind 1.11
Das Kind 1 ist seit heute 11, ein Schnapszahlgeburtstag! Es gab aber keinen Schnaps, zumindest nicht fürs Kind, sondern eine Feier im Kommunikationsmuseum. Die Kids waren ziemlich angetan, den Eltern hat es auch getaugt und obendrauf gab es noch einen Feueralarm samt Räumung vom kompletten Museum, Feuerwehr, Polizei und viel Blaulicht.
Zum großen Finale gab es noch eine After-Museums-Party daheim, Pizza, Geschenke und pubertierende Mädels, da hat man sich mehr als ein Feierabendbier verdient!
10 Jahre und eine Woche
Vor 10 Jahren und einer Woche sind wir ins Haus eingezogen. Seitdem ist es nicht mehr langweilig und die Baustelle ein ständiger Begleiter. Und Baustellen haben wir ständig neue, ist irgendwie sowas wie ein Hobby. Andere sammeln Briefmarken.
Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 4 – das Haar
Es hat ein ganzes Stück gedauert um ein Haar in der Docker-Suppe zu finden, jetzt ist es so weit: Irgendwie kann man aus einem Docker-Container heraus kein WakeOnLan Magic Packet versenden. Und das trifft eines der coolsten FHEM/Telegram Features, nämlich dass man den Backup-/Seafile-Server von unterwegs in sage und schreibe 4 Sekunden aus den Standby zum Laufen bekommt.
Durch einen Umweg, von hinten mit dem Messer durch die Brust, geht es allerdings doch: Wenn mit Telegram der Befehl zum Starten rein kommt, dann startet FHEM im Container nicht mehr etherwake direkt, sondern loggt sich auf dem Host per ssh ein und startet es dort. Die Lösung ist nicht wirklich sauber und verstößt wahrscheinlich gegen die reine Docker-Lehre, funktioniert aber prima!
Heimautomatisierungsbasisoffensive, Teil 4 – DevOps@Home

Seit Donnerstag ist der neue Rechner online und der Raspberry aus. Der Wechsel hat, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, eigentlich reibungslos geklappt. Das System ist pfeilschnell, Ziel erreicht! Und noch viel mehr: alles läuft in Docker-Containern, auf btrfs, mit Snapshots bei Updates und seit heute mit Git verwaltet auf einem eigenen Gitea-Server eingecheckt.
Die letzte Woche war nicht nur sehr lehrreich sondern auch kräftezehrend, mehr als 5 Stunden Schlaf waren es nie, dafür viel zu viel Kaffee. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. DevOps@Home, so viel IT gab es hier schon lang nicht mehr. Ich bin stolz.
Horisont – Letare
Vor gut einem Jahr waren wir auf Entscheider-Treffen in Dortmund. Dortmund war jetzt keine Entscheider-Top-Location – auch wenn es dort das Cafe Banane gibt! In dem Kaffee Banane, das eigentlich Kneipe Banane heißen müsste, haben wir damals ein super Lied gehört – zumindest hat es ein Jacky-Cola-Mixgetränk-beeinflusstes Gehirn als außerordentlich gut eingestuft. Was das für ein Lied war, keine Ahnung.
Aber, genau heute gerade vorhin, also mehr oder weniger genau ein Jahr später legt mir Spotify genau dieses Lied auf die Playlist. Verwechslung ausgeschlossen. Da kann man lange nach alten französischen Punkt Klassikern suchen wenn es ein relativ neuer schwedischer Rock ist. Klingt blöd, ist aber so. Danke Spotify!