Um wie viel würde die Welt ein besser Ort sein, wenn es auflösbares Aspirin mit Jim Bean Cola Geschmack geben würde? Eine klare Marktlücke!
Wir sind gestern sauber auf ein paar Hipster-Tipps reingefallen und haben das Kreuzviertel besucht. Das war nix, gar nix. Ein paar Kneipenperlen gab es dann Gott sei Dank direkt in Hotelnähe und so wurde unsere Exkursion doch noch ein Erfolg. Draußen ist es gerade heller als gedacht, weil die Fenster getönt sind. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Dortmund kämpft mit allen Tricks.
Gedankengut
Dortmund, wir hier!!! – Entscheider-Treffen `17 #1
Dortmund, keiner weiß mehr warum, aber egal, jetzt sind wir da. Der erste Eindruck: Dortmund ist dreckig und voller Penner. Man trinkt hier Bier aus 0,3er Pilsgläser und angeschrieben wird alles auf großen Zetteln direkt am Tisch, gelebte Transparenz beim Biertrinken. Transparenz ist wichtig.
Direkt am Bahnhof gibt es keine Kneipe, klarer Nachteil. Aber wir sind nicht hier um über Nachteile zu sprechen. Das Hotel hat einen oligarchigen Russen-Touch, wahrscheinlich das Nobelste was wir jemals hatten. Eine gute Rückzugsmöglichkeit ist auch wichtig. Grundsätzlich passt Dortmund.
Parole „Unser November“! #2
Geheimplan „Unser November“ geht morgen in die heiße Phase, langsam merkt man eine gewisse Anspannung in der Whatsapp-Gruppe. Es gibt noch eine richtungsweisende Entscheidung zu treffen: Cappuccino in der DB-Lounge ja oder nein, und wie es um die IT steht, ist auch noch nicht final geklärt. Aber gehen wir mal davon aus dass sich die Lage morgen früh gegen 9:00 Uhr von alleine entspannt, andernfalls wird nachgeholfen. Sie werden nachgeholfen.
Frankfurt im November
Ein SUV, ein Fahrer, ein beifahrender DJ und die Chefin auf der Rücksitzbank, gute 2 Stunden beste 90er Klassier, so kommt man gut gelaunt in Frankfurt an. Das Hotel mitten in Sachsenhausen, das Ziel eine stadtbekannte Galerie in Laufweite und dazwischen mindestens 10 top Apfelwein-Kneipen. Sicher ist sicher.
Heute dann noch kurz in die Schirn Kunsthalle. Da kann man übrigens auch rein wenn man sich nicht für Kunst interessiert, weil die da auch ein spitzen Cafe haben. Aufgepasst: im Cafe gibt es nicht nur wirklich leckeres Essen, sondern auch ein spezielles Klo! Und zwar haben die da so asiatische Schüsseln mit Wasserstrahl und Fön integriert. Aber wo so viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten, denn der Handy-Empfang dort unten im Keller ist nämlich indirekt proportional zur Hygieneleistung des Aborts. Ansonsten wäre das Örtchen perfekt.
Wer sich gerade überlegt auch nach Frankfurt zu fahren, dem sei gesagt dass er auf jeden Fall nicht wegen dem Christbaum am Römer dort hin fahren braucht, der schaut nämlich am Tag schon so verhaut aus, dass das nachts auch nichts werden kann!
Der fiese kleine Bruder von Gollum und sein trommelnder Freund

Eigentlich alles vorhersehbar wenn Kadavar an einem Sonntag im Hirsch spielen. Das neue Album vielleicht nicht der ganz große Wurf, aber genug Hits im Gepäck dass das schon klappen wird – und es hat geklappt, die Freunde haben ordentlich abgeliefert. Soweit so gut, aber Show hat ihnen ganz klar die Vorband Mantar geklaut.
Die erste Vorband Death Valley, ganz gut, dann Mantar, ganz böse. Gollum hat einen Bruder und der ist böse und der hat einen Freund und der ist auch böse und gemeinsam sind sie die fieseste Band ever – eine wütende Zweimann-Krawall-Kombo auf Konfrontationskurs. Ganz schwer zu beschreiben, lärmgewordenes Kontrastprogramm zum Sonntags-Tatort. Das muss erst mal sacken, damit hat niemand gerechnet.
Parole „Unser November“!
Heute startet „Unser November“ offiziell. „Unser November“ ist ein Geheimplan, so ungefähr wie der Marshall-Plan aber halt geheim und nicht für die Wiederbelebung der Wirtschaft von Europa, sondern des Rock’n Roll Lifestyle von zwei Blues-Rock-Fans. Inoffiziell hat „Unser November“ schon an einem Freitag, dem letzten schönen Freitag im Oktober, auf dem Balkon bei einem hellen Nikl begonnen, aber das ist geheim. „Unser November“ wird seine Teilnehmer weit nach vorne und weg von zuhause bringen. Details sind noch geheim, aber das wird was ganz großes!
Grandios scheitern geht auch im Kleinen #2
Es geht weiter. Die Chefin hat vor über 20 Jahren unheimliches Glück gehabt und einen spitzen Kerl abgekriegt. Der spitzen Kerl ist sich dieser Tatsache bewusst und hat ihr zum Jahrestag eine kleine Nettigkeit besorgt. Das hätte so richtig romantisch werden können. Eine konsumbasierte Beischlafgarantie, das war der Plan. Ein guter Plan.
Doch wie so oft steckt der Teufel aber im Detail, merke: Wer sich gebraucht nach einer Apple Watch umschaut, der sollte zwei Sachen im Hinterkopf behalten. Erstens, die Uhren gibt es mit verschieden langen Bändern, wenn das Band, das beiliegt, zu kurz ist, dann passt die Uhr um keine sportlichen Frauenarme. Zweitens, um die Uhr verwenden zu können braucht man mindestens ein iPhone 5s, ältere gehen nicht.
Wenn man beides nicht beachtet, dann ist so eine Apple Watch so unnütz wie eine IC Karte für ein Konto von dem du kein Geld bekommst. Ein roter Faden ist klar erkennbar. Zusammengefasst: Idee – sehr gut, Umsetzung – ungenügend. Setzen Sechs.
Grandios scheitern geht auch im Kleinen
Also unser Kontowechsel ist so grandios schief gelaufen, dass es eigentlich schon fast wieder witzig ist. Ist es aber nicht. Alle Lastschriften zum Monatsanfang konnten nämlich nicht abgebucht werden. Alle. So knapp 20 ungefähr. Dafür haben wir neue IC-Karten und die schauen auch super aus, allerdings für ein Konto auf dem kein Geld ist. Und IC-Karten für das alte Konto sind für den Arsch, weil man nicht mehr zugreifen kann. Murphy total.
Die neue Bank ist um Schadensbegrenzung bemüht und hat zugesagt alle Mahngebühren zu übernehmen. Aber wo genau das Gehalt geblieben ist ist noch offen. Da muss man jetzt abwarten. Abwarten und ruhig bleiben ist so richtig blöd.
Kontowechsel mit Excel-Unterstützung
Ein Kontowechsel ist ja heutzutage eigentlich keine große Angelegenheit mehr, weil sich die neue Bank um alles kümmert. Da werden die Umsätze des letzten Jahres überprüft und man bekommt eine Liste mit Daueraufträgen und Einzugsvollmachten zur Durchsicht, gibt man die frei, dann schreibt die neue Bank die Empfänger an und danach wird dann idealerweise alles aufs neue Konto umgeleitet.
Aber wie gibt man diese Liste frei? Man kommt nicht drum rum sich selbst durch den Wust zu arbeiten, das geht aber leichter als man denk. Was man dazu brauch ist ein Online-Banking Zugang für den Daten-Export und Excel. Als erstes zieht man sich im Online-Banking eine Liste mit allen Umsätzen der letzten 15 Monate, idealerweise im CVS Format (bei der Sparkasse heißt das „CSV-MT940 Format“), damit man es mit Excel weiterverarbeiten kann.

In Excel wird die Datei dann gefliltert, dazu geht man auf die oberste Zeile und schaltet im Reiter Daten Filter ein. Wenn das geklappt hat, dann erscheint in jeder Spaltenüberschrift ein Pfeil nach unten. Und dann geht es los.
Interessant für die Abbuchungen sind alle Umsätze mit Buchungstext „FOLGELASTSCHRIFT“ oder „DAUERAUFTRAG“, hat man die gefiltert, dann geht es mit der Spalte „Beguenstigter/Zahlungspflichtiger“ weiter. Die kopiert man komplett in eine neue Tabelle und entfernt dort alle Duplikate (dazu gibt es einen Button im Reiter „Daten“), so kriegt man ratz fatz aus einer Liste mit über 1000 Zeilen die Kandidaten, die in die engere Auswahl kommen.

Bei den Umsätzen die Guthaben bringen geht man ähnlich vor, die kann man allerdings recht schnell an einer Hand abzählen: Gehalt, Kindergeld und Steuer. Das alles ginge wahrscheinlich auch mit VIM und RegExpr, aber geht halt auch mit Excel.
KeyMatic
Die neue Haustüre ist ja genau so wie die Chefin sie sich gewünscht hat und deshalb ist sie auch so happy. Das ist wichtig. Dafür wurde in meiner Feature-Liste, die aus genau einer Position bestand, radikal gestrichen. Mir war eigentlich nur wichtig die Tür auch ohne Schlüssel auf zu kriegen, wenn man sich z.B. in der Früh ausgesperrt hat und nicht alle raus will.
Der Türenbauer hat meine Not erkannt und als Alternative einen elektrischen Türöffner von Nuki vorgeschlagen (Nuki Smart Lock), 300 € für so ein kleines Stück Technik war mir aber zu teuer. Als Alternative für das Nuki hat Google wiederum die Homematic KeyMatic für 150 € vorgeschlagen – und die gab es sogar ToGo bei Conrad! Die Installation der Hardware war einfach, aber das Anlernen der Fernbedienung und die Konfiguration selbst haben den Akademiker in mir fast an den Rand des Wahnsinns getrieben. Dafür war die Integration in FHEM und Telegram praktisch ein Selbstläufer.
Wie das alles ausschaut ist hier ganz gut beschrieben und nach gut 2 Wochen gibt es nichts zu klagen. Echt nicht. Funktioniert einfach so.