ACC Akut 600 – für das absolute Rotzerlebnis

Was so ein Männerkopf alles zu Tage befördert wenn man ihm eine ACC akut 600 einwirft, das ist schon der absolute Hammer. Anfangs wie eine Art Initialzündung kommt gleich ein fester Batzen, mit allem was sich in der Nacht fest gesetzt hat und angetrocknet ist, man merkt beim Schneuzen sofort dass da festes Material im Tempo gelandet ist und freut sich wie bei einem Überraschungsei auf das was man da gleich zu Gesicht bekommt. Eine zähe gelbliche Masse mit harten braunen Rändern und kleinen roten Punkten durchzogen, ein Rotzschäufele ohne Knochen direkt aus dem Kopf gleich unterhalb vom Auge. Und ein komisches Gefühl im Kopf, dass da plötzlich was fehlt, nimmer da ist wo gerade noch was war, eine ausgerotzte innere Leere überlagert von der Freude schon ganz schön was geleistet zu haben.
Angefeuert durch diesen initialen Erfolg geht es ans Eingemachte, das schleimig gelb grünlich irgendwo hinten drin pappende. Da muss man dem ACC aktu 600 aber etwas helfen und zwar am Besten in Form von Gurgelgesang. Richtig gemacht hört der sich ungefähr so an wie die Sprache der Dracs aus Enemy Mine – Geliebter Feind. Pro-Tipp: Um nicht für komplett Vollverrückt erklärt zu werden, läuft man am besten ein paar Meter allein. Das Gegurgele löst den richtig zähen Schleim (schlägt sich aber auch auf die Stimmbänder, Achtung!). Wenn man alles richtig macht und schön hochzieht, dann landet irgendwann ein Klumpen im Mund, der von der Konsistenz her an ein aufgeweichtes Stück Leder erinnert. Nicht schlucken! So ein Stück hart erarbeiteten Rotz muss gefeiert werden! Am besten schmiert man ihn auf ein Stück Tempo und zeigt ihn den Kollegen.
Danach geht es Stück für Stück besser, die fehlende Stimme signalisiert allen anderen dass man offensichtlich angeschlagen ist, man ist aber innerlich von dem ganzen Rotz befreit und kann so die Vorweihnachtszeit viel intensiver wahrnehmen.

Projekt „Aquariumsteuerung“ #1

Es gibt ja Menschen die wo sich voll mit Elektronik auskennen. So einen kenne ich, einen waschechten Elektroingenieur. Der hat sich den Aufbau angeschaut und gesagt dass die Transistorschaltung nicht nötig ist. Bestenfalls ein 1kOhm Widerstand am Ausgang gegen Masse – und das verstehe ich sogar. Zusammengefasst braucht es jetzt

  • den Cobbler – im Zulauf
  • das Breadboard – im Bestand
  • 8 Widerstände – im Bestand
  • ein paar Drähte – im Bestand

Das wird was ganz Großes. Wie man die GPIOs von so einem Raspberry mit Python ansteuert ist hier beschrieben. Die Sache läuft.

Alles hat seine Zeit

Diese Kälte und diese Dunkelheit, da passt es in die Zeit dass endlich mal jemand Klartext spricht, düster aber wahr: Perl ist raus. Das sicherste Zeichen dafür dass es so ist wie es ist, ist dass sogar der Perlmeister himself mittlerweile in Python macht. Gute Nacht. Schön war’s. Und ein „Danke für den Fisch“ hinterher.
Wenigstens gibt es noch FHEM als letzte Bastion, ein Abschied auf Raten. Ich bin emotional berührt, die Aquariumsteuerung wird mit Python gemacht, nicht dass es wieder heißt dass der Hack nicht offen für neues wäre. Und überhaupt, eine Flexibilität bei der Wahl der Programmiersprache zeugt von einer gewissen Professionalität.

Nur mal so gesponnen

Wegen der Aquariumsteuerung nochmal. Was man dazu bräuchte wäre ein alter Raspberry Pi – check, ein Breakout-Board – check, ein paar Drähte – check, ein paar Relais – check, einen Cobbler von Raspberry Pi nach Breakout-Borad – fuck. Fuck, fuck, fuck! Ein Raspberry Pi III hat ein paar Pins mehr als ein I, da passt der alte Cobbler nicht mehr. Also einen Cobbler würde die Sache schon vereinfachen. Wie man den Raspberry mit dem Relais-Board verbindet, wäre hier beschrieben, wie es ganz ganz sicher geht hier, aber der Nutzen erschließt sich einen Nicht-Elektroniker nicht. Cool wären vielleicht noch ein paar Taster für die manuelle Bedienung – und ein Display. Also so eine Aquariumsteuerung wäre schon ein cooles Projekt.

Smart gegensteuern halt

Die Tage sind dunkel und werden zunehmend hektischer, ein ganz sicheres Zeichen dass es auf Weihnachten zugeht. In der Weihnachtszeit sind Außenprojekte scheiße, weil kalt und dunkel. Da muss man sich innen was suchen. Die Chefin hat sich auf das Kinderzimmer von Kind 1 eingeschossen. Eigentlich braucht es nur ein neues Bett und ein Bücherregal, aber der versierte Hausmeister weiß natürlich wie das enden wird, von daher ist es wichtig projekttechnisch gegen zu steuern. Smart gegen zu steuern.
Smarte Projekte wären da zum Beispiel eine intelligente Lampensteuerung für die Küche (also so mit Zeitschaltuhr und vielleicht mit Anwesenheitserkennung) oder – noch viel cooler – eine smarte Steuerung für das Aquarium. Die Küchengeschichte hätte einen gewissen WAF. Das Aquarium ist eine Herzensangelegenheit, mit miserablen WAF. WAF hin WAF her, gegensteuern ist wichtig. Vor allem smart.

Schweißen war längst überfällig!


Schweißen war längst überfällig. Zum 30. Geburtstag versprochen und nix draus geworden. Zum 40. Geburtstag versprochen und nichts draus geworden. Jetzt aber. Super! 3 Tage Schweißkurs beim VEB Kunstahl, eine große Metallwerkstatt, eine kleine Gruppe und ein tiefenentspannter Lehrer. Mehr braucht es nicht für ein konstruktives Wochenende.
Das Vorgehen war top. Am Freitag etwas Metallkunde und -grundwissen und dann ging es auch gleich los. Erster Schweißpunkt am Freitag 8.12.2018, 18:28 Uhr. Samstag und Sonntag hat dann jeder an seinem Werkstück gearbeitet oder einfach nur ausprobiert was geht, immer schön individuell betreut, genau so und soviel dass man auch danach etwas mit anfangen konnte. Top. Absolut empfehlenswert.

Kind 1.10

Wir sind emotional berührt, das Kind 1 wird 10. ZEHN! Vor ein paar Jahren waren noch Puppen angesagt, jetzt sind es Zeitschriften-Abos und anderer Kram, der uns auf das hinweist was bald mit dem Kind passieren wird. Wir sind jetzt Teenager-Eltern. Die Frau hat passend dazu Weizen-Weihnachtsbock besorgt.

OLED und Smartwatch – das passt nicht

Letztes Jahr im Frühjahr wurde ja eine neue Smartwatch angeschafft, eine Huawei Watch. Das war zu dem Zeitpunkt die einzige finanzierbare Smartwatch, die auch nach Uhr ausgeschaut hat. Diese Uhr ist super, hat aber einen Schönheitsfehler und zwar ist das das OLED Display. Bei OLED Displays ist es nämlich so, dass sich helle Bereiche, wenn sie zulange leuchten, einbrennen, was z.B. bei einer Uhr beim Ziffernblatt der Fall ist – die Zeiger sind ja immer schön in Bewegung.
Die eingebrannten Muster sind so lange OK, wie man kein neues Ziffernblatt verwendet, austauschbare Ziffernblätter sind aber genau der Clou bei einer Smartwatch. Also wurde das Teil zusammengepackt und zu Saturn zurück gebracht. Das Ziel – am besten mit einem neuen Gerät aus dem Laden raus kommen, gerne auch gegen einen kleinen Obolus mit einem anderen Modell. Hauptsache nicht ohne Uhr. Pustekuchen, das Ding muss eingeschickt und repariert werden, Dauer mindestens 15 ATs. Das Bauchgefühl sagt dass das kein Happy End geben wird, denn ein OLED zu wechseln dürfte schwierig werden…
Heute würde ich mir keine Smartwatch mehr kaufen sondern einen 25 € Fitness-Tracker von Amazon mit Zeitanzeige. Und auf jeden Fall würde ich nicht mehr bei Saturn in Fürth kaufen.